Beuten nach einem Jahr im Freien

  • Hallo Zusammen,


    meine Beuten stehen nun seit einem knappen Jahr im Freien und sehen jetzt schon sehr vergammelt aus. Ich habe die Beuten 2 Mal mit Pigrol gestrichen. Aber seht selbst auf den Bildern.
    Am schlimmsten hat es die Schauzarge von Holtermann erwischt. Ist das irgend ein Pilz o.ä.? Kann es sein das es an meinem Standort liegt oder von was können diese Verfärbungen kommen?










    Mfg Tobias

  • Hallo Tobias,


    ja das sind Pilze. Aber Deine Kisten sehen aus, als ob sie nicht gestrichen worden sind. Hattest Du die Lasur ordentlich aufgerührt, hat sie vielleicht Frost abbekommen?


    Aber unbehandelte Kisten sehen immer so aus, und wenn sie nicht permanent Nass sind, reduziert das nicht die Haltbarkeit.


    Gruß
    Ulrich

  • Hallo Tobias,


    für mich sehen sie auch nicht gestrichen aus. Jedenfalls nicht farblich.
    Ich habe auch Beuten von Holtermann und mit Pigrol gestrichen/gerollt. Nach dewm 1. Anstrich nochmal fein abgeschliffen und nochmal gestrichen/gerollt.
    Sieht noch alles Top aus.
    Mit dem preiswerten Anstrich von Holtermann sahen sie nach 1 Jahr auch dunkel aus. deshalb nehme ich das Öl nicht mehr.
    Vielleicht liegt es auch am Holz, soll sibirische Linde sein. Da können sicherlich die Holzexperten mehr dazu sagen.

  • Hallo Blütenbiene,


    Holtermann vertreibt einiges aus Sibirischer Linde. Man sollte so etwas nicht kaufen. Ist mit das schlechteste Holz, für den Imker, das ich kenne.


    Gruß
    Ulrich

  • Danke Ulrich,
    war mir nicht bewusst als ich mir die ersten Beuten gekauft habe.
    Die Frage ist nur: wo finde ich kompatible Beuten (DN mit Falz), die dann auch passen, ohne das ich alle Falze wegsägen muss?

  • Sieht auf dem Bild nach Paulownia aus, und die sieht tatsächlich immer so aus, wenn sie bewittert wird. Schön leicht, aber viel zu weich und für den Zweck meiner Meinung nach ungeeignet. Pinsel die deckend mit Lack oder einer Dickschichtlasur, wenn Dich die Optik stört - so richtig lange wirst Du Dir die Kisten aber vemutlich eh nicht anschauen müssen. 'Sibirische Linde' - wer denkt sich sowas bloß aus? Find ich fast schon ein bißchen gemein.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Da kann aber auch noch etwas anderes nicht stimmen.
    Ich habe auch ca 40 Zargen von Holtermann im Einsatz. Meine sind unbehandelt und sehen nach 2-3 Jahren immer noch gut aus, gehen in ein mehr oder weniger gleichmäßiges grau über.

  • Wenn stimmt, was rase oben schon angedeutet hat, nämlich dass der Holtermann mit Paulownia als Holzart arbeitet, dann ist alles möglich.
    Paulownia ist eine Artengruppe, die überwiegend in tropischen und subtropischen Gegenden wächst, es gibt auch einige wenige, die sogar bei uns gut zurecht kommen, auch dank Klimawandel.
    Große Mengen gibt's bei uns allerdings nicht und wenn, dann meist nur als Hackschnitzel-Holz.
    Daher sind das Holz dieser Kisten und vielleicht sogar schon die Kisten selbst sicherlich aus Fernost importiert worden.


    Das Holz ist eigentlich trotzdem sehr gut geeignet für Beuten, obwohl die Bäume schneller wachsen als alles, was es bei uns von Natur aus gibt.
    Aber es gibt bei Paulownia auch Holzvarianten, die ohne Anstrich im Außenbereich weggammeln.


    Wenn es also schnell schimmelt vermute ich, dass hier eine weniger gut geeignete Variante eingekauft wurde und rate auf jeden Fall dazu, die Kisten zu säubern, zu trocknen und dann vernünftig anzustreichen. Auch ist die Oberfläche des Holzes relativ weich, kann aber durch Anstrich sehr viel robuster werden.
    Wobei ich persönlich die abgebildeteten Kisten gar nicht als so schlimm empfinde. Wenn sie oft und lange feucht gestanden haben, ist das doch normal. Ich selbst streiche aber Holz, das dauerhaft so bodennah steht wie Bienenbeuten aber sowieso immer und verwende außerdem noch eine überstehende Abdeckung. Nicht nur die Kisten, auch die Bienen danken es.


    Auf jeden Fall erklärt der Variantenreichtum dieser Holzart, dass man durchaus sehr unterschiedliche Erfahrungen mit Beuten aus diesem Holz machen kann. Ob es allerdings sein muss, dass man solche Plantagenhölzer von weit weg herkarren muss, ist eine andere Frage.


    Aber bei einem so großen Händler wie dem Holtermann ist auch gut denkbar, dass das Holz jedes Mal von woanders her kommt, es also auch nicht immer Paulownia ist.


    Gruß
    hornet

  • Ich streiche meine Beuten grundsätzlich nicht und vereinzelt bildet sich bei einigen im erste Jahr auch dieser Pilz. Das ist in der Regel an schattigen Standorten der Fall. Im Rahmen der jährlichen Wabenhygiene flämmen ich meine Beuten von innen und außen ab, so dass sie eine bräunliche Patina bekommen. Ab dann ist der Pilz kein Thema mehr und die Beuten halten viele Jahre.


    Gruß,
    Carsten

  • Also dass das Paulownia sei, halte ich für ein unbestätigtes Gerücht.


    Bevor mann sich noch weiter damit beschäftigt, sollte die Holzsorte verifiziert werden.


    Hans

    Die Glücklichen sind neugierig. (F. W. Nietzsche)