Imkern ohne Vereinsmitgliedschaft ?

  • https://www.imkerverein-reinickendorf-mitte.de/warumimverein


    Einfach mal hingehen, anschauen und vielleicht die Mehrwerte erkennen...sofern vorhanden...


    Melanie


    Heißer Tip! Klingt sehr interessant. Für mich wäre das aber leider mit fast zwei Stunden Autofahrt verbunden. Berlin ist einfach zu groß...
    Außerdem finde ich unseren Verein ja eigentlich auch super. Nur die Idee Pflicht-Arbeitsstunden einzuführen ist ein No-Go! Naja, vielleicht bleibt es ja auch nur bei der Idee.

  • Nur die Idee Pflicht-Arbeitsstunden einzuführen ist ein No-Go! Naja, vielleicht bleibt es ja auch nur bei der Idee.


    Habt ihr denn ein zu pflegendes Vereinsgelände, das so viel Arbeit macht?
    Ansonsten mach doch einen Vorschlag wie das Problem anders zu lösen ist - Verein ist ja nichts, was von "oben" diktiert wird...da kann und soll man mitdenken, mitreden, mitmachen.
    Vielleicht gibt es ja auch Mitglieder, die die notwendigen Arbeiten machen können und würden wenn sie dafür nur mal eine finanzielle Anerkennung bekämen?


    Melanie

  • Moinsen,


    bei uns im Verein / Kreis sieht es so aus (NRW):


    5 Imkervereine
    1 Kreisimkreiverein
    1 Landesverband (Westfälisch Lippische Imker)
    1 DIB


    Von den Beiträgen wie folgt:
    - 20 EUR IV
    - 2 EUR KIV
    - 21 EUR Landesverband
    - 4 EUR DIB
    - Umlage / Volk--> Versicherung

  • Aus Neugier bin ich vergangenes Jahr mal zum Tag der offenen Tür beim lokalen Imkerverein gegangen, um zu gucken wie die so arbeiten, sich auszutauschen und zu schauen ob ich nicht vielleicht mitmachen möchte. Als ich dann mit einem der Vereinsmitglieder ins "Gespräch" gekommen bin wurde ich gleich recht harsch gefragt wieso ich ihren Kurs nicht besucht habe und musste mir dann einen minutenlangen (aus Wort- bzw. Satzfragmenten bestehenden) Vortrag anhören, wieso meine Betriebsweise Mist und seine viel besser ist. Ne danke, dann lieber ohne Verein.

  • Habt ihr denn ein zu pflegendes Vereinsgelände, das so viel Arbeit macht?
    Melanie


    Leider ja. Zuerst mußten wir per Beschluß einen Sonderbeitrag von 10,-€ leisten, war ja noch o.k.
    Dann gab es einen riesigen Geldsegen aus Spenden, um einen Bienenlehrgarten aufzubauen.
    Dann hat das Geld aber nicht mehr gereicht und es mußte wieder ein Sonderbeitrag geleistet werden.
    Außerdem mußten dann auch noch Gräben für Wasser und Abwasser gegraben und Rohre verlegt werden.
    Ich finde es zwar in Ordnung wenn sich Leute aus dem Verein auch dazu bereiterklären, aber hätte man nicht spätestens an diesem Punkt eine Firma damit beauftragen oder mal die Bremse ziehen können?
    Jetzt haben wir einen Baukontainer mit Motorschleuder, Wasseranschluß und sogar einer Mittelwandpresse, die aber seit fast 2 Jahren noch nicht mal angeschlossen wurde. Genutz wird das ganze eigentlich kaum.
    Ich bringe mich gerne ein im Verein. Ich würde mich auch gerne mal um die Wachspresse kümmern, aber muß man dafür Pflichtstunden einführen? Ein Buch führen? Dann fühlt sich das ganze doch nicht mehr an wie Freizeit sondern eher wie Arbeit.

  • Oha, das ist aber dann mäßiges Management. Vor dem Geldausgeben hätte sich der Vorstand das mal als Beschluss von der MV genehmigen lassen sollen - vor allem, wenn da ein Rattenschwanz an Arbeit dran hängt. Und das mit dem Beauftragen sehe ich auch so - wenn das Geld nur für Schautafeln langt aber nicht dafür, dass man jemanden gerade für die schwere oder spezielle Arbeiten beauftragen kann, dann ist es eben noch nicht genug Geld. Dann spart man das (darf man auch als gemeinnütziger Verein wenn eben als Rückstellung für diesen Zweck geplant) und macht es erst dann.


    Bei Immobilien jedweder Art bin ich auch sehr zurückhaltend...macht einfach sehr viel Arbeit und das muss der Verein auch stemmen wollen - und zwar gegebenenfalls auch aus der Vereinskasse. Bedeutet also: wird teuer.


    Melanie

  • Also bei mir kriegt der Ortsverein 8,8 % des Jahresbeitrags. Der DIB etwa 15%. Das meiste (55%) kassiert der Landesverband. Die Versicherung (Haftpflicht+Völker) macht 22% aus. Den Ortsverein zu wechseln von dem man am meisten profitiert, macht also wegen dem geringen Anteil von 8% an den Gesamtkosten keinen Sinn.

