Vandalismus am Bienenstand

  • Nun hat es mich jetzt auch erwischt. In der Nacht des 6.01 gegen 3 Uhr ist ein unbekannter Täter auf meinen Stand (ein umzäuntes Stück Wiese am Ortsrand) eingedrungen und hat dort meine 4 Beuten umgeschmissen und auf jeden Fall 2 Völker dadurch umgebracht. Die 2 anderen leben noch, haben aber mindestens 1/3 der Bienenmasse verloren und ob die Königin noch lebt steht in den Sternen. Und ob sie das Frühjahr so geschwächt schaffen ist fraglich. Habe leider das Ganze erst 6 Tage später entdeckt. In diesen 6 Tagen hatten wir hier Frost mit -15 Grad. Es sieht so aus, als wenn der Täter wußte was er tat.
    Der Zaun ist nicht sehr hoch (etwa 1 Meter) so dass man darüber steigen kann. Habe das Grundstück von jemanden übernommen der dort früher Ziegen gehalten hat. Ich hatte auch dort vor dem Silvester eine Wildkamera installiert. Diese hatte den Täter aufgenommen. Leider alle Aufnahmen von hinten, bis auf eine Gesichtsaufnahme die stark überbelichtet ist. Es ist mir zwar gelungen mit einer Bildbearbeitungssoftware die Gesichtskonturen herauszuarbeiten. Zu meiner Überraschung: es handelt sich höchstwahrscheinlich um eine junge Frau (20-35 Jahre alt). Ich kann mir keinen Reim darauf machen, um wen es sich handeln könnte. Das Gesichtsfoto ist zu schlecht um jemanden eindeutig identifizieren zu können. Schade. Es hätte mich so gefreut diese Person zu überführen. Laut Polizei wäre so jemand dann vorbestraft. Die berufliche Laufbahn in einigen Bereich wäre für so jemanden gelaufen.
    Nun habe ich heute angefangen den Zaun höher zu ziehen, auch wenn wir klar ist, dass dies keinen 100% Schutz bietet. Wenn er fertig ist kommt noch auf der Innenseite ein Stacheldrahtzaun dazu. Und das ist mir jetzt egal ob das erlaubt ist oder nicht. Bitte also keine Kommentare und Diskussionen hierzu.
    Vielleicht kann mir jemand von Euch eine 3g Kamera empfehlen mit der er gute Erfahrung gemacht hat oder weitere technische Möglichkeiten wie z.B. Bewegungsmelder, die anschlagen, wenn die Beute umgeworfen wird. Da es schon das dritte mal ist, dass man an diesem Stand randaliert hat, mache ich ihn zum Fort Knox-:). Ich werde sicherlich nicht das Feld räumen nur weil jemanden womöglich die Bienen stören und er mir das auf diese Weise kommunizieren will.
    Was mich aber am meisten wurmt ist die Tatsache, dass die 6 Tage lang Leute an meinem Stand vorbei gelatscht sind und niemand kam auf die Idee mich zu kontaktieren. Dabei hatte ich viele Jahre in der Nähe des Standes gewohnt, so dass mich auch viele dort kennen. Die Telefon Nummer hängt auch am Stand. Man sieht auf der Kamera wie Spaziergänger mit Hunden in der Nähe stehen bleiben und sich das ganze genüsslich anschauen. Einem Vereinskollegen wurden um den Silvester herum 6 Beuten mit Feuerwerkskörpern abgefackelt. In was für kranker Welt leben wir doch inzwischen:-(

  • Ich kann für solche Fälle nur eine Wildkamera mit Benachrichtigung per MMS bzw. E-Mail empfehlen.
    Die für oder mit MMS wird evtl. etwas kostenintensiver wenn man sich für die Benachrichtigung bei
    jeder Aufnahme entscheidet.
    Ich habe mich dann für eine mit Mail-Benachrichtigung entschieden da kann ich am Tag hunderte von
    Mails bekommen und es kostet nur ganz wenig !
    In Deiner Situation, also der Lage des Bienenstandes in Deiner Nähe, hättest Du im günstigsten Fall
    den Täter/die Täterin noch abfangen können.


    Ansonsten viel Glück mit den geretteten 2 Bienenvölkern !


    mfg
    hartmut17

  • Moin zusammen,
    ich habe meine Bienenstände auch mit Kameras verwanzt. Dabei ist es mir wichtig, dass immer 2 Kameras über Kreuz stehen. Bisher hatte ich nur solche mit Speicherkarten. Das große Problem waren dabei immer die geringen Batterielaufzeiten bei Modellen mit R6. Die zuverlässigste Kamera ist bei mir ein sehr simples Modell von Moultrie mit solchen großen Batterien. https://www.wildkamera.eu/moultrie/
    Gruß Jörg

  • Hallo Donaldo,


    ich habe die Kameras einfach durchgebohrt und an die Bäume gespaxt... Gut machen sich kleinere Bäume, die nicht soooo auffällig sind. Die Nachtqualität geht so halbwegs. Gesichter sind schwierig, weil sie zumindest bei mir zu weit weg sind. Bilder habe ich nicht gespeichert, kann aber morgen auf der Arbeit noch mal suchen.


    Gruß Jörg

  • Kannst du her ein Modell besonders empfehlen?


