Dokumentation am Volk

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    Ich habe für jeden Stand eine DinA5 Mappe mit je einer Karteikarte pro Volk wo ich bei jeder Durchsicht kurz Notizen mache, da kann ich auch mal "zurücklesen" wenns Probleme gibt. Ausserdem kleb ich bei Völkern mit besonderen Problemen ein färbiges Postit an den Rand der Karteikarte, so seh ich nächstes mal sofort bei wems hakt.
    Ganz vorne in der Mappe ist ein Blatt wo ich notiere was ich nächstes mal von Daheim mitnehmen muss ( MW, Schied....)


    Ganz oben auf der Karteikarte steht immer welche Königin drinnen ist und wann und wie das Volk entstanden ist ( Ks, Ableger...)


    Die Karten unterm Deckel lass ich nicht gern, da braucht ja nur einer lesen können um sich die besten Völker oder Königinnen zu krallen!


    LG Hannelore

  • Ein ähnliches Thema hatten wir vor ca. 11 Monaten schon mal:
    https://www.imkerforum.de/showthread.php?t=49686&p=500233#post500233
    Diktier-Apps waren nicht wirklich gut zu gebrauchen, schließlich zwitschern draußen auch ständig die Vögel...
    Die Idee, das Handy in Haushaltsfolie einzupacken und durch die Folie und sogar doppelte Einmalhandschuhe trotzdem per Hand zu bedienen war am besten.
    An jedem Stand habe ich nach jeder Aktion einfach ein kurzes Video gedreht und dazu gesprochen, wie es im Volk aussieht, was gemacht wurde oder wieviel Honig entnommen wurde. Zur Übersicht und Auswertung übertrage ich das wichtigste dann später in einen Hefter mit selbst erstellten Stockkarten und in eine Exceltabelle zum Honig zusammenrechnen. Später, kam dann noch eine Tabelle mit den Kippgewichten (halbes Beutengewicht - mit Kofferwaage) dazu, die aber direkt vor Ort ausgefüllt wird. Mit einem ganz normalen Kugelschreiber...

  • Aber das mit dem Kippgewicht funktioniert auch nur richtig gut, wenn das Hauptgewicht in der Mitte sitzt. Jedoch bei den Stockwaagenpreisen.....:eek:


    Trotzdem vielen Dank für die Antworten. Ich werde mal ausprobieren, was mir am besten gefällt und vielleicht noch mal hier berichten(soweit ist es ja noch nicht:p).

  • du bist nur verpflichtet den Honig für den Verkauf zu wiegen.
    Ansonsten ist es nur Hilfsmittel für den Imker, sein schlechtes Gewissen zu beruhigen, weil er den Bienen zuviel Honig geklaut hat und jetzt nicht weiß, ob er genug eingefüttert hat.
    6€ für ne Kofferwage sind da nicht teuer.

  • Ich nutze auch Diktierapps oder ein Stockbuch zum Notieren - ist aber etwas nervig da eben die Infos nicht überall parat sind. Die Beetight-App kommt meinen Wünschen schon am nächsten aber leider kann man nur wenig selber einstellen...so bekommt man viele Behandlungsoptionen angezeigt, die man nicht nutzt oder nutzen kann und kann nicht z.B. selbst definierte Felder nutzen.
    Aber Fotos einstellen und die Combo aus App und Web-Applikation sind schon prima.


    Melanie

  • Das Kippgewicht ist natürlich genauer, wenn man von beiden Seiten je 1x wiegt, dann ist es egal, ob das Hauptgewicht in der Mitte liegt oder nicht.
    Bei Kaltbau ist es aber auch schon ganz gut gemittelt, wenn man nur die Rückseite der Beute wiegt bzw. bei Warmbau von der Seite.
    Praktisch fand ich das wiegen schon ab der Lindenblüte, um zu sehen ob noch was rein kommt...


    Beetight-App aha, interessant, dann gibt es das mit dem QR-Code ja schon!
    siehe:
    https://www.imkerforum.de/showthread.php?t=54179&p=527353#post527353

  • Ich hatte Beetight mal für ein paar Monate im Einsatz und es dann aufgegeben. Es ist nicht nur zu theoretisch, es nervt auch alle Punkte beantworten zu müssen, wenn man nur eine Sache dokumentieren will. Für Gefummel am Smartphone zwischen den Völkern, bleibt eigentlich wenig Zeit und man hat dafür zu wenig Hände.


    Ich hatte schon Stockkarten, Schreibkladden, Diktiergerät und App im Einsatz. Alles war nicht so der Renner. Für meine Belange sind Panzerband+Edding, ein Notizbuch für hinterher und natürlich das Smartphone mit Photofunktion das vorläufige Ende der Evolution von Dokumentation am Volk.

  • Schade, dass Arbeitskraft in Deutschlang so teuer ist. Sonst wäre ein persönlicher Schreiberling die Optimal-Lösung. Könnte man dann so diktieren wie der Zahnarzt, wenn er die Kontrolle macht und die Assistentin das am Computer verbuchen muss.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Moin zusammen,


    was müsst ihr den andauernd aufschreiben?


    Ich muss leider für meine Zertifizierung ein paar Sachen dokumentieren (Behandlungen, Fütterungen). Das tut ein simpler Zettel auf jedem Deckel, zusätzlich kommt da für mich noch die Herkunft der Königin drauf. Für alles weitere reicht mir der berühmte Zweig, Ast, Gasbüschel auf dem Deckel.


    Gruß Jörg

  • Hallo Zusammen,


    am einfachsten wäre es die Böden durchlaufend zu nummerieren, dann in einem Ringbuch jeweils 1-2 Blatt pro Volk/Nummer anlegen und das wichtigste notieren. Vorteil: keine Zettelwirtschaft in den Völkern, man kann das Buch mit nach Hause nehmen, archivieren nach Jahre, ... wie gesagt wäre, ich nehme mir dies immer jeden Frühling vor, am Ende habe greife ichwieder Kreide, Zweige oder irgendeine Notiz zwischen Deckel und Folie.


    Ps. Allerdings muss man nicht alles und jedes notieren, der Imker ist kein Buchhalter :-). das wichtigste für mich, die Kästen mit einer farbigen Reiszwecke mi der Jahresfarbe der Königin markieren.


    Grüße,
    Stefan


    Grüße
    Stefan

  • Also das Nummerieren von Beuteteilen habe ich aufgegeben - nur die Honigräume da es für die Notierung des Reifegrades und der Ernte sinnvoll ist. Ich habe meine Standplätze nummeriert - die sind die einzige Konstante und mein Excel hat eine Spalte je Volk. Leider vergesse ich nur manchmal, bestimmte Informationen aufzunehmen; andere brauche ich gar nicht. Fände ein Tool gut das mir diese (selbst zu definierenden) Optionen anbietet ohne mich dazu verdonnern, diese pflichtmäßig aufzunehmen.


    Melanie

  • Seit 3 Jahren arbeite ich mit dem Smartphone und einer selbst erstellten Datenbank Anwendung. Diese wurde individuell mit der Memento App erstellt. Der Vorteil von Memento ist, dass man die Datenbanktabellen und Eingabefelder sehr individuell an eigene Bedürfnisse anpassen und immer wieder modifizieren kann. Mit dem Memento App habe ich diverse andere Datenbanken gestrickt für alle möglichen Alltagsanwendungen. Wenn man das App verstanden hat ist eine kleine Datenbank in 60 Sekunden erstellt.