Winterverluste 2016/2017

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    Hallo zusammen und ein gutes Neues.
    Ich habe 2016 die Bannwabe ausgetestet, da ich keine TBE mehr machen wollte.
    Hat ganz gut geklappt.
    Da ich mich im Herbst zu wenig um meine Völker gekümmert habe rechne ich mit -10 bis -20% Verluste.
    Aber die hätte ich vermeiden können.

    Grüßle
    Franky ( Erfinder des Apinaut-Systems )

  • haben leider die Wildschweine eine Beute umgeworfen wodurch das Volk erhebliche Verluste erlitten hat.


    Upps, also doch! Bisher hat man mir immer erzählt, das sei noch nie vorgekommen... :eek:
    Ich habe da nämlich auch andere Befürchtungen, die Sauen wittern ja den Honig, immerhin können sie mindestens so gut riechen wie Hunde und von den Stichen können sie ja erst mal nichts wissen.


    Habe allerdings auch so einen Stand, wo sie regelmäßig in der Nähe den Boden umgraben, bisher ist aber nix passiert.
    Und kurz vor dem jüngsten Schneefall haben sie direkt neben dem Stand (knapp 10m) erneut den Boden großflächig umgepflügt, aber an die Beuten sind sie ertaunlicherweise nicht ran gegangen, obwohl wir strengen Frost hatten und ein paar Kilo Honig sicherlich attraktiv gewesen wären.


    Von "Erfahrung" mit Bienenstichen kann man bei den Sauen wohl nicht sprechen, da es ja angeblich nicht vorkommt, daher muss es andere Gründe haben, warum so was nie oder zumindest nur selten passiert.


    Zumindest sollte es passieren können, dass sie sich einfach nur dran "schubbern" und dabei die Kiste "aus Versehen" umwerfen.


    Gruß
    hornet

  • Moin


    Bisher an meinem Heimatstand direkt am Haus, in noch "normaler" nicht zu intensiver Landwirtschaft habe ich 9 Völker eingewintert, und bisher sind 9 Völker noch da.
    Behandlung mit AS60, einmal (für mich schon zu spät) ab 20.08.16 in Nassenheider Professionel.
    Ansonsten keine weiteren Massnahmen gegen Varroa.


    An meinem Versuchsstand im Naturschutzgebiet: 4 von 5 leben.
    Keinerlei Behandlung gegen Varroa seit 4 Jahren.


    Wirklich gezählt wird Anfang Mai
    Beste Grüsse
    Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935

  • Hallo Zusammen,
    ja, war ein wirklich fieses Bienenjahr, auch hier in der Schweiz.
    Nach einer durchschnittlichen Rapsernte war ich zwischendurch recht frustriert, da ich den Rest des Jahres mit Füttern und Varroakampf bei meinen etwa 100 Völkern zubringen konnte. Ich dachte, ich hätte es langsam raus, aber nach einer totalen Brutentnahme Ende Juli/Anfang August inklusive Fangwabenentnahme und Behandlung mit Ox-Bedampfung waren die Varroen im September bei vielen Völkern wieder massiv da und ich habe wie in den letzten Jahren auch Ox Blockbedampfung machen müssen. Dann war der Oktober aber so kalt, dass sich die Völker nicht mehr erholen konnten und mir blieb nichts Anderes uebrig, als Anfang November noch viele zu vereinigen. Die Unterschiede an den verschiedenen Standorten wie von einigen hier berichtet kann ich bestätigen und führe dies sowohl auf das lokale Klima, als auch den Reinvasionsdruck und das Angebot an gutem Pollen zurück. Trotzdem rechne ich noch mit weiteren Verlusten, etwa 20-30% sehen extrem schwach aus. Nach den -10 Grad Nächten von letzter Woche habe ich noch nicht geschaut, ob sie noch leben. Was bleibt ist die Hoffnung, dass im März genug starke Völker da sind, um die schwachen durch Aufsetzten zu sanieren.


    Ich finde es wirklich furchtbar, jedes Jahr wieder auf die Waben mit verstümmelten und sterbenden Bienen durch Viren/Varroa zu schauen und überlege, im nächsten Jahr auch bei den Trachtvölkern eine Brutentnahme mit Behandlung der Brut/Bienen ausserhalb des Muttervolkes zu versuchen, vielleicht schon im Mai/Juni. Diese könnten nach diesem `Waschgang` die Trachtvölker bei Bedarf wieder verstärken. Mit der Hoffnung, dass dann die Varroabelastung im August/September durch ein oder 2 AS-Behandlungen besser in den Griff zu bekommen sein wird und man auch bei einer Waldtracht Ende Juli/August nicht wie auf heissen Kohlen sitzten muss.


