Handschuhe

  • Guten Abend zusammen


    Seit tatsächlich etwa dem gleichen Zeitpunkt wie Andreas benutze ich selber ebendiese Einmalhandschuhe auch und zwar ebenfalls aus "medizinischen" Gründen, denn mir fiel irgendwann auf, dass meine kompletten Fingerkuppen sich während der Bienensaison immer mehr und äußerst unerfreulich pellten, teils bis zum Wundsein.

    Seitdem ich Handschuhe trage ist alles gut.


    Mich gruselt es, wenn ich von Euren Einmal-Handschuh-Orgien lese.

    Ich kann dich voll und ganz verstehen, wohl ist mir dabei auch nicht.

    Allerdings hat man meines Erachtens weder mit (dünnen) Lederhandschuhen oder Haushaltshandschuhen ein vergleichbar gutes Gefühl und die entsprechende Feinmotorik.

    Zumindest geht`s mir so.


    Schöne Grüße

    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Seit letztem Jahr benutze ich auch Handschuhe beim Imkern. Da ich beruflich von der Werkstatt ins Büro gewechselt bin sollten die Finger ein wenig sauberer sein, sprich, ich war das Propolis an unter und um die Fingernägel leid.


    Zuerst hab ich es mit blauen Einweghandschuhen versucht, Furchtbar. Auch wegen dem ganzen Müll. Dann hat mir ein Kumpel ein paar Montagehandschuhe von der Arbeit mitgbracht. Der montiert beim Zeiss Linsen und ist auf entsprechend Fingerspitzengefühl angewiesen. Entsprechend viel Gefühl bieten diese Handschuhe auch beim Imkern (ich quetsche nicht mehr Bienen als davor auch). Ich bin jedenfalls sehr zufrieden mit dieser Lösung, nie mehr ohne. Ich trage übrigens noch immer das erste Paar, ausreichend Robust sind die also auch.

  • Dann hat mir ein Kumpel ein paar Montagehandschuhe von der Arbeit mitgbracht. Der montiert beim Zeiss Linsen und ist auf entsprechend Fingerspitzengefühl angewiesen.

    Sind die Handschuhe aus Baumwolle?

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • Ich imkere im Vollschutz und mit Lederhandschuhen. Einmal weil ich muss, aber würde es wahrscheinlich auch nicht anders tun wenn ich nicht müsste :P


    Dabei habe ich einige Modelle an Lederhandschuhen durch. Da gibt es doch erhebliche Unterschiede im Material und Schnitt. Leider ist es mit dem probieren schwierig, die mir bekannten Imkerfachgeschäfte haben zwar unterschiedliche Größen aber keine unterschiedliche Modelle. Das richtige Modell für meine Hand zu finden hat also etwas gedauert. Aber über die Internethändler kannst du ja zumindest andere Modelle beziehen und daheim mal anprobieren.


    Mir wichtig ist insbesondere die richtige Fingerlänge! Wenn dein Finger den Handschuh nicht ausfüllt und du mit tauber Spitze arbeitest, dann drückst du damit ständig irgendwelche Bienen.


    Je nach Modell finde ich schon, dass es mehr oder weniger empfindliche Handschuhe gibt. Auf den aktuellen spüre ich durchaus die Bienen krabbeln. Sicher, ohne Handschuhe spürt man natürlich mehr. Aber manchmal ist es eben keine Option.


    Was ich überhaupt nicht bestätigen kann ist eine gesteigerte Aggressivität der Bienen auf den Handschuh.

  • Moin,

    ohne Handsschuhe geht bei mir gar nichts. Zwar habe ich bisher keine Allergien gegen Stiche oder Propolis, aber da ich mit dem Auto zum Stand fahre, möchte ich möglichst wenig die Familienkutsche einsauen. Sonst gibts Druck von der Chefin... ;-)

    Nach den blauen Latexhandschuhen aus dem Imkerhandel (waren mir irgendwann zu teuer) habe ich einige Jahre etwas stabilere Haushaltshandschuhe (grün gemusterte, von Vileda) benutzt. Leider entwickele ich regelmäßig bei Handschuharbeiten, bei denen es schwitzig wird, ein fieses juckendes Ekzem (bin Neurodermitiker) an den Pfoten, das nur mit viel Cortison zu bändigen ist.

    Dieses Jahr versuche ich es darum mit dünnen Baumwollhandschuhen, über die ich einen sehr dünnen Haushaltshandschuh ziehe. Das Tastgefühl ist wie in dem grünen Handschuh, aber der Handschweiß wird besser aufgesaugt. Und ich kann die Baumwollhandschuhe mit in die allgemeine Wäsche schmeißen, ohne das hinterher irgendwo auf anderen Klamotten Propolisflecken auftauchen. Weil sonst gibbet wieder Druck von der Chefin... ;-) Für die Gummihandschuhe und auch fürs Werkzeug hab ich am Stand einen Wasserkanister mit Hahn, an dem ich zwischendurch das Geklebsel abwaschen kann.

    Bisher funktioniert es ganz gut, warten wir ab, wie es an den wärmeren Tagen wird.

    VG

    Dirk

  • Ich nutze auch Montagehandschuhe aus dem Baumarkt/Gartencenter. Die halten mehrere Saisons und sind absolut zu empfehlen. Für mich ist das Thema Lederhandschuhe, Einweghandschuhe etc. durch seitdem ich diese Montagehandschuhe benutze. Elastisch, viel fingergefühl, leicht an- und auszuziehen, keine schwitzigen Hände und kein klebriges Propolis mehr an den Fingern.

    Imker seit 2005. Ca. 10 Völker auf DNM 1,5 (Segeberger) im schönen Hochsauerland

  • Kommen da Stiche durch?

    an den Fingerkuppen und der Handinnenfläche nicht, weil sie da so einen starken Gummiüberzug oder Ähnliches haben. Der Finger- und Handrücken ist mit elastischem und durchstechbarem Stoff ausgestattet. Also Stiche sind nur „von oben“ möglich und da sehr selten (zumindest bei mir).

    Imker seit 2005. Ca. 10 Völker auf DNM 1,5 (Segeberger) im schönen Hochsauerland

  • Also ich trage auch wieder Handschuhe, liegt aber an der Reaktion der Stiche bei mir. Hatte am Samstag auch die dünnen Montagehandschuhe an, hab dann bei den Bienen im Raps einen Stich unterhalb vom Daumen bekommen. Die Bienen hinterm Haus waren bei der Durchsicht eine Stunde später so freundlich mich auch nochmal genau da zu stechen wo ich schon einen hatte. Mittlerweile kann man die Knöchel am Handrücken wieder sehen :D egal weiter gehts

  • Moin,

    angefangen hab ich mit den dicken Imker-Handschuhen, die ich nach wie vor auch bei Arbeiten einsetze, wo ich Stiche befürchte.

    Habe mir letztes (oder vorletztes?) Jahr eine Packung (weiße) Nitril-Handschuhe gekauft (also auch weit vor COVID). Ich nutze die Handschuhe, bis die reissen, meist so 2-5 Mal arbeiten an den Völkern, komme also mit 5-10 Paar pro Jahr hin.

    Weiß halte ich für richtig. Beobachte oft, dass mal eine Biene die Handschuhe anfliegt, dann aber scheinbar die Orientierung dazu verliert und nicht weiter attackiert. Dunkel soll anziehender wirken (hab ich aber noch nicht ausprobiert).

    Leider halten die Handschuhe die Stiche nicht komplett ab, aber zumindest hab ich das Gefühl, dass die Stiche nicht (mehr) ganz so schlimm sind (kurzes brennen) als ohne die Handschuhe.

    Ohne Handschuhe arbeite ich nicht gerne, ist wahrscheinlich eine Kopfsache;-))

    Zumindest hat man mit den Handschuhen mehr Gefühl als mit den anderen Handschuhen

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Hallo,


    Da ich selbst keine Handschuhe benutze, möchte ich hier mal um Rat fragen.

    Ich benötige für einen Anfänger absolut stichfeste Handschuhe zum Bearbeiten der Völker.

    Dachte an die dünnen Ziegenlederhandschuhe, habe aber wie gesagt keine Erfahrung damit.

    Hat vielleicht jemand einen Tip welche am besten wären. Möchte ungern etliche ausprobieren.

    Stichfestigkeit hat oberste Priorität, da berufsbedingt keine Schwellungen zu gebrauchen sind.

  • Hey, ich hab die Standard Imker Handschuhe aus dem Fachmarkt, kam noch nie ein Stich durch. Lieber eine Nummer zu klein als zu groß, dann hat man auch ein gutes Griffgefühl. Und um das Leder weich zu bekommen mal am Anfang mit Lederbalsam, Schuhcreme oder Handcreme... eincremen. Meine sind langsam etwas durch, sind aber auch schon über fünf Jahre alt.