Der Vandalismus hat zugeschlagen

  • Hallo,

    heute hat bei mir der Vandalismus zugeschlagen.

    An meinem Stand am Waldrand ca. 200 m vom Haus entfernt, wurde die Beute einfach auf die Seite gekippt!

    Ein befreundeter Imker fuhr zufällig vorbei und hat das Unheil gesehen und die Beute wieder aufgestellt!

    Schade, daß kein warmes Wetter war!:evil:


    Gruß Armin

  • Hast du mal über ne Wildcam nachgedacht? Gibts schon sehr billig.

    Ich habe immer spaß dran, die Bilder anzuschauen, auch wenn nur neugierige Spaziergänger drauf sind. :D

    Mikrowellen-Essen aus biologischem Anbau lässt uns nur so leise aufstoßen, dass sich niemand belästigt fühlt.


  • Hallo Luis,


    ich kann deinen Spaß verstehen, aber ob ihn die neugierigen Spaziergänger verstehen? Solange du dir den Spaß im stillen Kämerchen machst, wird es kein Problem werden. Vermeide aber unbedingt die Veröffentlichung der Bilder und eine Veröffentlichung ist es schon, wenn du am Stammtisch dich mit anderen darüber amüsierst. Wildkameras dürfen keine öffentlich Wege und Flächen im Blick haben und öffentlich ist alles, was nicht durch eine Abgrenzung abgetrennt ist.


    Gruß

    Werner

  • Werner Egger  
    Natürlich gehe ich mit dem Material in keinem Fall an die Öffentlichkeit.
    Die Bilder sehen nur ich und meine zwei Mitimker!

    Über die rechtliche Situation wurde ich da schon aufgeklärt. :)

    Mikrowellen-Essen aus biologischem Anbau lässt uns nur so leise aufstoßen, dass sich niemand belästigt fühlt.


  • ... ziemlich sicher, weil ich hatte mal vor vielen Jahren bei einer Probefahrt einen schweren Unfall. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass der Probefahrer nicht im Besitz der nötigen Fahrerlaubnis war. Mein Glück war, dass die Probefahrt auf einem mit Schranke versehenen Speditionshof war.

    Also zumindest die Straßenverkehrsordnung gilt überall, wo das Gelände nicht sichtbar vom öffentlichen Bereich getrennt ist. Wie so oft ist die Trennung Auslegungssache. Es reicht im Prinzip ein Flatterband, das an der Seite liegt. Vielleicht reicht auch eine optische Abgrenzung, wobei ich mir da nicht sicher bin. Ich wollte an meiner vorherigen Schule eine Videoüberwachung installieren. Es durfte kein Teil auserhalb des Hauses im Bild sein, obwohl der Pausehof optisch deutlich abgetrennt war.

    Das ganze Thema ist sicherlich ein riesiger Graubereich der Spielraum für die Anwälte lässt.


    Ergänzung: http://www.verkehrslexikon.de/…oeffentlicher_Verkehr.php Bezieht sich zwar nur auf den Verkehr, aber hier wird nach meiner Meinung sehr deutlich, dass grundsätzlich alles öffentlich ist, außer der Privatmensch macht die rein private Nutzung deutlich zum Ausdruck bringt. Aber wie schon geschrieben, alles sehr dehnbar.


    Gruß

    Werner

    Id schwäza, schaffa!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Werner Egger () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Ausserdem ist es ja nicht zielführend, wenn du deine Kameras so einstellst, dass sie die vorbeilatschenden Touris abbilden, du möchtest doch deine Beuten schützen und die in den Fokus der Kameras stellen.

    Grüße an alle


    Michael




    -Das größte Geheimnis ist, ein Genie zu sein, aber niemand außer einem selbst weiß es-

    (Mark Twain) Donald Duck

  • Ja, Werner, beim Staplerschein hab ich das auch so gelernt. Das stimmt schon.


    Ich möchte aber nicht akzeptieren, dass ich meine eigene Wiese, die ausschließlich gemäht wird, nur aus dem Grund einzäunen muss, weil ich meine Beuten mit einer Kamera schützen will. Selbst nur die Beuten deshalb einzuzäunen, halte ich für nicht angebracht.

    Und Touris auf dem Wanderweg interessieren mich grad mal gar nicht. Bis auf den ärgerlichen Müll, den sie manchmal hinterlassen, den ich dann wegräumen darf. Wenn aber diese ihre Neugier befriedigen wollen und meine erreichbaren Beuten, abseits des Weges besuchen, interessiert mich das sehr wohl.

  • Hallo Berggeist,


    es gibt für Wiesen ein Betretungsverbot, ich glaube ab März, was natürlich die wenigsten wieder mal wissen, weil die Natur ja für alle da ist. Im Wald ist das verlassen der Wege auch nicht erlaubt aber s.o. Ich ärgere mich auch immer wieder. Eine Zeitlang hat irgendein Crossfahrer immer wieder die Abkürzung durch meinen Garten genommen.


    Und auch sonst bin ich mit dir einer Meinung.


    Gruß

    Werner

  • hallo Werner Egger,


    ich teile deine Meinung zur Kameraüberwachung und habe ja schon früher mein Unbehagen über die zunehmende Vollflächenüberwachung unserer Landschaft geäußert, obwohl ich auch selber immer wieder darüber nachdenke, meine Kisten damit zu überwachen.


    Ich denke, wenn man es vernünftig macht und praktisch nur die eigenen Kisten, den eigenen Stand im Bild hat, ist es ok. Aber wir sollten uns als Imker auch nicht zu sehr unter Druck setzen, denn bei Jägern fragt auch kein Schwe*n danach, obwohl die oft ganze Serien von Kameras entlang von Schneisen aufbauen und dabei gerne auch Wege mit im Bild haben. Es ist eine ganz üble Seuche geworden, Jagd vom Sofa sozusagen.

    Erst letzten Sommer ist mir wieder bewusst geworden, wie unglaublich viele heimliche Kameras inzwischen überall im Wald hängen - die meisten illegal nach deinen obigen Defintionen. Allein im Wald - das ist ein vergangenes Märchen.


    Aber zum Thema Betretungsrecht möchte ich dich einschränken: Zumindest in Bayern darf man im Wald (als Fußgänger) selbstverständlich auch die Wege verlassen, denn im Wald (auch im Privatwald!) gilt das freie Betretungsrecht, da kann kein Waldbesitzer etwas dagegen machen!

    Ausnahmen können auch hier eingezäunte oder vorübergehend wegen Holzfällung abgesperrte Flächen/Wege sowie spezielle Schutzgebiete sein.

    Ich denke, in den meisten anderen Bundesländern dürfte es ähnlich sein.


    Rein FAHREN ist natürlich wesentlich strenger geregelt und das fängt schon beim Radfahren an.

  • Aber zum Thema Betretungsrecht möchte ich dich einschränken: Zumindest in Bayern darf man im Wald (als Fußgänger) selbstverständlich auch die Wege verlassen, denn im Wald (auch im Privatwald!) gilt das freie Betretungsrecht, da kann kein Waldbesitzer etwas dagegen machen!

    Ausnahmen können auch hier eingezäunte oder vorübergehend wegen Holzfällung abgesperrte Flächen/Wege sowie spezielle Schutzgebiete sein.

    Ich denke, in den meisten anderen Bundesländern dürfte es ähnlich sein.


    Rein FAHREN ist natürlich wesentlich strenger geregelt und das fängt schon beim Radfahren an.

    Hallo Hornet, da lass ich mich gerne belehren, weil ich mir da bisher weniger Gedanken gemacht habe. Zum Glück bin ich im Wald immer sehr alleine.


    Gruß

    Werner

  • Waldbetretungsrecht abseits der Wege ist Landesrecht. (laut Wiki) Ich hab für NRW im Kopf, dass das Recht nur für die Wege gilt. Abseits (z.

    B. zum Pilze suchen) nur Duldung. Ich würde darauf allerdings nicht mal ein Glas Honig verwetten.

    Aber wir kommen vom Thema ab.


    Dummerweise ist die Überlegung mit der Kamera nicht ganz unnötig. Vandalismus neigt zur Wiederholung am gleichen Platz.

  • Da ständig Motocross und Quadfahrer durch meinen Wald fuhren habe ich ein Schild angebracht: Durchfahrt verboten - hilft leider nicht viel.

    Als Waldbesitzer kann ich jeglichen Fahradverkehr usw. untersagen, jedoch dürfen Fußgänger jederzeit durch mein Waldgebiet wandern, das kann man nicht verbieten.

  • Hallo,


    zumindest in Bayern ist das bei Radfahrern nicht der Fall.



    Im Bayerisches Naturschutzgesetz Teil 6 Artikel 27 steht:


    (1) Alle Teile der freien

    Natur, insbesondere Wald, Bergweide, Fels, Ödungen, Brachflächen, Auen,
    Uferstreifen und landwirtschaftlich genutzte Flächen, können von
    jedermann unentgeltlich betreten werden.



    (2) 1Das Betretungsrecht umfasst auch die Befugnisse nach Art. 28 und 29. 2Es ist beschränkt durch die allgemeinen Gesetze sowie durch Art. 30 bis 32 dieses Gesetzes.



    (3) 1Das
    Betretungsrecht kann von Grundeigentümern oder sonstigen Berechtigten
    nur unter den Voraussetzungen des Art. 33 verweigert werden
    . 2Das
    Betretungsrecht kann nicht ausgeübt werden, soweit Grundeigentümer oder
    sonstige Berechtigte das Betreten ihres Grundstücks durch für die
    Allgemeinheit geltende, deutlich sichtbare Sperren, insbesondere durch
    Einfriedungen, andere tatsächliche Hindernisse oder Beschilderungen
    untersagt haben. 3
    Beschilderungen sind jedoch
    nur wirksam, wenn sie auf einen gesetzlichen Grund hinweisen, der eine
    Beschränkung des Betretungsrechts rechtfertigt.

    ...


    Und in Artikel 33 steht:

    Grundeigentümer oder sonstige

    Berechtigte dürfen der Allgemeinheit das Betreten von Grundstücken in
    der freien Natur durch Sperren im Sinn des Art. 27 Abs. 3 Satz 2 nur
    unter folgenden Voraussetzungen verwehren:



    1.
    Sperren können errichtet
    werden, wenn andernfalls die zulässige Nutzung des Grundstücks nicht
    unerheblich behindert oder eingeschränkt würde. Das gilt insbesondere,
    wenn die Beschädigung von Forstkulturen, Sonderkulturen oder sonstigen
    Nutzpflanzen zu erwarten ist, oder wenn das Grundstück regelmäßig von
    einer Vielzahl von Personen betreten und dadurch in seinem Ertrag
    erheblich gemindert oder in unzumutbarer Weise beschädigt oder
    verunreinigt wird.



    2.
    Bei Wohngrundstücken ist
    eine Beschränkung nur für den Wohnbereich zulässig, der sich nach den
    berechtigten Wohnbedürfnissen und nach den örtlichen Gegebenheiten
    bestimmt.



    3.
    Flächen können aus Gründen
    des Naturschutzes, zur Durchführung von landschaftspflegerischen
    Vorhaben oder forstwirtschaftlichen Maßnahmen, von Jagden, ferner zur
    Vorbereitung und Durchführung sportlicher Wettkämpfe in der freien Natur
    sowie aus anderen zwingenden Gründen des Gemeinwohls kurzzeitig
    gesperrt werden.


    Also Motocross und Quadfahrer ja, aber Radfahrer nein.


    Selbst auf Privatwegen...


    Artikel 28:

    (1) 1Jedermann darf auf Privatwegen in der
    freien Natur wandern und, soweit sich die Wege dafür eignen, reiten und
    mit Fahrzeugen ohne Motorkraft sowie Krankenfahrstühlen fahren. 2Den Fußgängern gebührt der Vorrang.



    Gruß Andi