Winterverluste 2016/2017

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    Interessante Sichtweise.

    Gut, wenn z.B. Königinnenverlust nicht zählt, kann ich mir das mit den "100% ist Varroa Schuld" verstehen. Verhungern zählt auch nicht? Ist ja auch nicht speziell Wintersache? Oh, da fällt mir noch einiges ein.

  • Interessante Sichtweise.

    Gut, wenn z.B. Königinnenverlust nicht zählt, kann ich mir das mit den "100% ist Varroa Schuld" verstehen. Verhungern zählt auch nicht? Ist ja auch nicht speziell Wintersache? Oh, da fällt mir noch einiges ein.

    Wieso soll ich die mitzählen? Außerdem habe ich ja differenziert. Wer anders zählen will, kann das dann ja tun.

    Das Volk ohne Königin ist noch da, also nicht verloren (also kein "Völkerverlust"). Wäre es nicht zur Unzeit, könnte ich Umweiseln.

    Königinnenverluste treten im Sommer auch auf . Auch insofern also kein Winterverlust.

    Zählst Du ein Volk, dass Du im Sommer wegen Königinnenverlust umweiselst, als Völkerverlust?

    Was soll das mit dem Verhungern? Ein verhungertes Volk ist tot. Es gibt ohne Zweifel noch andere Todesursachen - ich kann aber ganz gut zwischen toten und lebenden Völkern unterscheiden.

    Ein bisschen mehr Argumente und weniger Polemik wäre hilfreich.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Hei Jule!

    Das ja nicht so schön, ich fühle mit dir.

    Es ist glaube ich auch schon öfters thematisiert worden, dass gerade 2016 der späte Sommereinschlag im September noch mal zu einer verstärkten Varroa-Vermehrung geführt hat.

    Völker, die im August-September noch wenig bis keine Varroa-Belastung zeigten, haben später einen knacks bekommen, weil die Milben und ihre Folgen sich erst später gezeigt haben. Ich müßte noch mal nachschauen wann genau, aber soweit ich mich erinnere ich habe den Bienen zumindest im/Ende September noch mal eine Oxal-Dampf Kur verabreicht. Das scheint gereicht zu haben, die sind alle vital und bereits recht stark für gerade ausgewintert.

    Ein weiteres Problem kann eine schlechte Begattung der Kö's aus 2016 sein, da hatten einige Probleme (schlechtes Wetter beim Begattungsflug).

    Mangelernährung der Ammen im Juli glaube ich jetzt eher nicht, normalerweise sollten die Völker zu dem Zeitpunkt damit keine Probleme haben.

    Was wir glaube ich noch nicht abschätzen können ist die Veränderung der Witterung mit mildem Klima bis spät ins Jahr und was das für Auswirkungen für ein Volk haben kann. Zudem gibt es noch Felder, auf denen als Ausgleich z.B. Senf angepflanzt wird, wodurch spät im Jahr noch Tracht reinkommt. Obwohl ich weniger als die letzten Jahre eingefüttert, sind meine Kisten noch randvoll mit Futter.

    2017, ich drück dir die Daumen!

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Keine Winterverluste. Zwei Völker (von 13) weisellos, aber das ist ja kein spezifisches Überwinterungsproblem.

    Für mich ist jedes Volk, das nicht mehr voll da ist ein Verlust. Weisellose und arg geschrumpfte Völker löse ich direkt auf.


    Ich habe dieses Jahr (anders als z.B. letztes Jahr) auch Verluste, insgesamt immerhin ca. 13%.

    Auffällig aber, das fünf Stände nahezu verlustfrei sind, an einem aber die Hälfte der Völker dahin ist.


    Glücklicherweise stehen die Überlebenden gut da, z.T. wird das Futter knapp.


    Gruß,


    Thomas

  • Keine Winterverluste. 4/4 ausgewintert. Alle Völker haben Brut in allen Stadien und noch genügend Futter bis zur Obstblüte, dann gehts ab hier an meinem Standort ;).

    Größe allein ist nicht entscheidend. Eine Biene sammelt an einem Tag mehr Honig als ein Elefant in seinem ganzen Leben.;)

  • Wäre es nicht zur Unzeit, könnte ich Umweiseln.

    Es ist aber zur Unzeit. Das Volk braucht eine neue Königin. Alleine kriegt es die Kurve nicht mehr. Es ist tot, nur etwas später.

    Ja, man kann noch vereinigen, einen Ableger zugeben... aber ein Volk fehlt hinterher. Eine einzelne Königin bekommt man nicht über den Winter. Es ist zumindest ein kleiner Ableger. Die Zugabe von offener Brut ist im März bezüglich der Begattung sehr risikoreich.

    Königinnenverluste treten im Sommer auch auf . Auch insofern also kein Winterverlust.

    Verhungern tritt auch manchmal im Sommer auf. Also auch kein Winterverlust. Provokant ja, aber ich folge nur deiner Argumentation.

    Wobei dies ein hinkender Vergleich ist. Im Sommer ist der Königinnenverlust nicht mit dem Tod des Volkes gleichzusetzen im Gegensatz zum Verhungern. Im Winter ist es aber anders.

  • Moin!


    20 eingewintert, 20 wieder aus dem Winter draußen - 10 gehen direkt in den Verkauf. Alle Kö aus 2016, AS-Behandlung Ende Juli, Mitte/Ende August. Mit reichlich Futter die starken Völker aus der Brut gedrückt, danach MS Behandlung und im Dez. 14 Tage nach Frost OS-Behandlung. Kein Milbenabfall bzw. deutlich unter 1 in drei Tagen. Völker sehr kräftig und noch mit reichlich Futter dabei.

  • Bei mir ist 1 von 18 durch Weisellosigkeit verloren gegangen. Etliche weitere hatten mit der Ruhr zu kämpfen, die meisten sind aber darüber hinweg. 3 sind durch die Ruhr auf Begattungskastenformat geschrumpft, scheinen jetzt aber stabil zu sein. Falls sie in dieser Stärke bis Anfang April durchhalten, bekommen sie eine Wabe mit schlüpfender Brut, um wieder durchstarten zu können.

    Summa summarum: Meine Winterverluste werden zwischen 1...4 von 18 liegen.

    Gruß Ralph

  • Eines meiner Völker fliegt gar nicht. In der Erwartung die tote Beute vor Räuberei schließen zu müssen, habe ich gestern bei Wind, Regen und kühlen Temperaturen die Beute geöffnet und wurde durch viele quicklebendige Bienen überrascht. Waren das schon Räuber, oder kann ein Volk so weit hinter den anderen herhinken? Wir sind noch weit vom Frühling entfernt: Temperaturen durchgängig unter 10°C und nur wenige Tage mit Mittagstemperaturen darüber. Immer noch Nachtfröste und diese Woche noch Regen und Wind dazu. Über Winterverluste können wir abschließend noch gar nichts sagen.

  • Hallo

    die Möglichkeit das totgeglaubte Völker noch leben ist nicht neu und Spätentwickler müssen nicht die schlechtesten Völker sein. Natürlich gibt es auch Völker wie du schreibst das in der Entwicklung sehr hinterher hinkt. Ich würde überprüfen ob Brut vorhanden ist.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)