Neuimker braucht Hilfe

  • Hmm... Manchmal ist der interessierte Umweltfanatiker aber auch der Jungimker von morgen... Sicher sollten Einsteiger erstmal das Handwerk richtig lernen aber Interesse ist nun mal der Anfang. In unserem Verein ist über ein "an die Hand nehmen" dieser Jungimker eine recht aktive Gruppe entstanden, die einige Neueinsteiger gewinnen konnte. Jeder einzelne fördert die Akzeptanz unseres Hobbies. Insofern fände ich es Schade, wenn wir Interesse an unserem Hobby so einfach im Keim ersticken.

    Ja, auch ich freue mich über volle Honigräume, aber im Vordergrund steht der Umgang mit den Bienen!;)

  • ... Bei mir im Ort sind noch 2 Imker. Ein Berufsimker, der leider nichts preisgeben möchte und ein Hobbyimker, der jetzt seit 1 1/2 Jahren dabei ist, aber sich nicht mit der Golzbeute auskennt. ... Vor 1 Jahr habe ich zwar an einen Imkerkurs teilgenommen, allerdings viel Theorie und die Praxis auf Segeberger.


    Fülle doch mal Dein Profil aus, v.a. wo Du bist ... und, Simsalabim, manchmal findet sich hier jemand, der zwar nicht in Deinem Ort lebt, aber doch näher als Du dachtest.


    Gruß, Jörg

    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.

  • Hmm... Manchmal ist der interessierte Umweltfanatiker aber auch der Jungimker von morgen...

    Generell ein Ja, aber der Satz: Ich möchte nur, dass etwas in meinem Garten fliegt und der Honigertrag ist zweitrangig, bzw. interessiert mich nicht ist ein Disqualifikationsgrund für einen Völkerkauf?

    Das sind Lebewesen, die ohne unsere Hilfe nicht mehr klarkommen. Ich kauf mir ja auch keinen Hund und verlasse mich darauf, dass der alleine klar kommt, was denen früher auch möglich war.

    Bienenhalten erfordert Wissen, Fürsorge und ist kein Selbstläufer.

  • *hüstel*


    also ich....so vor einigen Jahren mal....


    ich wollte total wesensgemäß und bienenfreundlich die Immen halten, Honig wäre ganz nett, musste aber nicht sein. Und was die honiggeilen Null-Acht-Fuffzehn-Imker mit den Bienen machten, das musste doch auch anders gehen! Man sieht das doch bei der Intensivhaltung anderer armer Lebewesen usw. usw

    :D8):saint:

    Und dann hab ich noch wissen wollen, ob man auch ohne Imkerkurs Bienen halten kann, ja da hatte ich aber was gesagt, der Remsi ist direkt mal aus dem Hemd gesprungen! :S


    Erst einmal steht das Interesse und die gute Absicht. Dann sollte allerdings Lernfähigkeit und eine Menge Flexibilität auftauchen. Das ist manchmal schwer einschätzbar. Es gibt auch in anderen Bereichen der Tierhaltung die besten Hobby-Absichten von Verschlimmbesserern, wo man kaum hinschauen mag.


    Es bleibt für einen Jeden egal nach wieviel Jarhen noch an vorderster Linie wichtig, dass er mit offenen Augen flexibel auf erkannte Fehler reagiert und nicht in starren Mustern verharrt.


    Der Threadersteller lenkt ja bereits ein,

    vorher wäre schlauer gewesen, ja .... hätte, hätte Mopedkette.


    Weiter Fragen, Lernen, Lernen, Lernen und IMKERN


    empfiehlt Marion,


    immer noch ohne Imkerkurs, die mittlerweile auch bei der Honigernte stöhnt und an Regina, denkt, die immer sagt, wie schön wäre Imkern ohne Honigernte 8)

    trotzdem wird man mit der Zeit erpicht auf Erntemengen und wäre die plötzlich gering, gingen die Alarmglocken an.

    Denkt an Eure Anfangszeiten ;)

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Erst einmal als Beginner an die Bienen denken und dann an den Honig.

    Diese Reihenfolge ist besser als umgekehrt.


    Jedes Bienenvolk ist heut zu Tage wichtig für die Natur, selbst wenn es nur um das "fliegen lassen" geht.

    Nur kümmern muss man sich eben....


    Gruß

    Thomas

    (Fange nie an aufzuhören, höre nie auf anzufangen)

  • goldenergrund :


    das eine bedingt das andere automatisch, umgekehrt nicht.

    Wer viel Honig ernten will, kümmert sich drum. Wer nur Bienen halten will, sehr oft leider eben nicht ausreichend.


    Woher kommt eigentlich dieser Unsinn, dass wir zu wenig Bienen hätten?


