Imkern ohne Vereinsmitgliedschaft ?

  • Ja, der LKW kam auch aus Stendal. Ich weiß nicht ob ich seine letzte Adresse war oder die einzige, jedenfalls waren nur meine zwei Paletten im Laderaum, da waren die hohen Transportgebühren jedenfalls sehr gut nachvollziehbar, und dann mußte ja alles von dem Fahrer auch noch mit einem kleinen elektrisch angetriebenen Hubwagen über teilweise grobes Kopfsteinpflaster gefahren werden, und dann schaukelt alles und ich als einziger Helfer durfte versuchen die schwankende Fuhre am umkippen zu hindern, aber die Karre nicht über den Fuß rollen zu lassen... =O

    Jetzt nach 3 Jahren ist etwas über 1/4 der Gläser verbraucht, also kommt das mit dem 10 Jahresvorrat schon ganz gut hin, hoffentlich dank Glasrückgaben vielleicht aber auch noch länger.

  • Hallo, mache nie eine Sammelbestellung mit Imkern, zwei Vorfälle im ortsansässigen Imkerverein:

    Vorsitztender bestellt eine Palette Gläser, was machen die Imker ? Kaufen die Gläser Kartonweise bei ihm ein, er war selbstständiger Schreiner, also für jeden Karton Arbeit unterbrechen........

    Einer lässt einen Container Futter kommen, alle sind begeistert. Stehen dann vorm Container und schimpfen, dass der Besteller ja keine Kanister oder Eimer hat zum Transport........

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • es wird bestellt und bezahlt und ein Abholtag (meist direkt nach dem Vereinstreffen) festgelegt.

    Wenn es nicht abgeholt wird, gab es noch einen Ausweichtermin bei einem Zwischenlager, danach verfällt der Anspruch und es wird zu Gunsten der Vereinskasse verkauft.

    Warum soll man sich nicht vorhandene Lagerfläche, Transport in ein Zwischenlager und Arbeitszeit von solchen Schusseln klauen lassen?

  • Hallo, mache nie eine Sammelbestellung mit Imkern, zwei Vorfälle im ortsansässigen Imkerverein:

    Wer das so organisiert, zieht natürlich solche Kandidaten an.

    Da hilft z.B. eine Preisstaffelung nach Abnahmemenge, wie sie jeder Händler macht. Auch Vorkasse kann hilfreich sein. Außerdem feste Termine, klare Vorgaben.

    Ich habe nur gute Erfahrungen mit Sammelbestellung gemacht. Ich profitiere selbst davon, weil ich oft keine ganze Palette Gläser brauche und nie eine ganze Palette Biozucker.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Wenn ein Verein nicht dafür steht, warum dann überhaupt. Eine Sammelbestellung mit besseren Konditionen ist eine der Dinge, die Aufgabe eines Vereins ist. Und ja, für den, der dahinter steht und seinen Namen dafür hergibt, der hat damit mehr Aufwand, als wenn er nur für sich selbst bestellen würde. Aber, siehe oben, weil, nur die monatliche Zweistundenauszeit von Mutti mit Bowu und alkoholfreiem Bier alleine, das kann es nicht sein.

    Viele Grüße

    Wolfgang, Vereinsmeier

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Vereine und Sammelbestellung hab ich auch noch ne schöne Story.


    Ich hab hier vor ein paar Jahren mal ne Sammelbestellung für Futter gemacht. Hat sich natürlich auch gerechnet da wir dann einen 100er IBC nehmen konnten. Als ich dann den Vortrag von rase in DEschingen gesehen hab musste ich bei der Futtergeschichte mehr als Schmunzeln. Unser Problem war dass der 1000l IBC auf nem Hänger stand, den bekommste da nich mehr runter, also Garten mit Hänger und IBC blockiert... Frau war begeistert.

    Anschließend hatten die Jungs die mitbestellt hatten vll 5-6 Kanister in die sie ihr Futter abfüllen konnten. Also stand alle paar Tage jemand da der Futter abgezapft hat... unschön aber was willste machen.

    Aber das schönste ist, im Garten von jemand anders kann man ja ruhig kleckern. Riesen sauerei, die Bienen haben sich auch bedankt... mach ich so nie wieder, darf ich auch nich :D


    aber btt: Sammelbestellungen sind klasse, wenn man vorher alles(!!!!!) genau klärt und durchspricht.


    Gruß Chris

  • Hallo, mache nie eine Sammelbestellung mit Imkern, zwei Vorfälle im ortsansässigen Imkerverein:

    Moin,


    ich mache bei uns im Verein die Sammelbestellungen, da kann ich bisher nicht klagen. Alle Imker bekommen eine Mail und ordern bei mir. Ich suche mir das beste Angebot aus und bestelle. Die Gläser lasse ich direkt zu mir liefern und biete dann 2 Abholtermine an. Wer da keine Zeit hat, muss sich einen anderen Imker organisieren, der das Zeug mitnimmt. Bisher ist nichts stehen geblieben (Geld wird ja auch abgebucht ;))


    Das Futter wird per LKW auf dem Parkplatz eines Baumarkts angeliefert, mit Hubbühne. Sind immerhin um die 8 Tonnen, da kommt schon ein wenig was an Paletten zusammen, das will ich nicht von Hand abladen.

    Die Imker werden gestaffelt von mir dazu bestellt, immer 5 per Viertelstunde. Dadurch rennt nicht zu Beginn eine Riesenmeute da rum, sondern alle trudeln nach und nach ein und können direkt aufladen.

    Nach 2-3 Stunden ist das Schauspiel beendet und alles weg.

  • Ein Verein steht doch nicht nur für Sammelbestellungen. Ein Verein steht ganz allgemein für ein Vereinsleben. Darunter fällt folgendes:

    • Treffen in Vereinsversammlungen für fachlichen Austausch
    • Betreuung und Pflege einer Vereins-Imkerei auf einem Vereinsgrundstück
    • Organisation von Anfängerkursen
    • Betreuung von Schul-Arbeitsgemeinschaften
    • Organisation von Königinnen-Nachzuchten
    • Starthilfe für Anfänger
    • Information der Bevölkerung über Bienenhaltung durch diverse Aktionen
    • Beeinflussung der Landschaftsgestaltung durch Kontaktaufnahme mit eintsprechenden Stellen
    • Gemeinschftliche Imkerfahrten zu interessanten Orten
    • Nicht zu vergessen gegenseitige Hilfe in Krisensituationen

    Der einzelne Imker kann das alles nicht leisten. Auch die Teilnahme am Imkerforum befähigt ihn nicht dazu.

    Gruß Ralph

  • Leider leisten die meisten Imkervereine die ich kenne auch nicht mehr als die Hälfte dieser Sachen. Schade drum.

    Viele Grüße

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Ein Verein steht doch nicht nur für Sammelbestellungen. Ein Verein steht ganz allgemein für ein Vereinsleben. Darunter fällt folgendes:

    • Treffen in Vereinsversammlungen für fachlichen Austausch
    • Betreuung und Pflege einer Vereinsimkerei auf einem Vereinsgrundstück
    • Organisation von Anfängerkursen
    • Betreuung von Schul-Arbeitsgemeinschaften
    • Organisation von Königinnen-Nachzuchten
    • Starthilfe für Anfänger
    • Information der Bevölkerung über Bienenhaltung durch diverse Aktionen
    • Beeinflussung der Landschaftsgestaltung durch Kontaktaufnahme mit entsprechenden Stellen
    • Gemeinschaftliche Imkerfahrten zu interessanten Orten
    • Nicht zu vergessen gegenseitige Hilfe in Krisensituationen

    Der einzelne Imker kann das alles nicht leisten. Auch die Teilnahme am Imkerforum befähigt ihn nicht dazu.

    Gruß Ralph

    Du beschreibst das wünschenswerte Optimum, das in unserem Landkreis so von keinem der 25 Vereine, auch nicht mal zur Hälfte erfüllt wird. "Mein Verein" hatte heuer bei seiner einzigen Veranstaltung im Jahr folgendes Programm:

    • Begrüßung der Mitglieder und Freunde
    • Abrechnung der Beiträge und Versicherungen
    • Bestellen der Bienenmedizin
    • Diskussion und gemütliches Ratschen

    Sonst passiert im Jahr nix, meine Reduktion der gemeldeten Völker auf 1 wurde auch verpennt ...

    Grenzen sind konstruiert. Was uns trennt und verbindet, wird von Menschen gemacht.

  • Was ich geschrieben habe, ist in etwa das Tätigkeitsprofil des Imkervereins, in dem ich organisiert bin. Ich habe bestimmt auch noch einiges vergessen. Ach, und Futterbestellung, Gläserbestellung und Ameisensäurebestellung geschieht auch über den Verein, finde ich aber nicht so wichtig. Ich bin nicht aus diesen Gründen im Verein.

    Gruß Ralph

  • bei seiner einzigen Veranstaltung im Jahr folgendes Programm:

    • Begrüßung der Mitglieder und Freunde
    • Abrechnung der Beiträge und Versicherungen
    • Bestellen der Bienenmedizin
    • Diskussion und gemütliches Ratschen

    Sonst passiert im Jahr nix, meine Reduktion der gemeldeten Völker auf 1 wurde auch verpennt ...

    ..also bei uns gibt es immer noch den Punkt: Gedenken der verstorbenen Vereinsmitglieder.

    (War jetzt ironisch gemeint)

    Jonas

  • Wir haben uns zu dritt je eine Palette mit 250g und 500g Gläsern gemeinsam gekauft und uns die Kosten geteilt. Mit den richtigen Kollegen geht sowas ganz gut und problemlos. Also lieber weniger Leute, mehr Vorrat und dafür keine Probleme.

    Das sind für mich zwar jetzt -dank Rückläufern- auch Gläser für mehrere Jahre gewesen, aber die Gläser werden ja nicht schlecht und sind wenig anspruchsvoll in der Lagerung. Wir haben sie im Karton gekauft, weil man die Kartons ganz gut stapeln und damit besser einlagern kann als lose Ware auf der Palette. Aufgeteilt wurde bei uns direkt nach der Lieferung, bezahlt haben wir dann nach unseren Glasmengen die entsprechenden Anteile auch sofort an den, der dem Händler die Rechnung bezahlen musste. Die mitgekauften TO-Deckel mustere ich regelmäßig aus, aber einen neuen Karton Deckel kann man auch im Versand schicken lassen, wenn die damit früher zur Neige gehen. Der Glaspreis war so viel günstiger, dass es mir nicht weh tut, wenn einige Kartons noch länger auf den Einsatz warten. Das war quasi der Naturalrabatt.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)