Berufsgenossenschaft...

  • Da biete ich jetzt mal die Haftpflicht- und Kaskoversicherung für KFZ an. Da steigt die zu zahlende Prämie womit ? Grundsätzlich mit den gefahrenen Kilometern. Und da sagt niemand, der Opi, der noch 1000 km im Jahr fährt, hat ein höheres Risiko, als der routinierte Ausendienstler mit 60.000 km im Jahr.


    Was hast Du denn für eine lustige KFZ-Versicherung? Die gefahrenen Kilometer machen nur einen sehr geringen Teil Summe aus. Der größte Teil bezieht sich auf den Fahrzeugtyp und das damit (erfahrungsgemäß) verbundene Schadensrisiko.
    Außerdem ist das bei der BG doch so: Weniger Völker- weniger Beitrag
    weniger Fläche- weniger Beitrag
    weniger Tiere allgemein- weniger Beitrag

    Ein Bienenschwarm ist keine Naturkatastrophe...

  • Was hast Du denn für eine lustige KFZ-Versicherung? Die gefahrenen Kilometer machen nur einen sehr geringen Teil Summe aus. Der größte Teil bezieht sich auf den Fahrzeugtyp und das damit (erfahrungsgemäß) verbundene Schadensrisiko.
    Außerdem ist das bei der BG doch so: Weniger Völker- weniger Beitrag
    weniger Fläche- weniger Beitrag
    weniger Tiere allgemein- weniger Beitrag


    Aber auch deine km-Laufleistug ändert deinen Beitrag mehr km, mehr Beitrag.
    Grundsätzlich sind ja deine Ausführungen richtig, aber:


    Ganz viel Fläche - Beitragskappung
    Bei Tieren weiß ich es nicht, würde aber aus dem Vorgehen bei der Fläche auch darauf schließen.


    Und gegen diese Kappung bin ich. Jeder bezahlt für das was er bewirtschaftet bzw. an Tieren hält. Denn jeder der wenig Fläche (wahrscheinlich auch Tiere) hat zahlt sonst für die großen gewerblichen Unternehmen mit.
    Ich weiß nicht, was an dieser Umverteilung gut ist ?

  • Hallo zusammen,


    auch mich interessiert das Thema BG/ SVLFG, damit nicht noch andere Familienmitglieder Imker werden (müssen).


    Natürlich kann man darüber streiten und diskutieren, ob man mit mehr als 25 Bienenvölkern noch im Hobbybereich oder schon im Nebenerwerb imkert.
    Ebenso fragen warum und weshalb..., z. B. mein Werbebeitrag/ Volk an den DIB, obwohl ich nie ein DIB-Glas verwende, bei Honigbewertungen andere als DIB-Gläser aber zum Ausschluss führen oder Risikosportarten und diverse Hobbys... bis hin zur Fernsehsteuer (auch da war es dann bei mir im letzten Jahr soweit, ich musste den Gesamtbetrag nachzahlen...) oder Generationenvertrag!
    Nicht alles ist fair oder gerecht, aber eben so geregelt...


    Aber die Zählweise zur Beitragsberechnung ist "variabel".
    Natürlich würde ich als Bienenhalter, welcher 26 Bienenvölker bewirtschaften möchte, aber überlegen, ob nicht 24 oder 25 genauso viel Freude und Arbeit machen (mal angenommen, es gibt dazu keinen Land- u. Waldbesitz).


    "Unsere" Bienen sind alle gemeldet - ich kann ruhig schlafen.


    Wenn die Erweiterung meines Bienenbestandes erfolgt, werde ich dies melden und öffentlich machen, auch wenn es in anderen Bereichen nachteilig sein kann!
    (Nächste Grenzen sind dann 70/ 99 Völker!)



    Grüße aus Eisenach
    Jan

  • Hier noch die Antwort auf meine Anfrage in Bezug auf den Mitgliedsbeitrag der "Berufsgenossenschaft" bei 70 gemeldeten Völkern ohne eigenen Land-/ Waldbesitz vom 08.12.2016:


    Sehr geehrter Herr (Bienenjan),


    hiermit möchte ich Ihnen Ihre Fragen hinsichtlich der Berufsgenossenschaft beantworten.


