Kunstschwarm + Naturwabenbau

  • ok...und wie lange sollte ich sie füttern ?

    Hallo Olcses.

    Da bis zum Winter die Kiste 40-45 kg wiegen sollte ist es völlig egal wie lange du fütterst, es geht nix verloren. Und täglich 1 Lieter Futter ist erstmal völlig ausreichend, denn es müssen ja auch erstmal die Mittelwände ausgebaut werden. Das Flugloch sollte erstmal auf ca.3cm verkleinert werden, dann besteht nicht so sehr die Gefahr des Räuberns durch fremde Bienen.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo Josef,



    Ich habe letzten Dienstag den Adam-Fütterer runter genommen. Die Bienen haben 9 Dadant Waben zu 3/4 ausgebaut. Es ist sehr viel Futter drinn, zum Teil schon verdeckelt, aber auch schon viel verdeckeltes Brut und Stifte. Eine Futterwabe außen wiegt bestimmt schon über 1 kg. Die Bienen fliegen bei dem Wetter sehr gut und tragen auch schon einiges ein und ich vermute nicht nur Pollen. Ich will vermeiden, dass mir die Waben "verhonigen" und dann für Brut wenig Platz ist. Ich werde nächste Woche Dienstag erneut schauen, ob sie dann die Rähmchen fertig ausgebaut haben und wie es mit dem Futter aussieht.


    Viele Grüße


    Oliver

  • Hallo,


    dann solltest Du spätestens jetzt eindeutig die Portionen verkleinern!


    Die haben keinen Honigraum, wo sollen die die Tracht und das Futter hinpacken? Der Bautrieb dauert meist so 10 bis 14 Tage an, da dürfte jetzt erstmal Schluss sein. Also sollten sie nun einen Steady-State bekommen, was das Futter angeht.


    Wie schon gesagt, kommt es drauf an, was bei Dir an Nektar reinkommt, hast Du nochmal ordentlich Tracht, dann würden da nur Leerwaben an den Rand helfen.

    Sie müssen ja nun erst einmal Nachschub an Jungbienen bekommen und sich etablieren.


    Gruß


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Marion,


    So sehe ich das auch. Ich hab sie jetzt erstmal garnicht weiter gefüttert. Nach meiner Einschätzung ist in fast 60 % der Waben Futter drinn. Sollte also erstmal wirklich genug sein und es wird noch ca. 11 Tage dauern (eventuell paar Tage früher) bis die erste Generation an neuen Bienen da sind. Desweiteren hab ich auch weitere Stifte gesehen und noch nicht verdeckelte Brut. Ich hoffe jetzt, dass sie bis nächste Woche zumindest 4 oder 5 Rähmchen von den 9 fertig ausgebaut haben, damit genug Platz für Brut da ist.. Sie waren auf jeden Fall ganz fleissig. Ich kontrolliere nächste Woche nochmal wie weit sie sind. Wenn es dann mit dem Futter irgendwie Probleme geben sollte, dann würd ich noch einmal nachfüttern, aber davon gehe ich nicht aus. Bei mir am Bienenstand gab es die Jahre sehr viel von dem Springkraut, also Tracht wird auf jeden Fall noch kommen.


    Ich will auf jeden Fall vom Füttern weg, weil ich in einigen Wochen meinen anderen Ableger dazustellen will und keine Räuberei möchte.


    Viele Grüße


    Oliver

  • Hallo nochmal,


    aktuell werden sie wohl eher nicht weiter ausbauen.


    Es ist nach demEinschlagen deshalb besser, wenn man zunächst auf weniger Wabenzahl schiedet und dann erweitert, wenn sie fertig sind.

    Bei Dir z.B. nun 6 Waben Dadant, und erst eine neue freigeben, wenn die anderen Ausgebaut sind. Dabei muss man einfach bei Trachtangebot ab und zu mal gucken, wie dick die Futterkränze sind, um die Feinabstimmung hinzukriegen.

    Eine Option ist es, mit Honig (deutschem! Lokalen!) zu füttern und bei 5-6 Waben Dadant einen HR zu geben, dann lagern sie oben ab und es gibt son denen noch Sommerhonig.

    Ab Juli dann erweitern mit MW und beim Auffüttern haben sie wieder jungmannschaft und bauen das dann auch aus für die Vorräte.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo,


    Wie schon geschrieben, das Volk baut aktuell sehr gut. Ich hatte sie auf 12 Rähmchen mit Anfangsstreifen eingeschlagen gehabt. Nach 10 Tagen waren davon 9 schon gut ausgebaut. 2 unberührte hab ich dann gleich hinterm Schied. Da sie das eine Rähmchen zwar angefangen, aber nicht groß weiter ausgebaut haben hab ich den auch erst mal hinterm Schied gehängt. So haben sie jetzt 9 Rähmchen. Mittelwände kommen bei mir nicht rein und mit fremden Honig werde ich sie auch nicht füttern. Wie gesagt, ich schau mir am kommenden Dienstag an wie weit sie noch gebaut haben.


    Grüsse


    Oliver

  • Moin,

    Hhm... 'sehr gut' würde ich sagen, wenn 12 Waben 100-prozentig ausgebaut worden wären.

    Wie Marion schon angedeutet hat kommt jetzt erst einmal das demografische Tal. Solange keine neue/eigene Brut schlüpft wurden sie nicht mehr viel bauen können. Egal wieviel du jetzt fütterst.

    Der Fokus sollte mE auf einem schönen Brutnest liegen.

    Gruß Jörg

  • Mittelwände kommen bei mir nicht rein .......

    Wie gesagt, ich schau mir am kommenden Dienstag an wie weit sie noch gebaut haben.


    Das meinte ich oben: s. Jörgs Beitrag.


    Der Vorschlag mit Honigfütterung deshalb, weil man einen Überschuss an Eintrag oder Massentracht so mit dem Honigraum abgefangen bekommt und dann verwenden könnte (keine Vermischung mit Zuckerfutter).

    Ja, es ist ab und zu sinnvoll, dem Volk in Sachen Eintrag ein Regularium bieten zu können.


    Naturbau ist schön.

    Da gibt`s nix.

    Jedoch bin ich da schon lang nicht mehr so pragmatisch und mache es so, dass ich ca 4 Tage nach dem Einschlagen gucke, wo und wie die Bautraube sitzt, begonnene Waben werden an den Rand gerückt, das Schied gesetzt.

    Dann ziehen sie diese auch bis unten hin aus. Es vereinfacht oft eben auch den Umgang mit dem Wabenwerk/ den Rähmchen.

    In Naturbau dauert es nach der Phase der Volksetablierung und Rekrutierung von Neubienen länger, bis sie weiter Anbauen für Futtervorräte.

    Hier gebe ich zum Auffüttern durchaus Mittelwände, weil diese nun mal bei Dadantbetriebsweise am Rand im Frühjahr eh wieder entnommen werden oder als Überschuss.

    Das Brutnest bleibt davon ja unberührt.


    Wenn man es wirklich ohne Beeinflussung laufen lassen will, dann mus man mit dem Anblick des verhonigten Brutnestes und zu geringfügigen Platz für Brut auch psychisch zurecht kommen.

    Es ist laut Beschreibung schon "zuviel" Futter drin bzw dicke Kränze. Kommt jetzt noch ne Massentracht, kann man es nur mit Eingriffen abfangen. Die bauen aktuell mit den älteren Tanten und mit noch keinem Nachschub an Jungbienen nicht mehr groß neu und lagern Gesammeltes aber weiter ab...

    Die nächste Generation und die übernächste zieht die Winterbienen groß!


    Gruß


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper