Dampfwachs- oder Entdeckelungswachsschmelzer kaufen?

  • Hallo,


    lacht mich aus, aber ich verstehe was noch nicht richtig, brauche aber ein vernünftiges Gerät zum Wachsschmelzen.
    Und da frage ich mich, warum gibt es Dampfwachsschmelzer und Entdeckelungswachsschmelzer, warum nicht nur letztere?
    Kann man denn mit diesen Geräte normale Waben nicht so gut ausschmelzen?!? :confused:


    Momentan benutze ich für Altwaben so ein selbst gebautes Teil mit einem Tapetenlöser, das bekam ich in meiner Anfängerzeit mal geschenkt und seither habe ich es halt benutzt und geflucht, aber weil es halt schon da war....
    Jetzt ist Schluss damit, das Ding war eigentlich schon im 2. Jahr viel zu klein, viel zu umständlich und langsam.
    Ich brauche jetzt was größeres und schnelleres.


    Wenn Entdeckelungswachsschmelzgeräte es genau so tun, dann hätte ich da ein Gerät für etwa 1200 EUR im Blick, mit dem man offenbar beides kann und ich frage mich auch, warum auch nicht? Der Händler hat auch einen Dampfwachsschmelzer daneben, der genau so viel kostet.


    Offenbar gibt es also Gründe, das eine, aber nicht das andere zu kaufen, nur erschließen sich mir diese Gründe nicht.
    Mit dem Entdeckelungswachsschmelzer kann ich doch letztlich viel mehr tun, offenbar für's gleiche Geld?


    Gruß
    hornet

  • Hallo,


    Offenbar gibt es also Gründe, das eine, aber nicht das andere zu kaufen, nur erschließen sich mir diese Gründe nicht.
    Mit dem Entdeckelungswachsschmelzer kann ich doch letztlich viel mehr tun, offenbar für's gleiche Geld?


    Ich vermute einmal, dass die Zeit pro Durchlauf im (trockenen) Deckelwachsschmelzer nicht so kurz hinzubekommen ist wie im Dampfwachsschmelzer. Außerdem wird die saubere Reinigung, sodass du danach wieder Honig draus essen willst, sicher wenig Spass machen, wenn du alte Brutwaben, Futterwaben oder Drohnenbrutwaben drin geschmolzen hast. Beim Dampfwachsschmelzer ist man da vielleicht weniger pingelig.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Das Thema Reinigung und das Thema Fassungsvermögen und damit Kapazität ist wohl der Unterschied. Ich habe für die Wachsbearbeitung, die bei Improvisation leicht zur Sauerei mutieren kann, mal richtig investiert und mir einen Edelstahlkessel geleistet. Das Teil steht wie die Schleuder meistens herum aber damit Waben ausschmelzen geht prima. Insbesondere Drohnenbrutwaben mit Larven hinterlassen das was als Tester vornehm umschrieben wird. Nach der Prozedur lässt sich der Kessel mit Bürste und Spülmittel reinigen (o.k., ist schon Handarbeit) und ganz hartnäckige Reste kann man mit verdünnter Natronlauge leicht entfernen. Pro Saison 4 Durchgänge - schafft man mit Reinigung an einem WE.


    Wenn Du investierst, dann zielgerichtet.


    Meine Meinung


    Rainer

  • Hallo Hornet!


    Man braucht beides für sinnvolles und sauberes Arbeiten. Sind zwei prinzipiell unterschiedliche Imkereigeräte.

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Mit dem einen gewinnst Du Honig mit dem anderen Wachs.


    Hallo Hornet
    wie ich das einschätze willst du doch eher Waben einschmelzen und ich habe mich in letzter Zeit viel mit Dampfwachsschmelzern beschäftigt. Ich hatte bis jetzt einen Edelstahltrichter mit Dampfgerät, den Trichter gibt es für verschiedene Zargen, wird auch angeboten in der Imkerzentrale Görlitz. Ich habe mir jetzt einen Dampfwachsschmelzer (Dampftrommel) im Imkerladen Oberlausitz gekauft, mit dem schmelze ich zur Zeit mein Wachs zur Umarbeitung ein, trotz der Kälte erziele ich im Schuppen gute Ergebnisse. Also da ist man mit 160 Euro gut dabei, die Investition wie du sie vor hast, ist bestimmt nicht schlecht, aber die Ergebnisse bestimmt nicht anders. Ich bin zufrieden und habe mir noch ein 2 Edelstahlgitter reingelegt und dazwischen ein Filtertuch. Nur mal so meine Meinung.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • hallo,


    danke eurer bisherigen Anregungen und Hinweise habe ich nun verstanden, dass es doch immer zwei völlig verschiedene Geräte und Einsatzzwecke sind. Schade, ich hätte Verwendung für beides, da wir wohl doch öfter mal melezitoselastige Honige haben. Da hätte ich den genannten Preis gerne bezahlt, wenn ich dafür nur ein einziges "all in one"-Gerät bekommen hätte.


    Aber zunächst dringender wäre für mich in der Tat ein Altwabeneinschmelzer, als Einzelgerät sollte es dann doch deutlich günstiger als die genannten 1200 EUR sein!


    Weil ich sowieso auch viel Brennholz rumliegen habe, wäre wohl der von Frank Osterloh in einem älteren Beitrag erwähnte "Holzbeheizte Dampferzeuger der Fa. WET Thermplate aus Willich mit zugehöriger Schmelzwanne" ideal für mich. Doch so wie der aussieht, ist der wohl mehrere Tausend schwer. Oder weiß jemand genaueres? Wenn man schon keine Preise zu solchen Geräten findet, sind es meist utopisch teuere Geräte... :(


    Ich bin für alles offen, Gas, Strom, Holz, aber bevorzugen würde ich die Brennstoffe in umgekehrter Reihenfolge, also am liebsten Holz, dann Strom und erst zum Schluss Gas.
    Da ich fast immer nachts, bei Regen oder im Winter schmelzen muss, um keine Riesenräuberei auszulösen wäre eine gute Isolierung/effiziente Wärmeeinleitung für mich besonders wichtig.
    Und es sollten für, sagen wir mal 300 Brutraum-Waben und etwa ebenso vielen HR-Waben pro Jahr nicht mehrere Tage Arbeit drauf gehen.


    Gruß
    hornet

  • ...hatte bis jetzt einen Edelstahltrichter mit Dampfgerät, den Trichter gibt es für verschiedene Zargen, wird auch angeboten in der Imkerzentrale Görlitz. Ich habe mir jetzt einen Dampfwachsschmelzer (Dampftrommel) im Imkerladen Oberlausitz gekauft


    Drobi: Mit welchem Gerät bist/warst Du schneller? Ich schmelze bisher mit dem Trichter und kann so kontinuierlich arbeiten (1 ausgeschmolzenes Rä. raus, dafür AltwachsRä. rein, Wachs-/Tresterreste vom noch warmen Rä. abkratzen + weghängen, nächstes ausgeschmolzenes Rä. entnehmen usw.). Nach ca. 20 min. Erstaufheizzeit schaffe ich so (also incl. mechanische Reinigung) ca. 50 Rä./h ohne zu hetzen. Ist ein solcher Durchsatz auch bei der Dampftrommel drin?. Warum hast Du auf die Trommel gewechselt?
    Zwischendurch muß ich ab und zu Wasser in den Dampfgenerator (nach-)füllen. Die Nachheizzeit nutze ich dann, um den Trester von den nylonbestrumpften Siebblechen zu entnehmen (ca. nach 50 Rä.).
    Deckelwachs dauert m.E. etwas länger. Man solllte m.E. eine Stelle auf dem Trestergitter frei lassen, damit der Dampf dort aufsteigen und das Wachs auch von oben erreichen kann.


  • Ich bin für alles offen, Gas, Strom, Holz, aber bevorzugen würde ich die Brennstoffe in umgekehrter Reihenfolge, also am liebsten Holz, dann Strom und erst zum Schluss Gas.
    Da ich fast immer nachts, bei Regen oder im Winter schmelzen muss, um keine Riesenräuberei auszulösen wäre eine gute Isolierung/effiziente Wärmeeinleitung für mich besonders wichtig.
    Und es sollten für, sagen wir mal 300 Brutraum-Waben und etwa ebenso vielen HR-Waben pro Jahr nicht mehrere Tage Arbeit drauf gehen.


    Hallo Hornet,
    schau dir mal das Teil an. DWS von Bienengarten
    Damit kann man bestimmt einen guten Durchsatz erzeugen. Ich finde das eine klasse Idee.
    Als Dampferzeuger geht bestimmt auch ein Metallfass auf dem Feuer...


    Ansonsten schau dir mal Bernhards Wachsschleuder an. HAMAG Wachsschleuder


    Gruß Thomas

    Steingarten ist Keingarten
    Für alle die, die kein Imker sind: gemeint ist Schottergarten, reimt sich aber nicht so prickelnd...

  • Na der Kessel vom Bernhard ist aber nicht ganz günstig. Da müssten sich schon ein paar Imkereien zusammen schließen - oder man hat direkt 100 oder mehr Völker. Das Ding kostet ein paar tausend Euro...

  • HAMAG wirbt mit Restwachsgehalten des Tresters von unter 5%.


    Wie hoch ist der Restwachsgehalt bei "normalen" DWS ohne Schleuder?


    Ergibt sich da evtl. ein zu berücksichtigender Mehrwert, oder eher zu vernachlässigen?