Dadant : Wann engt ihr das Brutnest ein?

  • Wie groß ist die Gefahr des Futterabrisses bei erneutem Kälteeinbruch?


    Hat denn jemand schon mal im Februar geschiedet und tatsächlich Futterabriß gehabt?

    Ich kann natürlich nur für mich und meine Region, ca. 20 km von der französischen Grenze entfernt, sprechen. Aber ich glaube nicht das es bei uns im Februar nochmal zu einem wochenlangen Kälteeinbruch kommen wird, da bin ich mir ziemlich sicher! Deswegen mache ich mir um Futterabriss eher keine Gedanken, ein paar warme Tage gibt es immer zwischendurch.

    Hab Reiners Buch gelesen, Werner Gerdes, Jürgen Binder...

    Ein für mich sehr wichtiges Buch fehlt aber noch.. Natürlich imkern in Großraumbeuten von Melanie von Orlow.

    Vom Gefühl her finde ich das Öffnen und Schieden der Völker im Februar auch gruselig.

    Warum denn? So lange die Völker nicht mehr in der Traube sitzen und schon ein paar Reinigungsflüge hinter sich hatten, ist das gar kein Problem. Ich musste dieses Jahr bereits Ende Februar schieden, denn ein paar Tage später fing die Weide an zu blühen und geschadet hat es Ihnen nachweislich auch nicht.:)

  • Ich musste dieses Jahr bereits Ende Februar schieden, denn ein paar Tage später fing die Weide an zu blühen und geschadet hat es Ihnen nachweislich auch nicht.:)

    Hat es ihnen denn genützt? Das je früher, desto besser hat ja hier zuerst der Bärmann gepredigt, (Bernhard hat das dann irgendwann auch schon immer gemacht). Dann fragt den Bärmann doch mal, ob Ihr seine Imkerei mal besuchen könnt, die müßte inzwischen ja boomen wie sonst was. Und der Binder lebt auch eher von Imkern, als von den Bienen. Das sind alles so Moden, die kommen und gehen, aber die Frage bleibt: nutzt es den Bienen?

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Definitiv hat es Ihnen genutz. Denn wenn ich später geschiedet hätte, hätten die Mädels bereits die Möglichkeit gehabt das ganze Brutnest mit Pollen von der Weide zu zuknallen. Aber ich muss auch zugeben das es der letzte Tag des Februars war. :)

  • Es gibt einige Signale, an denen man ermessen kann, ob die Bienen auf FJ-Modus umschalten. Einerseits braucht es mind. tagsüber etwas Wärme (Sonne), zudem zeigt der erste Reinigungsflug, dass Aufbruchstimmung herrscht. Und weiterhin konnte ich hier (!) im März zur Krokusblüte feststellen, dass die Königinnen noch kaum Brutnester (Stifte) angelegt hatten. Das geht dann aber rasant los, ungeachtet den kühlen, meist lang anhaltenden Spätwinterwochen, die in den letzten Jahren hier im Norden im März/April herrschen. Sobald Kirschpflaume und Weiden blühen, ist dann auch für Pollen und Aufbautracht gesorgt. Da wäre Schied setzen zu spät! Vielmehr kommen da die ersten HR auf die Völker.


    Es gibt ja auch Betriebsweisen, die gar nicht schieden und da kommen die Bienen auch in Gang. Es ist eben eine von vielen Optionen und keine Weltanschauung.

  • Ein für mich sehr wichtiges Buch fehlt aber noch.. Natürlich imkern in Großraumbeuten von Melanie von Orlow.

    Das hab ich auch gelesen.:) Ist aber schon ein paar Jahre her...

    Vom Gefühl her finde ich das Öffnen und Schieden der Völker im Februar auch gruselig.

    Warum denn? So lange die Völker nicht mehr in der Traube sitzen und schon ein paar Reinigungsflüge hinter sich hatten, ist das gar kein Problem.

    So hab ich es gelernt: Völker im Winter in Ruhe lassen (außer Restentmilbung), nicht vor der Salweidenblüte reinschauen, nur ab +15°C öffnen usw.

    Und es leuchtet mir auch ein, daß man in der kalten Jahreszeit die Völker nicht unnötig öffnen und die Wintertraube nicht stören soll. Und in einem Februar mit tiefstem Winter würde ich die Völker auch nicht auf Teufel komm raus aufmachen und schieden. Aber an einem dieser typischen milden Vorfrühlingstage kann ich mir schon vorstellen, daß man das machen kann.

    Es gibt einige Signale, an denen man ermessen kann, ob die Bienen auf FJ-Modus umschalten...

    Ja, daran werd ich mich orientieren und unter Berücksichtigung der Wetterlage dann entscheiden, was ich mach. Danke! Hab mir mal die "Bienen im Kopf" als Winterlektüre bestellt, wollt ich eh.:)

  • Warum denn? So lange die Völker nicht mehr in der Traube sitzen und schon ein paar Reinigungsflüge hinter sich hatten, ist das gar kein Problem. Ich musste dieses Jahr bereits Ende Februar schieden, denn ein paar Tage später fing die Weide an zu blühen und geschadet hat es Ihnen nachweislich auch nicht.

    Wenn ich "Oberland" richtig interpretiere, weil's schlicht zu kalt ist im Februar. Da passt am besten Reiners Buch, der wohlt auch so kalt :D

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • Wie hieß ein einem Vortrag ?

    Die einen Schieden das ganze Jahr,

    Andere im Spätsommer,

    Wieder andere im Frühling.


    Einen Futterabriss gibt es auch wenn man nicht Schiedet,das weiss jeder der mit März und Aprilfrost imkert.


    Wie es auch Imker gibt, welche die Isolierung seit Jahren direkt auf die Rähmchen, mit Folie dazwischen legen und äußerst Erfolgreich sind, noch dazu in kälteren Gegenden.

    Wo es dann, bei ausreichend starken Völkern keinen Schimmel gibt.

    Oder eben die "alles Voll ohne Schied" Imker.

    Frage fünf Imker, bekomme sieben Antworten und bilde Dir die achte Meinung.

    Das sind Imker Foren...

    Keiner hat Unrecht, nur den Weg, den muss man selber finden.

    In der eigenen Lage, Höhe, Umgebung, mit der eigenen Genetik.

    Und können, oder Unvermögen.

    :thumbup:

  • Schau dir mal an was der Herr Neuhauser dazu sagt.

    Er sagt sobald der Reinigungsflug erfolgt ist ein zwei Wochen später kann die Kiste geöffnet und nach Bienenmasse geschiedet werden.

    Es gibt die Videos dazu hier im Forum bzw. bei Youtube

  • Wo gibt Adam ein Rezept, wann er wie schiedet?

    Die Enwiklungspflege,

    beginnt auf Seite 23.

    Er benutzte ein Schied. Er glich im März nach Reinigungsflug aus und passte mittels Schied auf die Volksstärke an.

    Er hielt die Völker wegen besserer Entwicklung bis zum Aufsetzen des Ersten HR eng.

    Obs ein Rezept ist überlasse ich dir, aber falsch machste so nix!

    Da bin ich ganz sicher.

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.

    sine missione

  • Wo gibt Adam ein Rezept, wann er wie schiedet?

    Wiewohl, kann es sein, dass, seit sich Bruder Adam aus der Imkerei zurückzog, etwas weiterentwickelte?

    Seine Zucht wurde ja auch weiterentwickelt.

    Oder müssen arbeiten wie, z. B. in den 1950-zigern?

    Frage fünf Imker, bekomme sieben Antworten und bilde Dir die achte Meinung.

    Das sind Imker Foren...

    Keiner hat Unrecht, nur den Weg, den muss man selber finden.

    In der eigenen Lage, Höhe, Umgebung, mit der eigenen Genetik.

    Und können, oder Unvermögen.

    :thumbup: