Dadant : Wann engt ihr das Brutnest ein?

  • Tja, da wird die Wahrheit dann diffus.

    Lerne beim Tun - beobachte, was der Bien macht, wenn er zu eng geschiedet ist oder zu weit. Sie schwärmen nicht wg. Platzmangel im Brutnest, sondern passen es an. Ich halte 2 Jungköniginnen nach Ablegerbildung in einer geteilten Beute mit je 5 BW DNM1,5. Davon sind 3 bebrütet - von Juni bis zum Winterbeginn. Natürlich werden die zum FJ einzeln gesetzt und dann zeigt sich, was die Kö' drauf hat...

    Hast Du zuviel BW, ist die Schwarmgefahr viel größer wg. der angrenzenden Pollen- und Honiglagerung.


    Es ist interessant auszuprobieren.


    Viel Erfolg


    Rainer

  • Ich stelle mir das so vor, das die Bienen bei den Temperaturen um die 5°C auf ca. 3 Wabengassen dicht an dicht zusammensitzen. Gesehen habe ich das noch nicht.

    Um zu entscheiden welche Wabe Brut hat und welche nicht, muss ich doch zwangsläufig alles auseinander reisen. Entsteht hier nicht das Risiko das die Bienen und ggf. die Brut unterkühlen?

    Wird zur Kontrolle jede Wabe einmal aus der Beute gezogen?


    Was ist, wenn die Bienen nicht auf den zwei Dritel aufgefütterten Waben sitzen und keine Brut vorhanden ist, das abschütteln bei solchen Temperaturen muss ich vermeiden oder?

    Eigentlich sollten die Bienen in der Wintertraube auf mehr als drei Wabengassen sitzen.

    Und sie füllen halt nicht Gasse für Gasse komplett mit Bienen auf, bevor sie die nächste Gasse 'anfangen'. Sondern im Prinzip ballen sich die Bienen bei Kälte zu einem mehr oder weniger kugelförmigen Klumpen zusammen (eben der 'Wintertraube'), der von Waben unterteilt wird. In den äußeren Gassen sitzen also weniger Bienen als in den inneren. Und außerdem sitzen sie als Wintertraube eher auf den leeren Wabenbereichen. Direkt auf einer vollen, knapp 3cm dicken Futterfläche könnten die Bienen die Temperatur nicht halten, das Futter leitet die Wärme weg.


    Nein, man muss eigentlich nicht jede Wabe ziehen. Sondern von außen ranarbeiten, man sieht dann, wenn man am Brutnest ist.


    Ja, die ganze Aktion ist nicht so toll für die Bienen. Aber ein gesundes Volk verträgt das problemlos. Und ein Grund für das frühe Schieden soll ja sein, dass man lieber Mitte Februar die dann noch sehr kleine Brutfläche der Gefahr des Abkühlens aussetzt als im März eine dann schon größere Brutmenge.


    Und ich glaube, Bernhard sprach von zweidrittel aufgefuttert, nicht aufgefüttert.

  • Auch als alter Hase in der Imkerei, habe ich mir wie schon mal Angeführt, einen Lehrgang bei Jürgen Binder geleistet.

    Auch Bernhardt Heuvel hatte sich im Bienen Journal schon einmal mit dem zeit gerechten Schieden auseinander gesetzt.

    Aber alles Zuhören und Lesen bringt den Einzelnen nichts, wenn er es nicht anwendet.

    Imker die schon länger im Forum vertreten sind, kennen auch noch den, ehemals d D. ich nenne ihm mal beim Namen ,, Marcus Baermann, Imkermeister, leider ist er hier meiner Meinung nach nicht mehr vertreten.

    Zurück zum Schieden, als ich aus Wissensdurst, 2013 damit begonnen habe meine von DNM 2 Brutraumzargen Betriebsweise, auf Dadant umzustellen, habe ich auch hier im Forum versucht einiges, für mich Unbekanntes zu, Erfahren.

    Ging es ans Schieden, hieß es bei XY BZW auch bei d D. die Schiede habe ich schon lange drin,

    Als Außenstehender, kahm für mich in Frage, die haben schon im Februar geschiedet, unmöglich zur damaliger Zeit, für meinen Wissensstand.

    So könnte ich noch einiges von mir geben.

    Zur Sache: bei der Hälfte meiner Völker sin die Schiede schon drin,

    Geschiedet nach Binder, Futterkontrolle, und auf den direkten Bienensitz geschiedet, eine Futterwabe hinter dem Schied, als Reserve für die erste Brutphase im Februar.

    Auch hier geht es mir einfach noch einmal um es Wissen wollen.

    Die andere Hälfte der Völker hat wehrend der Einfütterung eine Honigraumzarge auf die Brutraunzarge bekommen, um somit ausreichend Platz für Brut und Futter zu schaffen.

    Zargentausch nach Beendigung der Einfütterung, so ende September.

    Ergebnis bis jetzt, eine groß Bienenmasse in den Kästen, sitzen aber immer noch mit in der unteren Honigraumzarge.

    Gruß Jürgen

  • Hallo Jürgen,

    wie kann ich mir das genau vorstellen ?

    Womit fütterst Du ein ? Eigener Bienenhonig ?

    Nach circa Ende September setzt Du eine Honigraumzarge unter den Brutraum , heißt das, die Bienen tragen das Futter dann nochmals um in den Brutraum als Futterkranz ?

    Ich bin sehr gespannt auf Deine Antworten, da ich mich schon dumm und dusselig gesucht habe nach

    Antworten .

    Vielen herzlichen Dank Petra

  • Jürgen :daumen:


    J. Binder empfiehlt gleich 2 Wärmeschiede - eines rechts, das Andere links vom Wintersitz.

    Bisher bevölkerten meine fast noch die ganzen Wabengassen. Jetzt sammeln sie sich so langsam in der Wintertraube und bekommen das 2. Schied...


    Im IF gab's dazu viele Diskussionen und eine war überschrieben mit

    "Einengen nach Bärmann".

    Man möge suchen - da ist m.W. Alles gesagt.


    Rainer

  • Danke für den Tip. Unter "Einengen nach Bärmann " habe ich im Imker Forum nichts gefunden.

    Tante Gurgel hat mir dann folgenden Link fürs IF zugespielt - meinst Du den ?

    Imkern mit angepassten Brutraum Hans Beer

  • Ja, wobei man einschränkend sagen muß, Papier u. Internet sind geduldig. Deutlich geduldiger jedenfalls als die Bienen. Es ist nicht immer das Wachs.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Wenn man den Brutraum einengt, müssen waben entnommen werden. Werden die Bienen die auf den Waben sitzen abgeschüttelt in den angepassten Brutraum oder hängt man diese hinter das Schied und sie finden ihren Weg?


    Wenn Brut vorhanden ist, gehe ich davon aus, dass sie ihren Weg finden, weil sie Brut wärmen wollen, was aber wenn keine Brut vorhanden ist?

  • Hallo Thomas,


    anscheinend musst Du noch lernen was ein "angepasster Brutraum" ist, oder Du hast noch nie in eine Dadantbeute im frühen Frühjahr gesehen, die voll mit Waben war.

    Wenn Du "schieden" möchtest:

    • Du öffnest die Beute NUR wenn es über 12/13 Grad hat, bei mir ist das im Februar noch nie der Fall, frühestens im März
    • Waben die mit Bienen besetzt sind werden NIE entnommen (ansonsten engst Du ein)
    • Waben die gar nicht besetzt sind können, vom äußersten Rand her, entnommen werden, aber Du lässt mindestens eine nicht besetzte Wabe auf jeder Seite drin, damit das Volk beim Entwickeln nicht behindert wird und achte darauf das auch noch Futter drin ist, da bitte nicht alles entnehmen
    • dann kannst Du den Wabenblock zu einer Seite schieben und ein Schied einsetzen....
    • Es kann auch vorkommen das ein Volk so stark ist das keine Waben entnommen werden müssen/können

    Ich hoffe das hilft...


    Gruß

    Franz

    • Du öffnest die Beute NUR wenn es über 12/13 Grad hat, bei mir ist das im Februar noch nie der Fall, frühestens im März

    Wo hast Du denn das her ?

    Ab wann fliegen die Bienen ? - Bei mir ab ca. 10°C, wenn's ' was zu holen gibt.


    Die geschlossene Wintertraube entwickelt ein optimales Wärmehaltevermögen und heizt von Zeit zu Zeit hoch. Insofern kann man für die kurze Aktion "Brett einschieben" (am Besten vor der letzten besetzten Wabengasse) die Beute mal 3 Min. öffnen. Natürlich nicht bei -5, aber bei +5 °C ist das für ein gesundes Volk kein Problem.


    Rainer

  • Vielen Dank! Ja das stimmt, das ist mein erster "Winter". Ich hatte in diesem Jahr einen Jungimkerkurs , wo wir die Auswinterung ca. März gemacht haben. Schieden ist da mit Zander kein Thema.


    D.h. muss ich jetzt alles lesen und erfragen um Unsucherheiten zu eleminieren :).


    Danke dein Beitrag hat mir geholfen.

  • Franz


    Ja, aber wenn man nicht einengt bringt das Schieden meiner bescheidenen Meinung nach nix. Habe ich dieses JAhr bei meinem Koll. gesehen. Da war zwar ein Schied drin, aber trotzdem die Kiste voll mit Waben, die dann tlw. auch voll Honig waren, der demzufolge nicht im HR war. Manchmal 2-3 volle Dadantspeckwaben, also je 3-4kg. Hätte man das SChied auch weglassen können.

    Man kann also auch bienenbesetzte Waben entnehmen und hinter das Schied hängen, die Mädels kommen schon rüber zu Mama und dem Brutnest. Geschiedet wird dann neben dem Brutnest, und durchaus auch schonmal im Februar. Auch Futterwaben bleiben erstmal hinter dem Schied hängen, die sollen ja noch was zum futtern haben, wenn von aussen noch nix/zu wenig reinkommt. Die kann man dann später noch rausnehmen, wenn es mit der Tracht richtig losgeht.


    Grüsse, Robert