Dadant : Wann engt ihr das Brutnest ein?

  • Ich habe heute meine Zander 1,5 Völker geschiedet.

    Leider habe ich zu lange gewarten!

    Die Völker haben teilweise Brut über 6 Waben fluglochnah angelegt!

    Jetzt habe ich Rähmchen mit 1/3 Brut und 2/3 voll mit Futter !


    Nun frage ich mich, wie ich das viele Futter rausbekomme, wenn ich den Honigraum aufsetze? So viel Futter wie auf den Brutwaben ist, können die gar nicht verbrüten bzw. die Kö hat kaum Platz zum legen!


    Eigentlich schiede ich immer so auf 3-4 Brutwaben und erweitere dann später noch mit 1-2 Mittelwänden!

    So kann ich dann beim HR geben das überschüssige Futter, dass hinter dem Schied hängt, gut entnehmen. Das Futter im Brutbereich wird verbraucht.


    Aber dieses Jahr bin ich zu spät dran!


    Susanna

    Ein freundliches Wort ist wie Honig: angenehm im Geschmack und gesund für den Körper (Sprüche 16,24)

  • Sechs Waben ist doch super. Den Rest Futter brauchen die auf. Ich wäre froh um so ein Bild. Statt dessen fahr ich Futterteig rum. Du hast Sorgen, echt ;)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hallo Susanna,

    keine Sorge, die verbrüten das, der Winter ist noch nicht vorbei! Sei froh, dass es so ist.

    Erweitern im Frühjahr würde ich nicht mit Mittelwänden, sondern mit weiteren FW.

    MW erst beim Einfüttern.

  • So viel Futter wie auf den Brutwaben ist, können die gar nicht verbrüten bzw. die Kö hat kaum Platz zum legen!

    ...

    Aber dieses Jahr bin ich zu spät dran!

    Nee passt schon. Es ist jetzt Anfang März! Jetzt verbrauchen die Völker das meiste Futter weil das Brutgeschäft voll in Fahrt aber von aussen noch nichts rein kommt.


    Gruß Chris

  • Hallo Susanna,

    schau dir mal das Wetter für die nächsten 14 Tage an.

    Da müssen sie das Brutnest mächtig heizen. Da sind schon mal 4 kg weg.

    Bis zur Kirschblüte ist noch ein langer Weg, der aber meistens schneller kommt als man denkt8o

  • Danke, das beruhigt mich doch sehr!

    Dann bin ich gespannt, wie die sich weiter entwickeln!


    Gestern habe ich die erste Weide in iesem Jahr bei uns blühend gesehen also, richtig gelb und viele Bienen haben sie trotz böhigen Wind beflogen!


    Susanna

    Ein freundliches Wort ist wie Honig: angenehm im Geschmack und gesund für den Körper (Sprüche 16,24)

  • Dann gib mir doch bitte noch die Lottozahlen fürs Wochenende, bevor Du die Kristallkugel wieder wegräumst, aber bitte PN!


    Danke! ;)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • geht das alles nach Temperatursummen? Oder ziehst du noch andere Indizien zu Rate?

    (Welche Temperatur wird dort addiert? Und wie wird der Tageswert ermittelt t_min+t_max/2? Oder wird die Temperatur pro Stunde ermittelt und dann gemittelt? Oder ...?


    Gruß
    Ludger

  • Es gibt mehrere Temperatursummen Berechnungsmethoden im einfachsten Fall als Tagesmittel und dann auch gewichtete Tagespositivmittel. ( Wärmesummen, GrünlandTageSummen (Wiki Verweis) ). Dazu könnte man auch noch Kältesummen als Wachstumshemmer zum Ansatz bringen.

    Doch bleibt es alles nur ein ungefähr.

    Die Vorhersage ist nicht nur durch die Temperaturprognose sondern auch wie sich deine Vegetation vor Ort verhält äußerst variabel.

    Zur standortbedingten Berechnung der Summen könnte man sich über die Jahre Notizen machen, wann was wie blüht und mit den ermittelten Summen dann in Bezug setzten.

    Es gibt bei den Landwirtschaftsbundesämtern teilweise Veröffentlichungen darüber.

    Manch einer hat darüber jahrelang Aufzeichnungen über Blühbeginn/ende und könnte dazu für jedes Jahr eines Summenberechnung machen, die Blühzeiten vermerken, um dann zu vergleichen. Daraus lässt sich dann vielleicht ein Mittel bilden für die Summe pro heimischer Blüte um dann eine Voraussage zu wagen.


    Für mich persönlich ist es jetzt nicht so wichtig wann es genau ist, aber ich kann mir meine Grobtermine schon mal per Datum "visualisieren".

    Ein weiteres Abfallprodukt ist die Visualisierung der Wachstumsfortschritte von gewissen Standorten an den man seine Bienen aufstellt.

    So könnte man eine Mikrowanderung planen, indem man unterschiedlichen Standorten innerhalb von Hauptrachten wandert. Ich habe ihr einige Stellen die kommen immer 1-2 Wochen später aus dem Quark, da es dort immer etwas kälter als stadtnah ist.

    Macht man die TBE am Ende einer Haupttracht, könnte man diese Völker vielleicht nochmal wo anders aufstellen und nimmt damit nochmal eine Volltracht zusätzlich mit( Ableger, 2KV oder oder)

    Rumspielen kann man viel ................


    Wenn man das noch mit einer Völkerentwicklungssimulation verknüpfen könnte, könnte man vorher entscheiden, ob sich die Wanderung überhaupt lohnen könnte, oder ob man noch Futter ausfahren muss. 8o


    Aber, all das ist nur Imkern im virtuellen Raum und ersetzt nicht den Blick aus dem Fenster oder in die Beute oder ersetzt die imkerlichen Handwerkserfahrungen.


    Es hilft aber davon weg zu kommen, das ist alles Mist und wir haben das schon immer so gemacht. Und vor dem 1.4 schau ich nie in eine Beute frühestens zur Stachelbeere.

    Ups die Stachelbeere blüht ja dieses Jahr wegen Umwelteinflüssen (frei aus dem Raum gegriffen) schon zum 1.3 .....

    Aber selbst hier ist derjenige nicht fix und orientiert sich schon an einem bildlichen Wachstumsanzeiger.


    Liebe Grüße Bernd

  • Hallo Bernd, bei Deiner Prognose müsste die 14 Tage Wettervorhersage anders aussehen. Aber unmöglich ist es nicht. Von mir aus könnte der März nasskalt werden, das Brutgeschäft ist angelaufen, es reicht, wenn der richtige Frühling noch bis April wartet und dann kein Spätfrost zur Obstblühte mehr kommt. VG