März 2017: Leute, achtet aufs Futter

  • Hast Du da spezielle Gaze?


    Ich habe mir Spezial-Deckel zur Ableger-Fütterung gemacht: Bohrung, so dass der Verschlussdeckel einer 0.5 Liter Wasserflasche hineinpasst. In diesen Verschlussdeckel kleine Bohrungen. Leerzarge darüber. Damit beim Wechsel der Flaschen keine Binenen durch das Loch herauskommen, habe ich von unten ein Varroa-Kunststoff-Gitter drangetackert. Funktioniert soweit ganz gut. Das wird aber durchaus zugekittet, wenn auch nur langsam.

  • Hast Du da spezielle Gaze?


    Das wird aber durchaus zugekittet, wenn auch nur langsam.

    https://www.google.de/search?q…649#imgrc=Y2VzsQOTA3ERNM:


    Sieht zum Beispiel so aus, das gibt es auch im Imkereifachhandel, leider sehr teuer.


    Es sollte starr sein, so zum Beispiel wie ein Absperrgitter aus Kunststoff und sollte die Löcher ziemlich groß haben, aber nur so, dass die Bienen nicht durch schlüpfen können - so kann es auch nicht zugekittet werden.

  • Hab mir am Wochenende die nötigen Reserven gebildet. Kurz hinter Kölle zur Uschi, ihren Kühlschrank übers Wochenende geleert und den Garten gleich leergeräumt. So muss sie sich nun weniger Sorgen um Futterprobleme machen und Nachbarswauzi dürfte dieses Jahr nochmal überleben :daumen:

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Oberlehrer-Modus ein:

    so ganz scheinst Du leider die Sache mit einem offenen Boden nicht verstanden zu haben.

    Bodenbrett draußen = es geht nicht darum ob die Bienen genug Luft bekommen oder das der Honig trockner wird, sondern darum, dass im Frühjahr der Boden ganz einfach deshalb NICHT rausgenommen werden sollte, weil die KÖ dann nämlich nicht bis unten das Brutnest anlegt, weil's dort zu kalt ist. Im natürlichen Bau z.B. hohlen Bäumen, ist unten auch immer alles zu. Zudem liegen dort 1000de von toten Bienen, die zusätzlich von unten isolieren. Wenn man davon ausgeht, dass das Flugloch oben ist. Ich denke ein Bienenvolk wird freiwillig keine natürliche Behausung bewohnen/beziehen, wo der Flugloch im Frühjahr mit toten Bienen verstopft werden kann.

    Frühjahr Bodenbrett drin = Brut bis (fast) unten.

    Frühjahr Bodenbrett draußen = deutliche Brutreduzierung im unteren 1/4.

    Die Folge ist, es entstehen weniger Bienen wenn das Bodenbrettchen draußen ist. Und jene, die wechselnd so wie Du es beschreibst, das Bodenbrett mal raus und rein schieben, bewirken ganz klar, dass die Brut unten verkühlt, beim Rausziehen des Brettes wenn die Kälte - nach Deinem subjektivem Ermessen - vorbei ist.

    ....so jetzt Oberlehrer-Modus aus.


    Das mit dem 'schwach' anreden, hmmm was soll ich dazu Dir sagen?

    Wenn Du so einen Blödsinn hier einstellt, nur um Dich wichtig zu machen, dass es hier -10 Grad werden soll, brauchst Du Dich doch nicht darüber beschweren, wenn Dir das jemand sagt,

    Zitat

    .das glaubst Du doch wohl selbst nicht, was Du hier schreibst.

    Jonas

  • Capeau! Aber in dieses holde Werben um Sympathiepunkte will ich mich mal nicht einmischen. Da gibt's sicher nur Gewinner.


    Grade haben die Völker in der Kirschplantage jeweils 'ne Futterwabe bekommen. Dafür trotz kalt gute Zunahme im Raps.


    Kühlschrank ist auch wieder voll, jetzt wo die Schwaben wieder weg sind. Inkl. der MiniPlusse.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ich habe keine Futterwaben mehr und einige Völker haben jetzt einen Futterstand nahe Null. Ich fange jetzt an, für diese Völker Futterwaben zu produzieren:

    • Ich wähle ein Volk, das trotz der ungünstigen Witterung leichte Zunahmen hat. Dieses Volk hat den Honigraum angenommen und im Brutraum fast nur Brut.
    • Dieses Volk wird jetzt mit einem aufgesetzten Futtertrog flüssig mit angewärmtem Sirup gefüttert.
    • Wenn der in die Honigwaben eingetragen ist, werden diese entnommen, markiert und in die Honigräume der notleidenden Völker eingesetzt.
    • Wenn endlich Tracht beginnt, können diese Waben gezielt entfernt werden.
    • Auf diese Weise kann nachgefüttert werden, ohne den später eingetragenen Honig wesentlich zu verunreinigen und ohne das Prinzip des angepassten Brutraums aufzugeben. Der leere Raum hinter dem Schied bleibt leer.

    Gruß Ralph

  • 1. Man kann ja immer sachlich argumentieren und vielleicht hat jemand ja wirklich noch nicht die notwendige Erfahrung. Aber die Formulierung " jemand der das tut sollte sich mal mit ... beschäftigen".... das macht keinen Spaß sich dann auf eine sachliche Diskussion einzulassen. Bei sowas werde ich auch deutlich und da muss man auch mal die Tonart anpassen finde ich.


    2. Meine Völker hatten bei der letzten Durchsicht (da war sogar ein Mit-Forianer dabei) alle ein starkes Brutnest mit Brutwaben bis unten bebrütet also kann ich diese Erfahrung mit dem nicht bis unten bestiften nicht bestätigen. Und es ist auch das erste Mal, dass ich die Böden nach dem rausnehmen wieder einlege, was natürlich an den Wetterkapriolen liegt... trotzdem hört sich was Du schreibst sehr plausibel an und ich bin auch dankbar wenn ich sowas von erfahrenen Imkern lese und mir darüber Gedanken machen kann. Das habe ich so tatsächlich noch nicht betrachtet und wahrscheinlich lasse ich die Böden im nächsten Jahr auch nach der HR Gabe noch ein Weilchen drin. Danke für die Erklärung.


    3. auch bei WetterOnline ist für Kempten für Do/Fr. bei Aufklaren nach wie vor -10 Grad nachts prognostiziert. http://www.wetteronline.de/wettertrend/kempten-allgaeu In Altursried "nur" -8 Grad. Wenns doch 2-3 Grad "wärmer" wird wäre es trotzdem noch sehr kalt. Hab ich auch noch nicht erlebt aber warum soll das unmöglich oder Blödsinn sein...?


    Fazit: Diskussion gerne aber bitte respektvoll und nicht herablassend. Geht's darum sich unter Kollegen zu profilieren oder sich gegenseitig zu beraten und zu unterstützen? Es ist einfach so, der Ton macht die Musik.


    Grüße von ein paar km weiter südlich.