Lesenswert: Net Loss—Economic Efficacy and Costs of Neonicotinoid Insecticides

  • Sehr interessante Betrachtung, insbesondere


    "CFS further asserts that the E.U.’s neonic ban should be continued."


    Wie steht's damit eigentlich ? Es sollte ja wieder einkassiert werden, wurde dann doch verlängert. Auf unbestimmte Zeit oder befristet ?
    Sicher kennt jemand die Sachlage....


    Beste Grüße


    Rainer

  • Und das BfR berücksichtigt diesmal solche Studien?
    Es ist für mich sehr mühsam, diese Berichte in englisch zu verstehen. Alles zu verstehen bekomme eigentlich nie hin. Ich frage mich, warum niemand ein Interesse hat, solche Berichte in eine Sprache zu übersetzen, die eine große Mehrheit in Deutschland verstehen kann. Es gibt doch Interessenverbände? Hat hieran keiner ein Interesse? Es kann doch nicht am Geld liegen, so viel kann das wirklich nicht kosten.

  • Berggeist , ja - hast recht ! Aber es macht viel Arbeit...


    Kernaussage des Artikels vom CFS (Zentrum für Ernährungssicherheit) ist schon in der Überschrift - sinngemäß


    "Nettoverlust - ökonomische Effizienz und Kosten von Neonicotinoid Insektiziden als Saatbeize: Aktualisierung aus USA und Europa"


    In USA wird die Umweltschutzbehörde (EPA, Environmental Protection Agency) offensichtlich über die weitere Verwendung dieser zugelassenen "Neonics" entscheiden - ob sie notwendig sind und in welcher Form.
    Anhand der Erfahrungen in Europa, wo seit 2013 ein vorübergehendes Verbot der Anwendung dieser Substanzen (mit Ausnahmen...) herrscht, zeigt sich, dass keine Einbußen der Erträge zu verzeichnen ist, im Gegenteil: es wurde in dem Zeitraum sogar mehr geerntet. Der negative Einfluss dieser Substanzen auf Insekten und v.a.D. die Überdosierung aufgrund prophylaktisch zu hoher Beizmengen im Saatgut, speziell bei Sojabohnen, wird der EPA empfohlen, dies bei der anstehenden Entscheidung zu berücksichtigen.


    Soweit habe ich es verstanden....


    Beste Grüße


    Rainer

  • ... Ich frage mich, warum niemand ein Interesse hat, solche Berichte in eine Sprache zu übersetzen, ...


    Ich unterstelle mal im positiven Sinne, das die Leute im BfR genug Englisch verstehen, um sowas zu lesen und zu verstehen. Ansonsten ist Englisch einfach DIE Wissenschaftssprache und ein (deutscher) Wissenschaftler, der solche Artikel nicht versteht und für seine eigene Arbeit nicht nutzt, braucht eigentlich kaum versuchen, eigene Forschungsmittel zu beantragen. Diese brauchen nämlich natürlich auch Grundlagen, ala "...basierend auf den Forschungen von XYZ, publiziert in seinem Artikel....wollen wir weitere Forschun betrieben...". Und da kommt auch englische Literatur ins Spiel, die dann auch nicht extra übersetzt wird.
    Pech für den des Englischen nicht Mächtigen, ist aber so.

  • Dass die Entscheider und Wissenschaftler dies zu fast hundert Prozent verstehen (oder halt intern übersetzt bekommen) ist mir schon klar. Aber soll der popelige Durchschnittsimker das nach Möglichkeit gar nicht wissen?
    Danke für die Zusammenfassung Beemax, soweit habe ich es allerdings auch schon verstanden. Vieles aus dem Text hab ich aber nicht verstanden. Sehr viele andere haben es aber nicht mal bis zu dieser sehr kleinen Zusammenfassung verstehen können.
    Das ist doch für die Imker eine sehr relevante Untersuchung. Wenn mehr Imker dies mal gelesen und verstanden hätten, hätten die Pestizidschadensleugner unter den "Wissenschaftlern" ein nicht so leichtes Spiel. Hat denn wirklich niemand ein Interesse mal unterschiedliche Seiten zu Imkerei relevanten Themen der Masse zugänglich zu machen? Und dieser Text ist natürlich nur ein Beispiel von vielen.