Diskussion zum Thema Aktueller Zwischenstand zum Bienenwachsskandal 2015/2016

  • Der Vorschlag von Hartmut " Also bitte jetzt hier nicht wieder ein weiteres Thema zerreden, sondern mal paar Lösungsvorschläge aufzeigen...gefällt mir.

    Ich denke eine Möglichkeit wäre es, nur die Hälfte einer MW zu verwenden, ich mache das so, d.h.

    nur 50 % Risiko. Bei Verwendung von Anfangsstreifen könnte man je nach Grösse, das Minimum aúf

    10 - 20 % drücken die Völker mit verpfuschten Wachs zu schädigen.



  • Servus,


    ich habe eine Frage an alle Imker, womit habt Ihr letztes Jahr die Bienen aufgefüttert?

    Ich habe das gleiche Problem wie Ihr jedoch liegt es nicht am Wachs, sondern am Futter bzw. Maisstärke .

    Hab nach Kroatien mitgenommen, nach der zweite Gabe massive Brutschäden gehabt, die Futter war die Ursache .


    Maßnahme, alles rausschleudern, Waben auswaschen und Bienen mit Zuckersirup einfüttern, der Schaden ist bei mir weg.


    Mfg


    Goran

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  • Hallo Franz

    Lösungen wurden denke ich schon zu genüge genannt nur ob diese gefallen ist halt die andere Frage.

    Wenn ich eine Lösung möchte die mir ermöglicht so weiter zu machen wie bisher dann sehe ich da schwarz. Wenn ich Mittelwände kaufen oder eintauschen will kaufe ich was ich bekomme und ich werde nie eine Garantie haben dass das OK ist.

    Deine Lösung bringt nichts wenn schon kleine Mengen Probleme verursachen und sogar Nachbar Waben angesteckt werden.

    Um jetzt aus dem ganzen raus zu kommen müssten erstmal alle Imker und Umarbeitet Kerzen machen bis alles weg ist, weil ja schlecht. Wo kaufe ich jetzt meine Mittelwände? Umarbeiten geht ja nicht ist ja alles weg.

    Ich erinnere mich noch an eine sofort runter gemachte Idee wieder die Körbe raus zu holen. Die Reaktion war nicht schön, naja das wollte man halt nicht hören. Mit denen Körben wäre das Problem ja erst gar nicht entstanden. Aber das ist natürlich blöde weil wo bekomme ich meine Mittelwände.

    Wir brauchen Gesetze! Ja das ist die Losung funktioniert ja auch bei Abgasen von Autos.

    Wachs ist ein Markt und wenn Geld verdient werden kann wird es gemacht und es wird da immer Leute geben die den Gewinn auf illegalen wegen maximieren da wird es kein Schutz vor geben.

    Wenn ich mich Irre sagt mir einen Markt auf den alles immer Sauber abläuft.

    Wir haben bis jetzt Plastikwageb (nicht meins) und Naturbau was jetzt für den Anfang ja eine machbare Lösung ist und dann haben wir ja auch wieder sauberen Wachs und alles kann wieder bei Null starten, also könnte man sagen ist doch alles OK bzw. machbar.

    So jetzt bitte kein Geschrei von den Großen Imkern die das nicht so machen können. Ist mir doch egal ob das zu aufwändig ist, es ist halt so. Alternative ist halt weiter wie bisher und Daumen drücken.


    Wenn es sich am Ende raus stellt das es nicht das Wachs ist, dann ......................... ;) Ich freue mich auf die nächste Sau


    Gruß

    Sascha

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  • Liebe Wissende, was hier abläuft, ist wieder einmal typisch für Teile unserer Imkerszene:

    - Das Wachs ist es nicht,
    - PSM werden nicht einbezogen,
    - Varroazide werden nicht einbezogen.

    Es bleiben die Ideoten hinter den Kästen.
    Gibt es auch noch welche vor den Kästen?

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

  • Hallo Goran,

    ich füttere wie auch viele andere Kollegen seit 2006 mit Stärkesirup. Wäre es so wie du sagst, würden die Schäden an den Völkern sich jedoch auch anders äussern. Natürlich kann es sein, dass Deine Charge des Futters ein Problem hatte, das zu Schäden in den Völkern führte. So etwas hatte ich auch schon, aber es äußerte sich in schlechter Überwinterung. Oder in Kroatien war exakt zum Zeitpunkt der ersten Einfütterungen ein PSM-Problem zu den Schäden.


    Gruß
    Reiner

    Hier generell die Schäden an einem Punkt festmachen, würde ich nicht

  • Wir brauchen Gesetze! Ja das ist die Losung funktioniert ja auch bei Abgasen von Autos.

    Wie wärs mit nem Softwareupdate!?!:lol:


    ...Naja, ist wohl genauso naiv wie auf das QM des Verkäufer/Produzenten zu vertrauen...


    QM ist wichtig, aber nur zuverlässig wenns der Käufer macht!

    Das ist wohl der unangenehme Teil; aber doch durchaus machbar. Auch und gerade bei größerem Bedarf.

  • Naja, festzustellen, das wir schlicht nix wissen ist nicht direkt das gleiche, wie zu sagen, der Imker war's.

    typisch für Teile unserer Imkerszene:

    - Das Wachs ist es nicht,
    - PSM werden nicht einbezogen,
    - Varroazide werden nicht einbezogen.

    Das schreibt nur niemand, Du/Ihr behauptet bloß, daß das der Konsens wäre, und argumentiert dann, warum das falsch ist. Das ist ein billiger Trick. Wenn Markus oder ich schreiben, das es grade schlicht keiner weiß, dann bedeutet das, daß es schlicht keiner weiß. Nicht mehr und nicht weniger.


    Such Dir eine genehme Theorie aus, bau die passende (falsifizierbare) Hypothese dazu und wir versuchen gemeinsam, sie zu widerlegen: solange das keiner schafft, gilt die dann. Das gilt übrigens für alle. Alles andere ist Kaffeesatzleserei.


    Beste Grüße,

    Ralf


    PS.: Manne Das mit der 'gewissen Ecke' ist tatsächlich unterhaltsam, wenn ich mir die Ecke 'Heuvel-Schwarz-Bärmann' anschaue (Reihenfolge nach Veranstaltungskalender)


    ;)


    PPS: Binder schreibt auf FB übrigens, da gäbe es nix umsonst, also Alufolie besser selber mitbringen!

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • schon wieder wird sich gekloppt...

    Dachte ja letztes Jahr ich muss schon einiges aushalten und durfte mir genug Kommentare von Imkern anhören.

    Manch einer wollte mir das Imker neu erklären.

    Hab bewusst immer nur mitgeteilt was ich selbst belegen konnte bzw. wozu es bereits etwas schwarz auf weiß gab.

    Es ist ein emotionales Thema, nicht nur, dass es da an die Existenz gehen kann, nein es geht auch um das Überleben der Bienen.

    Bernhard War immer mit am Thema und hat es sicher auch skeptisch betrachtet und dann durch einen Fall im direkten Umfeld miterlebt was da passiert. Zudem bietet er den Imker im Umfeld den Service des Wachseinschmelzens an.

    Wenn nicht er, wer dann sieht besser was los ist und worüber die meisten Imker einfach nicht reden?

    In dem Video von 2012 erkenne ich auch einige Parallelen die mir bei meinen Waben aufgefallen sind.

    Ich denke Bernhard verrent sich hier nicht sondern hat mehr als deutlich erkannt, es läuft was schief.

    Bei manchem Wachs können wir direkt sagen was Sache ist, bei anderem muss keine Verfälschung vorliegen aber irgendwas muss da auch vom Wachs ausgehend das Problem verursachen.

    Ohne den Wachsskandal hätte man es vermutlich nicht wahrgenommen. Es gibt aber den ein oder anderen mit solchen Problemen und die bestehen nicht erst seit 2 Jahren.

    Wichtig ist, man muss diese Infos richtig aufnehmen. Bernhard liegt viel an den Bienen und kann eben, so wie auch ich, nicht zusehen bei dem was gerade zu sehen ist und jeden von uns treffen könnte.

    Wir müssen mehr Infos und betroffene zusammen tragen um den gemeinsamen Nenner zu finden.


    Also bitte an alle, egal ob vermeintlich betroffen oder mit dem Glauben alles sei gut, fahrt einfach ein wenig zurück und versucht sachlich weiter zu denken und schreiben. Ich bin nicht an die Öffentlichkeit gegangen weil man mich und meine Bienen geschädigt hatte, sondern weil ich durch viele Kontakte erkennen musste, da liegt was im argen.

    Jedoch versuch ich einen Schritt nach dem anderen zu gehen. Erst die Wachsverfälschung, dann die Rückstände.

    Mein Fall ist mittlerweile für jeden transparent, ich denke Bernhard wird die Fakten zu seinem Fall auch auf den Tisch legen sobald er die Ergebnisse schwarz auf weiß vor sich liegen hat.


    So. Also nochmal meine Bitte an alle, keine Vorverurteilung und keine aufkochenden Emotionen.

    DANKE

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Ja was soll ich sagen:

    Ich, oder besser gesagt meine Bienen hatten in diesem Jahr vor allem mit den extrem späten Frühjahr zu kämpfen - und jetzt trotzdem viiele Milben.


    Mag sein, dass das Wachs besser sein könnte, ich brauch aber nur mal wieder ein ganz normales Frühjahr - dieses Jahr war es fast unmöglich, überhaupt Waben bauen zu lassen - weder mit noch ohne Mittelwände.

    Übrigens hab ich so 80 kg Wachs zu stehen - da ist natürlich auch das von den eingeschmolzenen Mittelwänden mit drin.

    Aus reiner Neugier würde mich schon interessieren, was da so drin ist… auch wenn ich zur Zeit nicht glaube, direkt vom Wachsproblem betroffen zu sein.


    Vor ein par Jahren hatte ich auch ein Problem - es kamen zwei Jahre in Folge immer nur so ca 5 Viertelvölker durch den Winter. Weiß bis heute nicht genau, woran das lag.

    Wollte schon mit den Bienen aufhören.

    Plötzlich lief es dann doch wieder.…später hörte ich vom Neonics-Moratorium. Keine Ahnung, ob das zusammenhängt.


    Ich setz mir nun nicht den Aluhut auf, aber ich glaube doch, dass wir nicht alles wissen.


    Grüße Ralf

  • ...ist erstens von 30.1.2012!! und zweitens von einem Youtuber der über Bienen labert und als abschreckendes Beispiel für Imkeranfänger im Netz steht.

    Zur Frage von Bernhard:

    Dieses Volk ist am Imker gestorben.

    Erstens sind Brutschäden durch Wachs nicht an ein bestimmtes Jahr gebunden. Wer behauptet denn, daß die Schäden erst seit dem Jahr x bestehen? Ist die Information nicht wichtig, daß auch vor 2015 diese Bilder zu finden sind? Ich habe das Video ganz bewußt wegen des Jahres eingestellt.


    Zweitens finde ich die Art und Weise, wie du über diesen Imkeranfänger sprichst, als "labernden Youtuber", ziemlich überheblich. Warum besteht dazu ein Anlass?


    Soll ich Dir was sagen? Mir sind diese labernden Youtuber mittlerweile lieber(!) als die Imker, die alles totschweigen (wortwörtlich). Da ist jemand, der ehrlich und frei mit allen alles teilt. Das ist nicht selbstverständlich, denn er muss Kritik und Spott ertragen. Er hat damals alle im Netz gefragt: was haben meine Bienen? Und damals wie heute kommt nur die Antwort: Du bist zu blöd!

