Imkern ohne Vereinsmitgliedschaft ?

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    Bei dieser Diskussion frage ich mich, wie andere Vereine das so handhaben? Sportvereine, Musikvereine, oder andere, die durch regelmäßige (Pflicht-) Übungs- und Träiningstunden glänzen? Da dies meist nicht explizip in der Satzung geregelt ist, wird auch keiner beim Fernbleiben mit finanziellen Sanktionen rechnen müssen. Aber ich denke, diese Pflichtstunden sind für das Bestehen des Vereins überlebenswichtig. Ebenso die jeweiligen öffentlichen Veranstaltungen; Wettbewerbsspiele, Konzerte... Ohne geht es nicht, und Spaß macht es auf Dauer dann auch nicht, weil keine Fortschritte erzielt werden.


    Sport- und/oder künstlerische Vereine haben einerseits den Hebel des Leiters, Trainers. Der bestimmt, ob das proben- bzw. trainingsfaule Mitglied beim nächsten Wettkampf/der nächsten Aufführung mit dabei sein darf. Andererseits: Gewisse Betätigungen funktionieren nur im Ensemble oder in der Mannschaft. Womit Alleingänge ausgeschlossen sind. Trifft aber alles auf die Imkerei nicht zu.


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  • ..Das war jämmerlich. Die einen kommen und arbeiten, die anderen nie.....


    So ist es immer.
    Im Vereinsmanagement sagt man, das ein Verein von 10% seiner Mitglieder am Leben gehalten wird.
    Alles andere sind nur Nutznießer.




    Alles was in einem Verein getan und nicht getan werden soll regelt ein Vertrag zwischen den Mitgliedern untereinander.
    Man nennt das auch die Satzung und deren angeschlossen Ordnungen. ;-)


    Mit Eintritt in den Verein unterwerfe ich mich der Satzung und muß diese einhalten. Leider gibt es viele Verein in dem es
    Ungeschriebene Gestze gibt. Das kann ich nat. anzweifeln.


    In die Satzung kann ich alles reinschreiben was ich denke wie mein Verein ausgerichtet werden soll.
    Es darf nur nicht mit dem Grundgesetz und einige ausgewählten Steuergesetze im Konflikt stehen.
    Manche Punkte brauchen auch nicht in einer Satzung stehen. Weil sie im GG erwähnt sind.
    Wiederum kann ich mit der Satzung auch Paragraphen aus dem GG aushebeln, und nach meinen Ideen anpassen. §§20GG


    Alles was einer ständigen Vertragsänderung bedarf empfiehlt sich in eine Ordnung auszulagern.
    Einer Ordnung muß nicht vom Notar abgesegnet und beim Vereinsregister hinterlegt werden.
    Aber diese Ordnung muß in der Satzung erwähnt sein.


    Aber auch eine Satzung sollte den sich ständigen Bedingungen im Verein anpassen
    Verträge werden in guten Zeiten für schlechte Zeiten gemacht.


    Leider ist die gesamte Vereinsorganisation bei vielen Imkervereinen fast so alt wie die Vereine selbst.
    Die Vereine sind selbst nicht im Vereinsregister eingetragen besitzen keine Gemeinnützigkeit
    und die Satzung entspricht nicht mehr dem was der Verein überhaupt tut..
    Noch viel schlimmer. Der Finanzer führt das Vereinskonto auf seinem Privatkonto.
    Alle schon erlebt.


    VG
    Hendrik

  • Gaede & Glauerdt sind die einzigen Versicherer für Bienenschäden.
    die normale Haftpflicht sollte bei unter 20 Völkern noch greifen (nachfragen !)
    Als Privater kann ich bei Gaede/Glauert nicht landen.
    Es bliebe, im Forum gleichgesinnte finden, eine eigene Imkerorganisation aufsetzen und dann bei Gaede/glauert punkten. das wäre seehr Günstig


    Klaus-Dieter Dörr

  • Zitat

    Es bliebe, im Forum gleichgesinnte finden, eine eigene Imkerorganisation aufsetzen und dann bei Gaede/glauert punkten. das wäre seehr Günstig

    :lol::-D:lol:
    Wenn alle einen Verein gründen, welche sich in keinem Verein Wohl fühlen. Das wird lustig. Mit der Versicherung ist das auch so eine Sache. Siehe Buckfastimker.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Es bliebe, im Forum gleichgesinnte finden, eine eigene Imkerorganisation aufsetzen und dann bei Gaede/glauert punkten. das wäre seehr Günstig


    So weit ich sehe, verlangen die aber die DIB-Mitgliedschaft, womit wir keinen Deut weiter sind.
    Oder denkst Du an einen Verein, der nichts weiter macht, als seinen Mitgliedern die DIB-Mitgliedschaft zu bieten?


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Eine Satzungsänderung muss entsprechend angekündigt werden.


    Ja, wurde sie, 7 Tage vor der Versammlung, versteckt als 2.Anhang in einer Neujahrs-Grußmail mit Einladung zur nächsten Versammlung. Die meisten hätten das noch nicht mal wahrgenommen, wenn ich nicht noch eine Rundmail an alle geschickt hätte, um darauf hinzuweisen.
    Daraufhin gab es immerhin eine kleine Diskussionsrunde per Mail.
    Auch zu der Versammlung waren daraufhin ausgesprochen viele Mitglieder erschienen, auch einige, die sonst nie da sind. Es wurde die längste Versammlung, die wir je hatten, aber nicht wegen des hohen Gesprächsbedarfs zum fraglichen Thema.


    Nein, da wurden erst mal 2 Stunden damit zugebracht, den alten Vorstand zu entlasten und danach genau die selben Leute in den selben Ämtern ohne auch nur eine Gegenstimme wieder neu zu wählen. Damit war die Versammlungszeit eigentlich schon zu Ende, aber ein interessanter Vortrag stand erst mal als nächstes auf dem Plan, nämlich, wie der Bienenlehrgarten in den nächsten Jahren neu bepflanzt werden sollte. Nach inzwischen 2 1/2 Stunden kam dann endlich der erste Punkt zur Satzungsänderung zur Sprache. Dabei ging es aber nur um neue Richtlinien zum Datenschutz. Da es schon so spät war konnte man sich also schon eine Viertelstunde später darauf einigen, das zwar manches nochmal umformuliert werden sollte, aber trotzdem schon mal mit nur 1 Gegenstimme so beschlossen werden kann:confused:


    Dann war endlich das heikle Thema Pflichtstunden an der Reihe.
    Uns wurde vorgerechnet, das wir in diesem Jahr mindestens, ich glaube 239 Stunden oder so, auf die (noch) 90 Mitglieder verteilen müssen. Die Zahl weiß ich aber nicht mehr genau denn:
    Ach nein! Da war zufällig auch noch ein Rechenfehler in der Tabelle, den unser lieber Kleingartendrohn (vielen Dank nochmal!) zum Glück sofort bemerkt und bemängelt hat. Neu errechnet wurden dann 444 Stunden!


    Wie hoch der Ablösebetrag für nicht geleistete Stunden sein soll wurde nicht festgelegt. Die Meinungen dazu liegen zwischen 5 und 8 Euro.
    444 / 90 x 5,- oder 8,- wären also 24,66€ bis 39,46€, die man von Nicht-Teilnehmern zusätzlich zum Beitrag kassieren möchte.
    Angenommen jetzt würden daraufhin 20 Leute den Verein verlassen werden es sogar 31,71€ bis 50,74€ !
    Dann kam natürlich auch mal wieder die übliche Umrechnung in Honiggläser, und das jeder Imker ja unheimlich viel Geld mit seinem Honig verdient + das es ja also kein Thema wäre... und wie furchtbar es ist, das es immer nur ums Geld geht.


    Ich finde dagegen furchtbar, wie so ein wichtiges Thema einfach mal, ohne auch nur die Meinung der anderen Mitglieder dazu überhaupt wissen zu wollen vom Vereinskopf extrem kurzfristig vorgeschlagen und durchgedrückt wurde, und das um 22.45 Uhr, als echt keiner mehr konnte.

  • Wahrscheinlich sind 7 Tage zu wenig für eine Satzungsänderung. Dann kann man diesen Beschluss für ungültig erklären lassen. Wenn Dich dieser Weg interessiert, dann lass Dich mit der gültigen Satzung und dem Nachweis der Ankündigung beraten.


    So wie Du das schilderst, bestimmen aber die Imker den Verein, mit deren Denken und deren Taktiken Du nicht einverstanden bist. Ich sehe zwei Wege:
    Willst Du den Verein ändern - mit Verbündeten und einem möglicherweise langwierigen Prozeß?
    Oder verlässt Du lieber den Verein, mit dem Du nicht klarkommst, indem Du einen anderen suchst oder allein imkerst?

  • 7 Tage vor der Versammlung per Mail eingeladen? Ist das Satzungskonform? Bei uns stand bis vor kurzem 14 Tage und schriftlich. Schau da mal nach, vielleicht ist die Abstimmung ja ungültig.


    Grüße
    Hans, der auch eine Vereinssatzung aus Mustersatzungen gebastelt hat, da die Vereinssatzung 25 Jahre alt war und ver eingetragene Vorsitzende fast genau so lange Tot, bis die Digitalisierung darüber gestolpert ist.

  • Wahrscheinlich sind 7 Tage zu wenig für eine Satzungsänderung. Dann kann man diesen Beschluss für ungültig erklären lassen. Wenn Dich dieser Weg interessiert, dann lass Dich mit der gültigen Satzung und dem Nachweis der Ankündigung beraten.


    Formale Fehler kommen recht häufig vor. Die nicht fristgerechte Einladung ist nur einer. Hier darf z.B. der Tag der Versammlung nicht mitgerechnet werden. Ist die Versammlung also im genannten Fall z.B. am Freitag, muss die Einladung schon am Donnerstag der vorangegangenen Woche zugegangen sein. Selbst wenn die Satzung 7 Tage erlaubt, kann diese Frist im Einzelfall unzumutbar kurz sein.
    Bei Satzungsänderungen wird oft auch der TOP nicht ausreichend genau angegeben (einfach nur "Satzungsänderung" reicht nicht).
    Auch eine weit in die Nacht dauernde Versammlung kann ein Anfechtungsgrund sein. Sie kann eine "unzumutbare Erschwernis" darstellen.


    Du siehst, man kann dem Verein ganz schön Schwierigkeiten machen, wenn man will. Bringt zwar meist nichts, weil der Beschluss ja wiederholt werden kann, erzeugt aber schöne Lerneffekte beim Vorstand und wenig Begeisterung bei den Mitgliedern.
    Vereine aufzumischen ist keine Kunst, wohl aber sie zusammenzuhalten.


    Wolfgang
    (der Experte, der gern mal eine Auge zudrückt)

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Au ja, Remsi und ich gründen den Verein der Non-Konformisten.
    Eine Satzung sowie eine Non-Konformisten- Uniform könnte ich erarbeiten.

    Grüße an alle


    Michael




    -Das größte Geheimnis ist, ein Genie zu sein, aber niemand außer einem selbst weiß es-

    (Mark Twain) Donald Duck

  • ... Nein, da wurden erst mal 2 Stunden damit zugebracht, den alten Vorstand zu entlasten und danach genau die selben Leute in den selben Ämtern ohne auch nur eine Gegenstimme wieder neu zu wählen. Damit war die Versammlungszeit eigentlich schon zu Ende, aber ein interessanter Vortrag stand erst mal als nächstes auf dem Plan, nämlich, wie der Bienenlehrgarten in den nächsten Jahren neu bepflanzt werden sollte. Ich finde dagegen furchtbar, wie so ein wichtiges Thema einfach mal, ohne auch nur die Meinung der anderen Mitglieder dazu überhaupt wissen zu wollen vom Vereinskopf extrem kurzfristig vorgeschlagen und durchgedrückt wurde, und das um 22.45 Uhr, als echt keiner mehr konnte.

