Buckfastbienen unerwünscht

  • Hallo Max,
    bei deinem Nachbarverein sind die Buckfastimker mitlerweilen in der Überzahl. Du wärst herzlich willkommen. Und wir sind nicht von gestern.
    Frag den Martin.


    Grüße Thomas
    Imkerverein Eckental Heroldsberg e.V

  • Aber bei all dem Durcheinander... bei einem sollten wir uns Einig sein was die Zucht angeht.
    Generationen von Zucht und selektion haben es geschafft einen nicht selbstständig überlebender Hochleistungskrüppel.
    Wie die Hochgezüchtete Kuh im Stall, oder das Schwein welches schneller an Gewicht zunimmt.
    Ab und an sollte man der Natur einfach seinen Lauf lassen.


  • Heute bekam ich Kontakt zu zwei Imkervereinen in unmittelbarer Nähe, die meine Betriebsweise, auch mit Buckfast Bienen, zumindest tolerieren.
    Interessant ist auch für mich, dass doch etliche Imker in meiner Nähe, die von mir favorisierte Betriebsweise mit eben diesen Bienen haben.


    Oh, das ist doch super!


    Da möchte ich fast einen neuen Faden öffnen mit 'Buckfastinteressierte Bremen'...


    Also falls jemand aus Bremen oder umzu (wie man hier so sagt) mitliest, ich suche auch nach Gleichgesinnten.




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  • Ja echt doof die Hochleistungsbiene, das die die Veränderung in der Landwirtschaft und eingeschleppte Parasiten nicht mehr so locker wegstecken kann wie ihre wilden Schwestern, die Hummeln und Solitärbienen - weil denen geht's ja glänzend. Oder?


    Beste Grüße,
    Ralf (der sich freut mit Hochleistungsbienen, egal welcher Farbe Imkern zu dürfen)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Es gibt aber auch Gegenden,
    wo jeder schreit, hier ist Carnikaland obwohl die so beliebte Landrasse orange oder gelbe Streifen haben.
    Konsequente Ignoranz, das lobe ich mir.
    Viele Grüße
    Wolfgang


    wolfgang:daumen::daumen::daumen: Solche Imker kenne ich auch.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Halt die Ohren steif, Thomas. Die Biene wird immer vorgeschoben, aber in der Imkerei erfolgreich zu sein, ist und bleibt die grösste Belohnung.


    Wir haben noch keinen Landesverband Hessen, aber ich denke, dass ist nur noch eine Frage der Zeit.

  • Auch ich wünsche mir, dass es mit einem Landesverband Buckfastimker Hessen bei Euch klappt. Sprecht doch mal mit der GdeB. Da gibt es viele Direktmitglieder aus Hessen und dann auch viele Mitglieder in anderen Landesverbänden. Sicherlich gibt es da auch Starthilfe.



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    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Es gab ja schon mal eine LV Hessen, der ging aber wieder ein, weil das nur ein "Familienbetrieb" war und sich nicht an die GdeB anschließen wollte. Ja, es wird wirklich Zeit, dort auch eine regionale Orga zu schaffen, damit die Belange noch besser vertreten werden können, siehe den Anlauf der letztes Jahr als Antrag im LVHI gemacht wurde um Buckfast zu verbieten.

  • Guten Morgen,


    meint Ihr nicht, dass sich das Problem von selbst erledigen wird? Die Vereinsvorstände welche noch erbittert am "Carnicaland" festhalten müssen schließlich über kurz oder lang auch abtreten.
    Und dann gilt überall freie Bienenwahl, außer rund um Belegstellen.
    Bei uns ist das schon länger so. Im Imkerkurs wurde zwar darauf hingewiesen, dass die Carnica die lokale Biene sei aber beim Eintritt in den Verein hat keiner gezuckt als ich mich beim Eintritt als Buckfasthalter geoutet habe.
    Hier ist jedem klar, dass er Belegstellen nutzen muss um Fremdbegattung möglichst auszuschließen.


    Über den Antrag die Buckfast in Hessen zu verbieten wurde, vermutlich wegen der Lächerlichkeit des Ansinnens, ja gar nicht abgestimmt. Die Spinner werden nie aussterben. Aber die Spinner unter den Bienenrassenideologen haben immer weniger Macht.


    Gruß
    Holger

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende!

  • Gerade acht Tage alt:


    Zitat

    Dazu kommt, dass Imker ihren Völkern auch selbst schaden, sagte der Kreisvorsitzende. Er sprach sich für eine Reinzucht der Carnica-Biene aus.


