Standort Dachterasse - Nachbarn

  • Zitat


    Auch muss man bei den Nachbarn drauf achten, dass kein Allergiker darunter ist. Der kann dann schnell richtig Probleme machen.


    Der kann nicht nur Probleme machen, sondern auch tatsächlich welche bekommen. So'ne Imkersicht auf die Welt ist gelegentlich etwas einseitig :)


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Und ganz wichtig wäre noch zu wissen, ob in dem Wohngebiet "Kleintierhaltung" erlaubt ist.
    Dazu gibt dir die Kommune Auskunft (Bebauungsplan o.ä.)


    Da schlägts ja mal wieder 13, Bienenhaltung auf eigenem Grund ist erstmal erlaubnisfrei!
    Sie kann im Einzelfall aus einem gewichtigen Grund eingeschränkt oder verboten werden.


    Ich komme gerade von einem Vortrag, gehalten von einem Mitarbeiter vom Fachzentrum Bienen Veitshöchsheim (Gerhard Müller-Engler)
    Da war genau das Problem mit Nachbarn ein Thema... und der Hinweis auf die Kleintierhaltung.


    Was denn für ein Hinweis? Und in welchem Zusammenhang? Bestimmt nicht wegen 2-3- Völkern auf der Dachterrasse.
    So lange meine Bienen nicht die Nachbarn terrorisieren gibts auch keine Konflikte mit dem Gesetz.
    Ich muss die Nachbarn auch nicht fragen.


    Gruß
    Holger

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende!

  • Zitat

    Kann man das Flugloch auch Richtung Norden stellen? Man liest ja immer Südost bis Südwest, aber Bruder Adam hat die doch auch immer in alle Richtungen gestellt?

    Auf Grund des geringeren Bienenverlustes sind meine Völker mit Flugrichtung Nord im Frühjahr immer die stärksten.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • was noch gar nicht genannt wurde, obwohl höchst bedeutsam sein kann, wenn der Abstand nicht ausreicht, das ist der Lärm!


    Denn Bienen können sehr laut werden mit ihrem Gesummse, vor allem die Drohnen. Und die summen dann von Ende April bis Juli an jedem sonnig-warmen Tag ununterbrochen für viele Stunden, also genau dann, wenn wohl auch die Nachbarn auf dem Balkon sind!
    Das hört sich gut an, für Imker. Für andere kann es allmählich aber ganz schön lästig werden.


    Jedes Volk mehr und jeder Meter Abstand weniger bringen da signifikant mehr Probleme. Also lieber so wenig Völker wie möglich und so weit weg vom Nachbarn wie möglich.



    Dazu gab es doch voriges Jahr einen lustigen Bericht. Nachbarn hatten wegen des Gesumme geklagt, die Bienen müssten weg. Der Richter machte einen Vor-Ort-Termin mit Lärmmessung. Schließlich gibt es 50dB erlaubten Straßenlärm an der Grundstücksgrenze. Die Bienen brachten es selbst am Flugloch nicht auf 10 dB... da singe ich lauter.

    Seit 2005 Sächsischer* Hobby-Imker mit ca. 10 Völkern in DNM

    * sie summen weicher als die nicht-sächsischen Bienen

  • Hier geht es um die gefühlte Belastung von Laien.
    Warte es (die Drohnen) ab. Natürlich setze ich gescheite Völker voraus, keine schüchternen Ableger.


    Und ein ununterbrochenes Dauergeräusch (vom Nachbarn) kann ganz schön nerven, selbst wenn es nicht überlaut ist, vor allem wenn es ansonsten sehr ruhig wäre.
    Wenn natürlich unten eh die vierspurige Straße rauscht, sind Bienensummsen natürlich völlig egal.


    Ich wollte auch nur mitteilen, dass es das Problem geben kann und ich in bestimmten ungünstigen Konstellationen sogar Verständnis hätte für lärmgeplagte Nachbarn.


    Deine Dezibel-Einschätzung solltest du übrigens nochmal überprüfen, z.B. hier.
    2 oder 3 starke Wirtschaftsvölker zur Trachtzeit, zur Mittagszeit und mit Drohnenflug würde ich nach dieser Vergleichstabelle in 2 Meter Entfernung locker zwischen 50 und 60 Dezibel einschätzen.
    Meine 10 im Garten, aber aus 5 Metern Entfernung dürften ähnlich sein. Für mich ein tolles Geräusch, denn ich weiß, jetzt brummt's im Honigraum, aber für unbeteiligte Nachbarn hört sich das anders an.


