Bienenfreundlicher Bodendecker

  • Hallo.
    Ich bin auf der Suche nach einem Bodendecker der meinen Bienen Nahrung bieten kann.
    Müsste ca. 40m2 Hang bedecken. Lage ist Richtung N, sonnig bis Halbschatten Der Boden ist lehmig mit Steinen.
    Falls jemand eine Idee hat, bin offen für alles.




    Grüße aus dem Weserbergland
    Christian

  • Was ist da jetzt? Ist der Boden "sauber" oder hast Du da Wurzel/Samen"unkräuter" mit drin?


    Erosionsgefährdet? Wie steil ist der Hang?


    Bodendecker meint fast immer "pflegeleicht" - ist das ein Kriterium?


    Wie hoch darf die Bodenbedeckung werden?


    - Der klassische Bodendecker Cotoneaster wird von Bienen stark beflogen, blüht aber nur kurz und ist potthässlich
    - Ungefüllt blühende Bodendeckerrosen liefern ziemlich kontinuierlich Pollen (Sorten mischen!) ist aber schwierig, wenn der Boden nicht ganz sauber ist - das macht keinen Spaß zwischen den Stachelträgern z. B. Winden raus zu rupfen.


    Aufwendiger - ein gemischtes Staudenbeet anlegen mit einigen Bereichen für eine einjährige Bienenweidemischung. Ich habe auf auch recht schwerem Lehmboden und leichtem Nordhang flächig Blutweiderich (immer ein paar qm) und dazwischen Phacelia, Senf, Ringelblumen, Borretsch, ... ganz viele verschiedene Allium, Krokus, Winterling, die ganze Zwiebelblumen halt ... da ist immer was geboten, auch fürs Auge! - braucht aber etwas Pflege.


    Gruß
    Marion

    Gärtnerin mit Hang(garten) zur Selbstversorgung, Informatikerin, neugieriges Gscheidhaferl - 123viele.de

  • Pflegeleicht und meistens einfach sind die vielen unterschiedlichen Storchschnabel ( Geranium) Sorten. Man pflanzt mit einigem Abstand und wenn es nicht gerade fester Lehmboden ist, machen die Pflanzen schöne Rhizome, die man im Herbst ggf. abstechen kann und weiter umpflanzt. Es gibt viele Farben und sie blühen von Mai bis Juli - ganz unkompliziert.


    Rainer

  • Im Moment wächst da alles was da so wachsen möchte. Der Hang hat starkes Gefälle.
    Dornen sind nicht so meins.
    Pflegeleicht ist ja relativ. Falls du damit meinst man muss nur 1x anpflanzen und den Rest macht die Natur selbst dann nein. Habe allerdings auch nicht die Zeit jede Woche da stundenlang rumzukrauten. Die Bedeckung kann bis ca. 50cm hoch werden.




    Grüße aus dem Weserbergland
    Christian

  • Da wäre die Braunelle: http://www.zuhause.de/braunell…-bluete/id_72325964/index
    Dann Ysop, verholz, pfelgeleicht, wächst bei mir trotzdem gut in lehmigem Boden:http://www.gartennews.net/der-echte-ysop/
    Oder Duftnessel: https://www.biogarten.ch/de/bl…aude-duftnessel-anis-ysop
    Und dann Buntschopfsalbei, blüht bis zum Frost: http://www.zoonar.de/photo/sal…ual-clary_8138206.htmlUnd Leberbalsamhttp://www.garden-and-flowers.de/pflanze-einzelansicht/items/leberbalsam-ageratum-houstonianum.html


    Am ehesten würde ich den Ysop nehmen. Auf den fahren die Insekten am meisten ab von den erwähnten Pflanzen.Und er ist robust und pflegeleicht. Nut im Herbst runterschneiden ähnlich wie Lavendel. Dazwischen Zierlauch setzen - sieht top aus!
    Lg
    Susanne

  • Den Vorschlag Geranium (Storchschnabel) finde ich gut. Es gibt sowohl Sorten, die Sonne lieben als auch solche, die Schatten vertragen. Viele blühen nur kurze Zeit. Eine lange Blütezeit bis in den Spätherbst haben u. a. Rozanne (auch als Jolly blue oder so ähnlich verkauft) , während z. B. Johnsons blue nur kurz blüht.
    Karl

    Etwa 14 Völker auf Dadant an etwa 4 Standorten. "Bienenrasse":roll:: Bunte Mischung aus Carnica und Buckfast.

  • Wenn da jetzt "alles wächst, was wachsen will" solltest Du erst mal eine Bestandsaufnahme machen. Auch noch mal genauer anschauen, wie der Boden strukturiert ist und ob Wurzelunkräuter (Winde, Ampfer, ...) da sind.


    So gut wie alle obengenannten "Bodendecker" sind bei weitem nicht durchsetzungsstark genug, wenn ein hoher Konkurrenzdruck herrscht. Dann sieht das Ganze nach 2 bis 3 Jahren wieder aus wie vorher, wenn Du nicht 14tägig jätest. Alternative: tief abmähen, gründlich abrechen, oberste Bodenschicht abtragen (sorgfältig arbeiten, damit keine Samen/Wurzeln zurückbleiben), streifenweise lockern (Grabgabel) und gleich neuen Oberboden aufbringen (unkrautfrei aus der Kompostieranlage!), setzen lassen, bepflanzen, mulchen ((Basalt)Splitt ist am dauerhaftesten)


    Ist zwar erstmal ein Riesenaufwand, aber dann hast Du fast Ruhe, dann reichen 2 Nachmittage im Jahr für die Pflege - Spätwinterrückschnitt mit dem Freischneider und ein oder zweimal Unkrautkontrolle im Frühling/Sommer.

    Gärtnerin mit Hang(garten) zur Selbstversorgung, Informatikerin, neugieriges Gscheidhaferl - 123viele.de

  • Das ist eine Abwägung Zeit/Geld und welche Arten Du tatsächlich nimmst.


    Direktsaat ist wenig empfehlenswert, bis sich die gewünschten Stauden etabliert haben hat das schneller keimende und wachsende Beikraut längst die Vorherrschaft übernommen.


    Mit Vorziehen hast Du frühestens im Sommer pflanzfähiges Material, bei Kaltkeimern nächstes Jahr.


    Ich würde im Frühjahr (Mitte April) eine einjährige Bienenweidemischung auf den vorbereiteteten Boden säen und parallel die gewünschten Stauden/Bodendecker vorziehen (Saatschalen, pikieren, in Töpfe setzen) und im herbst dann die endgültige Pflanzung vornehmen. Dann siehst Du auch inwieweit noch Wurzelunkräuter präsent sind. Die Samen kriegst Du nicht im Gartenmarkt! Eine gute Quelle auch mit Suchfunktion zu Bodendecker/Bienenweide/Bodentyp/Farbwunsch/ ist Jelitto Staudensamen.


    Gruß

    Marion

    Gärtnerin mit Hang(garten) zur Selbstversorgung, Informatikerin, neugieriges Gscheidhaferl - 123viele.de

  • Hallo,

    zur Anzucht von Stauden, Sommerblumen oder Gemüsepflanzen (außer Tomaten, Paprika ec.) habe ich lebenslang eine andere Erfahrung. Für solche Zwecke nutze ich keine Saatschalen,-kisten, keine Frühbeetkästen oder sonstiges. Ich habe ein "Anzuchtbeet", das seit Jahrzehnten nicht gedüngt und nicht tief bearbeitet wird. Dort säe ich zur gegebenen Zeit aus und setze ev. in ein anderes Beet um (pikiere also). Alle Pflanzen setze ich Ende September an den Standort. Das erspart die aufwändige Pflege, hauptsächlich das Gießen der kleinen Kästen und Schalen, geschweige denn der vielen kleinen Töpfchen. Nur beim Umsetzen 1 x angießen, fertig! Es kann auch bedenkenlos zu große Blattmasse eingekürzt werden, um die Verdunstung einzuschränken. Gutes Saatgut lohnt auch den etwas höheren Preis. Selbst Saatgut ernten kostet nur etwas Mühe.

    Gruß

    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?