    Leider werde diese durch Kreuzungen mit fremden Rassen gefährdet. Dabei sei die Carnica für unsere Region mit wechselhaftem Wetter deutlich besser geeignet als etwa die Buckfast-Biene.


    http://www.op-marburg.de/Lokal…-Biedenkopf-steigt-wieder
    (Benötigt eine Freischaltung, um Ihn komplett zu lesen.)


    Also nach Marburg, mit Ihrem berühmten Antrag, ist auch der Kreisvorsitzende ebenfalls ein eingefleischter Carnica Verfechter.


    Und ich mittendrin mit Buckfast, dadurch auch nicht in einem Verein.

  • Guten Morgen zusammen!


    In meinen Augen verläuft sich der Faden hier wie so oft in Pros und Contras Buckfast als "Kunstrasse", "überlebensunfähige Hochleistungsbiene", "Hybrid" oder sonst was. Schade drum, doch so wird`s wohl (noch einige Zeit) bleiben.


    Die sich daraus für mich ergebende Essenz, bezugnehmend zum Titel "Buckfastbienen unerwünscht": Stimmt (noch?) oft.


    Ich kann bzw. muss das akzeptieren.


    @ Widder Markus:

    Zitat

    Nimm es mir nicht übel

    Doch. Ob des Folgenden:

    Zitat

    aber diese Frage meinst Du doch nicht im ernst?


    Insbesondere ob des doch sehr konkreten Vergleichs tu ich das in der Tat. Zudem stelle ich höchst selten nicht ernst gemeinte Fragen.


    Zitat

    Die Antwort weisst Du sicher selber .


    Täte ich dies, so früge ich nicht.


    Es kann allerdings auch an meinem

    Zitat

    zuwenig Wissen über biologische Zusammenhänge , was Imker bisweilen von sich stehts behaupten .


    liegen, davon möchte ich mich nicht freisprechen. So erleuchte mich.


    Gruß
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Als Anfänger staunt man, wie erfahrene Imker die Carnica verteidigen. Ob sie mit ihren Argumenten richtig liegen kann man nur schwer bewerten. Aber das streben nach dem Neuen der Buckfastimker kommt einem viel freier und moderner vor. Aber wirklich bewerten kann man als Anfänger auch deren Argumente nicht.


    Aber im Namen des Vereins schon die Rasse zu benennen, ist schon etwas beschränkend. Da geht es also nicht um das freie Imkern. Bei den meisten alten Vereinen steht die Rasse(Carnica) in der Satzung, jetzt schaft es das Rassethema in den Vereinsnamen. Bähhh, so ein quatsch.


    Ich werde meine Erfahrungen mit den Bienenrassen also selber sammeln müssen und dafür ist es am besten einen großen Bogen um alle Vereine zu machen, denen die eine Rasse der Biene so am Herzen liegt.


    Aber nicht falsch verstehen, ich mag auch lieber die großen Kirschen im Supermarkt und nicht die kleinen sauren Wildkirschen. Ich habe einen riesigen Respekt vor der Leistung aller Züchter. Das einfache vermanschen der Gene bringt keinen weiter.

    3 Völker, Langstroth Flachzarge / 8 Frame, Honigraum FlowHive

  • Also nach Marburg, mit Ihrem berühmten Antrag, ist auch der Kreisvorsitzende ebenfalls ein eingefleischter Carnica Verfechter.


    Herr Raab ist meinungssark aber durchsetzungsschwach. Jeder darf von seinem Elfenbeinturm runterrufen was er will....

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende!

  • Ich will hier noch einmal betonen, worum es wirklich gehen sollte. Das mit dem Wörtchen Buckfast kann eine Biene sein, es kann den Weg von Bruder Adam (Karl Kehrle) beschreiben, oder eben auch das geballte Wissen von guten Imkern meinen, die man bei den Sitzungen und Veranstaltungen trifft. Persönlich habe ich sehr viel lernen können und bin immer mit sehr interessanten Menschen zusammen getroffen.


    Die Biene ist sicherlich ein Bindeglied, aber die Menge an Wissen und der offene Geist über die Ländergrenzen hinweg, ist allen zu empfehlen, die sich damit identifizieren können.


    In den ganzen Rassediskussionen wird kaum über diesen möglichen Mehrwert gesprochen. Ich denke, es sollte dringend erwähnt werden.