Hohe Völkerverluste in Brandenburg - 40%

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    Deshalb ärgert es mich sehr, wenn irgendjemand, in dem Fall zugegebenermaßen vorzugsweise Neuimker, den Eindruck erweckt, 'die alten Imker' wären nur auf Honig aus, und nur die neuen 'wesensgemäßen Imker' würden an die Bienen und die Natur denken.

    Das zielte wohl auf mich;) Aber die 'wesensgemäßen Imker' unterstellst Du mir unberechtigterweise.

  • Moin,

    Freilich kommen heute Leute, die Bienen halten wollen, um die Welt zu retten.

    Meine Vorfahren suchten ein Zubrod zum oft geringen Verdienst.


    Landwirte hielten früher selten Bienen, eher Pfarrer, Lehrer, Eisenbahner, also kleine Beamte mit etwas Freizeit.

    Zu DDR Zeiten gab es in den 80er Jahren durch günstige Bedingungen einen Boom auf die Imkerei, der nachwendisch schnell auf dem Boden der neuen Tatsachen geerdet wurde.


    Nun kommen die, die kein Geld brauchen, aber ihr öko-Gewissen bedienen möchten.


    Von mir aus gern.

    Schade ist, dass gerade diese Klientel meist schon alles weiß und wenn das mit den Bienen nix wird, in ein par Jahren sicher eine neue Mode findet, um Gutes zu tun.


    Grüße Ralf

  • Landwirte hielten früher selten Bienen, eher Pfarrer, Lehrer, Eisenbahner, also kleine Beamte mit etwas Freizeit.

    [...]

    Nun kommen die, die kein Geld brauchen, aber ihr öko-Gewissen bedienen möchten.

    Lehrer und Pfarrer sind aber auch heute die mit dem größten Öko-Gewissen.

  • Es gibt auch Leute, die das Honigeld nicht brauchen (oder Rechnen können), ihr Öko-Gewissen anderweitig bedienen und einfach aus Spaß an der Freud imkern. So wie man anderen Hobbys ebenfalls ohne weltanschauliche Rechtfertigung frönen kann. Ich könnte auch Taranteln züchten, von Wolkenkratzern hüpfen oder Kronkorken sammeln. Möchte ich aber nicht.

  • Das spielt aber alles für den Faden hier keine Rolle. Aber eine Rolle für die Statistik spielen die ganzen Völker, die 'nur so' in den Garten oder auf den Balkon gestellt werden, weil es jetzt 'in' ist, womit sich aber Energie und Bereitschaft sich drum zu kümmern schon erschöpft haben, bzw. das Kümmern ja schon ideologisch grundfalsch ist, weil ertragsorientiert und damit abzulehnen. Diese Völker in Bienenkiste, Einraum-Esobeute & Co sterben dann spätestens im zweiten Jahr ideologisch korrekt auf Stabilbau, verhageln aber die Statistik und beglücken nur Kammerjäger und Nachbarimker.


    Da es von dieser Klientel grade eine Schwemme gibt, wundern mich die Zahlen überhaupt nicht. Die decken sich aber auch nicht mit meinen Erfahrungen und denen in meinem Bekanntenkreis. Ausnahme gibt es immer, aber in der Regel kann man die Ursachen eingrenzen. Dieses diffuse Bienensterben in den Medien ist meines Erachtens in weiten Teilen hausgemacht. In meiner Region ganz sicher.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

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    Da es von dieser Klientel grade eine Schwemme gibt, wundern mich die Zahlen überhaupt nicht. Die decken sich aber auch nicht mit meinen Erfahrungen und denen in meinem Bekanntenkreis. Ausnahme gibt es immer, aber in der Regel kann man die Ursachen eingrenzen. Dieses diffuse Bienensterben in den Medien ist meines Erachtens in weiten Teilen hausgemacht. In meiner Region ganz sicher.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Hallo Ralf,


    bist du dir sicher das diese Zahlen sich auch in der Statistik wiederspiegeln?


    Nach meiner Erfahrung sind gerade diese Bienen oftmals nicht gemeldet ( erfasst ).


    Oftmals auch in keinem Verein zu finden und daher auch eher selten in den Statistiken.


    Indirekt finden sie sich teilweise dadurch in der Statistik wieder weil Probleme auch auf andere Stände übertragen werden.


    Gruss Joachim

  • Die sind aber laut, missionarisch und gut vernetzt! Eine Party im September und danach wissen wieder vierzig Leute mehr das die Bienen sterben (trotz! ökologischer Korrektness!) und tragen das in die Welt.


    Und dann schlagen die bei mir auf, voller Mitleid.


    Nervt. Sensibilität ist gut, aber das nimmt bizarre Züge an.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hi,


    kommt mir alles bekannt vor.


    Dann bietest Du Ihnen eine Bienenpatenschaft an, beruhigst ihr Gewissen und weisst das die Bienen gut versorgt sind.


    Sie haben Ihren inneren Frieden und Du hast treue Kunden.


    Ist viel Nervenschonender als sich darüber aufregen.


    Gruss Joachim

  • Die "große" Übersichtsstatistik werden sie vermutlich wirklich nicht stören. Die wissen sicher gar nicht, dass jedes Jahr solche Umfragen stattfinden und warum sie stattfinden. Wenn doch, dann wird das sicher mit paranoiden Begründungen abgelehnt...


    Gruß Andreas