    Wir haben doch umgekehrt viel zu wenig Blühpflanzen in unserer Industrie- und Landwirtschaftswüste!

    Wir haben dadurch (und auch aus einigen anderen Gründen) viele wertvolle Insekten schon ganz verloren oder stehen kurz davor.


    Hier sollte jeder ansetzen, der etwas Gutes für die Umwelt, die Natur aber auch die Menschen tun will! Bienen halten alleine hilft hier GAR NICHTS, deswegen blüht nämlich keine einzige Blüte mehr, wird kein Lebensraum verbessert.


    Und die Bienen sind bei uns in vergleichsweise guter Obhut, sie werden sogar gefüttert, wenn es draußen nicht mehr reicht. Und in vielen Gegenden gibt es zeitweise gar nicht genug Blüten, um noch mehr Bienen zu ernähren.


    Die wilden Insekten sind es, um die man sich besser kümmern sollte, indem man ihre Lebensbedingungen wieder verbessert.

    Denn günstige Lebensbedingungen für diese Tiere würde automatisch auch günstigere Lebensbedingungen für Bienen UND uns Menschen bedeuten. Dazu muss man selber keine Bienen halten.


    Bienen hält man, weil man Honig etc. ernten will und den direkten Kontakt mit diesen Insekten mag.

    Wilde Insekten nutzt man nicht, daher hilft ihnen auch niemand. Hier würde direkter Hilfseinsatz also wesentlich mehr bringen.


    Aber ich wette, weil man damit keinen Honig ernten kann, tut das kaum jemand...


    Gruß

    hornet

  • Viele Worte, die nix ändern. Heute wieder von einer Bienenkistlerin mit den besten Absichten gehört. Seit drei Jahren Bienen, noch nie erfolgreich ausgewintert. Die sprudelt über vor Begeisterung und Anspruch, die Welt zu retten! Das ist die Zielgruppe für ein Schwarm-Abo. Für 'ne Steigung wie die Lernkurve reicht ein (originales*) Hollandrad.


    Beste Grüße,

    Ralf


    PS. *ohne Gangschaltung

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Bf-Mädels von Anbieter der bei https://gdeb.eu/ nicht gelistet ist. Bf oder Landbienen???

    Lieber Christian, geh' mal auf https://gdeb.eu/ scroll ganz nach unten. Dort findest du die Landesverbände, nimm Kontakt mit dem nächstgelegenen Landesverband auf. Dort wird dir gerne und kompetent weitergeholfen. Oftmals läßt sich auch ein "virtueller Pate" organisieren.


    LG Martin

  • Da hab ich ja was gesagt....

    O.K. wollen wir mal Richtigstellen. Ich verbrauche in der Woche ca. 1 1/2 Gläser Honig. Meine Frau kam auf die Idee mir zu Weihnachten (2015) einen Imkerkurs zu schenken, da ich gerne "Gärtnere" und mich um Wildbienen gesorgt habe. Durch den Imkerkurs ist natürlich mein Interesse an der Bienenhaltung entstanden. Wenn ich sage, dass es mir nicht um den Honig geht, sondern mehr um die Bienen, wollte ich dadurch nur zum Ausdruck bringen, dass ich jetzt nicht nur des Honigs wegen imkern will, (das natürlich auch, schon wegen meines großen Eigenverbrauchs) sondern mir die Bienenhaltung generell wichtig erscheint, ich aber nicht auf Teufel komm raus möglichst viele Völker halten will, um mit dem Honig ein Einkommen zu erzielen. Aber egal wie man es sagt oder schreibt, kann es immer anders aufgefasst werden, weil andere Menschen es anders verstehen, als man es sebst meint.

  • @ die Herren auf den großen Pferden:


    Wenn einer hier als Newbee anfängt und gleich von den dicken Honigerträgen seiner zukünftigen Berufsimkerei träumt, kriegt er eins auf den Deckel. Wenn einer sagt, er will was im Garten fliegen haben und der Honig ist ihm erst mal nicht wichtig, kriegt er auch eins auf den Deckel. Wenn einer gar keine Ahnung hat, kriegt er einen Tritt in den Hintern. Wenn einer sich vorher mit Theorie vollpumpt und dann gleich sein theorielastiges Wissen verbreitet, kriegt er wieder eins auf den Deckel.

    Fazit: Es ist schon schwierig, hier den richtigen Grad an interessierter Demut zu formulieren...


    Eigentlich ist es doch egal, wie die Leute den Zugang zur Imkerei finden, solange dann was Vernünftiges daraus wird. Andere Tiere darf man ja auch aus reinem Interesse am Tier halten. Sonst dürfte man zB einen Hund nur anschaffen, wenn man jagt oder blind ist oder einen Wachhund braucht. Gründe für ein Aquarium fallen mir gar nicht erst ein.


