Drahten im "Einraumbeuten-Honigraum" ohne Mittelwände ?

  • Hallo Miteinander,


    zur Honiggewinnung in der Einraumbeute sollen die Rähmchen gedrahtet werden, ohne jedoch Mittelwände einzulöten. Was ist da die richtige Richtung; längs drahten oder quer ? oder ist das gleich ?


    Mit Dank im Voraus für sachdienliche Hinweise und besten Grüssen,


    Benjabien

  • Ist gleich, die Bienen werden sich aber sehr viel Mühe geben den Draht nicht zu verbauen. Vr allem wenn die Beute nicht 100% Senkrecht steht.
    Meine Empfehlung vergess das Drahten und nehm zwei halbe Rahmen (Steg mittig einziehen) das macht es um einiges Einfacher.

  • Ist gleich, die Bienen werden sich aber sehr viel Mühe geben den Draht nicht zu verbauen. Vr allem wenn die Beute nicht 100% Senkrecht steht.


    Da habe ich wohl entweder faule oder dumme Bienen. Denen ist der Draht vollkommen wurst. Liegt er im Weg (also genau senkrecht unter dem Anfangsstreifen), dann wird der Draht mittig mit eingebaut, ohne dass man hinterher von außen etwas sieht. Liegt er etwas seitlich, dann läuft er auf einer Seite durch eine Reihe Zellen. Die werden dann ggf. nicht bebrütet (was im Honigraum egal wäre). Liegt der Draht ganz neben der Lotrechten, dann wird er ebenfalls fröhlich ignoriert. Ist nur blöd für Dich.


    Meine 30 cm hohen Brutraumrähmchen im Naturbau sind waagrecht gedrahtet und halten problemlos auch voll Futter.


    Gruß Kikibee

    Sorry, das mit dem Unwetter wünschen hat nicht funktioniert. Nur kalt und Gedröppel.

  • Hallo,
    da bin ich wohl völlig "nicht informiert"?
    Z.Z. bin ich dabei die Umstellung auf Großraumbeute vorzubereiten. Die Großraumbeute ist doch eine genügend große Zarge als ungeteilter BR mit aufgesetzten HR? Oder?
    Die "großräumige" BR-Zarge statte ich mit entsprechenden Rähmchen aus. Die flacheren HR gleichermaßen. Warum sollen diese nicht gedrahtet werden?
    Und in der BR-Zarge wird nicht gedrahtet, weils nicht nötig ist. Es wird ja kein Honig geerntet! Dazu muss mit Schied gearbeitet werden, d.h der BR wird so angepasst, dass die gesamte Wabenfläche bestiftet wird.
    Fragend grüßt
    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Hallo Harald,
    das sind zwei ganz verschiedenen Beutentypen.


    Einraum: immer nur eine einzige Etage, alles nebeneinander, Honig"raum" auf gleichem (sehr hohen) Rähmchenmaß durch Schied vom Brutnest getrennt.


    Großraum: eine (höhere) Brutraumzarge, oben drauf eine/mehrere ggf. niedrigere Honigraumzargen.


    Im Naturbau werden die hohen Brutraumrähmchen nicht bis zum Unterträger ausgebaut und an den Seiten auch nicht überall. Oft bleibt der letzte Zentimeter frei. Ich drahte die lieber, sicher ist sicher. Und wenn Du Mittelwände benutzen willst, brauchst Du den Draht sowieso.


    Viele Grüße
    Kikibee

    Sorry, das mit dem Unwetter wünschen hat nicht funktioniert. Nur kalt und Gedröppel.

  • Die Einraumbeute (vom Mellifera) ist doch eine trogbeute im maß Dadant hoch.
    Hast du die Beute denn schon? Sonst nehm lieber eine andere Trogbeute in einem gängigeren Rähmchenmaß.


    Ok, komisch meine Bienen sind da immer sehr gut drinnen den Edelstahldraht nicht mit zu Verbauen, da werden meist so Röhren um den Draht gebaut.

  • Warum sollte man keine Mittelwände nehmen? Ich selbst hab mir 3 Trogbeuten nach Anleitung gezimmert, kein Mellifera sondern Golz. Dafür Kuntzsch hoch verwendet. Das funktioniert wunderbar! Aus praktischen Gründen stehen sie im Moment allerdings leer. Allerdings ist das auch keine Einraumbeute sondern sie besteht aus 2 Räumen neben einander. Würde mir diese mal anschauen.
    Zur Frage zurück: meine Kuntzsch hoch sind hochkant gedrahtet. Hält!



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  • Hallo Kikibee,
    natürlich! Ich war neben der Spur. Entschuldigung.
    Mit beuten in größeren Maßen in Breite und Tiefe habe ich gar keine Erfahrungen.
    Da ich nur experimentell mit vorgefertigten Materialien gearbeitet habe, kenne ich auch eure Probleme nicht. Die Damen machen alles selbst. Und fertig! ich kenne somot auch keine MW aus gepanschtem Wachs:oops:
    Also: Ich baue meine Beuten selbst und habe BR in Großraumformat etwa 40 cm hoch, 35 bis 40 L Inhalt, d.h. 300mm x 300mm in Breite und Tiefe. Zur besseren Bearbeitung leiste ich mir den Luxus von Halbrahmen, die in der Hälfte ihrer Höhe und unten einen 3mm Holzstab haben. Bei geteiltem Brutraum (halbe Höhe) werden die Waben in diesem Format sehrgut gebaut. Im Sommer weiß ich mehr vom Bau im ungeteiltenBR /Großraum. Bin aber optimistisch.:)
    Gruß
    Harald:

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Hallo.
    Mit 300x300mm bist du aber doch weit von einer Großraumraumbeute entfernt. Bei 40cm Höhe und den Innenmaßen dürftest du Max 12 Waben reinbekommen, oder? Wäre mir viel zu klein. Hab die größte bis max 22 Waben gemacht. Und die war stellenweise zu klein. Problem ist, dass der HR nebenan ist. Der Vorteil von Trogbeuten.. dadurch hat man aber immer einen Honikranz in den Waben wodurch der erhöhte Platzbedarf entsteht. Mit Schied lässt sich hier steuern, aber nicht komplett verhindern.


    Deine Waben würde ich gerne mal sehen. Hört sich interessant an. Ein Bild?



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  • Hallo olli,
    das mit einem Bild ist machbar. Doch erst im Sommer. Von den bisher geteilten Bruträumen sind hier sicher schon welche unterwegs(?).
    Heute habe ich ein Volk auf Futter kontrolliert. Es sitzt auf 3 solchen Zargen(45L Gesamt-Volumen). Es hatte 18 kg Futter im September, z.Z noch etwa 8 - 10 kg in der oberen Zarge. Sie sitzen nach einer Frostnacht etwa 5 cm in die obere Zarge hinein. Ich hoffe, dass das auch bis zum Trachtanschluss reicht.
    Mir geht es nicht um "Großraum-" oder "Einraumbeute" und schon garnicht um eine große Zahl an Waben. Es geht um den ungeteilten BR. Und es sind bei 33mm Wabenabstand 9 Waben. Im HR hängen sie auf 38mm. Schwärme haben nur BR-Zargen und lagern dort auch ihr Winterfutter ein. Erst im 2. Jahr wird ein HR aufgesetzt.
    Gruß
    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Zurück zum Thema!
    ich würde bei dieser Höhe waagrecht drahten, dann besteht keine Gefahr, dass die Honigwaben rutschen. Ein Einraumexperte drahtet nicht sondern zieht quer Rundstäbe ein.
    Ja, Puristen wollen kein Metall in der Beute.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Da hat Remsi recht. Es kommen Holzstäbe zum Einsatz und die werden auch ohne großes Aufsehen eingebaut -genauso wie es bei (Edelstahl)Draht passiert.
    Die Stäbe müssen nicht mal von Holz zu Holz gehen, wichtig ist nur, dass sie fest sitzen, dann unterstützen sie auch die Wabe


    Einfach bei Mellifera nachsehen, da gibt es Bilder


    https://www.mellifera.de/blog/…ung-im-naturwabenbau.html

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Hallo,
    Und in der BR-Zarge wird nicht gedrahtet, weils nicht nötig ist. Es wird ja kein Honig geerntet! Dazu muss mit Schied gearbeitet werden, d.h der BR wird so angepasst, dass die gesamte Wabenfläche bestiftet wird.
    Fragend grüßt
    Harald


    Hallo Harald. Mit dem nicht drahten im Brutraum bist du total auf dem falschen Dampfer, denn du willst dir doch bestimmt auch die Waben von der Rückseite sehen und für die suche nach Stiften muß auch die Wabe mal in die liegende Position gebracht werden. Wenn du dann nicht willst das die Wabe durch das Gewicht aus den Rähmchen fällt ist drahten
    schon angebracht.


    GRuß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.