    Ich habe jetzt 2 Kameras des Typs "AcornGuard AG-680M" mit 12 Mega Pixel und Mailversand in Betrieb
    und kann diese auch empfehlen. Sie kann auch für den MMS-Versand eingestellt werden aber das ist für
    mich zu teuer (je MMS 39 Cent) .
    Ich nutze eine Prepaid-Karte und bezahle für "unendlich" viele Bilder 2 € im Monat.
    Wichtig ist für mich wie gesagt, dass bei einem Diebstahl der Kamera das Bild des Diebes mit
    grosser Wahrscheinlichkeit schon bei mir auf dem Rechner bzw. dem Handy ist.


    mfg
    hartmut17

  • Moin Donaldo


    Tut mir leid zu hören, das bei dir Vandalismus am Stand war.
    Bezüglich Wildkamera: besuche mal die Seite: http://www.wald-prinz.de/
    Direkt auf der ersten Seite findest du den link zu den Kameras, Tests und Technik, sowie Berichte und Fotos.
    Diese Seite hat mir bei der Entscheidung für meine Kameras auch geholfen.


    Ich wünsche Dir viel Glück, das Du Deine Völker noch durchbekommst.
    Vergiss Die Anzeige bei der Polizei nicht!


    Gruss
    Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935

  • Und bei allen Kameras daran denken und darauf achten, dass die keine (!) öffentlich zugänglichen Bereiche mit aufnehmen - dann geht dser Schuß nach hinten los....


    Gruß
    Marion

    Gärtnerin mit Hang(garten) zur Selbstversorgung, Informatikerin, neugieriges Gscheidhaferl - 123viele.de

  • Und bei allen Kameras daran denken und darauf achten, dass die keine (!) öffentlich zugänglichen Bereiche mit aufnehmen - dann geht dser Schuß nach hinten los....


    Gruß
    Marion


    Na ja, ich würde sagen das sollte eher heißen:" dass die keine (!) öffentlichen Bereiche mit aufnehmen". Denn öffentlich zugänglich ist auch mein Hauseingang aber trotzdem Privatbesitz und somit habe ich die Berechtigung den zu überwachen.

  • Na ja, ich würde sagen das sollte eher heißen:" dass die keine (!) öffentlichen Bereiche mit aufnehmen". Denn öffentlich zugänglich ist auch mein Hauseingang aber trotzdem Privatbesitz und somit habe ich die Berechtigung den zu überwachen.


    Wenn nicht eingefriedet ist das auch auf Privatbesitz ein Problem.
    Sonst bräuchte man irgendwo im Gelände ja nur das o.k. des Grundstückbesitzers, bzw. auf meinem Acker könnte ich machen was ich will...

  • Wenn nicht eingefriedet ist das auch auf Privatbesitz ein Problem.
    Sonst bräuchte man irgendwo im Gelände ja nur das o.k. des Grundstückbesitzers, bzw. auf meinem Acker könnte ich machen was ich will...


    Erschreckend viele Jäger tun bei diesem Thema aber genau das, nämlich machen was sie wollen. Solche Kameras werden seit wenigen Jahren immer exzessiver und flächendeckender aufgestellt und die Burschen scheren sich einen Dreck darum ob legal oder nicht. Oft sind Waldwege voll mit im Bild, sogar so, dass man sicherlich auch die Gesichter der Passanten genau erkennen kann.
    Den Förstern und Waldbesitzern scheint es egal zu sein, sie erhoffen sich ja bessere Jagdergebnisse. Die Passanten bemerken die Kameras oft gar nicht und wenn, haben die wenigsten eine Ahnung davon, dass das in dieser Form illegal ist. Und merkwürdigerweise auch (noch) nicht das Gefühl, dass das auch für sie negativ ist.


    Ich hatte die letzten Jahre viel und flächendeckend in Wald und Flur zu tun und bin geradezu entsetzt, was sich hier inzwischen für ein Überwachungswildwuchs ausgebreitet hat. Obwohl ich nicht danach gesucht habe, habe ich unglaublich viele, endeutig illegal angebrachte Kameras an den absonderlichsten Orten gefunden und sicherlich ein Vielfaches davon selber gar nicht bemerkt. Sowohl stark frequentierte als auch sehr abgelegene Stellen. Die sind da rund um die Uhr, niemand weiß, wem sie gehören, was der damit macht und auf welchen Rechnern dieses Bildmaterial wie lange landet und wohin es danach weiter geht damit.


    Man kann inzwischen nicht mehr im Wald pinkeln, ohne sich beobachtet zu fühlen. Ich finde das nicht nur traurig, sondern brandgefährlich. Sowas verändert uns alle früher oder später zum Schlechten. Denn ein Mensch, der sich beobachtet fühlt, verhält sich nicht mehr wie vorher, ganz egal, ob er von dieser Nebenwirkung weiß oder nicht.


    Daher betrachte ich auch das Thema hier mit großer Sorge, obwohl ich auch selber Angst vor Vandalismus habe und den Impuls zum Aufstellen solcher Geräte gut vestehe, auch selber schon mit dem Gedanken spiele.


    Und daher sollten wir wirklich aufpassen, was genau im Erfassungsbereich der Kameras zu sehen ist, um nicht die selbe Ignoranz und Gewissenlosigkeit wie viele Jäger zu entwickeln. Passt nicht zu Imkern, finde ich.


    Gruß
    hornet