Dadant : Wann engt ihr das Brutnest ein?

  • guckt doch mal, ob es nicht so kleine Federbettchen im Beutenmaß gibt oder schneidet die zu und tackert sie in ein Rähmchen :-)))


    Marion

    noch mehr Milben ;) ?


    Vielleicht sollte man die Ansätze von Marion und Ralph kombinieren? Styropor macht sich nicht gut auf dem Komposthaufen, falls die Dinger nichts taugen.


    Nein ernsthaft, hat jemand Quellen für Roggenstroh?

    Gruß

    Ludger

  • mit den Reflexionsfolien ist ein Versuch- Ränder mit Aluklebeband versiegelt-

    ist ein Versuch. Wenn ich feststelle, das sie die abnagen, bekommen sie wieder Holz pur.

    Ich habe aus praktischen Gründen ganz gerne Schiede dünner als Waben- sonst wären gedämmte Rähmchen+aufgetackertes Sperrholz.

  • Das so neu ist das mit den Wärmeschieden und der Reflexion nicht- wir hatten in den 80iger Jahren schon mal mit Alufolie beschichtete Holzschiede bei Einbaubeuten in einem Wanderwagen mitgekauft.

    Wärmeverbundsystem-Beuten nach Borgstädt gibt es bei Bienenruck auch schon länger.

    Es gibt eben nicht nur Imker, die mit einem ständig offenen Bodengitter arbeiten wollen.

  • hallo,


    ich bin mir nicht sicher, ob das mit den ein oder zwei Wärmeschied(en) nicht etwas überbewertet wird. Ich arbeite nach dem Motto, alte Pollenwabe bei der ersten Durchsicht raus. (Nach D. Seeley alter Pollen wird nur sehr ungerne von den Bienen verwertet). Anstelle der Pollenwabe kommt eine Futterwabe, dass diese nicht gleich wieder mit Pollen(Überschuss) zugepflastert wird. Sollen sie doch im Jahresverlauf den Pollen dort einlagern, dann sind sie wenigstens nicht im Überfluss auf den Brutwaben.

    Letztes Wochenende konnte ich bei ein Berufsimker der Wärmeschiede zum Test einsetzt, keinen spürbaren Unterschied in der Volksentwicklung (natürlich nur um die Zeit) erkennen.

    Deshalb bleibe ich skeptisch (vorerst).

    Grüße. Stefan

  • Deshalb bleibe ich skeptisch (vorerst).

    Grüße. Stefan

    In der Imkerei war vieles schonmal da, was als neu und wichtig beworben wird. Manches davon ist verschwunden, weil es sich nicht bewährt hat, oder unverhältnismäßig viel Aufwand bedeutet hat. Manches mag aber auch erst in Kombination mit anderen Faktoren, wie milderen Wintern, stärker eingewinterten Bienenvölkern etc. seine eigentliche Bedeutung entwickeln.

    Deshalb sind solche Versuche, wie du sie beschreibst wichtig und wertvoll. Auch ich betrachte die Geschichte eher als Experiment, welches ich nach der vehement propagierten Überwinterung auf offenem Gitterboden vermutlich beiseite geschoben hätte, wenn sie von irgendeinem Kleinimker an mich herangetragen worden wäre.


    Gruß

    Ludger

  • Spiele mit dem Gedanken, eine Holzfaserdämmplatte in ein Rähmchen zu klemmen. Es gibt wohl welche, die außer den Holzfasern nur holzeigenes Lignin als Bindemittel und Ammoniumsulfat als Flammschutzmitel enthalten. Damit die Bienen sie nicht anknabbern, vermutlich Verkleidung erforderlich, vielleicht PE-Folie, wie häufig unter dem Beutendeckel verwendet? Polystyrol oder PU möchte ich nicht verwenden. Was haltet Ihr von der Idee.

    Etwa 12 Völker auf Dadant an etwa 4 Standorten. "Bienenrasse":roll:: Bunte Mischung aus Carnica und Buckfast.

  • Hallo,


    1. Marion, schön, daß Du wieder da bist.


    2. Ist es wirklich so wichtig, daß die erste Wabe auf der Außenseite bebrütet wird.


    Dickeres Holz, wie von Jörg favorisiert ist top. Aber ein Schied vor der Beutenwand gibt auch eine Dreckecke mehr.

    Und Post 210 ist sicher sehr nah an der Realität.


    Gruß

    Ulrich

  • Nennen wir es doch Binder-Schied. So wie Liebigbeute, man muß dem Marketing doch seinen Respekt zollen. Oder so.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Gekaufte Schiede, die aus dem passenden Material sind und sich nicht verbiegen oder schimmeln. Ehrlich, die paar Euro wird man doch wohl übrig haben, statt so zweifelhafter Materialien in den Stock zu bringen. Auch Wärmeschiede kosten nicht die Welt, unter 10 €!

    ich, die ich auf der Suche nach gekauften nicht die Welt kostenden und sich nicht verziehenden Schieden aus passendem Material bin, würde mich über einen konkreten Hinweis darauf, wo eben diese zu erwerben sind sehr freuen.

  • Z.B. Bienen-Ruck. Trennschiede gibt es in fast jedem Shop, Wärmeschiede bei einzelnen Anbietern. Der Wabenprofi in Stuttgart hat auch welche,

    die sind nur noch nicht online. Tante Google fragen.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Letztlich ist die Fragestellung im Thread ja "wann"

    und nicht "womit";)

    Da können die besten Dämmaterialien verpackt mit Alu-Iso-Turbo noch zu kuschelig einmummelnd auf den tätigen Imker weirken und diesen beruhigten Gewissens wieder ins warm gepolsterte Sofakissen mit Stricksocke und Kamelhaardecke sinken lassen.


    Wenn das Verhältnis nicht stimmt von Bienenmasse, Brutnest und Raum oder der Zeitpunkt verpasst wurde und das Nest bereis länglich ausgedehnt wurde oder Drohnenbrut angelegt irgendwo.

    Dann nützt auch alles einpacken wenig oder?


    Man bekommt den Eindruck, dass einige das Schieden zu sehr als Temperaturmaßnahme und Wärmehaltigkeitstrick ansehen.

    Das sind teils auch solche Formulierungen die man zu lesen bekommt.

    Es geht wie ich es empfinde vielmehr um den kompakten Sitz, somit sicher auch um Wärme, das eine bewirkt auch immer das andere, jedoch sehe ich es mehr als Raumfrage und Brutnestorganisation bzw. Beeinflussung des frühen Wachstums, somit rechtzeitiger Steuerungs-Start. Trennung von Brutbereich und Einflussnahme von Honig- und Pollenlagerung. Mittels Erweiterung dann portionsweise Anpassung ohne dieses Grundprinzip aufzugeben oder es zu eng werden zu lassen. Das sind betont schwarmdämpfende Steuerungsmaßnahmen.

    Isolierung sehe ich da in zweiter Reihe.


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Letztlich ist die Fragestellung im Thread ja "wann"

    und nicht "womit";)

    [...]

    Wenn das Verhältnis nicht stimmt von Bienenmasse, Brutnest und Raum oder der Zeitpunkt verpasst wurde und das Nest bereis länglich ausgedehnt wurde oder Drohnenbrut angelegt irgendwo.

    [...]
    Es geht wie ich es empfinde vielmehr um den kompakten Sitz, somit sicher auch um Wärme, das eine bewirkt auch immer das andere, jedoch sehe ich es mehr als Raumfrage und Brutnestorganisation bzw. Beeinflussung des frühen Wachstums, somit rechtzeitiger Steuerungs-Start. Trennung von Brutbereich und Einflussnahme von Honig- und Pollenlagerung. Mittels Erweiterung dann portionsweise Anpassung ohne dieses Grundprinzip aufzugeben oder es zu eng werden zu lassen. Das sind betont schwarmdämpfende Steuerungsmaßnahmen.

    [...]

    Isolierung sehe ich da in zweiter Reihe.

    Hallo Marion,

    da bin ich bei dir. Isolierung wird nur eine unterstützende Wirkung haben, vielleicht den frühesten Zeitpunkt, wo durch Schieden ein Start eingeleitet werden kann, vorverlegen können. Stellt sich die Ausgangsfrage:


    1. Wann schiedest du, bzw. besser noch - woran kann man erkennen, dass der richtige Zeitpunkt gekommen ist?

    2. Wie bestimmst du, dass das richtige Maß aus eng genug, aber nicht zu eng gefunden ist.

    3. Wie erweiterst du dann? (Was unter Umständen mit 2 schon beantwortet ist.)


    Gruß

    Ludger