Untersuchung bei Abwanderung

  • Fordert Euer Amt bei vorliegen einer gültigen Bescheinigung eine erneute Untersuchung 44

    1. Ja, ich muß Bienen an hedem Wanderort erneut beproben lassen (0) 0%
    2. Ja, ich muß auch das Ergebnis abwarten um abzuwandern (1) 2%
    3. Nein (43) 98%
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    Ich betreibe Feldforschung, weil ein sächsisches Vet.-Amt heute veröffentlicht hat, daß Bienenvölker nur noch untersucht und nach negativer Futterkranzprobe abwandern dürfen.


    http://www.landkreisleipzig.de…meldungen.html?pm_id=2764


    Wörtlich heißt es in dem Dokument: Für die Wanderbescheinigung, sowohl für Hin-, als auch Rückwanderung, sind Futterkranzproben und eine klinische Untersuchung durch den amtlich beauftragten Bienensachverständigen oder einen Mitarbeiter des Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramts Landkreis Leipzig notwendig.


    Daher meine Umfrage.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • In dem Schreiben steht: "Sofern der neue Standort nur vorübergehend genutzt wird, trägt die für diesen Standort zuständige Behörde in der Bescheinigung den Ort, den Beginn und das Ende der Wanderung oder auf dem Bienenstand festgestellte Bienenseuchen ein und händigt sie dem Imker zur Rückwanderung wieder aus."
    Der Absatz mit der Forderung der Probennahme auch vor der Rückwanderung gilt also für nicht vorübergehende Standortnutzung, was auch immer das sein mag. Die Anwanderung einer Tracht ist aber eine vorübergehende Standortnutzung. Ich würde dann am neuen Standort die Bienen der Behörde melden (ist in Brandenburg seit Jahren vorgeschrieben) und gleich die beabsichtigte Abwanderung eintragen lassen. Jedes andere Vorgehen wäre bei Trachtwanderungen wohl weltfremd.


    Gruß Ralph

  • Der Absatz mit der Forderung der Probennahme auch vor der Rückwanderung gilt also für nicht vorübergehende Standortnutzung,

    Er gilt nur - und ist auf Nachfrage auch so gemeint - bei Wanderungen, denn nur da gibt es Rückwanderungen. Wanderungen erfolgen an vorübergehend genutzte Standorte. Diese sind dadurch gekennzeichnet, daß es eine An- und Rückwanderung innerhalb der Gültigkeit der Seuchenfreiheitsbescheinigung gibt.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Dann ruf doch die Frau einmal an und rede mit ihr über den Ablauf von Wanderungen zum Zwecke der Trachtnutzung. Hier liegt doch bestimmt ein Missverständnis deinerseits vor. Durch eine Umfrage wirst du das nicht ausräumen können sondern eher durch einen klärenden Anruf.
    Gruß Ralph

  • Moin Ralph,


    es ist genauso gemeint wie geschrieben. Außer dem Landkreis Leipzig, will auch Nordsachsen, Imker erst abwandern lassen, wenn sie ihre Bienen am Wanderstand untersuchen und eine Laboruntersuchung abgewartet haben. Sowohl der Vorsitzende des LVSI, der auch Obmann für Bienengesundheit und FTA für Bienen ist, als auch andere Amtsveterinäre Sachsens, halten diese Anordnung für unsinnig.


    Mit der Umfrage versuche ich zu ergründen, ob nochirgendwo in Deutschland ein Veterinäramt die Rückwanderung an eine erneute Untersuchung knüpft und die Imker nach der Bestäubung oder der Tracht am Ort festhält, bis die Futterkranzproben ausgewertet sind.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hmm. Angenommen, der Imker wandert für 14 Tage in eine Tracht. Vor der Abwanderung nimmt der Amtsvet. die Futterkranzprobe. Nach weiteren 14 Tagen ist das Ergebnis da, der Imker könnte jetzt abwandern - aber: Er hat ja wieder 14 Tage Zeit gehabt, seine Bienen zu infizieren. Jetzt müsste doch erst wieder eine Futterkranzprobe genommen werden, oder?
    Können die Verantwortlichen und die Vertreter der Imker denn nicht solchen Unsinn aus der Welt schaffen?
    Gruß Ralph

  • Hi,


    vor allem steigt die Ansteckungsgefahr nach der Tracht extrem an.


    Während der Tracht haben die Völker kaum einen Grund zum räubern.


    Was für ein Blödsinn. Für mich sieht das fast so aus als ob man das


    Wandern unterbinden möchte.


    Gruss Joachim


    Hmm. Angenommen, der Imker wandert für 14 Tage in eine Tracht. Vor der Abwanderung nimmt der Amtsvet. die Futterkranzprobe. Nach weiteren 14 Tagen ist das Ergebnis da, der Imker könnte jetzt abwandern - aber: Er hat ja wieder 14 Tage Zeit gehabt, seine Bienen zu infizieren. Jetzt müsste doch erst wieder eine Futterkranzprobe genommen werden, oder?
    Können die Verantwortlichen und die Vertreter der Imker denn nicht solchen Unsinn aus der Welt schaffen?
    Gruß Ralph

  • es ist ja schön, das man Gesundheitszeugnisse 2017 nur noch nach Begutachtung und Laboruntersuchung ausreicht, aber hier werden der in der BSVO vorgegebene Rahmen überschritten - das Gesundheitszeugnis hat eine Gültigkeit von 9 Monaten und gilt bundesweit. Durch diese Anordnung wird der Imker gezwungen, im Prinzip schon bei Ankunft, ein erneutes Gesundheitszeugnis mit klinischer und Laboruntersuchung zu beantragen , damit er 4 Wochen später den Kreis zum nächsten Trachtgebiet wieder verlassen kann.


    muß jetzt https://tsis.fli.bund.de/Reports/Info_SO.aspx?ts=902&guid=0497a247-e25a-4ebb-b7fa-70390d97c6a0 der Eintrag
    "Vorsicht- gelangweilter Raubritter Veterinäramt" ergänzt werden?

  • Mir ist weder das Ziel bekannt, was mit dieser Anordnung erreicht erden soll noch, was für Folgen sie für das Abwandern von meiner Belegstelle haben wird.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Leute,
    also ich in meinem einfältigen Kopf habe es so verstanden, dass der Veterinär Leipzig eine einzige Futterkranzprobe möchte. Diese gilt dann fürs An- und Abwandern.
    Alles andere wäre ja eine Luftnummer sondergleichen.
    Ich stelle mir gerade vor, jemand wandert mit 100 Völkern von Leipzig nach Vorpommern in den Raps.
    Vor Abfahrt wird vom Leipziger Vet beprobt. So weit, so gut.
    Dann stellt der Imker den Abwanderungsantrag, der Leipziger Amtsvet oder sein Vertreter reist nach Anklam, probt wieder 100 Völker, danach darf der Kollege abwandern.
    Sorry, sooo hohl können selbst Amtsköpfe nicht sein, dass sie sich sowas ausdenken.

    Grüße an alle


    Michael




    -Das größte Geheimnis ist, ein Genie zu sein, aber niemand außer einem selbst weiß es-

    (Mark Twain) Donald Duck

  • der Leipziger Veterinäramtsschimmel darf nur in seinem Kreis wiehern...
    das heisst - er lässt dich rein oder raus aus seinem Kreis oder auch nicht- solange die Bienen außerhalb sind, gilt das Gesundheitszeugnis 9 Monate... im Kreis die amtliche Anordnung.


    in MV - im Bereich Mecklenburger Seenplatte haben die Amtsveterinäre mit Gefügelpest und dem akuellen AFB-Sperrbezirk genug um die Ohren.

  • Der Amtsschimmel vom Landkreis besteht darauf, die Völker vor der Rückwanderung erneut zu beproben, deshalb steht das Telefon beim Landesverband nicht still. Nach BienSeuchV darf der ATA das Einwandern mit einem gültigen Scheuchenfreiheitsbescheid nicht genehmigen. Es ist nur in Sperrbezirke nicht erlaubt. Er ist dazu nicht mal zu befragen. Das Verfahren ist seit Jahrzehnten problemlos in der Anwendung, wenn alle so spielen, wie's die VO vorgibt. Daher stellt die Anordnung ja auch eine ab 2017 geltende Neuregelung dar, die's so im kläglichen Rest der Bundesrepublik offenbar nicht gibt.


    Um es ganz klar zu sagen: Das LÜVA LK-L will zukünftig eigene Wanderimker nur erneut in den Kreis zurücklassen, wenn sie nach den neuen Regeln am Wanderort beprobt wurden und Einwanderern ohne Untersuchung die Seuchenfreiheit nicht bescheinigen, wenn die abwandern.


    Das ist kein Mißverständniss. Das ist Mist.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder