Honig mit Melezitose Anteil gekauft- Betrug?

  • Hallo ihr Lieben,
    ich benötige Rat zu folgendem Sachverhalt. Ich habe Honig gekauft der über den Imkermarkt als gerührt, gefiltert und cremig angeboten wurde.
    Im Verkaufs Termin war der Imker nicht zu gegen angeblich musste er wieder weg, sondern nur seine Mutter.
    Die Hobbocks waren so voll das eine in Augenscheinnahme zum Überlaufen geführt hätte, warum ich darauf vertraute und den Honig so gekauft habe.
    Letzlich hat sich nach mehrmaligem rühren herausgestellt das der Honig zu einem guten Teil Melezitose enthält also weder cremig noch gerührt noch gefiltert ist. Verlust an Abbschäum Honig und geleeartigen Zuckerkristallen ca 30 Prozent. Der Verkäufer den ich mit dem Sachverhalt konfrontiert habe verweigert die Rücknahme oder einen Ausgleich, er sagt ich müsste ihm nachweisen das dies sein Honig sei. Was ich natürlich nicht kann.
    Wie würdet ihr euch verhalten oder wie kann man sich bei Honig Zukauf schützen?
    Danke im Voraus für eure Antworten.

  • Hast Du keine Quittung über den Kauf?
    Mit dem Argument, der Honig sei nicht von ihm, manövriert sich der Verkäufer in eine Postion, die ihn im Rechtsstreit schlecht stellt.
    Kein Richter folgt einfach so der Annahme, Du hättest Dir das ausgedacht. Oder kaufst Du öfter und verschiedene Chargen Honig?


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Handelt es sich evtl. einfach nur um kristallisierten Honig den man durch einfaches Erwärmen wieder verflüssigen könnte?
    Welches Wissen um Honig bringst du denn mit?

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit


  • Wie würdet ihr euch verhalten oder wie kann man sich bei Honig Zukauf schützen?


    Ware ungeprüft übernommen, gewogen?, Bar gezahlt, keine Quittung, keine eignen Zeugen mit, dann wirds schwierig. keine Fotos gemacht vom Verkäufer bzw Grundstück, Zeugen als man mit dem Honig ankam und beim Verarbeiten?, zeitnah reklamiert? Emails, Telefonlisten könnten zu mindestens den Kontakt nachweisen.
    Andere Opfer suchen- das wird er nicht nur einmal machen, wenn du noch andere Opfer oder jemanden findest der geprüft und nicht gekauft hat? Aber wir sind Rechtslaien!


    Bei Honig zum Gläserverkauf - von jeden Hobock mit Stockmeissel kleine Ecke genommen, um Konsistenz und Schaumschicht zu sehen, selbst beim Verkauf von Backhonig haben wir jeden 40kg-Hobocks geöffnet und kontrolliert, gewogen, das macht man, wenn man sich kennt und erst recht wenn man sich nicht kennt.
    Du kaufst das ja nicht für dich, sondern willst das mit deinem Namen verkaufen! Da sollte man sich Zeit nehmen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von bienenfred () aus folgendem Grund: Rechtschr.

  • Wenn Meli, dann musst du das ja auch irgendwie nachweisen.Spätestens vor Gericht.
    Also, bevor du mit der Flinte beim Verkäufer auftauchst, erst einmal testen lassen, den Honig. Dann kannste reklamieren.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo an Wolfgang, Markus und bienenfred,
    ich bin BTA und hab auch nen Honigkurs gemacht also wenn ich von Melezitose Anteilen im Honig spreche dann dürft ihr mir das glauben.
    Sebstverständlich ist der Honig zunächst nur angetaut und dann nochmal auf 38 Grad erwärmt worden, wobei die Zuckerkristalle sich weder zerrieben haben noch die Hitze sie lösen konnte. Darum geht es mir in diesem Zusammenhang aber auch gar nicht. Fakt ist das ich einen Honig gekauft habe der so nicht beworben wurde , sondern mir einen ungepflegten ungefilterten rauen Honig und keinen cremigen verkauft hat.
    Der Verkäufer sagt ja ganz deutlich das ich ihm nachweisen soll das der von mir beschriebene Honig von ihm stammt, dieser Nachweis ist ja auch nicht durch eine Quittung zu führen.

  • Verlust an Abbschäum Honig und geleeartigen Zuckerkristallen ca 30 Prozent.


    Du meinst, der Honig hat sich in 2 Schichten abgesetzt? Unten fest und oben 30% flüssig? Hast du Angaben zum Alter, zur Sorte und zum Wassergehalt? Was hattest du mit dem Honig vor?

  • Hallo Hummel,
    mag sein, dass Du BTA bist, was immer das sein mag, bin zu faul zum Nachschlagen.
    Zumindest beim Kauf hast Du dich ungemein ungeschickt angestellt. Honigbehälter übervoll, nicht gerührt, aber schaumig....
    Na ja. War wahrscheinlich billig.
    Meiner Ansicht nach hast du keine besonders guten Karten, da gekauft wie gesehen.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo Michael, um einen rauen nicht cremigen Honig der Zuckerkristalle enthält die sich bei 38 Grad oder durch rühren nicht nahezzu auflösen zu erkennen benötige ich kein Honig Gutachten, welches den Streitwert übersteigt.
    Gelartige, dunkle Konsistenz von Honig mit grossen Zuckerkristallen die auf dem Boden absetzen wird allgemein als Meli diagnostiziert. Ich kann sehr wohl reklamieren das der Honig nicht der Bewerbung entspricht oder besser entsprach, denn er wurde ja durch mich
    gepflegt nur nicht mit dem zu erwartenden Erfolg.

  • Hallo ihr Lieben,
    ich benötige Rat zu folgendem Sachverhalt. Ich habe Honig gekauft der über den Imkermarkt als gerührt, gefiltert und cremig angeboten wurde.
    ...
    Die Hobbocks waren so voll das eine in Augenscheinnahme zum Überlaufen geführt hätte, warum ich darauf vertraute und den Honig so gekauft habe.
    Letzlich hat sich nach mehrmaligem rühren herausgestellt das der Honig zu einem guten Teil Melezitose


    Irgendwie ist das widersprüchlich.


    Als welche Sort hast du den denn gekauft?
    "cremig" deutet auf Früh- oder Sommertracht hin, Waldhonig wird normalerweise nicht cremig angeboten (geht aber).
    Melezitose braucht man allerdings nicht analysieren - das schmeckt man doch sofort!
    Und eine Verwechslung mit Früh-/Sommertracht ist unmöglich.


    Und was ist ein übervoller Hobbock?
    Entweder ist er voll und der Deckel zu oder es ist weniger drin als voll.
    Cremigen Honig kann man dann doch ohne Risiko aufmachen, da läuft so schnell nix raus.
    Wenn der Deckel vorher zu war, kann man ihn auch bei flüssigem Honig aufmachen ohne dass was rausläuft, solange er eben steht.


    Und dann ist da noch das böse Wort "gefiltert". Ich hoffe, du hast es nur unglücklich ausgedrückt und meintest "gesiebt". Ansonsten ist es eh kein richtiger Honig mehr und darf auch nicht als normaler Honig verkauft werden. Wurde er tatsächlich mit dem Wort "gefiltert" angepriesen?

  • Hallo


    was soll man dazu sagen, etwas zu kaufen, wo man nicht weis was es ist, ist einfach unklug. In dem Moment, wo du mit der Verarbeitung des Honigs begonnen hast, hast du theoretisch den Kauf akzeptiert. Betrachte die Sache als Lehrgeld bezahlt.
    Ich kann dir nun raten den Honig aufzulösen, nochmal zu impfen und dann cremig rühren. Ich hoffe ja nicht das der Honig vergoren ist, dann sieht es schlecht aus. Also alles Gute.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Wer als Honighändler auf die Wareneingangskontrolle und Lieferschein verzichtet, und auch noch Bar zahlt ohne Rechnung, handelt grob fahrlässig Punkt. Du bis kein betrogener Endverbraucher, sondern wie du dich selbst siehst Fachmann und verarbeitest Lebensmittel zum Weiterverkauf.
    Dein Endkunde hat es leichter, der nimmt das Glas, geht zur Lebensmittelaufsicht- zeigt den Scheiss, und die Kontrolletis lassen das untersuchen und nehmen deinen Laden auseinander und es bleibt bei dir hängen!.


    Du hast einen alten Gaul gekauft, weil du nicht ins Maul geschaut.