Drohnenbrütig wie damit umgehen

  • Hallo Wissende,


    Freunde von mir und auch ich hatten schon buckelbrütige Völker mit Drohnenmütterchen. Trotz Abschütteln in mindesten 10 m Entfernung, nahmen diese Völker keine neuen oder alten Königinnen an.


    Ich hatte mein Völkchen auf einer weißen Platte abgeschüttelt, um mir mal ein Drohnenmütterchen von nahem anzusehen. Nach 10 Minuten waren alle Bienen weg. Wirklich alle. Kein Drohnenmütterchen zurückgeblieben.


    Wie ist das eigentlich, gehen die Drohnenmütterchen durchs Absperrgitter? Oder könnte ich das Volk auch durch ein solches Abfegen? Habt Ihr einen Trick?


    Freue mich auf Antworten.


    Herzliche Grüße Karsten

    Wer stets begreift was er tut, lebt unter seinen Möglichkeiten. Und. Ich leide nicht an Realitätsverlust, ich genieße ihn.


  • Hallo Karsten. Drohnenmütterchen sind normale Bienen die Eier legen. Deshalb kannst du auch keinen unterschied feststellen.
    Und Völker die abgefegt weden müssen werden ins Graß gefegt und nicht auf Startrampen (weiße Platte).Und 10 m ist keine ausreichende Entfernung. Absperrgitter sind auch kein Hindernis für Drohnenmütterchen. Die Königin wird vor dem abfegen im Zusatzkäfig in die leere Kiste gehangen.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Die Erfahrungen sind offensichtlich unterschiedlich...


    Bei Auswinterung: Auflösen durch Abfegen des kpl. Volkes bei Flugwetter (> 8 Grad) in einiger Entfernung. Ob das 10 ode 15 m sind, ist m.E. egal. Die Mühe habe ich mir noch niemals gemacht und geprüft, ob alle zurückfliegen. Was auffliegt, findet meistens einen Eingang; jedenfalls sind nach Minuten kaum noch Bienen zu sehen. Und was es nicht schafft, war ohnehin zu schwach.


    Sog. Afterweisel, die ggf. das Legegeschäft bei Königinnenverlust übernommen haben, können nicht oder schlecht fliegen. Wo sie ankommen, ist fraglich - nicht zwingend in einer Beute. Und wenn doch, werden sie vom weiselrichtigen Volk entsprechend empfangen (die brauchen keine Ersatzkönigin). Darüber würde ich mir wenig Gedanken machen.


    Du schreibst aber etwas von Annahme einer neuen Königin - grundsätzlich bei drohnenbrütigen Völkern. Das kann hin und wieder schwierig werden und hängt auch von der Jahreszeit ab.


    Es gibt Fluglocheinsätze, die wie ASG wirken. Da sollten die Afterweiseln wg. des vergrößerten Hinterleibs nicht durchkommen. Ist das doch der Fall, hat man Schwierigkeiten mit einer Annahme einer neuen Königin - das ist bekannt.


    Aus meiner Sicht wichtig ist, dass die neue Königin in Eilage ist - das begünstigt die Annahme. Hat man eine Reservekönigin auf Brutwaben, dann ist es ein Leichtes, die Kö komplett mit mind. zwei Brutwaben inkl. ansitzenden Bienen in eine leere Beute zu hängen, diese auf den alten Platz zu stellen und dann die Aktion mit dem Abschütteln des drohnenbrütigen Volkes durchzuführen. Fluglochschutz mit Gitter schadet dabei nicht. Damit ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die zurückkehrenden Bienen die neue Situation akzeptieren. Dann kann die Beute mit ausgebauten Waben oder ggf. MW aufgefüllt werden, so dass sich das Ganze neu aufbaut.


    Beste Grüße


    Rainer

  • Die sicherste Methode ist, wenn man die Königin geschützt in ihrem Ableger aufsetzt. Die Königin sollte aber schon ihre eignen Bienen haben. Entweder Mehrwabenbegattungskasten umgekehrt draufsetzen oder Waben in die aufgesetzte Zarge..
    Das geht über Zwischenbodengitter mit eigenem Flugloch oder auch nur über ASG oder auch ohne, innerhalb kurzer Zeit wirst du feststellen, das die unten das Eierlegen beenden.
    Nachdem unten die Drohnenbrut verdeckelt ist, die Waben entnehmen und einschmelzen, und Ableger als Block nach unten.
    Beim Abfegen ins Gras - mehr als 30m Abstand - stelle ich einen schwachen Ableger an die Stelle der alten Kiste.


    Gruß Fred

  • Ich denke auch das 10m deutlich zu wenig Abstand waren. Bei mir klappt das neu beweiseln von drohnenbrütigen Völkern eigentlich ganz gut.
    Die Frage ist nur ob sich sowas wirklich lohnt. Einfach abfegen und sie beim Nachbarn einbetteln lassen ist eigentlich sinnvoller.
    Gruß Jörg

    Gott hat einen harten linken Haken... singt Peter Fox in "Haus am See"

  • Hallo Karsten


    Die buckelbrütigen Völker auflösen und in weiselrichtige Völker einbetteln lassen, sehe ich auch als gute Lösung an, wie Jörg schreibt. In solche Völker eine neue Königin einzuweiseln ist schon mit einem hohen Risiko verbunden. Sollte aus irgend einem Grund eine kleine unbegattete, eigene Königin im Volk sein, hat keine andere Königin die Chance zu überleben, sie werden immer abgestochen. Bei Völkern mit Drohnenmütterchen, wenn die Völker noch stark genug sind, kann man es mit anderen Waben versuchen, also keine Waben des alten Volkes verwenden. Die neue Königin käfigen und mit neuen Waben auf den alten Standort stellen und sicherheitshalber ein ASG vors Flugloch. Die Bienen von den alten Waben abkehren, ob 15m oder 20m spielt meiner Meinung nach eine untergeordnete Rolle. Wie schon erwähnt, sollte die neue Königin schon in Eiablage gewesen sein und sie dann nach 1-2 Tagen ausfressen lassen. Man kann gut beobachten ob die Bienen der Königin wohl gesonnen sind oder nicht.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Abfegen in ausreichender Entfernung ist immer gut wenn wir vom Sommer reden. An die alte Stelle einen Ableger stellen der das Flugloch verteidigen kann.


    Im Spätherbst oder Frühjahr kann man eine Weisel mit eigenen Bienen gut zusetzen. Als Sicher gilt dabei das zusetzen über Fliegengitter, nach einer Woche eine Ecke umschlagen oder alternativ die Königin im Zusetzgitter zusetzen. Sind die Bienen unten immernoch Aggressiv hast du eine Drohnenlegerin und keieäne Afterweisel. Dann hilft nur Abfegen.

  • Naja ne schlecht ausgebildete Jungkönigin legt auch nicht besser. Wenn Platz da ist sind mehrere Stifte ehee win gutes Zeichen.


    Moin,


    kannst du das Gestammele bitte vor dem Absenden noch einmal ins Reine bringen? Was soll der Murks heißen? Oder wolltest du nur mal eine Fingerübung machen?


    Und auch wenn ich mit seeehr viel gutem Willen in deinen Betrag einen Sinn hineindeutele, dann bleicht auch fachlich kein Mehrwert für das Thema übrig.


    Sorry! Das musste mal raus.

    Gott hat einen harten linken Haken... singt Peter Fox in "Haus am See"


  • Nachdem unten die Drohnenbrut verdeckelt ist, die Waben entnehmen und einschmelzen, und Ableger als Block nach unten.
    Beim Abfegen ins Gras - mehr als 30m Abstand - stelle ich einen schwachen Ableger an die Stelle der alten Kiste.


    Gruß Fred


    Hallo Fred. Warum willst du mit der entahme der Dronenbrut warten bis sie verdeckelt ist. Komm mir jetzt nicht mit der aussage, damit ich die Varoa abfangen kann. Hast du schon mal eine richtige Drohnenwabe entdeckelt und ausgeklopft. Es ist nicht mehr so das Varoa sich in Dronnenbrut stärker vermehrt, denn durch die ewige schneiderei habt ihr die Varoa schon so
    selektiert,das sie sich nicht mehr bevorzugt in Drohnenwaben sich vermehrt. Also beim KÖ-zusetzen, egal wie den Dreck raus
    ist für die neue KÖ sicherer.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Ich denke auch das 10m deutlich zu wenig Abstand waren. Bei mir klappt das neu beweiseln von drohnenbrütigen Völkern eigentlich ganz gut.
    Die Frage ist nur ob sich sowas wirklich lohnt. Einfach abfegen und sie beim Nachbarn einbetteln lassen ist eigentlich sinnvoller.
    Gruß Jörg


    Hallo Jörg,


    ich bezweifle die verbreitete Meinung, dass viele Bienen sich erfolgreich einbetteln können. Klar schaffen es manche, aber wenn ich beobachte, wie viele einfach verteilt im Garten verenden oder doch von den Wächterbeinen gestochen werden, dann nehme ich an, dass doch viele das "irgendwo sich Einbetteln" nicht schaffen.


    Wenn das Nachbarflugloch direkt daneben ist, dann geht's einfacher, weil die Wächterbienen überrrannt werden. Bei schlechtem Wetter wie gerade finde ich Abkehren gar nicht bienenfreundlich.


    Ich würde die Buckelbrut entnehmen und den Rest der Bienen auf wenig Waben weit hinterm Schied hängen oder untersetzen in einer leeren Zarge. Ein intaktes Volk lässt seine Kö nicht so einfach abstechen und zur dieser Jahreszeit sehe ich da kein Problem. Afterweiselvölker kann man doch selbst im Sommer mit stabilen Ableger (also wenn die junge Kö die ersten eigenen Töchter hat) vereinigen. Habe ich nach anfänglicher Skepsis getestet und war begeistert vom Erfolg. Ihr könnt das gerne testen, Hauptsache ihr arbeitet ruhig ohne viel Rauch und stört das intakte Brutnest nicht.


    LG Salsero, der meint Abkehren ist out :)

    imkere als Hobby seit 2011 mit Dadant

  • Mir fällt noch was ein :). Ich habe einmal nach einem Vereinigen eines Afterweiselvolk mit einem anderen intaktem Volk was lustiges beobachtet


    einige Tage nachm Vereinigen habe ich am Randwaben Zellen mit mehreren kleinen Eiern am Zellrand gefunden, die höchstwahrscheinlich von den Afterweiseln nachm Vereinigen noch gelegt worden.
    Also sie haben mindestens einige Tage gleichzeitig mit der echten Kö gelegt.
    Ich denke deren Eier werden von anderen Arbeiterinnen aufgefressen und irgendwann sind sie halt zu alt oder zu unattraktiv und verschwenden.
    Man sagt ja auch, dass es immer wieder Arbeiterinnen gibt, die Eier legen, aber diese Eier werden erkannt und aufgefressen.

    imkere als Hobby seit 2011 mit Dadant

  • Ich habe einmal einen drohnenbrütigen Schwarm vor einem kleinen Volk auf ein Einlaufbrett geschüttet und einlaufen lassen. Nichts Unangenehmes ist passiert. Der Schwarm hat das Völkchen verstärkt und die Königin konnte Gas geben.


    Gruß Ralph