    Mit hoffnungsvollen Wünschen für den Rest des Winters!
    Jan

  • Bisher keine Verluste.
    Sehr geringer Varroafall generell. Wirtschaftsvölker einmalig mit Nassenheider Prof. behandelt Anfang August, Ableger mit Schwammtuch einmalig bis gar nicht und Ende November Oxalsäure bei allen geträufelt.
    Ich habe im Flugkreis keinen weiteren Imker, so dass ich ein wenig experimentieren kann. im vergangenen Winter gab es auch keine Verluste.
    Dafür war 2014 als ich anfing, das Erlebnis mit Varroa und führte zu 35% Verlust. Nur Schwammtuch war da zu wenig. Die Verlust kamen alle schon vor der Träufelung.
    Komischerweise nur aus einer Linie. Ein anderer Zukauf von einem Imker aus dem Nachbarort hatte, obwohl direkt danebenstehnd, nur gesamt 300 gefallene Milben, gegenüber den bis zu 5000 Stück gefallenen Milben.
    2015 habe ich das Varroakonzept geändert und einige mit Nassanheider und Träufelung behandelt und einige Völker mit TBE und Träufelung.
    Daraufhin keine Verlust und sehr wenig Milbenfall.
    2016 nur mit Nassenheider Prof. gearbeitet ohne TBE ohne Verluste.
    Sicherlich ist auch der Umstand, dass kein weiterer Imker in einem Umkreis von 3 km zu finden ist und damit eine Reinvasion durch Räuberei ausgeschlossen werden kann, von Vorteil.
    Mal seh´n wie es Ende Februar - Anfang März aussieht.
    Für dieses Jahr steht wieder TBE im Varroakonzept 2017.


    Grüße vom Bienenrammler

  • Also meine beiden Völker in der LiebigBeute leben noch. Ich hab den Bodenschieber reingemacht und nach zwei Tagen nachgeschaut.
    Ich vermute es ist eine kleine Traube da ich nur ca. 3 Reihen auf dem Schieber erkennen kann.
    Varoas waren drei Stück zu sehen.
    Ich hoffe die schaffen es.
    Die anderen vier Völker auf DNM leben auch, zwei waren sehr stark.
    Ich lasse mich dann mal überraschen, retten kann ich jetzt eh nix

  • 2 Völker mit Ruhr.


    Welche Ursache vermutest Du? Ich hörte neulich einen Kollegen sagen, er habe den Eindruck, daß v.a. nach exzessiven Blockbedampfungen mit OX ruhränhnliche Symptome auf der Windel zu lesen seien. Sei die OX aus dem Stock weggeputzt, sei meist auch Schluß mit den Kotflecken auf der Windel.

  • Welche Ursache vermutest Du? Ich hörte neulich einen Kollegen sagen, er habe den Eindruck, daß v.a. nach exzessiven Blockbedampfungen mit OX ruhränhnliche Symptome auf der Windel zu lesen seien. Sei die OX aus dem Stock weggeputzt, sei meist auch Schluß mit den Kotflecken auf der Windel.


    Habe ich noch nie gesehen. Warum auch. Das Schöne an dem Verdampfen ist ja, daß keine absolute Brutfreiheit abgewartet werden muss, so daß man schon früher und bei Flugwetter bedampfen kann. Und damit haben die Bienen auch mal eine echte Winterruhe im Winter. Wer die Bienen bei kaltem Wetter stört, braucht sich über Aufregung und volle Därme nicht wundern, oder?

  • Wer die Bienen bei kaltem Wetter stört, braucht sich über Aufregung und volle Därme nicht zu wundern, oder?


    Ja. Aber das trifft auf die Bemerkung des Kollegen nicht zu. Er bezog sich auf Herbst-Bedampfungen in Zeiträumen, wo noch (zumindest tageweise) Flugwetter herrschte. Was ich an Bernhards Ferndiagnose nicht verstehe: Muß sich ein voller Darm zwingend immer über die Ruhr entleeren? Es gibt ja auch den Normalgang und das Gegenteil von Durchfall. Wenn trotzdem im Stock abgekotet wird, dann steigt das Risiko von Infektionen im ganzen Volk selbstverständlich. Führt das am Ende letztlich zur Ruhr (als Endpunkt gewissermaßen)? Mir fehlen zur Einschätzung die nötigen Erfahrungen mit Bienenkrankheiten, deshalb die Frage.

  • Wer hat denn diagnostiziert, daß es Ruhr gewesen ist? Ist das so sicher? Wie erkennt man denn Ruhr?


    Und im September hatten wir es warm, im Oktober sehr kalt. Da saßen die Bienen auch fest.

  • Moin, moin,


    im Falle von Ralph würde ich annehmen, er wisse, was er schreibt, wenn er Ruhr schreibt...


    Ich hatte die letztes Frühjahr, an mehreren Ständen einzelne Völker, und das war nicht schön.


    Diesen Herbst/Winter nach meinem Wissen bisher 1 Volk gestorben, Varroa und Viren, außerdem Grünlandumbruch, denke ich, und zu spät behandelt. Stand allein.


    3 bis 5 sind nicht so stark, wie sie sollten. Ich denke aber, sie schaffen es. Zwei wohl weisellos. Und wer in die Wohnung kackt, wird nicht vereinigt.


    Gruß Clas

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