Bienenstand bauen

  • Hallo zusmamen,


    jetzt zum nahenden Frühjahr beginne ich mit meinem neuen Projekt... dem Bau eines Bienenstandes.


    Es soll relativ einfach gehalten werden...


    Geplant sind Füße aus Verzinkten 4-Kanntrohr und 120/80mm Hölzer als Auflage für die Beuten.


    Da meine Völker in einem alten stillgelegten Steinbruch stehen und da auch viele andere Insekten
    ihr Heim haben benötige ich einen effektiven schutz gegen Ameisen usw...


    Mein Plan wäre jetzt gewesen Raupenleim an den Füßen anzubringen.
    Hat damit schon jemand erfahrung?
    Hält der Leim auf Metall? Gibt es bessere alternativen?


    Danke!

  • Da meine Völker in einem alten stillgelegten Steinbruch stehen und da auch viele andere Insekten
    ihr Heim haben benötige ich einen effektiven schutz gegen Ameisen usw...


    Diesen Zusammenhang verstehe ich nicht.
    Nach meiner Erfahrung bereiten Ameisen genügend starken Völkern keine Schwierigkeiten. Anderes mag gelten, wenn direkt eine Straße bspw. der Roten Waldameise (Rote-Liste-Art) durch die Beute führt (dagegen würden Leimringe vermutlich nicht helfen). Bei mir existiert seit 4 Jahren ein Staat dieser Art in ca. 7 - 10m Entfernung von den Beuten, die auf verzinkten Metallrohrfüßen stehen -> kein Problem.
    Mal ein Buch von Bert Hölldobler lesen - hilft gegen zu große Sorgen...
    https://de.wikipedia.org/wiki/Bert_H%C3%B6lldobler
    Der hat schon als Kind an seine Zimmertür geschrieben, wann in seinem Zimmer nicht Staub gesaugt werden durfte - um seine Ameisen zu schützen.

  • Hallo Freunde,
    ich mag die Ameisen auch nicht in und an meinen Beuten, würde sie aber nicht umbringen. Ich träume von einem Unterteller für die Stützfüße. Aus Beton mit Hilfe einer Forn und dem Styroporunterbau eines Adventskranz geformte Unterteller die Wasser enthalten als Tränke für die Bienen und als Barriere für die Ameisen. Hab ich irgendwo gesehen und fand ich überlegenswert. Natürlich muss das Ganze etwa mittig ein Loch haben wo die Stützen gerade so durchpassen und das evtl. zur Stütze hin abgedichtet werden kann.
    Viele Grüße
    Wolfgang, der sich schon über die IPad Mini-Version des Forums freut

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • ...Unterteller für die Stützfüße...als Tränke für die Bienen und als Barriere für die Ameisen.


    Im sonnigen Steinbruch täglich Wasser nachfüllen - nicht vergessen...
    Ehrlich gesagt: Ein Steinbruch ist kein Hochrisikogebiet - Imker basteln und tüfteln ganz gerne. Die Energie kann man meiner Erfahrung nach besser als zur Abwehr unproblematischer Ameisen nutzen. Ameisen und Bienenvölker können i.d.R. friedlich nebeneinander koexistieren. Etwas anders mag es aussehen, wenn sich das Gleichgewicht zu sehr verschiebt und das betreffende Bienenvolk eigentlich gar keines (im Vollsinne) ist, sondern nur ein Apidea-Begattungskästchen. Aber selbst die sind auf den Belegstellen i.d.R. ohne besonderen Ameisenschutz aufgestellt...

  • Wo sind sie rein? Zum Flugloch oder in den Deckel? Im Beuteninneren hatte ich noch nie Ameisen. Im Innendeckel nutzen sie wohl die Abwärme aus, legen dort manchmal sogar eine Außenstelle mit Brut an. So etwas kann und werde ich tolerieren. Das ist hier ohnehin nur eine kurze saisonale Erscheinung.

  • Hm, liefen die Ameisen auch über die Waben oder sammelten sie nur Pollenreste o.a. Eiweiß-Schätze (Larvenreste, Milben und Bienenleichenteile) aus dem Gemüll auf dem Boden? Ich weiß nicht, ob Deine Beuten einen offenen Boden oder (nur) Lochbleche haben oder gar geschlossen sind. Hier findet man sommers auch Ameisen gemüllsammelnd auf der Windel, wenn man die Windel unter dem Boden einschiebt. Das beeinträchtigt aber das Bienenvolk nicht. Ameisen auf den Waben fand ich nie, auch nicht in kalten Abend-/Nacht-/Morgenstunden und auch nicht in den mittels Bienenflucht geleerten Honigräumen, in denen dünn oder gar unbesetzte Waben vorkommen können. Meine Beuten stehen paarweise auf 1m-Balkenstücken, die mit vier 3/4"-zölligen Wasserrohrstücken aufgeständert sind ohne Ameisenwasserfallen oder Bienentränken - in kurzer Distanz zu einem sehr großen Ameisenhaufen der Formica rufa - seit mehreren Jahren. Die Ameisen haben sich erst nach meinen Bienen hier angesiedelt und ich bin dankbar für ihre Hilfe durch Aussaat und Ansiedlung standortgerechter Blühpflanzen - ganz ohne eingekaufte Saatgutmischung.


    Vielleicht läßt sich der Ameisenbesuch reduzieren, wenn die Beuten um einige Meter von den Ameisenstraßen wegversetzt werden. Die Vegetation unmittelbar im Bereich der Ständerfüße sollte kurzgehalten werden, um nicht zusätzliche Kletterhilfen zu bieten - erst recht bei Installation von Ameisenfallen.

  • An bzw. auf den Waben hab ich noch keine Ameisen gesehen.


    der neue Stand soll sowieso einige Meter vom jetzigen Standort entfernt stehen. Vielleicht erledigt sich das Problem dann von selbst.


    Ich hab einfach nur die Befürchtung, dass die Ameisen die Bienen ausräubern oder schwächen.

  • Ich musste gestern etwas nachfüttern ,hier wird es sehr eng mit Futter ,und die Ameisen waren in der Beute liefen am rand der waben rum .

    Sie attackierten sogar schwache einzelne Winterbienen . Draußen an der Beute hängen immer Grüppchen mit sterbenden Bienen.

    Andere Bienen fliegen etwas rum .

    Können die Ameisen Futtervorräte ausräumen wenn permanent Horden von denen in der Beute rumlungern und dann eine Ameisenstrasse zu ihrem Nest gebildet haben??

    Schon die fünfte Saison mit den niedlichen Damen:love: