Dadant : Wann engt ihr das Brutnest ein?

  • Rase meint nur das es Anfang Februar äußerst gewagt ist Futterwaben zu entfernen oder auch nur hinter das Schied zu setzen. Auch hier oben in S-H kann der Winter noch lange dauern. Siehe 2018. Und bei Frost werden die Bienen nicht hinters Schied gehen um Futter umzutragen.

    Danke, so geht es doch auch wenn man sich verständlich ausdrücken kann. Ist wohl nicht jedem gegeben. ;)
    Dann werde ich morgen wieder Futterwaben einhängen. Ich hatte es anders verstanden.

    Gruß aus Cuxhaven

    Bernhard

    Imkern ist kein Hobby - imkern ist eine Lebenseinstellung!<3

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • Bei Rase und Ribes muß man sich als Anfänger manchmal die Antworten mehrfach durchlesen. Vor allem Rase setzt manchmal zuviel Wissen bei den Leuten voraus. Aber wenn man ein etwas dickeres Fell hat, geht das schon. Wir sind hier ja nicht im katholischen Stift.

  • Guten Abend, ich lese hier sehr interessiert mit, DD ist für mich eine andere Welt. M.E. kommt was das Futter betrifft das Spannenste noch und ich bin froh, dass meine Zweizarger DNM noch reichlich Futter über sich haben. VG

  • Gronauimker  

    Ja, ist leider manchmal so, dass Leute mit "Wissen" oftmals nicht die Fähigkeiten haben dieses entsprechend zu kommunizieren, weil es dann da einfach fehlt.

    Du hast es jetzt aber für mich entsprechend richtig gestellt und gut ist.

    Gruß
    Bernhard

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    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • Die Empfehlung lautet ja auch, dass man auf die Zielzahl an Waben schieden soll. Dazu die bereits bebrüteten Waben und die Waben mit Restfutter und schon Platz für Brut (wird jetzt ja schon 5-6 Waben voll Brut drin sein) vor dem Schied. Alle Futterwaben, die man dann übrig hat hinter das Schied bis man Honigräume drauf packen will - dann können sie zu warmen Phasen umtragen.


    Imker_luis : Demnächst, wenn es einen schönen warmen Nachmittag ohne Wind gibt, an dem ich Zeit habe. Momentan ist die Brut vermutlich witterunsbedingt noch überschaubar und da mache ich mir keine Sorgen, zu spät dran zu sein. Bisher war immer nach der starken Kältephase so ab Mitte Februar schon ein passender Tag dabei.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Vielen Dank für die Hinweise! Vor allem für den von rase darauf zu achten, dass das Schied leicht genug umlaufen werden kann. Ich werde die Schiedmaße daher wohl auf Mittelwand-Größe beschränken, so dass sie kleiner sind als normale Zanderwaben.

    Jetzt fängst du aber schon wieder an, etwas Neues, Unbewährtes in deinen Test einzufügen.


    Schiede sind/sollten IMMER umlaufbar sein und das sind sie, wenn sie die normale Rähmchengrösse haben und den normalen Beespace zu den anderen Rähmchen und zur Beutenwand. Sonst entsteht dort gern auch mal Wildbau, weil zuviel Platz ist.


    Was anderes sind Trennschiede, die aber eigentlich Trennwände heissen mössten, weil sie nämlich z.B. 2 Ableger in einer Kiste trennen. Die sollten dann bienendicht sein, also von Beutenwand zu Beutenwand und von Deckel zu Boden.


    Ich werde hoffentlich am WE Zeit haben, um mal die Mädels zu besuchen und Schiede zu setzen. 10-11°C angesagt, das sollte passen.


    Grüsse, Robert

  • Und bei Frost werden die Bienen nicht hinters Schied gehen um Futter umzutragen.

    Das hängt von der Volksstärke und vom Beutenmaterial ab. Ich habe Völker in Segeberger Styro-Beutenmaterial, die selbst bei - 5°C keine Wintertraube bilden. In Holzbeuten sieht das ganz anders aus...


    Und ja, FranzXR - meine Aussagen gelten nur für NordD. Bei Euch im Alpenland sieht's natürlich anders aus.

  • Für mich klingt das jetzt zusammengefasst so:

    Ich schiede mit einem ( 1) Schied, das scheinen hier doch alle zu machen.

    ( außer @cbp?)

    Ich schiede jetzt , sobald es warm genug ist ( könnte Sonntag sein mit 9°).

    Ich schiede schon jetzt auf die gewünschte Anzahl von Waben .

    Heißt, ich passe nachher nicht mehr an oder nur wenn wirklich nötig.

    Dann würde ich aber jetzt vielleicht doch nicht direkt mit der Brutwabe an die Beutenwand ( ich habe keine Styrodurschiede), sondern eine Restfutterwabe dorthin hängen.

    Restliche Futterwaben natürlich dahinter.

    Ich habe nur Sorge bei längeren Kälteperioden, dass sie dann zu weit davon entfernt sind. Bei meinen Zanderbeuten haben sie das Futter über Kopf, 1 ganze Zarge voll, bei 1,5 eben dann nur hinter dem Schied.

    Gefahr von Futterabriss ?

    Klar kann ich dann aufmachen und umhängen, aber wer will das dann bei solch tiefen Temperaturen, wie sie durchaus noch kommen können?

    Sorry, hat vielleicht schon jemand gefragt in diesem langen Faden, aber alles, was ich mir hier rauskopiert hatte, gab keine Antwort auf diese Befürchtung.

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

  • Gefahr von Futterabriss ?

    Dazu aus "Winterverluste 2016/2017 "


    885-9c5bbe083571ca6b2b104536d0ba8efbeb460ce9.jpg Hymenoptera schrieb: Zusätzlich eingebrachte Schiede


    Das habe ich noch nie gesehen.


    Der häufigste Fehler ist eine fehlende oder unzureichende Isolierung des Deckels. Dann können die Bienen nicht über die Oberträger laufen, wenn es kalt ist. Dann sind die auch schnell hinüber wegen Futterabriss.


    Manche packen ja als Isolierung diese Holzfaserdämmplatten drauf. Die saugen sich dann regelmäßig voll mit Feuchtigkeit, werden bleischwer und isolieren null. Das fällt dann auch unter unzureichende Isolierung des Deckels. Mit den entsprechenden Folgen.


    Als weiterer Punkt ist der Standort entscheidend: etwas Mittagssonne ist im Winter den Bienen sehr förderlich. Die Sonne wärmt die Beuten auf der Sonnenseite auf, diese kurzen Stunden reichen den Bienen, um in dieser Zeit wieder etwas umzutragen.


    Die landläufige Beobachtung ist dabei, daß die Bienen das Futter von den äußersten Ecken der Beute nach innen in die Wintertraube umtragen. Entweder von der Randwabe, oder eben von oben aus den "vergessenen" Honigräumen und anderen Konstrukten. Die Bienen sind so schlau und fangen von außen nach innen an, eben um bei kühlerem Wetter das Futter immer noch naheliegend zu halten.


    Sobald das Brutnest begonnen wird, wird nur noch umgetragen. Also ab Mitte/Ende Januar. Dann gibt es keinen Zehrweg mehr, sondern nur noch das Umtragen von Winterfutter. Gut, wer die Bienen dabei zu unterstützen weiß.