    Ich habe Bienen, weil unser früherer Garten so winzig war (Entscheidungsqual bei der Wahl des einzig möglichen Obstbaums > Wunsch nach viel Platz > Streuobstwiese > keine Ernte > fehlende Bestäuber?). Ich mochte noch nicht mal Honig und habe in den ersten 45 Jahren meines Lebens davon höchstens ein Kilo zum Backen verbraucht. Ich wollte also definitiv bestäubende Bienen herumfliegen haben, und dass dabei noch Honig herauskommen sollte, war eher kuriose Randerscheinung.

    Jetzt habe ich mehr Honig als Äpfel (es lag nicht an den fehlenden Bienen...), bin voll vom Bienenfieber gepackt und denke, dass meine Lernkurve eine Dreigangschaltung rechtfertigt, auch wenn der Berg noch lang ist.


    Bisher selten romantischer Regungen verdächtigt,

    Kikibee

  • Es gibt viele die von großen Erträgen Träumen

    Ich bin ein relativ großer Imker der sehr zentral liegt und sehr viele kommen vorbei

    und schauen sich die Völker an " und das sieht ja alles so einfach aus " höre ich oft

    das da drei Generation Aufbau und Erfahrung dahinter stecken vergessen die meisten

  • Ja, so isses, wenn man anfängt. Jeder von uns hat wohl seine Erfahrungen machen müssen und die sind vielfältig. Es war keiner perfekt!


    Nimm mal den Kunstschwarm und fang mal an - es wird schon werden. Und nach den ersten Erfolgen (Honig !!) fängt's an und macht Spaß. Und dann beobachte, informiere Dich, such Dir einen Imker mit Erfahrung und hör' auf die Empfehlungen - es wird immer unterschiedliche geben.


    Ich wünsche Dir viel Erfolg und Spaß


    Rainer

  • Germanicus :


    Wenn ich dich persönlich angreifen wollte (was ich wirklich nicht will, nicht wollte, entschuldige also bitte, wenn es bei dir so ankam!), dann hätte ich dich angesprochen.

    Ich nahm dein Posting nur als Anlass, auf die aktuelle Mode kritisch einzugehen, weil es halt gar so penetrant ist und die zwei zitierten Sätze wirklich 1:1 von fast jedem Neuimker quasi reflexhaft so geäußert werden, obwohl gar keiner danach gefragt hat. Sie sind symptomatisch geworden...


    Und soll ich dir und anderen mal was verraten (die, die mich länger kennen wissen es ja schon)?

    Ich bin AUCH einer von denen, die mit der Bienenkiste angefangen haben:oops:!

    Und ich habe sie sogar noch verteidigt, als ich schon länger Dadant'ler war.

    Und im Gegensatz zu vielen anderen hier halte ich sie immer noch für eine (für Bienen) gute Kiste, aber eben nicht für gut für den Anfängerimker.


    Schon im Herbst des 1. Imkerjahres mit der Bienenkiste habe ich mir gesagt: Pfui Teufel ist das mit dieser Kiste mühsam mit dem Honig ernten und wenig ist es auch, obwohl ein Bombenvolk drin war. Entweder die Bienen verschwinden wieder und ich spare mir die viele Arbeit für so wenig und dann auch noch matschigen Honig oder ich mache es gleich gescheit.

    Tja, was soll ich sagen, ich habe es von da an gleich gescheit gemacht und halte seither sicherlich viel mehr gesunde Bienen als ich es als "weiterhin Bienenkistler" gemacht hätte.


    Also Germanicus, es ist nicht böse gemeint und schon gleich gar nicht gegen dich persönlich. Ich freue mich über jeden, der richtig imkern will, aber mir tut es leid um die vielen Bienen, die verlorene Energie bei all' denen, die aus falsch verstandener Naturliebe handeln. Wenn auch nur ein oder zwei davon durch meine Worte ins Grübeln kommen, hätte es sich vielleicht schon gelohnt.


    Also, viel Erfolg, du wirst es schon richtig machen!

    Ich wollte nur eine Lanze für eine bessere Motivation brechen, wie man der Natur wirklich helfen kann und dass "einfach mal imkern" dafür nicht der geeignete Weg ist.


    Kikibee : Wie du lesen kannst, bin ich also gar nicht "so", auch ich hatte also eine "dunkle" Vergangenheit (Bienenkiste...)


    Gruß

    hornet

  • Ich gebe allen den Rat fangt nicht mit einen Volk an sonder mindestens zwei oder drei

    wenn eins weck ist fängt man nicht gleich wieder bei Null an

    Und bei zum Beispiel wenn man drei hat wird wenigsten eins Honig haben


    Und ganz Wichtig ist einfach mal was ausprobieren ( was soll den groß passieren )