Imkern ohne Vereinsmitgliedschaft ?

  • Ich wäre gerne Mitglied in einem Imkerverein, bei dem ich ungezwungen offene Gespräche mit netten Kollegen bei einem regelmäßigen Treffen führen kann und wo ich jedes Jahr mindestens einmal einen interessanten Vortrag/Fortbildungstag besuchen kann. Der Verein sollte offen für alle Betriebsweisen und "Bienensorten" sein. Ich bin auch gerne bereit da ab und zu freiwillig zu arbeiten oder bei PR-Aktionen mitzuhelfen, lehne starre Verpflichtungen zu Diensten aber grundsätzlich ab. Ich habe am Wochenende oft keine Zeit und will mich dann nicht rechtfertigen müssen, wenn ich beim gemeinsamen Arbeitsdienst oft nicht da sein kann, weil ich als Vorstand in einem andern Verein dort dringender dabei sein muss.


    Dinge wie Schleuderraum, Mittelwandgießform... brauche ich persönlich nicht, da ich alles, was ich benötige selbst habe oder bei Freunden mitnutzen kann. Versicherungen brauche ich auch nicht, da ich entweder privat versichert bin oder das Risiko selbst tragen kann (Vandalismus bei Bienen fast neben der Haustür ist unwahrscheinlich, Verlust durch Krankheit bei 10 Völkern überlebe ich auch ohne Entschädigung), Einkaufen von Futter, Gläsern usw. ist bei meiner Völkerzahl auch überschaubar und Rabatte im Verein fallen da weniger ins Gewicht.


    Leider sind die regelmäßigen Treffen von zwei Vereinen in der Nähe so, dass ich dort wegen regelmäßiger Treffen eines anderen Vereins nicht hinkann. Wozu sollte ich dann eintreten und einmal im Jahr "fremde Leute" treffen?

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Servus,


    als künftiger Bienenhalter, werde ich mich nach meinem Umzug ende Januar, am neuen Lebensmittelpunkt ziemlich Zeitnah zu einem Imkerverein orientieren.
    Ich möchte über diesen Verein an meinem neuem Wohnort und Bienenstandort, Imker in meinem näherem Umfeld kennen lernen, um von diesen, auch die Gegebenheiten für die Imkerei in der Region zu lernen.
    Optimal wäre es, über diesen Verein auch einen Imkerpaten für meine künftige Betriebsweise (Dadant US) zu finden. Ich kann durch ein gelebtes Vereinsleben in einem Imkerverein für mich und meine Bienen nur profitieren. Dafür bin ich auch bereit, mich in diesem Verein mit ein zu bringen.
    Wie sich dann die Sache entwickelt, werden wir sehen. Ich bin jedenfalls für alles erstmal offen.


    Grüße vom Alpenrand
    Bernhard

  • Hallo,


    Kruppi


    trett einfach aus dem Verein aus, so wie Du dazu stehst, willst Du doch nicht wirklich darin sein:


    Tue Dir und dem Verein die Freude ... zumindest der Verein, kann besser ohne Dich leben ....!


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Dramaturgie einer Tagesordnung und ihre Auswirkungen


    Eine Satzungsänderung ist ein solch gravierender Eingriff in das formale Gefüge eines Vereins, dass diese in der Tagesordnung direkt nach Aussprache zu den Berichten und Entlastung des alten Vorstandes, geleitet vom Interims-Versammlungsleiter erfolgen sollte. Könnte ja sein, dass der alte Vorstand unter diesen Voraussetzungen nicht mehr oder ein neuer Vorstand damit nicht kandidieren möchte. Und wer will schon die Katze im Sack kaufen, d. h. sich auf zwei oder vier Jahre in einem Vorstand binden, wenn er dabei eine Satzung umsetzen soll, die er nicht mit unterstützt hat. Also ist die Dramaturgie einer Mitgliederversammlung damit schon entscheidend für die zukünftige Personalie des Vorstandes. Daher ist es nicht unerheblich, an welcher Stelle welche Entscheidungen gefällt werden.



    Der TOP "Satzungsänderung(en)", Informationen über die beantragten Änderungen


    Was geändert werden soll, sollte im Wortlaut und nach Möglichkeit Original und beantragte Neufassung gegenübergestellt als Bestandteil der im Vorfeld zu versendenden Tagesordnung mit ausgehändigt werden. Nur so haben Mitglieder die Möglichkeit, alles zu lesen, zu verstehen und eventuell auch darauf zu reagieren. Das könnte darin bestehen, Fehler und Ungenauigkeiten aus der beantragten Textvorlage zu eleminieren, eigene Formulierungen zu beantragen. Jeder Antragsteller sollte seine Variante auch begründet darstellen können.



    Mit Informationen hinter dem Berg zu halten, halte ich für illegitim. Eine Satzungsänderung erst dann zu diskutieren, wenn der neue Vorstand bereits bewählt ist, ebenso.

  • Kruppi
    lass dich nicht ärgern- ich habe seit 2014 von Tempelhof- Zehlendorf -Neukölln - Charlottenburg-Kreuzberg- ...Wuhletal... vorbeigeschaut, und weil ich in eurer Nachbarschaft einen Stand aufbaue- war ich bei deiner letzten Gerätevorstellung dabei- und bin nach über 1 Jahr Vereinssuche seit Beginn 2016 in IV Kreuzberg gelandet, was mich nicht davon abhält auch in anderen IV aktiv zu werden im Rahmen meiner Möglichkeiten meist AUßERHALB der Saison.
    Gruß Fred

  • Hallo Kruppi dann scheine ich ja zumindestens in Bezug auf meine Nerven auch nichts verpasst zu haben. Ich hatte auch überlegt zur vom Vorstand sogenannten Jahreshauptversammlung zu kommen, um bei der Abstimmung über die wichtigen Sachen mit dabei zu sein. Allerdings hätte ich bis spätestens 21:30 eh die Segel gestrichen. Es ist immer wieder spannend wie einige Leute in unserem Verein es schaffen stundenlang über Nichtigkeiten zu diskutieren. Und von Fortbildung kann meiner Meinung momentan auch keine große Rede sein, da findet hier mehr Fortbildung statt. Was mich am allermeisten erschreckt ist das ich von der beschlossenen Satzungsänderung hier im Forum Kenntnis erlange und nicht über einen der vielen direkten Kommunikationswege des Vereins. Defakto weiß ich offiziell von einer Satzungsänderung noch nichts. Auch ich denke ähnlich wie Kruppi über die Pflichtarbeitsstunden und werde mich dann wahrscheinlich nach einem anderen Verein umgucken. Köpenick bekommt dieses Jahr überraschend Zuwachs denke ich. Wenn ich von einem Verein nur wenige Gegenleistungen erwarte bin ich auch nicht bereit dafür für irgendetwas in die Pflicht genommen zu werden.

  • Guten Morgen zusammen!


    Ich habe dieses Thema Stand heute mehr oder minder von Anfang an durchgelesen und bin hin- und hergerissen.


    Einerseits gibt es auch in unserem IV Um- und Zustände, welche mir nicht allzu gut gefallen.
    Andererseits weiß ich aufgrund eigener Erfahrungen (außerhalb des Vereinswesens), dass ich selber nicht die Zeit und / oder Motivation hätte / habe, zusätzlich zu meinen jetzigen Berufs- und Freizeitaktivitäten noch aktiv im IV oder an Projekten desselben mitzuarbeiten. Was bei uns zwar hie und da angefragt wurde, jedoch fernab jeder Vehemenz und jeden Zwanges.


    Wenn ich alleine in diesem Faden die juristischen (passt diese Begrifflichkeit an dieser Stelle?:oops:) Tricks und Kniffe lese, die es gibt um, ich nenne es mal "plump" eingebrachte, eventuell final aufgrund von Formfehlern ungültige / unzulässige Beschlüsse anzufechten, dann schauert`s mich. Wenngleich ich es im Umkehrschluß als sehr gut und horizonterweiternd empfinde, dass es in der community hier das Know-How dazu gibt.:daumen:


