März 2017: Leute, achtet aufs Futter

  • Hallo ihr Lieben,

    leider bin ich erst heute dazu gekommen, den letzten meiner 4 Stände durchzusehen.

    Ich war ziemlich erschrocken, weil ich feststellen musste, dass die 24 Völker durchwegs alle auf dem Trockenen sassen.

    Ganz im Gegenteil zu den anderen Ständen ! Die haben so viel übrig, dass ich jeweils bis zu 3 volle Wabe entnehmen konnte letzte Woche.

    Aber hier teilweise keinerlei Futtervorräte mehr, nichts mehr in den Wabenecken.

    Leider musste ich 3 Völker mit dem betrüblichen Bild von Bienen, die kopfüber in den Zellen steckten, entsorgen. Ein Volk sass noch apathisch auf 2 Wabengassen, die habe ich mit Zuckerlösung eingesprüht, vielleicht belecken sie sich ja und werden wieder wach.

    Also Leute, erspart euch dies, schaut rein, notfalls füttert nach. Ich habe jeweils Futtertaschen mit Flüssigfutter an den Rand der Brutnester gehängt.

    Bei dem Stand handelt es sich um einen ausgemachten Frühtrachtplaz, klimatisch äusserst günstig. Ich habe die eh im Verdacht gehabt, den Winter durchgebrütet zu haben.

    Wer noch nicht hat, der möge schleunigst in seine Völker schauen.

    Grüße an alle


    Michael



    -sapere aude-

  • Ja das einschätzen des Winterfutters ist eines der wichtigstens Punkte einer erfolgreichen Überwinterung.

    Du kannst noch so gut einfüttern, aber irgendetwas kann einen erhöhten Futterverbrauch generieren, z.B . spätes Brüten, eine junge KönIgin, dann vermehrte Störungen im Winter usw.

    Ich habe mir angewöhnt im Jan. / Feb. jede Beute anzuheben und da merke ich sofort wo etwas im Argen liegt.

    Heuer habe ich einen Kanidaten.

  • Hallo Xaver,

    genau das ist es ja, was mich vor Wut in die Tischkante beißen lässt:

    Ich habe mich doppelt anschmieren lassen.

    Erstens von den anderen Ständen, die noch masssig Vorräte haben und zum Zweiten von meinem Waagvolk.

    Dieses Waagvolk steht zwar ebenfalls auf diesem Frühtrachtstand, hat aber als eines der wenigen noch genügend Vorräte.

    Man sollte wirklich nie von einem aufs andere schließen, sondern auf Nummer sicher gehen.

    Grüße an alle


    Michael



    -sapere aude-

  • Hallo Xaver,

    genau das ist es ja, was mich vor Wut in die Tischkante beißen lässt:

    Ich habe mich doppelt anschmieren lassen.

    Man sollte wirklich nie von einem aufs andere schließen, sondern auf Nummer sicher gehen.

    Ja Michael, diese Erfahrung habe ich auch schon gemacht.

    Es klafft oft so auseinander, dass man das nicht für möglich hält, einige haben noch fast das ganze Winterfutter und andere sind fast leer? Wobei die Völker, die sehr wenig Futter haben nur Einzelfälle sind, aber komischerweise habe ich fast jedes Jahr so einen Kanidaten dabei.

    Deshalb spätestens im Februar jedes Volk anheben und den "Unglücksraben" bemerkt man sofort und Hilfe ist immer möglich.

  • Also hier sind es 50 g im Schnitt pro Tag laut Stockwaage seit etwa Beginn der letzten Februarwoche. Davor haben sie knapp 1000 g im Monat verbraucht...also schon eine gewisse Steigerung. Werde aber die Woche auch mal schauen - gerade die Durchfall-kranken Völker haben ja sehr Federn...äh, Futterwaben lassen müssen da so viele verkotet waren.


    M.

  • Habe auch einen Kandidaten dem ich Futterteig auflegen musste. Den hatten die Bienen angefangen auszuräubern. Die Ursache war schnell gefunden, sie hatten den Wintersitz gegenüber dem Flugloch und haben somit das Flugloch nicht bewacht. Ich habe dann den gesamten Bienensitz ans Flugloch geschoben und das Flugloch eingeengt, nach einer Woche hatten die ihr Flugloch wieder unter Kontrolle. Was es nicht alles gibt.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Bei mir sind die Futtervorräte der Völker durch die Bank weg sehr gut. Ich habe letztes Jahr erstmals mit Apiinvert eingefüttert was von den Bienen extrem gut angenommen wurde, deutlich besser als Zuckerwasser welches ich noch sporadisch dazu gefüttert habe.

  • Sirup ist halt sehr bequem. Für wenig Völker auf jeden Fall meine Wahl. Extra Zuckerwasser anmischen ist bei den wenigen Mehrkosten einfach unsinnig. Zudem müssen die Bienen nicht so viel daran Arbeiten und schonen sich für den Winter. Für einen Erwerbsimker mag das ganze sicherlich bei entsprechender Menge anders aussehen.

  • Sorry, aber das macht keinen Sinn... Es mag so sein, dass das so war, aber nicht wegen dem Zuckerwasser. Es mag mit der Trachtsituation/Menge/Reihenfolge/Konzentration zu tun haben. Zuckerwasser schneidet sicher NICHT schlechter ab als Sirup. Wenn dann andersrum... WENN!


    Du hast mich denke falsch verstanden. Ich füttere gern mit Zuckerwasser. Apiinvert wurde aber schneller und vorallem auch an einen schattigen / kühlen Standort einfach länger noch abgenommen wodurch ich keinerlei knapp gefütterte Völker am Stand hatte.