Geschlossene Böden bauen?

  • Bei der Inventur bin ich zum Schluss gekommen, dass ich noch ein paar Böden bräuchte.
    Ich überlege gerade, ob ich mir nicht ein paar geschlossene Böden baue. Die Idee kam mir aus dem aktuellen 2-Schiede-Faden, der mit mir nochmal die Bedeutung von Wärme und Isolation für die Volksentwicklung verdeutlicht.


    Vor einiger Zeit (2014/2015?), gab es auch mal eine Diskussion dazu, dass durch geschlossene Böden die Temperaturregulierung deutlich einfacher fällt, die Honigfeuchte abnehmen kann, ein erhöhtes Flugloch sich positiv auswirkt...usw. Ich finde nur die passende Diskussion nicht mehr.


    Mein Gedanke ist einfach, dass ich die meiste Zeit eh den Boden zu habe, bzw. ein Wärmebrett dem Boden aufliegt. Die Varroakontrolle erfolgt nicht über die Windel...also warum einen offenen Boden kaufen - Siebdruckplatte, 4 Latten und ein Flugloch - vielleicht auch mal nicht ebenerdig, dann kann es auch nicht verstopfen.


    Habe ich einen Denkfehler oder hat jemand damit Erfahrung?


    Grüße

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    Hallo Chris,


    ich habe das mit den geschlossenen Böden auch schon alles ausprobiert und bin wieder bei den offenen gelandet.
    Geschlossene funktionieren natürlich, aber die Beute neigt da leichter zum Schwitzen. Besonders im Frühjahr sieht das unappetitlich aus. Jetzt habe ich fast ausschließlich die Selbstbauböden nach der Jeschke-Zeichnung, aber ohne diesen Überstand am Flugloch. Dazu habe ich dann recht massive Einschübe (Windel) aus 10mm Sperrholz und 3mm Sperrholz Wärmebretter. Die Wärmebretter sind während der Trachtsaison drin. Das scheint den Bienen gut zu tun und vermeidet Mottenzucht auf der Windel. Und die Windeln sind eigentlich ab Ende September bis zum Frühjahr komplett drin.
    Meiner Ansicht nach ergibt das eine gute Mischung aus luftig durch die Spalten (seitlich 3mm) und grob geschützt gegen zu starke Auskühlung (10mm Sperrholz).


    Vielleicht hilft dir das.


    Gruß Jörg

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    Das ist schon mal ein Treffer. "Sumpf" war der mir fehlende Suchbegriff. Danke fürs finden.
    Irgendwo hätte sich - Wenn ich mich richtig erinnere - auch der Drohn in die Richtung geäußert. Aber ich hab jetzt wieder ein paar Suchbegriffe.



    Meiner Ansicht nach ergibt das eine gute Mischung aus luftig durch die Spalten (seitlich 3mm) und grob geschützt gegen zu starke Auskühlung (10mm Sperrholz).


    Vielleicht hilft dir das.


    Das hilft mir sehr.
    Ich werde mir das alles nochmal durch den Kopf gehen lassen.
    Vielleicht ein teilgeschlossener Boden...dann spare ich mir die Reinigung der Windel und die Wärmebretter...oder ich kaufe/baue einfach altbewertes.


    Grüße


  • Mein Gedanke ist einfach, dass ich die meiste Zeit eh den Boden zu habe, bzw. ein Wärmebrett auf dem Boden aufliegt.


    Kann man machen, warum nicht? Ist bei der original Warree Beute so und auch noch bei der "klassischen" Segeberger Beute: http://www.holtermann-shop.de/popup_image.php/pID/98&imgID=1
    Wenn es nur für kleine Völker, Ableger oder Überwinterung gedacht ist geht es auch z.B. so:
    https://www.imkerforum.de/showthread.php?t=52866&highlight=boden+zwischenboden

  • Guten Morgen,
    wenn es nicht um den Sumpf sondern nur um die Wärme geht dann finde ich die Wanderböden vom Wagner echt gut. Schließen den Boden nach unten doch recht flächig ab und belüften aber gleichzeitig. Es hängen keine Bienen im Sommer draußen (vorlagern), die Altbienen können sich bei Regen aufketten und man hat nen guten Trommelraum beim Wandern. Ist zwar wohl auch nicht das Ei des K. aber vereint meiner Meinung nach viele Vorteile, wenn ich neue Bö bräuchte würd ich die kaufen.
    Einen sonnigen Tag....

  • Moin.
    Meine Böden hatte ich alle nach der von Jörg verlinkten Jeschke-Anleitung gebaut. Wenn ich die heute nochmal bauen würde, ließe (geiler Konjunktiv :) ) ich den "Balkon" weg. Der stört nämlich beim Wandern.
    Später hab ich dann ein Runde Schalbretter hochkant rundherum drauf geschraubt. Dort im oberen Bereich einseitig ein rundes Flugloch mit d=37 mm rein und fertig war der Sumpf.
    Darin/darauf liegt bei mir eine Bausperre á la Wagner, nur dass meine nur in Fluglochnähe zwei Schlitze hat und nicht so viele wie bei Wagner. Ist jetzt quasi ein Zwischenboden.
    Auf dem Gitterboden des ursprünglichen Bodens liegt ein Wärmebrett, das ca 90% der Gitterfläche bedeckt.
    Das hintere Hochkant-Schalbrett ist nur oben mit zwei Schrauben befestigt, so dass es als Revisionsklappe genutzt werden kann.
    Die nächsten Böden werde ich aber wohl komplett geschlossenen bauen. Geht einfacher und ich kann ja sowieso keine Windel einschieben.
    Jörg Wenn deine geschlossenen Böden unappetitlich aussehen, würde ich von den Linien nicht nachziehen. Sonst wird das nichts mit VSH :wink:

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

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  • Michi : Meinst Du bei dem Zwischenboden bringt das Wärmebrett überhaupt noch was?
    Ich hab statt Sperrholz mit Schlitzen eine Bausperre mit 8mm Spalten aus 40mm-Brettchen, Wärmebretter tu ich eigentlich nur noch aus Gewohnheit rein.
    Ob die was bringen weiß ich nicht...

  • Wir haben ja eigentlich immer und oft auch viel Wind (Sturm ist bei uns erst, wenn die Schafe keine Locken mehr haben.). Der würde auf jeden Fall durch das Bodengitter drücken.
    Ob die dann entstehenden Verwirbelungen wirklich noch einen Effekt oberhalb der Bausperre haben, weiß ich nicht.
    Aber wenn es mal wieder tüchtig pustet, hab ich so ein besseres Gefühl.
    Ich habe halt mit den Jeschke-Böden und Wärmebrettern angefangen und so sie jetzt lediglich der Historie geschuldet.
    Die nächsten Böden werden ganz geschlossen. 4 Bretter zu nem Zargenring zusammenspaxen oder -schießen, unten eine Lage Bretter drauf und dann zwei Leisten (wahlweise aus Hartholz, aber schnell mal nach ein paar Jahren die Leisten austauschen ist auch kein Akt) auf denen der Boden steht - fertig. Flugloch mit ner Lochsäge natürlich nicht vergessen. Die ist bei mir übrigens 37mm. Die nächstgrößere mit 44mm erschien mir zu groß.


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  • Moin,
    ich nochmal...


    Ich hatte letzens auch den Wunsch mal mit einem Hochboden, vor allem wegen des Trommelraums zu experimentieren. Da ich noch ein paar alte HR rumzustehen haben wollte ich die einfach auf die Flachböden spaxen und ein Wärmebrett auf die Rähmchenauflage legen. Vielleicht kriege ich mal ein paar Fotos hin...


    Gruß Jörg

  • 4 Bretter zu nem Zargenring zusammenspaxen oder -schießen, unten eine Lage Bretter drauf und dann zwei Leisten (wahlweise aus Hartholz, aber schnell mal nach ein paar Jahren die Leisten austauschen ist auch kein Akt) auf denen der Boden steht - fertig. Flugloch mit ner Lochsäge natürlich nicht vergessen. Die ist bei mir übrigens 37mm. Die nächstgrößere mit 44mm erschien mir zu groß.


    So war auch mein Plan. Mit nem Fräsbohrer wäre auch schnell noch ein Schlitz gezogen.
    Kostet kaum Material und Arbeit - aber ob's was taugt?
    Ich werd's einfach mal ausprobieren und in einem Jahr weiß ich mehr.

  • ... Mit nem Fräsbohrer wäre auch schnell noch ein Schlitz gezogen...


    Ich bleibe beim runden Flugloch. Gefällt mir gut. Daneben ein Stück dünne Siebdruckplatte mit einer Schraube angespaxt und das Flugloch ist mit einem Finger in 1 Sekunde verschlossen oder auf Räubereigefahr eingestellt.
    Auch einen Verteidigungsring rund um's Flugloch kann man gut beobachten.

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