Aufgabe von Honigobmann/frau

  • Hallo zusammen,


    was ist die Aufgabe eines Honigobmann/frau im Verein?
    Kennt sich von euch jemand damit aus?


    Kann das jeder machen?
    Gib es Kurse, in denen man geschult wird? Ich denke mal der Honigkurs vom DIB wird da nicht ausreichen!
    Gibt es Treffen der Honigobmänner/frauen?
    Wird der Honigobmann/frau dem Landesverband gemeldet?
    Verschickt der DIB Informationen rund um das Thema Honig oder muss man sich die Infos selber zusammen suchen?


    Oder reicht es, wenn man ein gutes Honigbuch gelesen hat und man nimmt dann 2x im Jahr im Auftrag des DIB Honigglasproben bei DIB-Imkern und das war es?


    Ich bin auf eure Antworten gespannt!


    Viele Grüße


    Susanna

    Ein freundliches Wort ist wie Honig: angenehm im Geschmack und gesund für den Körper (Sprüche 16,24)

  • Hallo Susanna,


    der Honigobmann ist nicht die Honigpolizei des DIBs. Er dient in der Regel der Vergrößerung des Ausschusses. Bei personalsorgen ist es von Vorteil einen großen Kreis von Ansprechpersonen zu haben. Der HO oder HOF sollte auch Ansprechpartner sein und nicht erst eine Honigernte hinter sich haben. Er soll fit in Ratschlägen sein bei Problemen mit Honig. zu feucht, wie wird etikettiert, Vorbereitung Honigprämierung etc.. Veranstaltungen der Honigsensorik durchführen, wären schon eine Stufe höher.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Gib es Kurse, in denen man geschult wird? Ich denke mal der Honigkurs vom DIB wird da nicht ausreichen!

    Der Honigkurs des DIB ist schon einmal mehr als viele Inker haben, denn die ganzen DIB-Imker vor 1993 benötigen den Kurs nicht. Bei der vorherrschenden Altersstruktur vieler Vereine trifft es bei den Obmann-Wahlen die "gut" ausgebildeten Jungimker mit DIB-Honigschein

  • Hallo,


    heißt das, es gibt keine Vorgaben oder Unterstützungen. Man wird einfach ins kalte Wasser geschmissen?
    Wird gar nichts erwartet oder ganz viel, wie Vorträge halten zum Thema Honig bei Versammlungen?
    Darf man oder muss man?


    :confused:


    Susanna

    Ein freundliches Wort ist wie Honig: angenehm im Geschmack und gesund für den Körper (Sprüche 16,24)

  • Ich vermute mal, dass es dafür keine Bestimmungen gibt. Der Sinn ist ja die Erweiterung des Vorstands, um bestimmte Teilaufgaben an weitere Mitglieder abzugeben und die Vorsitzenden damit etwas zu entlasten. Damit wird vermutlich alles was über "Zuständig für Fragen rund um den Honig" nur in der Satzung des Vereins geregelt sein und die Erwartung der Mitglieder über die Tradition "das haben wir immer schon so gemacht".


    Hier http://www.imker-kempten.de/fi…bleute_f%C3%BCr_Honig.pdf findet man die Ausschreibung für die Stelle eines Obmanns für Honig im bayrischen Landesverband. Vielleicht hilft dir ja das schon mal weiter.


    Bei meinen Aufgaben als Vorstand in einem anderen Verein sind die Vorgaben ähnlich vage und den Rest darf ich mir überlegen. Das muss nicht immer schlecht sein, weil man dann selbst entscheiden darf, was und wie man das für sinnvoll hält. Außerdem sollte man sich selbst die Zeit gönnen, in die Aufgaben hineinzuwachsen, da es nie einen Kompaktkurs mit allen Lösungen für typische Probleme eines Vereinspostens gibt und jeder Wechsel dazu führt, dass jemand neu anfangen muss.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

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  • Ihr bringt da etwas durcheinander. Es geht um den Honigobmann im Verein und ob man durch einen eintägigen Kurs wohl ausgebildet ist. Der (die) Honigobman (frau) in einem Landesverband hat qualifizierte Aufgaben. Da gehört auch die jährliche Durchführung einer Honigprämierung dazu. Weiter #6.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Bedingt. Vielleicht ist es missverständlich geschrieben. Der Honigobmann unseres Kreises kümmert sich um den gesamten Ablauf beim Einsammeln, Dokumentieren, etc. der Honigproben auf Kreisebene, damit möglichst viele, korrekt abgegebene Proben am Landesverbandswettbewerb teilnehmen. Das ist sicher nicht seine einzige Aufgabe, aber die augenscheinlichste.
    Eine weitere ist sicher die Ratgeberfunktion anderen Imkern gegenüber. Zu dem nötigen Wissensstand soll der Kurs halt beitragen.


