Dadant : Wann engt ihr das Brutnest ein?

  • Wer kann, passe den Brutraum der Legeleitung der Königin an. Es nutzt zwar nicht den Bienen, aber dem Imker. Der Honig kommt dahin, wo er hin soll, das Brutnest bleibt kompakt und wird von den Bienen gut versorgt und die Schwarmstimmung wird weniger vorangetrieben. Die Königin ist dann immer rechtzeitig zur Stelle und legt ihr Ei, bevor die Zelle mit Honig zugepackt werden kann. Ab Ende Februar wird sichtbar, wie groß das Brutnest sein wird und wo geschiedet werden muss (vorbereitete, polierte Zellen). Flugwetter nach dem ersten Reinigungsflug ist für diese Aktion günstig.

  • Der gregorianische Kalender ist ungeeignet für solche Angaben.

    Wie Beemax schreibt ist es am besten sich Anhaltspunkte im phänologischen Kalender zu suchen. Krokusblüte oder ähnliches.

    Dabei ist zu beachten, dass selbst im Nachbargarten schon andere Voraussetzungen herrschen können, die die Zeiten (leicht) verschieben.

  • Habe mir (als blutiger Anfänger) vorgenommen, schon bei meiner letzten Behandlung im Nov/Dez die selbstgebastelten Wärmeschiede zu setzen. An die zwei bis drei Waben der Bienentraube - auf beiden Seiten - eine Futterwabe und dann die Thermoschiede, die restlichen FW kommen dahinter. Für die Füße gibt’s ein Wärmebrett mit Lüftungsschlitz und auf dem Kopf lasse ich (ohne Folie) den Adam-Fütterer gefüllt mit Zeitung, zur Feuchtigkeitsaufnahme und Isolierung.

    So stelle ich mir eine gute Überwinterung vor. Ob es wirklich passt, wird sich zeigen.

    "Lass Deine Augen offen sein, geschlossen Deinen Mund und wandle still, so werden Dir geheime Dinge kund."

  • Schau dir mal an was der Herr Neuhauser dazu sagt.

    Er sagt sobald der Reinigungsflug erfolgt ist ein zwei Wochen später kann die Kiste geöffnet und nach Bienenmasse geschiedet werden.

    Der imkert meines Wissens in der Bodenseegegend bei sehr mildem Klima, das ist woanders meist anders. Ich habe den ersten Reinigungsflug durch Föhn meist Anfang Januar und 2 Wochen später kann es wieder -20 Grad haben - solche "Rezepte" sind Orts- und Bienenherkunftabhängig, bedingt durch die Wetterverläufe... - In meiner Gegend sagt der erste Reinigungsflug etwas über das Wetter aus aber nichts über den Zustand des Volkes...

    kann man auch geschiedet einfüttern, das heißt das Brutnest mit 5 Waben oder so belassen und hinterm schied die Mittelwände geben und füttern?

    In manchen Gegenden "vielleicht", in meiner Gegend hättest Du dann im Frühjahr eine "volle Kiste", eine Kiste voller toter Bienen, aber kein Volk mehr...

  • Habe mir (als blutiger Anfänger) vorgenommen, schon bei meiner letzten Behandlung im Nov/Dez die selbstgebastelten Wärmeschiede zu setzen. An die zwei bis drei Waben der Bienentraube - auf beiden Seiten - eine Futterwabe und dann die Thermoschiede, die restlichen FW kommen dahinter. Für die Füße gibt’s ein Wärmebrett mit Lüftungsschlitz und auf dem Kopf lasse ich (ohne Folie) den Adam-Fütterer gefüllt mit Zeitung, zur Feuchtigkeitsaufnahme und Isolierung.

    So stelle ich mir eine gute Überwinterung vor. Ob es wirklich passt, wird sich zeigen.

    Wann kommen endlich die erfahrenen Schiedsetzer und raten einem " blutigen Anfänger" von diesem offensichtlichen Unsinn ab, bevor dieser "tödlich" wird:?:

  • Einfüttern immer ohne Schiede!


    Geknülltes Zeitungspapier dient mehr dem Binden von Feuchtigkeit, denn als Kopf-Isolation. Eine Holzfaser (oder Styropor/Styrodur)-Platte hat ganz andere Dämmwerte und wirkt auch besser, wenn sie direkt auf oder in den Zwischendeckel kommt. Dann kommt auch keine warme Luft in die Futterzarge, nur diffundierte Wasserdampf geht durch die Holzfaserplatte.

    Die Winterbehandlung sollte in die brutfreie Phase und möglichst spät erfolgen- ein Widerspruch in sich, wenn wie in den letzten Jahren mehr Frostnächte im Februar als im November/Dezember zusammen sind.

    Wenn man bei der Träufelbehandlung im Dezember! die Schiede inkl 1-2 Fuwa setzt, sind das bei DD 4-8kg Futter, in das hineingebrütet wird. Das ist also nicht so eng geschiedet, wie es Binder und Sedlacek praktizieren.

    Wenn man die Kiste zur Behandlung nicht aufmacht, wartet man halt nach Brutbeginn auf einen warmen Tag im Februar.

  • An dieser Stelle eine Beobachtung, die ich meine gemacht zu haben:

    Im Warmbau scheint sich die Wintertraube kaum zu bewegen, bzw. dem Futter "nach zu zehren".

    Zwar wird sich entlang der Wabenausrichtung gezehrt, aber kaum über die Wabengassen hinweg - von vorne nach hinten.

    Im DNM Warmbau sitzt die Wintertraube dann am Flugloch, die großen Futterreserven hinten dran, kompakt auf den hinteren Waben verteilt. Mir kommt es so vor, als wenn die Bienen das Futter dann von hinten nach vorne tragen - viel eher, als die quer dem Zehrweg im Weg stehenden Waben zu überwinden.


    Kann das irgendwer bestätigen oder trügt mich meine Erinnerung?

  • An dieser Stelle eine Beobachtung, die ich meine gemacht zu haben:

    ...

    Kann das irgendwer bestätigen oder trügt mich meine Erinnerung?

    Isso - im direkten Vergleich zwischen Styro- (DN1,5) und Holzkisten (DD) kann man das exakt so beobachten. Unterschied in Styro ist, dass der Bien über die OT läuft, sobald es im Winter etwas wärmer wird und sie tragen von den äußeren Waben Futter zum Wintersitz um. Offensichtlich ist durch die bessere Isolierung dieses Verhalten möglich. Futterabriss habe ich da nie beobachtet.


    In den Holzkisten ziehen sie sich an eine Seite des Wabenwerks (seitlich oder vorn) und arbeiten sich entlang des Futters im FJ.

  • Wiewohl, kann es sein, dass, seit sich Bruder Adam aus der Imkerei zurückzog, etwas weiterentwickelte?

    also ich muss erst mal daran kommen, was Bruder Adam vorgelebt hat, danach kann ich mich erst weiterentwickeln. Um daran zu kommen, brauche ich noch mindestens 50 Jahre......

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • brauche ich noch mindestens 50 Jahre......

    das Gefühl hab ich auch.

    Erf(v)olg(k) gibt immer Recht, den hat er gehabt, nachweislich!

    Ich hab so das dumme Gefühl, das nich jede weitere Entwicklung eine echte Weiterentwicklung ....

    Hab wirklich viel rum probiert, auch mit spezial;). Mein Fazit: ausser mehr Arbeit und mehr Spesen nix mehr im Eimer gewesen!

    Wegen der hiesigen mittlerweile frühen Frühtracht, erlaube ich mir ne kleine Abweichung, denke aber das dass Ausgleichen/Verstärken im März mehr im Eimer mit folgend weniger Arbeit bringt. Lieber 100 gleich starke Brummer in die Tracht als 150 der Sorte Solala

    muss aber nich jeder so sehen

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.

    sine missione

  • Die 100 gleichstarken müssen auch nicht übertrieben stark sein, nur gleich wäre schön. Das spart irre Arbeit. Die 100 gleichstarken Völker machen nämlich nur genauso viel Arbeit wie zwei Handvoll Ausreißer (nach oben wie unten) alleine.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife