Hohe Völkerverluste in Brandenburg - 40%

  • "Die Hauptursachen seien die Varroamilbe, die Ausbreitung von Mäusen und der Klimawandel", so im genannten Beitrag.

    In weiß nicht, wieso der Klimawandel zum Bienensterben beiträgt, aber bei den andern Ursachen ist es wieder mal Unfähigkeit und kein Verhängnis.

    Ich imkere hier nur ein paar Kilometer von der Brandenburgischen Grenze entfernt und habe auch diesen Winter (wie die beiden letzten auch) kein einziges Volk verloren

    Was ist los mit den Brandenburgischen Imkern?


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Mäuse als Ursache für Bienensterben??

    Von Pestiziden keine Rede? Da kenne ich aber andere Stellungnahmen aus Brandenburg.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Die sollen auch ziemliche Probleme mit Glyphosat haben. Davon ist in dem Artikel ja gar nichts zu sehen.

    Und bei Schäden durch Mäuse ist ja wohl der Imker schuld, da kann man doch was dagegen tun!

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • so einige Faktoren ungenannt:

    + grüner Beton + Pfanzenschutzmittel

    + Grünstreifen, die nicht Pestizidfrei sind

    + Herbsttracht Senf

    ++ der Fehler hinter der Beute- Zahl der unorganisierten Imker, Ausbildungsstand? , Zunahme der "wesensgemäßen" "Evolutionstheoretiker"

    + zuwenig AS?- Langzeitbehandlung mit AS wurde z.T. bis 3x vorgenommen- damit geschädigte Winterbienen

    + es wird zuwenig mit Brutstop/TBE/Kunstschwärmen erneuert bzw eine Brutpause für die Sommerbehandlung gemacht

    + zu kleine Völkerzahl/Imker- Durchschnittsalter der Weiseln?


    + gepanschtes Bienwachs


    Gruß Fred

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von bienenfred () aus folgendem Grund: Wachs

  • Vielleicht sollte man einen Korrektur Bericht an die Berliner Morgenpost schicken. Das liesst sich wirklich nicht so, als hätte sich da jemand mit dem Thema beschäftigt. Das Klingt fast so, als wäre das Bienensterben die Schuld der Imker wegen ungenügender Behandlung. Diese Fälle gibt es ganz bestimmt, aber doch kein ganzes Bundesland!

    Chemische Behandlung wird erwähnt, aber das fehlende Umgraben ist ein Todesgrund? Also ich weiss ja nicht ...

  • @ bienenfred: Eine Neid-Diskussion nach dem Motto "ätschebätsch" sollte hier von den Berlinern nicht geführt werden. Aber einige Punkte würde ich als zutreffend bezeichnen.

    Allerdings wurden vom Verbandssprecher anscheinend nicht die wirklichen Ursachen angesprochen., denn die

    Dialogveranstaltung "Imker Landwirte in Brandenburg", die erst wieder am 27.2. in Potsdam stattfand, besagt etwas anderes. (Ich habe da

    Einblicke in die Diskussion.)

    Überhaupt lassen die Äußerungen des Sprechers die Imker fast als Deppen da stehen. Nicht sehr förderlich. Ich würde da erstmal Protest

    schreien gegen den Verband.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • In der Größenordnung bei uns genauso. Gründe:

    - milder Winter 15/16, mit

    - erhöhter Varroabelastung

    - kaltes, nasses Frühjahr 16 mit dadurch

    - schlechter Versorgung der Völker

    - mind. 3 schlecht versorgte Brutsätze die dann

    - die Winterbienenbrut schlecht pflegten


    - das erforderte ein ganzjähriges, aussergewöhnliches Handeln der Imker in vielen Bereichen

    - wer das nicht tat steht vor leeren Beuten

    - viele Imker waren von der Komplexität der Situation überfordert

    - Gründe dafür auch das Alter oder (noch) mangelnde Kenntnisse


    Gruß

    Reiner

  • "Internet"-Imker hatten letztes Jahr schlechte Karten. Das will ich da aber niemandem unterstellen! Unsere Wetterverhältnisse im Süden waren anders als die im Norden, gerade im Frühjahr/Sommer.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Hi,


    ich habe auch manchmal das Gefühl, dass man jedes Jahr in den Zeitungen von 'überdurchschnittlichen Verlusten' oder ähnlichem lesen kann. Hohe Verluste in Deutschland, hohe Verluste in Brandenburg, in Österreich, .... dadurch, dass verschiedene Länder und Regionen natürlich auch einzeln betrachtet werden gibt es recht viele solche Meldungen.

    Man müsste sich mal die Zeitungsmeldungen der letzten zehn Jahre vornehmen und erfassen, ob da noch ein stimmiges Bild rauskommt, oder ob das Risiko besteht, irgendwann nicht mehr ernst genommen zu werden. Wobei man auch das differenziert betrachten muss. Es gibt immer welche, bei denen alles gut ist und andere, bei denen es katastrophal aussieht. Und angenommen jemand fährt eine Rekordernte ein und alle Bienen sind auch noch topgesund, dann wird er das nicht unbedingt dem nächsten Reporter erzählen. Neidische Nachbarn, Fiskus...

    Der Reporter hat sehr viel größere Chancen, von denen zu erfahren, wo es nicht gut gelaufen ist.


    Und die Unterschiede von Ort zu Ort sind oft verblüffend. Unser bevorzugter Gemüsebauer ist keine fünf Kilometer von einem meiner Stände entfernt. Wenn ich mich mit denen über das Wetter und die Niederschläge unterhalte habe ich den Eindruck, dass die manchmal ein komplett anderes Wetter haben. Kann auch sein, die Unterhavel (Wannsee) macht z.T. ihr eigenes Wetter...


    Der Vorsitzende des Brandenburgischen Landesverbandes ist vor nicht allzu langer Zeit relativ plötzlich verstorben. Kann sein, dass sich da manches erst einspielen muss.


    Aber insgesamt hast du recht, ich bin mit auch nicht glücklich damit, wie das Thema Öffentlichkeitsarbeit und auch die Diskussion über Probleme und die Ursachen davon angegangen werden, sowohl auf der Ebene der Landesverbände als auch auf Bundesebene (oder sogar in Europa).


    Grüße,

    Robert

  • Hallo Bien-Gemeinde,


    über die Äußerungen, welche Holger Ackermann nachgesagt werden, bin ich teilweise überrascht und noch mehr, sollten sie tatsächlich alle so von ihm stammen.


    Manne

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)