    Ist das wirklich so? Ist das alles, was ihr an Erfahrung einbringen könnt?


    Das mit der 'gewissen Ecke' ist tatsächlich unterhaltsam, wenn ich mir die Ecke 'Heuvel-Schwarz-Bärmann' anschaue

    Daß es Dir nur um das Persönliche und um Unterhaltung, aber nicht um die Sache geht, ist wohl mehr als deutlich genug geworden.


    Markus Bärmann hast Du schon immer gehasst. Warum auch immer. Das ist das Eine. Nachdem ich vor kurzen den Kontakt mit Dir abgebrochen habe, und zwar weil Du mein Vertrauen gebrochen hast, lebst Du deine persönliche Bärmann-Abneigung jetzt auch gegen mich hier aus und führst nun öffentlich einen Feldzug gegen die "Ecke" Heuvel und Bärmann. Dabei sind wir zwei unterschiedliche Menschen und nicht in einen Topf zu werfen.


    Das ist meine letzte Bitte an Dich, Ralf, und ich hoffe auf Aufrichtigkeit deinerseits: laß das Persönliche raus. Wenigstens hier. Im Privaten und hinter den Kulissen kannst Du ja gerne weiter abkotzen über den Idioten Heuvel, der kopflos durch die Gegend rennt und überall Gespenster sieht. Es geht hier um die Sache. Und hier habe ich nur gefragt: was seht ihr? Und eure Antwort war: Nix - Varroa - Futtermangel - Anfängeridiot...


    Was ich sehe, habe ich doch überhaupt nicht ausgesagt, oder? Vielleicht ein bisschen zu viel interpretiert deinerseits? (= gedichtet? Mir angedichtet?)


    Unsere Erkenntnisse und Meinungen zum Thema sind ja nicht so weit auseinander. Zum Beispiel, daß wir nicht wissen, woran es letztendlich liegt.


    Damit wir aber den Casus cnactus finden, müssen wir suchen. Bitte behindere die Suche nicht durch Sperrfeuer aus persönlichen Abneigungen.


    Und daß eine Suche kein Ergebnis ist, ist doch wohl auch klar.


    Ja Benrhard, wir haben alle ein Problem mit dem Wachs!
    Nur wie soll's weiter gehen? Immer und immer wieder auf diese Tatsache verweisen bringt uns nicht vorwärts.

    In erster Linie verschafft die Wiederholung ein Bewusstsein. Ein waches Auge für die Probleme.


    Im Moment schweigen sich alle tot über das Problem im Wachs. Der Rest lästert und verneint. Das ist wie bei den Neonicotinoiden – selbst heute gibt es noch Imker, die noch nie was davon gehört haben. Und nicht wenige. Die lesen halt nicht das Imkerforum, wo ein Haufen Gallier über den stinkenden Fisch streitet. Da hilft nur wiederholen, wiederholen, wiederholen. Sicher brauchen wir Lösungen, und die werden wir auch finden. Doch dazu müssen wir erstmal das Problem kennen. Wenn Anfangsstreifen (z. B. für Bienenkisten oder Topbar Hives) aus gekauften Mittelwänden geschnitten werden, was bei den Anfängern der Regelfall ist, dann sind Anfangsstreifen keine Lösung.


    Wenn andererseits die Probleme von außen kommen, zum Beispiel durch fettlösliche Pestizide, dann hilft es auch nicht, die Bienen jedes Jahr neues Wachs schwitzen zu lassen, weil die Pestizide jedes Jahr neu eingetragen werden. Jedes Jahr steht man da wieder neu vor dem Problem.


    Es hilft nichts, wir müssen suchen. Und das Problem identifizieren. Für die Bienen. Für die Bienen, um die wir uns doch sonst so liebevoll kümmern.


    Viele Grüße


    Bernhard

  • Anfangsstreifen aus kontaminierten Wachs produzieren dieses Bild: (getestet in Stabilbau-Warrés)