Ein Volk ist tot

  • Hallo zusammen,


    heute musste ich leider feststellen das eines meiner Völker nicht mehr lebt. Das betreffende Volk war vor der Winterbehandlung das stärkste und der Sitz befand sich auf sieben Wabengassen.


    Kurz vor Weihnachten ist mir aufgefallen, dass bei diesem Volk eine Menge toter Bienen vor dem Flugloch und hinter dem Mäusegitter lagen.
    Ich habe dann auf Anweisung eines Altimkers mit einem umgebogenen Schweißdraht die toten Bienen aus dem Flugloch herausgeräumt.
    Zusätzlich sind bei minus 10 Grad immer wieder Bienen abgeflogen und auf dem Flugbrett und im Schnee waren geblich braune Flecken zu sehen.
    Ich habe angenommen das es Kotspritzer sind. Die Toten Bienen gibt es in meinen anderen Völkern auch nur nicht andeutungsweise so viele.


    Nach einem Bllick durch die Abdeckfolie habe ich festgestellt das die Bienen noch auf drei Wabengassen sitzen. Das war vor ca. zwei Wochen.


    Heute bin ich wieder zum Stand gelaufen und wieder war das Flugloch voll mit Bienen. Bei der Menge war mir klar das das Volk nicht mehr leben kann. Ein Blick durch die Folie hat das auch bestätigt.


    Folgenden Zustand habe ich vorgefunden:


    Die ersten drei Waben, vom Rand her gesehen, waren leer; auf den folgenden Waben waren noch Futterreste vorhanden die aber alle entdeckelt waren und das Futter darin war ziemlich dunkel, ins gräuliche gehend. Die zwei Randwaben auf der anderen Seite der Beute waren noch voll und verdeckelt und sahen absolut normal aus.


    Die Bienen saßen noch auf den Waben und ein großer Teil lag auf der Folie. Absolut verwundert war ich darüber das etwa 100 Bienen im Fütterer lagen. Der Aufstiegsdom war nämlich abgedeckt. Die Futterzargen befinden sich bei mir noch auf den Völkern.


    Was könnte eurer Meinung nach der Grund für das tote Volk sein?


    Viele Grüße


    Michael

    Wir sind Unser 3 Mal Elve und nennen uns die Wölwe und geben auf jedweden Acht der Lange finger macht.

  • Hallo Michael,


    Varroa, keine langlebigen gesunden Winterbienen.


    Gruß
    Ulrich


    Bei der Winterbehandlung sind bei diesem Volk ca. 30 Milben gefallen. Da waren andere bedeutend belasteterer.

    Wir sind Unser 3 Mal Elve und nennen uns die Wölwe und geben auf jedweden Acht der Lange finger macht.

  • Mag sein,
    aber das nutzt dem Volk nichts, wenn noch 3000 drin sind.
    Außerdem war das Volk zur Winterbehandlung bereits totkrank.

    Grüße an alle


    Michael




    -Das größte Geheimnis ist, ein Genie zu sein, aber niemand außer einem selbst weiß es-

    (Mark Twain) Donald Duck

  • Das liest sich, als ob das vorerst starke Volk an seiner Behandlung gestorben ist.
    Aber das kann und darf natürlich nicht sein.
    Elk


    Woran machst du das fest? Ich lese von einem starken Volk im Sommer, hohem Totenfall im Herbst und einem sterbenden Rest im Dezember.


    Gruß Jörg

    Imkerforumstreffen 2019 am 8.-10. März 2019 in Kleinlüder

  • Hallo Jörg
    Wörtlich: Das Volk war vor der der Winterbehandlung das stärkste.
    Vielleicht sagt uns Michael, wann genau die Winterbehandlung durchgeführt wurde.
    Mir fällt nur auf, das Tod durch Behandlung im allgemeinen ausgeschlossen wird,
    während Varroa fast immer sofort als Hauptschuldiger angenommen wird.
    Elk

  • Dunkles Futter = Blatt- oder Waldhonig = schlecht verdaulich. Dünnflüssige Kotspritzer = Ruhr, Amöbiose oder CBPV. Weitere mögliche Ursache einer Durchfallerkrankung ist Weisellosigkeit, ganz besonders in Kombination mit schlecht verdaulichem Futter. An die Kommentare mit "zuwenig Winterbienen" glaube ich nicht.
    Gruß Ralph

  • Hallo Ulrich
    Alle Behandlungsmittel schaden dem Bien mehr oder weniger.
    Anwendungen erfolgen meist, wenn die Entwicklungskurve des Bien rückgängtg ist, was Regeneration schwierig macht.
    Oxalsäure flüssig verabreicht ist bei zweifacher Anwendung bereits tödlich
    In diesem Falle hatte das stärkere Volk mit Sicherheit eine höhere Dosierung erhalten als seine schwächeren Geschwister.
    Auffällig ist halt, daß das Volk direkt nach der Behandlung massiv eingebrochen ist.
    Hier keinerlei Zusammenhang zu sehen, halte ich für sehr gutgläubig.
    Elk

  • ...Auffällig ist halt, daß das Volk direkt nach der Behandlung massiv eingebrochen ist.
    Hier keinerlei Zusammenhang zu sehen, halte ich für sehr gutgläubig.
    Elk


    Die hatten aber wohl schon vorher massiven Totenfall und Kotspuren...


    Gruß Jörg

    Imkerforumstreffen 2019 am 8.-10. März 2019 in Kleinlüder

  • Die gleiche Symptome hatte ich bei MP Völkern. Zu spät behandelt. Auf dem Gitter liegen die toten kurzlebigen Bienen. Die varroatrangsalierten sind abgeflogen, und der Rest bei minus 14 Grad erfroren.


    Am 25.12. mit Dampf die Winterbehandlung, mehrere 100 Varroen auf dem Schieber. Und um den 15. Januar war dann Ruhe in den Kisten.


    Gruß
    Ulrich


    die Dosierung richtet sich doch nach der Volksstärke, und da ist doch die Verhältnismäßigkeit gegeben.
    Hat er wirklich 2 mal behandelt.
    Wenn ich das mit träufeln vor hätte, würde ich 2 mal innerhalb von 8-10 Tagen mit 1/2 Dosierung träufeln.