    Die bereits mehrfach erwähnte, logische Konsequenz aus diesem Wissen und ggf. auch der Anwendung desselben kann oder sollte im Sinne einer Veränderung zum "Besseren" dann allerdings nur die Eigeninitiative sein. Sei es in Form der Anfechtung der Beschlüsse, des sich-in-den-Vorstand-wählen-lassens und Veränderung in die von sich selbst gewünschte Richtung versuchen (!) oder durch Engagement in den alltäglichen Auswüchsen der Vorstandsaktivitäen und Beschlüsse, im konkreten Fall der Betreuung bspw. des Bienenlehrgartens.
    Alternativ kann man selbstverständlich auch den Verein wechseln oder ersatzlos austreten.
    Oder im Verein bleiben, die eine oder die andere Pille zähneknirschend schlucken und gut ist`s.
    Wobei b) eine weiterführende Wirkung nur entfaltet wenn in größeren Mitgliedermengen zeitnah ausgetreten wird und c) vermutlich ziemlich sicher ziemlich gar nichts bringt. Außer Frust. Eventuell sogar beidseitig.


    Ich selber habe einen sehr guten Freund, der 1. Vorsitzender in einem recht kleinen Fußball- / Sportverein und im Kreisschiedsrichterausschuß (ja, sowas gibt`s!:eek::wink:) ist. Er nimmt diese beiden Ehrenämter äußerst ernst und hat den festen Willen und Ehrgeiz, Veränderung in die seines Erachtens richtige Richtung zu bewirken. Wenn der erzählt welchen immensen zeitlichen Aufwand er bspw. allein ob der Kreierung einer statthaften, aktuellen Vereinssatzung hatte, ganz abgesehen vom fristgerechten und vollständigen Erstellen und Versenden der Einladungen zu u.A. der Jahrshauptversammlung inkl. korrekten TOP, dann schau`ich schon geschockt aus der Wäsche. Wenn es dann weitergeht mit dem bürokratischen Alltagsgeschäft, / Weiter- und Fortbildung in diesen Funktionen, ganz abgesehen vom eigentlichen Sport treiben / pfeifen, dann kann sich der Mann in meinen Augen glücklich schätzen (und das ist definitiv nicht despektierlich gemeint!), dass er Junggeselle ist, er eine Etagenwohnung ohne Garten hat und sonst keinerlei weiterführenden Verpflichtungen außerhalb seines 40h-Jobs.
    Interessant und zugleich schockierend bis hin zu (stellvertretend) frustrierend finde ich in dem Zusammenhang, was er phasenweise berichtet hinsichtlich der Resonanz aus den Reihen der Mitlglieder: 0. Wenn er Glück hat.
    Mit bisserl Pech gibt´s erstmal ordentlich Gegenwind / Kritik, da seine (Vorstands-)Arbeit zu Arbeit führt, wenn sie umgesetzt wird.. Der Mitglieder. In der Freizeit der Mitglieder, die zu einem wesentlichen Teil zum Beispiel halt "einfach Fußball spielen wollen". Was im konkreten Fall den Verein weder attraktiv macht noch einer Überalterung / Mitgleiderabwanderung entgegenwirkt.


    Ich bitte diesen Exkurs in aller Form zu entschuldigen, doch hoffe ich das auch beim Lesen deutlich wird, wie es mir selber beim Schreiben nochmal gewahr wurde, welche Seiten der "Vereinsmedaille" man sehen kann. Ich schreibe bewusst "kann" und nicht "muss", da niemand in seiner Freizeit zu irgendwas gezwungen werden kann oder zumindest sollte.


    Womit ich wieder am Anfang stehe, denn wenngleich lang, so kann ich mit diesem Schrieb doch nicht final Position beziehen pro oder contra "Imkern ohne Vereinsmitgliedschaft".


    Jeder wie er kann und mag.


    Fast schon kopfverknotete Grüße
    von
    Patrick


    P.S.: Spannende Schlagworte in dieser Diskussion, die mir noch aufgefallen sind:
    - Erwartungshaltung an den Verein
    - Bereitschaft / Möglichkeit zur aktiven Mitarbeit im (Imker-)Verein
    - Zwänge im (Imker-)Vereinswesen?!
    - Rechtliche bzw. formelle Tricks und Kniffe bzgl. Vereinssatzung / Sitzungsleitung / korrekter Erstellung von Einladungen / TOP`s

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • sollte im Wortlaut und nach Möglichkeit Original und beantragte Neufassung gegenübergestellt als Bestandteil der im Vorfeld zu versendenden Tagesordnung mit ausgehändigt werden.


