Varroa Behandlung

  • Hallo,
    wollte nur eure Meinung dazu. Ich werde dieses Jahr mit der bienhaltung beginnen. Einraumbeute mit Naturwabenbau. Vom Grundsatz dachte ich mir ab Mai monatliche Kontrolle mit der Puderzuckermethode. Schwarmvorwegnahme im schwarmtrieb. AS Behandlung bei bedarf im Herbst und Oxalsäure Behandlung im Winter. Die entstehenden Schwärme sollen abgeben werden.


    was ist verbesserungsbedürftig? Hab ich irgendwo ein Denkfehler oder was im tüdel bekommen?
    Danke schon mal.

  • Hallo Eisenbiegen,


    eine sehr detailierte Beschreibung Deiner Betriebsweise. Du hast es auf den Punkt gebracht. Bienenhaltung ist einfach, bekommt fast jeder hin. Aber wenn Du eh erst im Herbst mit AS behandeln willst, brauchst du nicht ab Mai kontrollieren.


    Gruß
    Ulrich

  • Dachte nur falls ich zB im Herbst keine AS machen muss weil laut Puderzuckermethode die Varroa Belastung niedrig ist Spar ich denn Mädels das. Zur Oxalsäure wurd mir vermittelt ist einfach Pflicht und notwendig . Und ab Mai dachte nur die Puderzuckermethode belastet nur leicht und man hat überblick über die Varroa Belastung und kann gegebenenfalls durch Entnahme von Brut gegensteuern. Sind ja nur zwei Völker geplant, klar wenn man 40 Völker hält, wäre die Puderzuckermethode unrealistisch. Zur Warbenhygiene hab ich noch ne frage lieber totale Erneuerung alle 3 Jahre oder eher 1/3 jedes Jahr. Danke schon mal für eure Unterstützung.

  • Erst Anschaffung + Betriebsweise Einraumbeute+Naturbau im Jahreslauf planen - Varroakonzept daran anpassen.
    Mit 2 Kunstschwärmen anfangen, die Völker bauen sich auf, vielleicht gibts was zum Probieren an Honig. Material für 4 Weiseln+Bien (2 Vollvölker+ 2 Ableger)im 2.Jahr haben, wenn dann Überschüsse sind ,kann man weggeben.
    Eine erfolgreiche Varroabehandlung am Sommerende (zB Brutstop mit Scalvini+ 1-2 Behandlung oder Blockbehandlung oder Langzeitbehandlung), Restentmilbung im Winter - mache es einfach in den ersten 2 Jahren ohne eigne Experimente.
    Was in 3 Jahren mit der noch nicht vorhandenen Kuh wird, interessiert überhaupt noch nicht!

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  • Zitat

    Hab ich irgendwo ein Denkfehler oder was im tüdel bekommen?

    Ja. Du hast dich auf eine abenteuerliche Bienehaltung festgelegt. Da zu noch die Puderzuckermethode? Entweder gehören manche Vortragsredner verboten oder gar das Internet.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo,
    nur zur Klärung nicht das ein Missverständnis vorliegt. Ich meine mit der Puderzuckermethode nur denn Test um festzustellen wie stark die Varroa Belastung ist. Mir wurde in Bücher und Internet sogariert das das eine anerkannte und genau Methode wäre. Mich würde für die Entscheidungsfindung ( welche Beute ) natürlich auch interessieren warum eine Trogbeute mit Rähmchen im Naturwabenbau Abenteuerlich ist.

  • Wahrscheinlich weil die meisten bei der Beschreibung eher an die Melifera Einraumbeute denken.
    Eine Trogbeute ist was anderes.


    Ja die Puderzuckermethode funktioniert um den Milbenbefall festzustellen, zum Abschätzen funktionieren aber auch Windeln (Zählbrett das eingeschoben wird).
    Naturwabenbau ist schön und gut, wenn man es denn so will, aber du solltest auf jeden fall Anfangsstreifen benutzen, sonst stehen die Waben quer zu den Rähmchen. Außerdem empfiehlt es sich die äußeren Waben mit Mittelwand zu bauen. Die werdwn sonst sehr gerne an die Beutenwand bebaut.

  • Ich dachte immer die Mellifera Einraumbeute wäre eine stinknormale trogbeute. :oops:


    Hab gerade mal nachgeguckt, ja ist sie aktuell. Die Melifera Bienenkiste wurde aber auch mal als Einraumbeute vermarktwt, daher die Verwirrung.
    Die Trogbeute hat aber Hochwaben, welche ein kompltt eigenes Maß sind. Nehm lieber eine andere Trogbeute mit Standartisierten Rähmchen, da hast du länger Freude drann, als an einer Spezialsache.

  • Zuerst zur Beute. Sie ist sicher von guter Qualität aber zu teuer. Das Rähmchenmaß Dadant hoch ist nicht gängig im Handel, wird wiederum nur von diesem Hersteller angeboten. Naturbau ist schon die Hohe Schule, denn du bekommst sehr viel Drohnenbau und Varroaprobleme. Imkermeinung ist: Ab der 7. Wabe gibt es Drohnenbau. Im neuen Bienenjournal kann man erfahren, dass halt doch auch bei eingefleischten Naturbauimkern mit Mittelwänden hantiert wird, obwohl es in diese Religion nicht passt. Zu Beginn hast du ein Schwarmproblem. Auf den kannst du evtl. lange warten.
    Wenn du in deinem Familienkreis als Imker auftrittst wird von dir Honig erwartet, sonst wirst du zum Gespött. Bei Schwarmvorwegnahme erhälst du nur Spättrachthonig. Schwärme weggeben wirst du erst können, wenn du mit über 10 Völkern imkerst.


    Wenn es unbedingt Trogbeute sein muss, dann nehme doch eine Dadantbeute mit senkrechtem Absperrgitter. Wenn dich aber der Imkervampir schon gebissen hat, dann musst du den harten weg gehen.


    Hat dieser esoterische Unhold noch nicht gebissen, kaufe dir ein Volk im Frühjahr und beobachte, lerne den Bien mit all seinen Faxen kennen und du wirst Freude haben. Ein erfolgreicher Imkerfreund ist am Anfang besser als Netzweisheiten. Siehe unten.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Ich möchte tatsächlich nur 2 Völker nicht mehr und nicht weniger. Ich möchte auch keine Bienenprodukte vermarkten auch nicht unter Freunden. Reiner Eigenbedarf ohne wenn und aber.

  • Was du willst und was daraus wird sind zwei Paar Stiefel. Du brauchst immer Beuten in der Rückhand. Mit zwei Völkern kann man nicht erfolgreich imkern. Du hast keinen Vergleich. Glaube doch nicht alles was dir erzählt wird und was du gelesen hat. Das Problem ist, deine Bienen wissen nicht was du gelesen hast und Internet - sie lachen darüber.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol: