Frühjahrserweiterung

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    Liebe Imkerfreunde,


    ich würde gerne eure Meinung bezüglich der Frühjahrserweiterung hören. Ich habe zwei Vaianten im Sinn. Ich imkere im Zandermaß, Holzzargen, offener Gitterboden (Schieber ist seit ca. zwei Wochen drinnen), die Völker sind zweizargig. Honigraum soll später über Absperrgitter gegeben werden.


    Varriante 1: Das Volk sollte sich von der unteren Zarge nach oben gefressen haben. Im Rahmen der Wachshygiene wird die untere Zarge entnommen und eine frische Zarge mit Mittelwänden aufgesetzt. Das hätte ich zur Salweidenblüte vor. Meine Bedenken: Was mache ich, wenn das Volk noch nicht in der oberen Zarge ist? Das Futter in der oberen Zarge mit dem Stockmeisel aufdrücken und damit versuchen(!) das Volk hochzulocken? Eine Woche später nachschauen und hoffen, dass das Volk dann oben ist? Mir ist es zuwider Brutwaben nach oben umzuhängen. Das bringt doch bestimmt den Ordnungssinn des Bien durcheinander.


    Varrainte2: Kein Zargentausch. Sondern Futterwaben entnehmen und durch Mittelwände ersetzen. Backen/Randwaben bleiben mit Futter/Pollen als Reserve drinnen. Angeblich werden diese MWs schnell ausgebaut und ohne bzw kleinem Honigkranz bestifftet, was wiederrum eine gute Honigraumannahme ermöglichen soll. Die Wachshygiene soll dann im Spätsommer/Herbst vor dem Einfüttern geschehen. Bedenken: Nutzt die Königin die untere Zarge dann überhaupt noch zum brüten.



    Gefühlt tendiere ich zur Variante 1. Aber was mache ich, wenn das Volk mittig, oder unten sitzt.


    Vielen Dank für eure Antworten und Tips. Ich hoffe eure Beuten haben dem Sturm erfolgreich gestrotzt.



    Thomas

  • Auch wenn die Diskussion wieder in Gang kommen wird - schau mal hier


    https://www.imkerforum.de/showthread.php?t=55073&p=533446#post533446


    Vielleicht probierst Du es mal mit einem BR - also Brutwaben in einer Zarge sammeln, ggf. mit FW an den Seiten und im April die HR über ASG aufsetzen. Je enger das Volk sitzt, um so weniger ist die Schwarmneigung. Und eine Zanderbeute voll Waben sollte für eine normal gute Kö auf jeden Fall ausreichen, um ein schönes geschlossenes BN anzulegen. Der Raum sollte im Honigraum erweitert werden. Da soll ja das Produkt am Ende landen, nicht im überschüssigen BR.


    Beste Grüße


    Rainer

  • Bei mir werden die Völker (12er DNM, aber da sehe ich keinen Unterschied zu Zander) im zeitigen Frühjahr (meist Anfang März, wenn es mehr als 10 Grad hat) ausnahmslos auf einen Brutraum eingeengt. Das mache ich schon vor Aufsetzen des Honigraums.
    Falls sie nicht auf einer Zarge sitzen, werden die bebrüteten Waben umgehängt. Ich weiß, hier werden die Jünger von der Heilslehre des unangetasteten Brutnestes protestieren. Mir ist aber ein enger Sitz wichtiger.


    Dann kommt der Honigraum - i.d.R. zur Salweidenblüte - drauf. U.U. auch später, wenn die Völker noch zu schwach sind.


    Die Völker danken es mir durch gute Entwicklung und reiche Honigernten.
    Es kann also nicht ganz verkehrt sein.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Da kann ich dem Wolfgang nur zustimmen. Denn wer die Frühtracht nutzen will, muss so verfahren und wer erst die Sommertracht ernten will. kann noch ein wenig spielen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Danke für die ersten Hinweise.


    Ich arbeite mit zwei Bruträumen. Wenn ich mit einem Brutraum arbeiten wollen würde, nähme ich gleich eine 12er Dadant.


    Ich suche mal, wie es Frau Dr. Pia Aumeier macht. Mal schauen, ob mich das weiter bringt.



    Thomas

  • Ich suche mal, wie es Frau Dr. Pia Aumeier macht.


    Ich vergas: Nicht bei ihren Völkern, noch bei denen von Herrn Dr. Liebig, was ja die selben sein dürften, wird wohl großes Augenmerk auf eine große Honigernte gelegt. Insbesondere Frühjahreshonigernte.
    Das sollte man bedenken.
    Um vor Überraschungen gefeit zu sein, sollte man sich genau an die Anweisungen halten, an die jeweils neueste Version.