    Die Gegenüberstellung des Wortlauts ist nicht notwendig. Es muss aber bei der Einladung angegeben werden, welcher Punkt, welches Thema geändert werden soll.
    Wäre der Wortlaut verpflichtend, könnte nicht ein einziges Wort durch die Diskussion und Abstimmung in der Mitgliederversammlung geändert werden und erforderte eine erneute Mitgliederversammlung. Es gibt sogar Fälle, in denen der Wortlaut vorher gar nicht angegeben werden kann.
    Wie die Veröffentlichung der Einladung erfolgen muss, kann/muss in der Satzung festgelgt werden. Wenn dort zum Beispiel ein Aushang an bestimmter Stelle als ausreichend vereinbart wurde, muss nicht jedes Mitglied einzeln angeschrieben werden. Unabhängig von der Tatsache, dass eine persönliche Einladung sicher sinnvoll ist.


    und Patrick: super Stellungnahme. Besonders gut gefällt mir die Schilderung des Sportvereinsvorsitzenden...

    Ein Bienenschwarm ist keine Naturkatastrophe...

  • Zitat

    Welche Beweggründe habt Ihr um in einem Verein Mitglied zu werden? Insbesondere in einem Imkerverein?

    Guten Morgen Berggeist, das wurde hier schon weit und breit diskutiert. Ich für meinen Teil, komme immer eine halbe Stunde früher zum Vereinsabend, weil ich sonst keinen Sitzplatz bekomme. Mampfe einen Wurstsalat und höre dem Referenten zu. Letzte Woche war es kein Geringerer als Prof. Tautz. Ist doch schön mit ihm zu diskutieren und festzustellen, dass man auch nicht gerade auf der Brotsuppe daher schwimmt. Übrigens haben wir genügend Mitglieder, bewerbe dich also nicht. :daumen:


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Die Gegenüberstellung des Wortlauts ist nicht notwendig. Es muss aber bei der Einladung angegeben werden, welcher Punkt, welches Thema geändert werden soll.
    Wäre der Wortlaut verpflichtend, könnte nicht ein einziges Wort durch die Diskussion und Abstimmung in der Mitgliederversammlung geändert werden und erforderte eine erneute Mitgliederversammlung. Es gibt sogar Fälle, in denen der Wortlaut vorher gar nicht angegeben werden kann.
    Wie die Veröffentlichung der Einladung erfolgen muss, kann/muss in der Satzung festgelegt werden. Wenn dort zum Beispiel ein Aushang an bestimmter Stelle als ausreichend vereinbart wurde, muss nicht jedes Mitglied einzeln angeschrieben werden. Unabhängig von der Tatsache, dass eine persönliche Einladung sicher sinnvoll ist.


    Du hast recht verpflichtend ist diese Gegenüberstellungen im Wortlaut nicht, aber sinnvoll.


    Irgendjemand wünscht ja eine Änderung, diese Änderung sollte ja auch begründet sein. Den wenigsten Mitgliedern eines Vereins liegt eine vollständige Ausfertigung der aktuell gültigen Satzung vor. Bevor also eine Änderung beschlossen wird, sollten sich alle Beteiligten darüber im Klaren sein, ob und wem die Änderung der Satzung dient. Es ist keine Frage der Rechtmäßigkeit - weil rechtmäßig ist es auch, die Versammlung mit einem solchen Antrag inhaltlich zu überrollen. Konstruktive und gedeihliche Zusammenarbeit erhalten ich nur dann, wenn alle informiert sind, wenn alle die Möglichkeit hatten, sich ihre Gedanken zu machen, ihre Wünsche und Vorstellungen in eigenen Anträgen formuliert einbringen zu können.


    Gleiches gilt meiner Meinung nach auch für die Berichte der Vorstandsmitglieder, der Kasse und Kassenprüfer. Die meisten lesen ihren Bericht ohnehin ab, dann kann ich die Berichte, vor allem die zugrunde liegenden Zahlen, Daten und Fakten den Mitgliedern schriftlich vorlegen. Auch hier habe ich dann Diskussions- und Beschlussgrundlage, wenn alle gleich im Bilde sind bzw. sich hätten ein Bild der Lage verschaffen können. Das kann sogar die Versammlungsdauer - was ja auch zu Beginn des Threads Thema war - extrem eindampfen da: "Der Bericht des Fachwartes/Kassierers/Kassenprüfers liegt vor - gibt es dazu noch Anmerkungen oder Fragen?" Dass man als verantwortliches Vorstandsmitglied dann noch die eine oder andere Anmerkung, Ausführung und Erklärung zu den gelieferten Berichten anhängt oder auf Rückfrage das Thema vertieft, ist dann immer noch möglich - muss aber nicht sein. :)


