Wie normal ist Zellmaß 5,4mm noch?

  • ... daß im Honigraum 5,1 nicht gut funzt und für Drohnenwabe schon gar nicht.....

    Diese Aussage stimmt so pauschal rein gar nicht. Die Bienen lagern in alle Zellen Honig ein, egal welche Abmessungen die haben. Für Drohnen kann man Ecken an allen Waben/Mittelwänden abschneiden, wo sich die Völker bauen können was sie wollen/benötigen.

    Damit brauchst du wenn du auf kleinem Zellenmaß imkern möchtest auch nur eine Mittelwandgussform.


    Und bevor die Frage jetzt kommt, ja ich benutze kleine Zellen.


    LG Bernd

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Und bevor die Frage jetzt kommt, ja ich benutze kleine Zellen.

    ... mit welchen Erfahrungen bezüglich Vor- und Nachteilen?

    Ich benutze 4.9mm in 12erDD Beuten.

    5.1mm benutze ich bei Völkern die ich auf 4.9mm migriere.

    Um nicht ins OT abzugleiten sollte wir über die Vor-/Nachteile dann lieber in den Thread über Kleinzellige ausweichen.


    LG Bernd

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Guten Morgen,

    also ich glaube bei den Erwerbsimkern ist 5,1 schon ziemlich viel verbreitet und gewinnt an Marktanteil (jedenfalls bei denen die ich kenne). Schaut doch mal wieviele Imker bei den Berufsimkertagen Mw in 5,1er abholen.

    Zum Thema 5,1 im Honigraum kann ich nur nochmal betonen das ich da bei MEINER Betriebsweise und Meiner Biene absolut keinen Unterschied sehe! Bei mir findet aber auch eine gnadenlose Auslese auf 5,1 statt!

    Wer Murks baut wird sofort umgeweiselt!

  • Hallo Robert,

    wieviel Prozent der Völker betrifft das etwa? Kann man Unterschiede bei Buckfast, Carnica oder Wald und Wiesenbienen feststellen?

    Sofort umweiseln bedeutet wirklich sofort, auch im Sommer?


    Ich bin ebenfalls bei der Entscheidungsfindung :/- genau wie Hornet.

  • Hallöchen zusammen,


    macht euch doch mal die Mühe und vermesst die Naturbaubrutwaben. Da werdet ihr erstaunt feststellen, dass die Bienen sehr variabel bauen. Von 4,9ern in kleinen Begattungseinheiten und im Frühjahr und dann natürlich auch deutlich größer.

    Ich empfinde die 5,1er als guten Kompromiss. Schon wegen der höheren Packungsdichte. Das Optimum ist für mich aber immernoch ein harmonisches Naturbaubrutnest --> Schwarm oder TBE auf Anfangsstreifen und das dann möglichst nicht durcheinanderwürfeln.


    Gruß Jörg

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Jörg K. () aus folgendem Grund: festgestellt

  • Moin Blütenbiene und Jörg und der Rest der Welt,

    ursprünglich bin ich auch während meiner Naturbaufetischistenphase auf die 5,1er gekommen.

    Nach einem Vortrag von Erik Ö. habe ich die nächsten Tage mal den Wabenbau meiner Damen vermessen (Zellmaß und Wabenabstand), bis dato war mir das eigentlich nicht so wichtig da die Bienen ja eh machen konnten was sie wollten.

    MEIN Fazit bei MEINER Genetik (Buckfast von Belegstelle und F1):

    Der Wabenabstand war eher unter als über 35mm und bei den Zellen war von 5,5 bis 4,8 so ziemlich alles vertreten.

    5,1 erschien mir da ein besserer Kompromiss als 5,4 da die Zellen im Brutnest eher kleiner waren (Schwankungen durch Jahreszeit und Tracht mal aussen vor).

    Ein kurzer Versuch mit 4,9 wurde sehr schnell abgebrochen da die Bienen das absolut nicht wollten.

    Für die 5,1er spricht eigentlich das die Umstellung absolut problemlos ablief:

    Ob Ableger erweitert wurden, Schwärme auf Mw eingeschlagen wurden oder das Brutnest bei Altvölkern erweitert werden musste, alles bei den 5,1ern absolut kein Problem.

    Im Hr hatte ich dann noch ein paar Jahre 5,4.

    Irgendwann hab ich dann Versuche mit 5,1 im Hr gemacht:

    Zargen wurden abwechselnd mit 5,1er Mw und 5,4er bestückt:

    hier konnte ich keinen Unterschied feststellen.

    Bei der Umstellung hatten eigentlich nur die Athos_Abstammungen Probleme, wurden aber sehr schnell weniger (Umweiselung).

    Zur Zeit haben von meinen selbstgezogenen Kö eigentlich so gut wie keine Probleme, schätze mal so unter 5%, die dann sofort umgeweiselt werden.

    Probleme gibt`s eigentlich hauptsächlich mit Schwärmen von meinen Imkernachbarn, schätze mal das da so ca. jeder dritte bis vierte Schwarm die Mw versaut.

    Dies ist aber eigentlich auch unerheblich da ich eh möglichst keine Wald- und Wiesengenetik mit in den Winter nehme.

    So muß jetzt mal was essen...

  • Hallo


    Was Robert schreibt ist sehr aufschlussreich, ich habe mich noch nie mit kleineren Zellen befasst, für mich gibt es nur 5,4mm, weil aus diesen Zellen normalgroße Bienen schlüpfen. Bienen aus kleinen Zellen sind kleiner, das heißt nicht das sie leistungsschwächer sind. Deshalb erklärt sich auch, warum Imker die kleine Zellen 4,9 im Brutraum nach der Umstellung gut hinkommen.

    Warum haben die Schwärme von Roberts Nachbarn Schwierigkeiten mit den kleinen Zellen, weil sie große gewohnt sind. Ich kann mir auch gut vorstellen das von kleinen Bienen, auch kleinere Königinnen gezogen werden, damit sie bequem die Zellen vor der Bestiftung prüfen können.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Ich muss ganz ehrlich sagen: Ich verstehe das nicht.

    Meine Völker sitzen komplett auf Naturbau. Gestern habe ich mal aus Interesse einige Waben nachgemessen. Die Waben waren zwischen 5.2 und 5.4.

    Also möchten meine Bienen anscheinend auf dieser Zellgröße sitzen. Warum sollte ich ihnen dann eine andere Zellgröße vorgeben?

    Vsh Verhalten hat nichts mit Zellgröße zu tun. Eine Biene füllt die 4.9 Zelle genauso wie die 5.4 Zelle, nur wird sie dann kleiner.

    Die Zukunft ist weder 4.9, noch 5.1 oder 5.4 die Zukunft ist Naturbau.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Golem ()

  • Wenn ich das richtig sehe, muss das kleinere Zellmaß auch von einem geringeren Wabenabstand begleitet werden. Wer also dringend kleinere Zellen haben möchte, sollte vorher nachmessen, ob er/sie mit seinen Oberträgern den korrespondierenden Wabenabstand herstellen kann, ohne den Beespace zu unterschreiten.


    Meine Bienen bauen im Arbeiterinnen-Naturbau mehrfach auf verschiedenen Waben und in alle Richtungen über 10 Zellen gemittelt 5,3 bis 5,4 mm große Zellen. Daher bekommen sie dieses Jahr für die Honigräume MW mit 5,4 mm, damit das Ausbauen nicht so ewig dauert, und im Brutraum dürfen sie im Naturbau bauen, was sie wollen. Wenn man mal gesehen hat, wie unkompliziert sie mittendrin das Wabenmaß ändern, zB für Drohnen- oder Speicherzellen, dann macht man sich auch keine Gedanken mehr darüber, ob nun Anfangsstreifen in irgendeinem Maß die Damen zu etwas nötigen, was ihnen abträglich ist. Die machen das schon.


    Entspannt

    Kikibee

    Coronataugliches Freiluft-Imkerforumstreffen am 3.-5.9.2021 an der Lahn.

  • Guten Morgen,

    das manche Fremdherkünfte Probleme mit den 5,1ern haben liegt meiner Meinung nach daran das es scheinbar Car-Herkünfte gibt die eher große Zellen bauen (Athos auch eher). Ich kenne aber auch einen Imker der mit Car-Genetik (Singer) und 4,9 gut fährt.

    Umgestiegen bin ich eben durch vermessen der Zellen und meinen Damen war kleiner scheinbar lieber. Auch habe ich festgestellt das Bienen die mit den 5,1 eher Probleme haben, bei mir, eher schlecht überwintern.

    Ist aber nur eine Erfahrung, Statistik hab ich dazu nicht. Auch vermute ich mal das durch kleinere Zellen und geringeren Zellabstand die Brutentwicklung etwas fixer geht, aber das führt hier wohl etwas zu weit!

    Einen sonnigen Tag

  • Hallo zusammen,


    also meine selbstgemachten 5,1er (5,2er?) MW werden sehr gut angenommen. Ich hatte auch schon mal diese 3...4mm hoch ausgezogenen 4,9er MW (rapid?) vom Jonas. Aber nur 4 Stück. Die wurden direkt am Brutnest auch sehr gut ausgebaut.


    Gruß Jörg

  • Hallo Bienfreunde,


    seit gefühlter Ewigkeit sitzen meine Biens auf 5,4 er Zellen und erfreuen sich darauf ihres Lebens. Mittelwände mit kleinen Zellen bauten sie aus. Sie waren aber gar nicht ihr Ding.


    Gruß
    Manne

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

    Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Kant)