Geschlossene Böden bauen?

  • Der Schlitz wäre für den Boden vorgesehen, bei den von Jörg beschriebenen Problemen.
    Beim Flugloch sind wir uns einig. Die Bilder von Bernähre waren schon überzeugend.
    Aber reichen 10cm2 bei vollem Trachtflug oder doch den 44er Bohrer?
    Erstmal sollen eh nur Ableger da drauf. Von daher kann sich das bei mir noch entwickeln.

  • Die geschlossene Böden (45mm hoch) haben mit Fluglöchern von 140 x10mm auf 4(1+3xHR) Zargen Segeberger ausgereicht, habe die Fluglöcher nur wegen Varrox auf 16-20mm erweitert. Ich wandere allerdings nicht und im Dezember oder bei der ersten Futterkontrolle/Schiedsetzen wird die hinteren Randwabe ersatzlos entfernt.

  • Mir fällt gerade noch bzgl Fluglochform nochwas ein. Der Ansgar Westerhoff macht nur Sägeschlitze als Fluglöcher. Ganzjährig und auch für die Wirtschaftsvölker.


    Gruß Jörg


    Bei Drahtgitterboden? Oder auch bei geschlossenem Boden? Oder nutzt er noch ein Deckelflugloch zur zusätzlichen Belüftung?


    Gruß
    Ludger

  • sicher Kunststoffgewebe? Ansgar Westerhoff ist Bioimker und darf dementsprechend keinen Kunststoff in den Beutenteilen Verbauen ;)
    Und Sägeschlitze haben 2 mm, max 3 mm, das ist für Bienen zu wenig, oder liegen mehrere nebeneinander?

  • Die geschlossene Böden (45mm hoch) haben mit Fluglöchern von 140 x10mm auf 4(1+3xHR) Zargen Segeberger ausgereicht...


    Nochmal eine blöde Frage zum Verständnis.
    Was ist denn für die staulose Rückkehr bei Trachtflug eigentlich entscheidend - die Fläche des Fluglochs oder der Umfang über den die Bienen reinlaufen können?
    Da hätten rechteckige Öffnungen natürlich wieder Vorteile.

  • Hat hier jemand das Thema Böden noch weiterverfolgt bzw. jetzt noch Böden gebaut ?


    Und liegen zwischenzeitlich schon erste Erfahrungswerte vor? :-)

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Hab letzten Winter geschlossene Böden (Dadant) gebaut, Kontruktion eigentlich erstmal wie die offenen aber dann mit 1cm starken Vollholzbrettern in einer Nut. Tja, Erfahrungen kann ich da jetzt nichts groß beisteuern bei so einem kleinen Zeitraum, außer dass sie schön ausschauen und die Bienchen nicht unzufrieden wirken.... Neues weiss ich dann sicherlich im nächsten Frühjahr :P

  • Hat hier jemand das Thema Böden noch weiterverfolgt bzw. jetzt noch Böden gebaut ?


    Und liegen zwischenzeitlich schon erste Erfahrungswerte vor? :-)

    Ich verstehe die Frage nicht. Was willst du wissen? Geht es dir um geschlossene Böden?


    Ich habe gerade 30 neue "normale" Gitterböden gebaut. Manchmal wenn es pressiert, dann spaxe ich schon mal schnell 1...2 geschlossene zusammen. Meist der EInfachheit halber mit Sperrholzplatten. Die gehen natürlich auch irgendwie, aber sie haben im Winter und Frühjahr definitiv eher Schimmelecken, auch bei schwächlichen Ablegern im Sommer. Eine halbwegs brauchbare Abhilfe ist ein maximal großes Flug - bei Ablegern auch wieder Mist. Daher benutze ich solche Böden nur übergangsweise.


    Gruß Jörg

  • Hat hier jemand das Thema Böden noch weiterverfolgt bzw. jetzt noch Böden gebaut ?


    Und liegen zwischenzeitlich schon erste Erfahrungswerte vor? :-)

    Ich verstehe die Frage nicht. Was willst du wissen? Geht es dir um geschlossene Böden?

    Ja. Ich dachte, das sei angesichts des Themas dieses Fadens eindeutig. Tut mir leid.


    Der Hintergrund meiner Frage: Ich habe auch Gitterböden (ebenfalls nach Jeschkes Anleitung gebaut), halte aber die Böden fast durchgehend geschlossen. Der Schimmel hielt sich über den Winter trotz kleinem Flugloch in Grenzen, aber es sammelt sich halt Müll, weil der Boden unter dem Gitter liegt. Das zeigt natürlich nur, dass ein ständig geschlossener Gitterboden weder Fisch noch Vogel ist. Deshalb frage ich mich, ob ich es nicht einfach mal bei einem Volk mit einem geschlossenen Boden versuchen soll. Nur: Den Vergleich mit einem anderen Volk, bei dem ich dann den Gitterboden fast durchgehend offen halten würde, kann ich nur bedingt ziehen, weil ich noch zu wenig Erfahrung bezüglich der Volksentwicklung im Allgemeinen habe. Am Ende bilde ich mir ein, der geschlossene Boden sei besser, während in Tat und Wahrheit ein ganz anderer Grund für eine bessere Volksentwicklung ausschlaggebend gewesen ist. Daher hoffte ich, hier Erfahrungswerte von erfahreneren Imkern, die beides mal versucht haben, abgreifen zu können.

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Dieses Jahr konnte ich in der Tracht beobachten, dass die Völker, die auf dem flachen Boden nach Jeschke saßen, morgens wesentlich früher am Fliegen waren als die mit hohem Boden und Bausperre.

    Als erste Maßnahme bekamen letztere ein zweites Flugloch hinter dem Schied spendiert. Das brachte zwar etwas mehr Flugverkehr, gleich starke Völker standen denen mit flachem Boden in diesem Punkt trotzdem nach.

    Einen Unterschied in der Frühjahrsentwicklung der Völker konnte ich nicht feststellen - das heißt aber nichts, da ich das nicht wissenschaftlich angegangen bin.:wink:

    Ein Wärmebrett, das ca. 90% des Gitterbodens bedeckt, haben alle Völker ganzjährig drin.

    Da dieses beim Wandern gerne verrutscht und nach den Beobachtungen in diesem Jahr, sinniere ich jetzt über einen flachen geschlossenen Boden, bei dem ich bei Bedarf trotzdem eine Lüftung öffnen kann. Das würde ich z.B. beim Wandern machen oder um übereifrige Hinter-dem-Schied-Bauer zu "erziehen".

    Ich stelle mir das so vor, dass von den im Kaltbau verlaufenden Bodenbrettern eines nicht verschraubt ist, damit ich es bei Bedarf nach hinten herausziehen kann. Über diesem Brett wird ein Gitter auf den Boden getackert.

    Fotos folgen, wenn ich soweit bin.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