    Dass es Mitglieder gibt, die durchaus gerne sehen, dass sich im Verein etwas tut, dass sich was verändert und bewegt, die aber dafür keine Eigenleistungen einbringen möchten, wird es immer wieder geben. Dass ein Vorstand auf diese Menschen mit der Erarbeitung von Restriktionen und Sanktionen reagiert ist nachvollziehbar und verständlich. Am Beispiel Fußball: "Ihr wollt in aller Ruhe Fußball spielen? Hier ist der Rasenmäher, wenn das Gras die erlaubte Höhe hat, dann kann es losgehen." Es wird Spieler geben, die werden Rasenmäher und Rechen zur Hand nehmen und die Wiese stutzen, es wird aber auch Spieler geben, die ziehen zum nächsten Verein weiter, wo ein netter Rentner seinen Jungs die Wiese kurz hält. Um dann an der Weihnachtsfeier dafür als Fußballplatz-Blockwart verulkt zu werden. Jedem so, wie er möchte.

  • Ich möchte bezüglich der Vergleiche mit diversen Sportvereinen etc. anmerken, das diese Vergleiche meiner Meinung etwas hinken, da in diesen Fällen die Mitglieder direkten materiellen oder anderweitigen Nutzen aus dem Verein ziehen. Am Beispiel des Fusballvereins wäre das der Fusballplatz, Ball oder auch die Mannschaft ohne welche ein einzelnes Mitglied gar kein Fußball spielen könnte. Im Falle des Imkervereins ergibt sich dieses Verhältnis nicht zwingend. Seit dem Bienenlehrgarten existiert habe ich von diesem für mich persönlich noch keinen Nutzen erkennen können. Schleuderetc habe ich selber und es wäre auch zu weit für mich mit meinen Zarten zum Schleudern dort hin zu fahren. Und Innerliche Öffentlichkeitsarbeit mache ich im kleinen Rahmen hier in meinem Kietz selber... .Also stellt sich mit ernsthaft die Frage wozu ich Pflichtarbeitsstunden leisten soll, was bringen mir diese. Ich weiß das klingt tierisch egoistisch, aber in der Hinsicht ist der Verein auch egoistisch. Dann sollte man die Arbeitstunden an eine Nutzung der Vereinsgegenstände koppeln.

  • Guten Mittag zusammen!


    Jirka, du hast mit deiner Anmerkung

    Zitat

    Ich möchte bezüglich der Vergleiche mit diversen Sportvereinen etc. anmerken, das diese Vergleiche meiner Meinung etwas hinken, da in diesen Fällen die Mitglieder direkten materiellen oder anderweitigen Nutzen aus dem Verein ziehen.

    in meinen Augen absolut recht.


    Und

    Zitat

    Also stellt sich mit ernsthaft die Frage wozu ich Pflichtarbeitsstunden leisten soll, was bringen mir diese.


    Jep. Spannende Frage.


    Zitat

    Ich weiß das klingt tierisch egoistisch, aber in der Hinsicht ist der Verein auch egoistisch.


    Jep. Tatsache.


    Mir drängt sich, je mehr ich mich eindenke, immer stärker folgenden Fragen:
    - Warum gibt es Imkervereine? Weil`s die "schon immer" gibt?
    - Welchen tatsächlichen Nutzen außer der Versicherung und ggfs. den DIB-Etiketten hat ein Imkerverein für seine Mitglieder? Oder ist allein das Genannte seine tatsächliche Daseinsberechtigung?
    - (Weshalb) muß ein Verein einen materiellen Nutzen haben?


