Wie normal ist Zellmaß 5,4mm noch?

  • Hallo,


    hat jemand einen Überblick, wie "normal" das Zellmaß 5,4 noch ist?
    Wie hoch ist der Anteil der Imker ungefähr, die schon in kleineren Zellmaßen imkern?
    Ist das nach wie vor nur eine Nische oder schon mehr? Oder ist man mit 5,4 sogar schon in einer Sackgasse?!? :eek:


    Ich bin bisher davon ausgegangen, dass 5,4 nach wie vor der Stand der Dinge sind und bisher nur wenige umgestellt haben.
    Und dass dies dann bisher unter dem Strich keine Auswirkung auf Varroa hatte und auch sonst weder besonders positive oder negative Veränderungen mit sich gebracht hat.
    Weshalb die Motivation auf kleinere Zellen umzuschwenken mittlerweile wieder geringer geworden ist.


    Wie ist euerer Meinung nach der Stand der Dinge? Täuscht mein Eindruck?
    Wenn ja, was ist wirklich los an der Zellenfront?


    Ich fände ja eine Umfrage recht interessant, aber in der alten Forumssoftware fange ich das besser nicht mehr an.


    Gruß
    hornet

  • Hhm, also bin ja bei BF-Bayern, und Josef Koller spricht von Verbesserungen, aber will nicht über Zahlen sprechen. Also imho nicht der Hit.
    VG Martin


    Bitte nicht mißverstehen, ich schätze den Josef sehr, nur wenn er so "naja" sagt und BF-Bayern 5,1 oder kleiner nicht als "nur so" erklärt/doktriert, dann funzt das nur unzuverlässig.

  • ja, die VSH-Sache.
    Varroa war zwar (glaube ich) Triebfeder für die kleinen Zellen in neuerer Zeit, doch es gab und gibt dabei auch andere Effekte, wegen denen einige vielleicht doch gerne an kleineren Zellen festhaltenn, selbst wenn das mit der Varroa jetzt nicht geklappt hat?
    Oder haben sich auch diese Hoffnungen bisher nicht erfüllt?

  • Also für mich bleibt die Natur das Maß und die (also die Bienen) nimmt ca. 5,4 mm.
    Es wird ja neben des Effektes auf die Varroa immer das kompaktere Brutnest angeführt.
    5,1 ist aber nur um fünfeinhalb Prozent kleiner als 5,4. Das halte ich für keinen relevanten Effekt.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Hallo Wolfgang
    Deine Rechnung bezieht sich auf den Durchmesser.
    Beim Volumen sind es schon über 10%.


    Da machst Du jetzt einen Denkfehler. Es geht um die Brutfläche, also nicht um das Volumen. Tiefer sind die kleinen Zellen ja nicht.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Bisher habe ich Mittelwände in 5,4 mm gekauft und verwendet. Da ich die Anschaffung einer Mittelwand-Gießform erwäge, wüsste ich schon gerne ob ich die in 5,4 oder 5,1 mm Zellmaß bestellen sollte.


    Wird 5,1 mm im Honigraum genauso angenommen wie 5,4 mm?

  • Guten Morgen,


    die Frage zielt ja auf die Verbreitung des 5,1 Zellmaßes.

    Ich kenne bei uns genau einen Imker der vehement für die Zellmaßverkleinerung eintritt.

    Das wären dann etwas über 2% in unserem Verein.

    Sieht auch nicht so aus als könnte er Nachahmer gewinnen. 5,4 ist bei uns das Maß alle Dinge...


    Gruß

    Holger

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende!

  • Das Problem ist doch, daß im Honigraum 5,1 nicht gut funzt und für Drohnenwabe schon gar nicht. D.h. wenn man 5,1 machen möchte braucht man trotzdem auch 5,4. So und wenn du jetzt die Mittelwände noch selber....

    Das ist imho der Grund warum sich 5.1 nicht durchsetzt.


    VG MArtin

  • die Frage zielt ja auf die Verbreitung des 5,1 Zellmaßes.

    Genau Holger,


    das war das Ziel meiner Frage, wie verbreitet 4,9 oder auch 5,1 ist. Ich hatte ein paar Artikel zu kleinen Zellen gelesen und dabei ist mir aufgefallen, dass ich mir selber darüber noch überhaupt keine Gedanken gemacht habe, welche Zellgröße eigentlich welchen Anteil derzeit hat.


    Genannt wird oft, dass die Bienen früher kleinere Zellen hatten und nur künstlich auf größere Zellen selektiert wurden, weil man dachte, große Bienen tragen mehr Honig ein. Ebenfalls behauptet wurde, dass die kleinen Zellen für die Bienen "gesünder" seien, fittere Völker bewirken würden, auch ohne Varroaproblematik.

    Das wäre für mich schon ein Grund gewesen, ernsthafter darüber nachzudenken.

    Aber nur, wenn sich das bisher auch tatsächlich so herausgestellt hätte. Aus Euren Antworten schließe ich aber, dass dem nicht so ist, dass also der Anteil von Kleinzellen-Imkern stagniert und nach wie vor nur unter ferner liefen läuft.


    Das beruhigt mich. Denn ich plane in der Tat auch die Anschaffung einer neuen MW-Gießform und da wäre es angesichts der hohen Preise blöd, jetzt noch auf's falsche Pferd zu setzen.


    Gruß

    hornet