    Bei der Art des Kurses muss ich aber zurückrudern. Offensichtlich wird der "Sachkundenachweis Honig" mit erfolgreich abgelegter Prüfung hier von einigen Imkern als Voraussetzung gesehen, die Absolventen als "Honigsachverständige" zu bezeichnen. Das ist wohl irreführend. Ob es diese Bezeichnung zu Beginn dieser Schulungen offiziell mal gab, weiß ich nicht. Dafür bin ich noch nicht lange genug dabei.

  • Dann sprechen wir also von zwei verschiedenen "Obleuten"


    -- der im Verein: der sich mit Honig, Ernte ,Lagerung, Etikett, Kristillisation, Honigschäden...... auskennen sollte. Hierfür ist der Honigkurs super. Natürlich wären auch einige Jahre Erfahrung nicht schlecht. Er wäre Ansprechpartner bei allen Anfragen rund um das Thema Honig im Verein und würde somit den Vorstand etwas entlasten. Informationen und Wissen muss man sich selber aneignen.


    -- der vom Landesverband: der arbeitet dann überregional, bereitet Prämierungen vor, hält Referate, schreibt Artikel......


    Ist das soweit richtig?


    Der Vereinsobmann wäre also bei Fragen der Ansprechpartner, aber ist er auch dafür Verantwortlich, dass die Vereinsmitglieder zum Thema Honig weiter informiert/geschult werden. Ich meine damit kleinere Beiträge bei den Monatsversammlungen, wie z.b. Lagerschäden oder Rückstände im Honig?


    Susanna

    Ein freundliches Wort ist wie Honig: angenehm im Geschmack und gesund für den Körper (Sprüche 16,24)

  • Hallo Susanne,
    so sollte es sein.
    Der Vereinshonigobmann/frau sollte auch bemühen sein sich selbst fortzubilden und Fortbildung durch Externe für den Verein organisieren.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Eisvogel ()

  • Tachchen,


    Wenn das im Viierein an dich rangetragen wurde frag doch einfach mal, was sie dann von dir erwarten. Das kann ja unterschiedlich sein zu dem, was wir hier denken.


    Grüsse, Robert

  • Ja, ich bin angefragt worden, weil ich den Honigkurs gemacht habe und habe ja gesagt!


    Damals hieß es, ich müsste auf dem laufenden (was auch immer das heißt) und Ansprechpartner bei Fragen sein.


    Zsätzlich wäre ich noch für die DIB-Kontrolle für die Honiguntersuchung zuständig. Also ich muss zu dem Imker fahren, den der DIB ausgesucht hat, ein Honigglas abholen und zum DIB schicken.


    Soweit so gut, aber jetzt wollen sie, dass ich jedesmal bei der Jahreshauptversammlung einen kurzen Vortrag zum Thema Honig mache. Ich soll einfach das DIBjornal lesen und mir was aussuchen! Dass das zu meiner Aufgabe gehört, war mir zu beginn nicht bewusst!


    Deshalb meine Fragen. Bin ich für Referate zuständig? Bei einer kleinen Gruppe ungezwungen etwas vorzutragen ist ok, aber vor so vielen fällt es mir echt schwer! Gibt es Infos speziell für Honigobleute? Ist der DIB der Maßstab aller Informationen?
    Es bleibt mir wohl nichts anderes übrig als etwas vorzubereiten, aber welches Thema?


    Ich fühle mich da ziemlich alleine gelassen. So nach dem Motto: Du machst das schon!


    Susanna

    Ein freundliches Wort ist wie Honig: angenehm im Geschmack und gesund für den Körper (Sprüche 16,24)

  • Bei uns im KIV beschränkt der "Obmann" sich darauf, den Wetterverlauf und die Trachtsituation aus dem Vorjahr in seinem Tätigkeitsbericht vorzutragen. Hilft das weiter?
    Finde ich zwar etwas seltsam, weil es sicher auch mehr aus dem Kreis zu berichten gäbe, aber wenn er nur diese Informationen bekommt, was solls. Das Wetter hat ja jeder miterlebt.
    Welche Trachten oder Sorten im "Vereinsrevier"/Kreis/Bezirk im Vorjahr dank oder trotz Wettereinflüssen verfügbar waren und (überschlägig) geerntet werden konnten, ist sicher nicht uninteressant, auch die Entwicklung über die Jahre. Aber das geht natürlich nur, wenn man die Verläufe über einige Jahre archiviert hat. Ergebnisse über Honigproben (Qualitätsprüfung oder Prämierungen falls verfügbar) sind sicher auch nicht unbedeutend.


    Gruß Andreas