    Ich glaube der Knackpunkt ist, dass ein Imker ein Eigenbrötler bzw. das Imkern grundsätzlich auf den ersten Blick ein Hobby für Einen alleine ist.
    Die vielen tollen Möglichkeiten in der Praxis wie zum Beispiel gemeinsames Wandern, gegenseitiges Informieren über spannende Trachten (in der Umgebung), Austausch guten Bienenmaterials, gegenseitige Sensibilisierung bzgl. Bienengesundheit und vielleicht sogar vereinsinterne Weiterbildung sind, sicherlich auch ob der vielfach vertretenen Mentalität dem jeweils Anderen die Butter vom Brot zu neiden, da nicht zwingend präsent, wie`s erscheint.
    Daraus resultieren dann Vereine voller egoistischer Eigenbrötler, alle grundsätzlich irgendwie mit der Gesamtsituation unzufrieden, mit seligmachender Weisheit im Übermaß gesegnet und der festen Überzeugung, ihre, nur ihre Anschauung der Dinge sei korrekt und alles Andere oder gar Neue, Innovative zu verdammen. Darüber hinaus noch mit einer sich der 0 nähernden Bereitschaft zu irgendwas Gemeinsamen, egal wie hilfreich und erfreulich es sein könnte.
    Wenn eine solche Vereinsstruktur sich dann an irgendeiner Stelle verhebt was den zu stemmenden Aufwand angeht, genau dann können Resultat wie im Falle von Kruppi dabei herumkommen.


    Weiterhin kopffordernde Grüße
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!


  • - Welchen tatsächlichen Nutzen außer der Versicherung und ggfs. den DIB-Etiketten hat ein Imkerverein für seine Mitglieder? Oder ist allein das Genannte seine tatsächliche Daseinsberechtigung?
    - (Weshalb) muß ein Verein einen materiellen Nutzen haben?


    Wenn man sogar den Gemeinnutz für den Imkerverein anstrebt, dürfen diese Punkte kaum erfüllt werden. Aber auch für den gewöhnlichen Imkerverein gibt es vielleicht ein mehr auf die Gemeinschaft ausgerichtetes Interesse:
    - Nach Jahren des Mitgliederschwundes: die Nachwuchsarbeit
    - In Zeiten des Glyphosats, der Maiswüsten und des Insektensterbens: die sensibilisierende Öffentlichkeitsarbeit


    Als individuellen Nutzen steht für mich der regionale Aspekt im Vordergrund. Bekanntlich ist sowieso jedes Bienenjahr anders die vorausgegangenen. Aber die regionalen Unterschiede sind doch noch viel heftiger: Später Frühjahrsstart, Ausfälle der Sommerernte gepaart mit hoher PA-Problematik oder große Varroaausfälle im Herbst. Das alles sind Probleme die in Hamburg, südlich der Elbe oder an der Küste gar nicht relevant sind. Ich profitiere sehr von den individuellen Beobachtungen und Lösungsansätzen im Verein.

  • das wurde hier schon weit und breit diskutiert.


    Vor 2008? Gib mir mal ein gutes Stichwort für die Suchfunktion.

    Übrigens haben wir genügend Mitglieder, bewerbe dich also nicht. :daumen:


    Das halte ich für eine sehr unglückliche Aussage, die schnell nach hinten los gehen kann.
    Außerdem ist bei mir die Anfahrt nicht gerade günstig. Wenn ich allerdings an den Wurstsalat denke...


    Ernsthaft: Solche Vorträge sind natürlich schon was feines. Nicht jeder Imkerverein wird so etwas anbieten. Dann noch den Lehrbienenstand und sicher noch mehr. Ich denke, durch viele aktive Mitglieder habt Ihr einen sehr attraktiven Verein. Aber umsonst sind diese Redner auch nicht zu bekommen und durch irgend einen Einsatz der Mitglieder muss die Finanzierung sichergestellt werden.


    lindenbaum :
    Es erweckte den Eindruck, und es ist eine weit verbreitete Meinung, dass die Gegenüberstellung in der Einladung Pflicht ist.


    Jirka :
    Wenn ich keinen Nutzen aus der Mitgliedschaft im Verein habe, werde ich sicher kein Mitglied. Und wenn der Nutzen "nur" darin besteht meinen Jahresbeitrag zu bezahlen und somit das gute Gefühl zu haben, den Verein bei seinen Zielen ein kleines bischen unterstützt zu haben. Es gibt viele, denen dieses gute Gefühl als Grund ausreicht.

    Ein Bienenschwarm ist keine Naturkatastrophe...