Berufsgenossenschaft...

  • Moin, moin,


    ich habe mit der landwirtschaftlichen BG telefoniert, was denn wohl 50 Völker kosten würden, wenn ich da hin wollte...


    Zunächst wurde da ein Zettel gefunden, wo 2011 für 30 Völker 72,- Euro errechnet worden waren.


    Inzwischen wurde aber die Berechnung für die Imker auf neue Füße gestellt, und danach ergeben sich statt dessen 301,- Euro. Für 30 Völker.


    Für 50 wären es 305,- Nur die Imkerei ohne eigene Flächen, also nach deren Vorstellung gewerblich, mit Honigproduktion, kein Marktbesuch, kein Kerzenziehen. Auf Urproduktion angesprochen hieß es, BG-rechtlich sei diese Tierhaltung dann gewerblich. Eigenes Rechtsgebiet eben, mit eigens und eigentümlich besetzten Rechtsbegriffen.


    .


    Eine echte Lappalie scheint mir das nicht zu sein. Wie sieht das andernorts aus?


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Hallo Clas,
    ich habe für 40 Völker jetzt etwa 350,- € zahlen müssen. Mit dabei ist aber auch die Streuobstwiese, auf der ein Großteil der Bienen stehen, denn die Pflege der Fläche und die Helfer, z. B. beim Schwarmfang sind mitversichert. Da ich immer Helfer dabei habe und auch 2 Mitimker auf der Wiese sind, lohnt sich das für mich trotzdem. Mich beruhigt, dass die Helfer auch beim Hantieren mit Säge und Balkenmäher mitversichert sind. Und wie schnell man die BG brauchen könnte, habe ich ja nun schon "ausprobiert". Die hätten die Kosten sogar nachträglich noch übernommen, aber da war schon alles mit der Krankenkasse abgerechnet.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Moin Holmi,


    wie groß ist denn die Wiese?


    Hier sprachen sie davon, ein Tag auf dem Markt sowie die Fahrt dahin, sei extra anzugeben und werde dann berechnet, wie hoch, folgt schriftlich. Mal sehen, was das dann kostet.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Da das ein Umlageverfahren ist, schwanken die Beiträge. Ist also nur ein Anhaltspunkt.
    Die Wiese hat etwa 2000 qm. Da war dann auch wichtig, dass wir das obst nicht vermarkten.
    Nach Marktstand wurde ich in Bezug auf die Imkerei nicht gefragt, denn professionelle Vermarktung, also Verkauf,
    wird bei der Honigmenge vorausgesetzt.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Hier sprachen sie davon, ein Tag auf dem Markt sowie die Fahrt dahin, sei extra anzugeben und werde dann berechnet, wie hoch, folgt schriftlich. Mal sehen, was das dann kostet.


    Interessanter Punkt. Die Beiträge werden ja rückwirkend berechnet, je nach tatsächlichen Verbrauch, da die einzelnen Bereiche für sich genommen kein Minus machen dürfen. Mir konnte/wollte niemand sagen, was da an Kosten auf mich zukämen. Nicht mal 'ne grobe Hausnummer. Auch nicht in welchen Schritten (Völkerzahl) sich der Beitrag erhöht. Sozusagen das Jokerfeld in meiner Kalkulation.


    Dazu kommt die Tierseuchenkasse:



    Als 'Volk' gelten laut Telefonauskunft alle Kisten mit Königin und Bienen. Also wenn ich 50 Apideas aufstellen möchte... Oder mit dem Gedanken spiele, mich deutlich zu vergrößern..... (ich hätte auch gerne 'nen dickes Auto, vielleicht klappt das ja, dann zahl ich mal besser auch jetzt schon die teurere KFZ Steuer, oder?) Soooooo, und dann gibt die Tierseuchenkasse der BG die gemeldeten Zahlen weiter. Und dann zahl ich plötzlich für die 50 Apideas zusätzlich zur TSK nochmal 300+€ an die BG?


    Ich bin etwas irritiert. Ich vermisse die Glöckchen und die Narrenkappe.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Nein, gibt sie nicht!!! Da werden keine Daten ausgetauscht!!
    Und bei uns richtet sich die TSKnach der Völkerzahl, die eingewintert wird, nicht die Maximalzahl im Jahr.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Nein, gibt sie nicht!!! Da werden keine Daten ausgetauscht!!


    Doch. Ich hab mich bei der TSK angemeldet und hatte zwei Tage später einen Brief von der BG auf dem Tisch, wo ich Angaben zu meiner Betriebsgründung machen sollte. Auf Nachfrage kam die Angabe, das hinge mit meiner Anmeldung zusammen. Ich habe keinerlei Gründe, daran zu zweifeln :)


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hallo Clas,
    ich habe für 40 Völker jetzt etwa 350,- € zahlen müssen.


    Hallo,


    die BG ist eh Wahnsinn! Jeden Unfall aus einer Risikosportart zahlt die Krankenkasse, mit 30 Völkern ist man sicher keinem höheren Risiko ausgesetzt als beim Bergsteigen etc.


    kein Wunder, daß die meisten bei 20 Völkern bleiben und sich die Kosten nicht antun.


    VG


  • die BG ist eh Wahnsinn! Jeden Unfall aus einer Risikosportart zahlt die Krankenkasse, mit 30 Völkern ist man sicher keinem höheren Risiko ausgesetzt als beim Bergsteigen etc.


    Die BG ist zunächst eine Unfallversicherung, keine Krankenversicherung.
    Was bei der abhängig Beschäftigten der Arbeitgeber übernimmt, müssen selbständige Landwirte selbst zahlen.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Guten Morgen,
    ist schon ne Schweinerei das die genauen Beiträge erst nachträglich berechnet-festgelegt werden.
    Begründet wird das immer damit das die Bg im Vorfeld ja nicht wissen kann wie viele Unfälle passieren werden- nur das weiß meine Autovers auch nicht und die bekommen das trotzdem hin.
    Sicherlich nervt die Bg und das die Preise (bei uns) so explodiert sind ist auch eher nicht gerechtfertigt, nur vergleicht mal die Leistungen der Kv und der Bg falls wirklich mal was schlimmes passiert.
    Wer glaubt das es einen Unterschied zwischen Kassenpatient und Privat gibt der sollte mal bei der Bg schauen, da sieht im Vergleich jeder Private alt aus!!!
    Absolut unfair finde ich nur das so viele (siehe oben) einfach davon ausgehen das nix passiert und wenn doch dann mal schnell bei der Bg beitreten und nachträglich versichert werden und dann ganz normal-legal Leistungen abgreifen für die Andere jahrelang bezahlt haben!
    Abgeschafft werden sollte auch dringend das die Helfer der Hobbyimker automatisch über die Bg versichert sind. Mag für den Hobbyimker ja nett sein das er nicht haften muß nur warum zahlen dann Andere die Beiträge für ihn mit?
    Die Steuer mag ja noch ein anderes Bier sein aber das so viele bei der Bg lieber weniger Völker angeben, andere dafür bluten lassen und im Ernstfall dann doch die Hand aufhalten ist ne Sauerei!!!
    Denkt bitte mal alle drüber nach wie Ihr das so handhabt!!!
    Einen sonnigen Tag...

  • Hallo, man bezahlt für jeden XXXXX Versicherungen. Dann bezahle ich auch die BG.
    Wie schnell hat man sich beim Sägen verletzt ?
    Fahrten zu und von den Bienen, Marktfahrten ist alles versichert.
    Wie Robert schon geschrieben hat, es wird solange behandelt, bis alles wieder i.O. ist oder man bekommt sogar Rente.
    Nicht zu verachten ist auch die grüne Nummer.
    Bis bald
    Marcus

    48 Völker 32x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 6xDadant US und 5x Zander und einmal Warre :O)

  • Warum geht Ihr davon aus, das man da nicht bezahlen will? Ich will und werde da einzahlen. Aber auf welcher Basis? +50 Völker mehr, weil Apideas die drei Wochen laufen jetzt von der TSK als anzugebenden Völker gezählt werden sollen? Oder für die 20 Ableger, die ich evtl. machen werde? DAS ist doch das Thema, nicht ob ich mich generell vor der BG drücken möchte!


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Kleiner Nachtrag:


    @rase:Das Du bezahlen willst ehrt Dich, ich kenne aber eine ganze Menge die zwischen 50 und 100 Kisten (keine Apideas) ihr Eigen nennen und absolut keinen Cent zahlen wollen. vielleicht solltest Du das ganze etwas entspannter angehen, es wird wohl kaum gerade in den 3 Wochen die Bg alle Deiner Stände ansehen und die Kistchen nachzählen wollen.
    Nochmal kurz zur Bg: Absolut unfair ist auch das es absolut o,0 Betriebshelfer gibt. Aber vielleicht ändert sich ja nach der Sozialwahl wenigstens etwas was.