    Ab einer Bienenvölkerzahl von 26 wird laut Gesetz Gewerbsmäßigkeit bei einer Imkerei unterstellt und es besteht dann Versicherungs- und Beitragspflicht zur Berufsgenossenschaft. Hierbei ist es nicht von Bedeutung, ob die Imkerei als Hobby oder als Vollerwerb betrieben wird.


    Bei 70 zu erfassenden Bienenvölkern hat sich der Beitrag im Umlagejahr 2015 (aktuell gehobenes Umlagejahr) auf 305,00 EUR belaufen (davon 75,28 EUR Grundbeitrag). Auch bei der Beitragsberechnung ist das Motiv des Betreibens der Imkerei unerheblich.


    Weitere Informationen finden Sie auf unserer Internetseite unter folgendem Link:


    http://www.svlfg.de/50-vmb/vmb…0101/vmb010101/index.html


    Für weitere Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.


    Mit freundlichen Grüßen
    im Auftrag
    ...




    Grüße aus Eisenach
    Jan

  • Bei mir steht nun eine beruliche Veränderung an.
    Ich bin auch am überlegen, vielleicht im Frühjahr bis zum Herbst "nur nebenbei" als angestellter Arbeitnehmer zu arbeiten, im Winter hauptberuflich angestellt sein.
    Deshalb stellte ich eine Anfrage bei der SVLFG u. a. mit folgender Vorraussetzung:


    3.
    - es werden keine landwirtschaftlichen Flächen bewirtschaftet
    - Imkerei mit bis zu 70 Bienenvölkern
    - im Frühjahr bis zum Herbst nur "Imker" (selbständig), Herbst und Winter wieder als normaler Arbeitnehmer wiederum pflichtversichert


    Die Antwort dazu vom 09.12.2016:



    Sehr geehrter Herr (Bienenjan),

    nachfolgend möchten wir Ihre Anfrage zur Versicherungspflicht in der Krankenversicherung und der Alterssicherung der Landwirte beantworten.

    In der Alterssicherung der Landwirte besteht für Imker (landwirtschaftliche Unternehmer) Versicherungs- und Beitragspflicht sofern sie ein Unternehmen von mindesten 100 Bienenvölkern bewirtschaften. Da Sie lediglich ein Unternehmen von maximal 70 Bienenvölkern bewirtschaften wollen, würde auch keine Versicherungspflicht ein landwirtschaftlicher Unternehmer zur Landwirtschaftlichen Alterskasse eintreten.

    In der Krankenversicherung der Landwirte besteht ebenfalls Versicherungs- und Beitragspflicht sofern Sie ein Unternehmen von 100 Bienenvölkern bewirtschaften. Wird diese Mindestgröße nicht erreicht, besteht Versicherungspflicht als landwirtschaftlicher Kleinunternehmer, wenn ein Unternehmen von 50 bis 99 Bienenvölkern bewirtschaftet wird und das nebenher erzielte Arbeitsentgelt und Arbeitseinkommen im Kalenderjahr 17.430,00 € (2016) nicht überschreitet.

    Die Versicherungspflicht als landwirtschaftlicher Unternehmer/Kleinunternehmer führt nicht zur Mitgliedschaft bei der Landwirtschaftlichen Krankenkasse, solange ein vorrangiges Krankenversicherungsverhältnis bei einer anderen gesetzlichen Krankenkasse als Arbeitnehmer oder Arbeitslosengeldempfänger besteht. Für Sie bedeutet dies, solange Sie der Versicherungspflicht als Arbeitnehmer unterliegen, besteht keine Versicherungspflicht als landwirtschaftlicher Kleinunternehmer. Unter Berücksichtigung dieser Regelungen würde für Sie nach der unter Pkt. 3 geschilderten Situation im Frühjahr und Sommer Versicherungspflicht als Kleinunternehmer eintreten, wenn Sie ein Unternehmen von mindestens 50 Bienenvölkern bewirtschaften würden.

    Zur Mitgliedschaft in der Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft erhalten Sie eine gesonderte Mitteilung.

    Mit freundlichen Grüßen
    im Auftrag
    ...




    Grüße aus Eisenach
    Jan