    Gruß
    hornet

  • Guten tag,


    Bienenlärm ist auch ein schöner Grund potenziellen Bienenhaltern schon im Vorfeld den Spaß am Hobby zu verderben. Tatsächlich gibts aber wohl keine Urteile gegen Imker wegen Bienenlärm.
    http://www.ksta.de/region/rhei…en-hobby-imkerin-24128754
    http://www.express.de/bonn/bie…mich-depressiv---24796970
    Es handelt sich also um "viel Lärm um nichts"....

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende!

  • was wollt ihr nur immer mit euren Urteilen?
    Hier geht's doch um freiwilligen Nachbarschaftsfrieden, den der Frager nicht gefährden will, also ist das ein Punkt, den er sicherlich interessant findet und als Anfänger nicht gleich auf dem Schirm hat. Und der ganz bestimmt bedeutsamer ist als der einmalige harmlose Reinigungsflug, der bei solchen Fragen aber immer als erstes genannt und als relevant akzeptiert wird.


    Wenn du natürlich generell meinst, dass Anfängerfragen überflüssig sind...

  • wenn die Sichtachsen auf die Bienen durch Büsche, große Blumentöpfe oder Matten verstellt sind, wird auch der Schall gebrochen und gedämpft.
    Wenn die Bienenkisten zu sehen sind, "darf der das so einfach" - kann der Nachbar Frust aufbauen und alle (Un)Sinne fokussieren.
    Da stört die keifernde Stimme des Eheweibs, das Gekläffe vom eignen Hund oder das nächtliche Katzengejammer nicht, das konnte oder wollte man nicht abstellen - aber die Bienen müssen weg.



    Gruß Fred

  • was wollt ihr nur immer mit euren Urteilen?.


    Urteile liefern liefern Erkenntnisse über tatsächliche Probleme. Sie helfen in diesem Fall tatsächliche Belästigungen von selbstausgedachten zu unterscheiden.



    Wenn du natürlich generell meinst, dass Anfängerfragen überflüssig sind...


    Meine Antwort bezog sich auf das was ich zitiert habe und nicht auf die Ausgangsfrage sonst hätte ich diese zitiert.


    Gruß
    Holger

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende!

  • ...müsstest du die Beuten etwas zurücksetzten und die Bienen mit einer kleinen Schilfmatte und evtl. noch gut bepflanzten Blumenkästen zwingen über die Brüstung etwas höher abzufliegen, damit der evtl. auch recht laute Flugverkehr nicht so dicht am Balkon darunter stört....


    Das hatte ich das ja auch gleich Anfangs schon mal zu bedenken gegeben...
    So kann das klingen:

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    Das hört man dann im Frühling + Sommer stundenlang auch noch in 50m Entfernung...
    Da hilft nur, nicht mehr als zwei Völker, vielleicht sogar erst mal nur eins hinzustellen.
    Es ist ja nicht nur die Lautstärke, sondern auch der Ton an sich, der wahrscheinlich
    bei vielen Menschen Urinstinkte => Angst hervorrufen kann.


  • Das hört man dann im Frühling + Sommer stundenlang auch noch in 50m Entfernung...
    Da hilft nur, nicht mehr als zwei Völker, vielleicht sogar erst mal nur eins hinzustellen.


    Wieviele stehen denn bei dem Video auf einer Stelle? Und es geht ja auch nur um 2 Völker, oder?

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende!

  • Man weiss ja nicht wie viele von diesen Bienenboxen tatsächlich schon an den Balkonbrüstungen von Mehrfamilienhäusern der Republik angebracht wurden.
    Bienenlärm hat es aber jedenfalls noch nicht in die Presse geschafft. Vielleicht nur eine Frage der Zeit....

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende!

  • Urteile liefern liefern Erkenntnisse über tatsächliche Probleme. Sie helfen in diesem Fall tatsächliche Belästigungen von selbstausgedachten zu unterscheiden.


    Ich gebe es auf, einem Paragrafenreiter kann ich nicht erklären worin ich eine Hilfestellung bei meinem Ratschlag sehe, obwohl es nirgendwo geschrieben steht. Für einen Hammer besteht die Welt auch nur aus Nägeln und es ist sinnlos, ihm einen erweiterten Horizont begreiflich machen zu wollen.


    Wer ein mögliches Geräuschproblem in der nahen Umgebung von Bienenvölkern inmitten dicht benachbarter Balkone/Terrassen als "selbstausgedacht" bezeichnet, hatte vermutlich noch nie mit Nachbarn zu tun oder ein Hörproblem oder...egal ich bin raus hier, der Fragesteller hat jetzt alles, was er für seine Entscheidung braucht.