Varroabelastung Februar

  • Als Brandenburger würde ich sagen: "Ich versteh dir nicht". Sie hatten teilweise nur noch vier Handflächen große Möglichkeit zu Brüten. Wo kam die Tracht her? Ich kann leider nur vermuten. Erster Standort wahrscheinlich Efeu. In der Vergangenheit eher keine Tracht. Vorletztes Jahr schon gut. Letztes Jahr massiv, aber wie geht es weiter? Der Zweite Standort liegt in einem Weinbaugebiet. In eine Wespenjahr mosten Bienen. Letztes Jahr war aber keines. Wie wird es dies Jahr sein? Um wieder die Kurve zu kriegen. Letzten Herbst auf Nassenheider umgestellt. Wer in den Winter ging, lebt trotz der Futtermenge noch.


    Gruß
    Herbert

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Auch nochmal die Kurve zurück - auf einer der Windeln hatte ich jetzt auch etliches an dunklen Varroen, die Windel war erst seit Ende Januar wieder drin. Das würde ich jetzt nicht als Zustand direkt nach Winterbehandlung sehen, die habe ich schon Ende November gemacht, 3 Wochen nach den ersten deutlichen Frostnächten hier. Die Jahre vorher war es im Dezember ja immer zu warm und viele Völker brüteten schon / wieder / durch.


    Ich merke mir die Völker mit Varroafall jetzt und werde die nach der Durchlenzung engmaschiger beproben (Puderzucker, Drohnenbrut anschauen) und im Zweifel eine frühe TBE machen. Das werden dann eben hoffentlich meine Völker für die Spättracht im August/September.


    Für die kommenden Winter überlege ich mir, tatsächlich die Völker Anfang Dezember bei milden Temperaturen mal durch zu sehen und restliche Brut zu öffnen. Und dann brutfreie Völker zu behandeln. Einer unserer Fachwarte gibt im November Milchsäure bei halbwegs milden Temperaturen (O-Ton: "4° reichen locker, wenn's ned weht"), wenn er die Brut öffnet. Der hat minimale Winterverluste auch in schwierigen Jahren. Soviel zu Winterstörungen ... vermutlich konnte man sich das in vor Varroa Zeiten erlauben, heute nur noch eingeschränkt ...


    Gruß
    Marion

    Gruß Marion


    Gärtnerin mit Hang(garten) zur Selbstversorgung, Informatikerin, neugieriges Gscheidhaferl - 123viele.de


  • Im Januar verhungert?
    Wäre es nicht besser, im Herbst richtig vorzusorgen als im Januar Völker Not-retten zu müssen?
    Verzeih, die Fragestellung muss einfach folgen, sie ist mehr rhetorischer Natur.

  • Das sind zwei Völker, die im Sommer schon mal beräubert wurden und entsprechend geschwächt waren. Anfang Oktober hatten die gute Vorräte, aber ich befürchte, dass es dann aber nochmal zu einer (stillen) Räuberei kam. Die anderen am Stand haben eher zuviel Futter ...


    Und vermutlich haben die auch aus Not durchgebrütet, entsprechend viel Futter verbraucht und die Winterbehandlung lief ebenso nicht optimal, das würde zu den Varroen jetzt passen. Das lief nicht optimal, keine Frage.


    Marion - eben auch noch Anfängerin im 3. Jahr

    Gruß Marion


    Gärtnerin mit Hang(garten) zur Selbstversorgung, Informatikerin, neugieriges Gscheidhaferl - 123viele.de

  • Im Januar verhungert?
    Wäre es nicht besser, im Herbst richtig vorzusorgen als im Januar Völker Not-retten zu müssen?
    Verzeih, die Fragestellung muss einfach folgen, sie ist mehr rhetorischer Natur.


    Wem ist es noch nie passiert, dass plötzlich ein oder sogar zwei Völker ohne ersichtlichen Grund vermeintlich im Frühjahr zu wenig Futter hätten, der werfe den ersten Stein.
    Viele Imker merken das erst wenn im Frühjahr dann nichts mehr fliegt.

  • Hallo Blütenbiene,
    ich sage dazu als Schwabe, weil nicht Brandenburger bin: "I vorstand di nett". Mir gefällt halt das so von den Brandenburger Imkerfreunden. Bei unserem ersten Treffen war das der wichtigste Satz des Gespräches.
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Wem ist es noch nie passiert, dass plötzlich ein oder sogar zwei Völker ohne ersichtlichen Grund vermeintlich im Frühjahr zu wenig Futter hätten, der werfe den ersten Stein.
    Viele Imker merken das erst wenn im Frühjahr dann nichts mehr fliegt.


    Manchmal haben Völker eine anormale Zehrung und dann schon im Februar wenig Futter. Diese Völker sind aber nicht in Ordnung, z.B. weisellos, und kommen für das Jahr nicht mehr infrage. Ich habe z.B. ein solches Volk, das aber wegen der hohen Blatthonigbelastung in Verbindung mit der hohen Zehrung zusätzlich an Ruhr erkrankt ist. Was ich sagen will: Wenn man korrekt eingefüttert hat und trotzdem anormal wenig Futter um diese Zeit im Volk ist, kann die Ursache im Volk liegen und sollte im zeitigen Frühjahr untersucht und abgestellt werden.


    Gruß Ralph

  • Hallo Rainer,
    Behandelt hab ich mit OS im Dezember.
    Dort sind Milben gefallen. Machte mir einen guten Eindruck bzgl. dem Behandlungserfolg.


    Beobachte das Volk jetzt einfach mal weiter


    Besserwissermodus an* Behandlungserfolg bemisst sich Nicht an der Zahl der gefallenen Milben, sondern an den im Volk verbliebenen! Besserwissermodus aus*


    In einen stark vermilbten Volk, in dem nur dreiviertel der Milben fallen, sieht es toll aus auf der Windel, obwohl novh hunderter Milben auf vielleivht schon geschädigten Bienen sitzen... Nur wenn nach der Rückkehr zum natürlichen Milbenfall wenige Milben fallen, ist das ein Zeichen für eine wirksame Behandlung. ..

  • mach es ordentlich 4 Wochen nach dem Frost, dann musst du nicht im Februar.

    Ich entscheide mich an Hand der Temperatur zu diesem Zeitpunkt - unter 5°C Träufeln, über 5 °C bedampfen, bei sehr starkem Fall- auch nochmaliges Bedampfen.

    Träufeln geht schneller und nebenbei noch ein Blick auf den Zustand des Volkes.