    Hallo Kruppi, dann habe ich gestern abend wohl nichts verpasst. Das was Du da schilderst hätte mich nur aufgeregt. Typische Taktik wenn man was unliebsames durchboxen will. Habe ich schon als Kind von meinem Vater als schlechtes Beispiel gelernt. Das mit der Satzungsänderung und der Vorankündigung, da habe ich schon bei der letzten Änderung (Umlage), die ich genau so bescheuert finde, dem VV auf die Füße getreten. Ich gebe hier jetzt nicht seine Antworten wieder, aber Recht und BGB ist nicht seine Stärke. Aber er hat wohl daraus gelernt. Zum lebenden Verein.: Ja jeder Verein lebt von den 10% Aktiven und aber auch von dem Geld der anderen 90%. Von meinem jetzt nicht mehr, ich wechsle definitiv nach Köpenick. Ich bin auch noch in andren Vereinen und eben dort aktiv. Klar freuen wir uns, wenn viele am Vereinsleben teilnehmen, aber wir leben auch von den "Stillen Teilhabern", sprich von dem was durch sie in die Vereinskasse kommt. Wenn aktives Vereinsleben bindend und verpflichtend ist, na dann muß das in die Satzung, dann hätte ich mit gleich einen anderen Verein gesucht. Das eigentliche Problem ist doch ein ganz anderes. Man hat sich mit dem Riesenprojekt Bienenlehrgarten übernommen und versucht jetzt alle inaktiven drauf ein zu schwören oder bluten zu lassen. Man hätte aber im Vorfeld bedenken sollen, ob das leistbar ist. Angesichts der drohenden IGA versucht man jetzt hektisch eine Lösung. Aber anstatt das Gespräch mit den Mitgliedern zu suchen, um gemeinsam eine Lösung zu finden, greift der Vorstand auf bewährtes zurück, Geld, Subbotnik und nochmal Geld. Man könnte z.B. angesichts der IGA das Projekt öffnen und versuchen andere Imkervereine in Berlin mit in Boot zu bekommen. Oder versucht Kooperationen mit anderen Vereinen mit ähnlichen Anliegen in Marzahn/Hellersdorf. Für machen Arbeiten könnte man Firmen bekommen, die auf einer Dankestafel erwähnt werden und und und ... Das fällt mir so auf die Schnelle ein. Wenn man die Zeit gestern genutzt hätte, wären sicher viele Ideen gekommen. Mit einem normalen Vereinsleben hat der Projekt Bienenlehrgarten nichts zu tun. Da hat man sich eine Sonderlocke rangezogen über die sich einzelne profilieren. Früher war der Verein in FEZ tätig, das war überschaubar, leistbar und PR-trächtig ebenfalls. Aber - manchen wollen eben hoch hinaus. Das dürfen sie auch, aber eben nicht mit meinem Geld.

  • Angesichts der drohenden IGA versucht man jetzt hektisch eine Lösung.


    Richtig, und zwar sollen mindestens 17 Sonntage jeweils 2 Imker für 6 Stunden möglichen Besuchern den Bienenlehrgarten zeigen...
    Bleibt ja noch der Samstag, um sich um seine eigenen Bienen zu kümmern.
    Die stehen in meinem Fall sogar zum Teil in einem ebenfalls öffentlich zugänglichen Lehrgarten, der ebenfalls Teil der IGA werden soll. Da könnte ich mir Stunden anrechnen lassen, noch und noch...

  • also wie schon oft geschrieben hier noch mal klar auf den Punkt gebracht:
    Abwägen, ob man die persönlichen Vorteile (Austausch mit Kollegen, Versicherung, Leihmaterial....) für die verbundenen Nachteile (Beitrag, Mithelfen mit freiwilligen oder verpflichtenden Stunden, Treffen auch mal an eher ungünstigen Tagen,....) haben will.
    Dann entweder Mitglied sein (mit allen Pflichten) oder bleiben lassen/austreten bzw. über gleichgesinnte mit langem Atem etwas ändern.


    Die Sache mit den Pflichtstunden ist ja entweder den meisten anderen egal oder sie sind dafür. Dann bleibt dir nur akzeptieren oder austreten.
    Falls es jedoch durch den komischen Modus allerdings nicht die Mehrheitsmeinung ist, kannst du jederzeit mit der Mehrheit, die ja dann deiner Meinung sein müsste, diesen Punkt zur erneuten Abstimmung beantragen. Bei Fehlern in der Durchführung der letzten Abstimmung sogar ganz einfach ansonsten als Mitglied gibt es auch fast immer das Recht Vorschläge zu machen. Dann musst du aber auch dafür sorgen, dass diese Mehrheit dann auch anwesend ist und ihre Meinung zum Ausdruck bringt.
    Außerdem solltest du dann bereit sein, eine andere (mehrheitlich bestimmte) Lösung für die Arbeit oder deren Finanzierung zu akzeptieren - denn das Problem ist ja dann wieder offen. Eventuell besteht auch das Risiko, dass die bisherigen Vorstände zurücktreten, wenn ihr die Revolution macht, da sie diesen Weg nicht mittragen wollen oder einfach nur beleidigt sind. Dafür sollte dann ein Team auch bereit sein. Es könnten dann auch einige andere bisherige Mitglieder den von euch geforderten Weg als Austrittsgrund sehen...


    Aber alle diese Sachen musst du aber mit deinen Vereinskollegen besprechen. Das Forum wird dir dabei nix helfen. Außerdem solltest du vorher die Lage sondiert haben, denn ein Streit um diesen Punkt ohne anschließende gütliche Einigung wird den Verein spalten.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)