  • Aus den oben gelesenen Kommentaren entnehme ich, dass viele Imker den Verein nur nutzen wollen, ohne irgend etwas einzubringen, Arbeitskraft oder Finanzielles. Selbst der Beitrag ist zu hoch! Für Gräben ausheben soll aber ein Bagger bestellt werden, den der Vorsitzende wahrscheinlich noch aus eigener Tasche bezahlen soll, woher auch sonst, wenn kein Beitrag bezahlt wird?
    Ich selbst bin in mehreren Vereinen und muss sagen, dass solche Arbeiten im Kollektiv auch immer viel Spass mitgebracht haben, auch sowas gehört zum Vereinsleben und stärkt die Gemeinschaft.
    Mitglieder die nur wegen der Motorschleuder, günstigem Futter, Behandlungsmittel und DIB-Gläsern Mitglied sind, kann jeder Verein missen. Wenn ich nicht bereit bin, etwas einzubringen, habe ich auch nicht das Recht zu fordern.
    60 € Beitrag entspricht 5 € im Monat, 1,25 € pro Woche, die Packung Kippen mittlerweile 6 €, das Bier mind. 1,40 €. Da könnte man ja auch mal mit dem Sparen anfangen!
    Auf solche Mitglieder kann sicher jeder Verein verzichten. Zur Aktivierung des Vereinslebens ist jedes Mitglied berechtigt. Statt ständiger Kritik sollte man seine Energie in Kreativität stecken und Innovationen einleiten.

  • Aus den oben gelesenen Kommentaren entnehme ich, dass viele Imker den Verein nur nutzen wollen, ohne irgend etwas einzubringen, Arbeitskraft oder Finanzielles. Selbst der Beitrag ist zu hoch! Für Gräben ausheben soll aber ein Bagger bestellt werden, den der Vorsitzende wahrscheinlich noch aus eigener Tasche bezahlen soll, woher auch sonst, wenn kein Beitrag bezahlt wird?


    War ja klar, das sowas kommt.


    Der Beitrag ist nicht zu hoch, aber er ist doch wohl dazu gedacht, damit auch auszukommen. Wenn unangenehme Arbeiten anstehen auch gerne dafür.
    Und wenn sich ein Verein aus Spenden für einen 5-Stelligen Betrag Gebäude (Kontainer) leisten kann und nochmal ungefähr die gleiche Summe für den Ausbau und die Einrichtung übrig hat ... da mußte wohl keiner was aus eigener Tasche zahlen.


    Von den weniger aktiven Mitgliedern ist übrigens auch keiner interessiert den Verein nur auszunutzen. Für die Schleuder interessiert sich kaum einer. Viele sind eben nur im Verein wegen der Anmeldung und Versicherung der Bienen. Warum auch nicht, immerhin bekommt der Verein 15,- / Jahr von jedem, und die sollen auch gerne für gemeinnützige Zwecke und die Förderung der Imkerei eingesetzt werden.


    Dafür ist der Bienenlehrgarten natürlich ideal geeignet, und wenn dort irgendwelche Arbeiten anstehen, sollen die natürlich auch gerne honoriert werden oder man muß eben Handwerker bestellen, aber Pflichtstunden ??? Die Imkerei ist schließlich für die meisten nur ein Hobby! Und wem es Freude bereitet im Bienenlehrgarten was zu schaffen, was zu bewegen, sich zu treffen und gemütlich zu grillen, auch gut. Aber Freiwillig!

  • Ich sehe das so: Ein Verein ist ein Gesamtangebot, das ich (so wie es ist) annehmen kann oder auch nicht. Wenn mich manche Dinge stören kann ich mit den Verantwortlichen reden und das ggf. ändern (lassen). Sollte in wesentlichen Punkten kein gemeinsamer Nenner gefunden werden, bin ich in dem Verein wohl falsch.
    Wer nur eine Versicherung sucht, kann zum typischen Vereinsbeitrag im Komplettpaket meist auch was genau passendes für sich ohne Verein buchen. Wer bestimmte Dinge sucht oder vermeiden will, wird in akzeptabler Entfernung vielleicht auch eine Alternative für den Verein finden können. Solche Dinge wir Pflichtarbeitszeit werden wohl hoffentlich von einer Versammlung beschlossen. Wenn das der Wunsch der Mehrheit ist, muss ich mich eben beugen oder austreten - je nachdem was beim Abwägen der anderen Aspekte für mich passt.
    Für mich wäre es wahrscheinlich ein Austrittsgrund, obwohl ich sonst in Vereinen oder der Pfarrei gerne und viel mitarbeite. Ich will mir aussuchen können bei welchen Projekten ich meine Mitarbeit in welchem Umfang zusagen kann. Manchmal passt ein Projekt einfach nicht mit anderen Verpflichtungen zusammen und dann will ich mich nicht extra rechtfertigen müssen. Dafür stehe ich dann aber auch zu meiner Zusage in vollem Umfang und sage dann nicht kurzfristig ab.


    Ich bin übrigens momentan bezüglich der Bienen vereinslos, da die regelmäßigen Treffen der umliegenden Vereine mit bereits bestehenden regelmäßigen Terminen anderer Vereine kollidieren und ich von diesem Teil meines Lebens dafür nichts aufgeben wollte. Nur für die Versicherung brauche ich keinen Verein und die Meldung meiner Völkerzahl kostet mich jedes Jahr auch nur eine direkte E-Mail an die zuständige Stelle. Mit anderen Imkern aus der Umgebung treffe ich mich auch so öfter mal auf ein Bier und den Rest mache ich mit dem Forum.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Also bei mir kriegt der Ortsverein 8,8 % des Jahresbeitrags. Der DIB etwa 15%. Das meiste (55%) kassiert der Landesverband. Die Versicherung (Haftpflicht+Völker) macht 22% aus. Den Ortsverein zu wechseln von dem man am meisten profitiert, macht also wegen dem geringen Anteil von 8% an den Gesamtkosten keinen Sinn.


    Die Frage, die ich mir auch schon gestellt habe:
    Was macht denn der LVWI mit diesen doch nennenswerten Geldbeträgen? Büro, Angestellte - aber für was?! Viel Aktivität nimmt man nicht wahr und will man einen Referenten des Landesverbandes für einen Vortrag, dann halten die nochmal die Hand auf :evil: