Bauliche Unterschiede bei Dadant- und Zanderbeute

  • Hallo,


    ich habe in den letzten Wochen viel gelesen und recherchiert, sowohl in Bücher, im Internet und auch hier im Forum, aber eine Sache blicke ich irgendwie nicht.


    Was ist denn der genaue Unterschied zwischen den Dadantbeuten und den Zanderbeuten ? Ist Dadant einfch nur größer und schwerer? Auf Seitenn von Herstellern gibt es für beide Beutetypen die gleichen "Erweiterungen".


    Vielen Dank schon mal und viele Grüße aus Karlsruhe!


    Oliver

  • Dadantwaben sind etwas breiter als Zander und vor allem länger, statt 220 mm wie bei Zander, haben sie 285 mm. Zadant hatdie Breite wie Zander, aber die Länge wie Dadant, deshalb Zadant. Eine Zanderwabe passt mit eineer Verlängerung des Oberträgers in eine Dadantbeute, Dadant passt in Zadant gerade so.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Dadant: deutlich grössere/höhere Brutwaben als bei Zander.


    Bei Zander sind die Brutraumrähmchen gleich gross den Honigrähmchen, die honigraumrähmchen sind recht groß.


    Bei Dadant sind die Brutraumrähmchen doppelt so hoch wie die Honigraumrähmchen --> 2 HR-Zargen = 1 Brutwabenhöhe


    Bei dem Magazinimkern kann man (10er System, also 10 Rähmchen) alles aufeinander Stapeln.


    Dadant hat original 12 Rähmchen, Zander 9 oder 10 in der Reihe.


    Jetzt kannst Du Dir aussuchen, was du mit welchem kombinieren möchtest.


    LG Andreas

  • Ich orientiere mich gerade was es so alles gibt. Ich möchte auf jeden Fall zu Naturbau betreiben.


    Ich glaube ich muss die Beuten einfach mal live sehen, aber bis jetzt sprechen mich vor alle die Dadant-und und Zanderbeuten an, hatte nur den Unterschied zwischen den beiden nicht wirklich verstanden.

  • Ok, du bist auf einem guten Weg. :daumen::)


    Am einfachsten für die Bienen und Dich ist es, wenn Du es "mal live" siehst bei einem Bienenvolk und/oder Imker. Suche Dir am besten einen Imker deines Vertrauens, welchem du mal über die Schulter schaust. Dabei lernst du am meißten. Dann noch viel lesen und überlegt umsetzen. Wichtig ist es, ein Konzept zu haben, und es auch zu leben. Man kann sich in der ersten Zeit gut an seinem "Paten" orientieren, denn das go life bringt am meißten.


    LG Andreas

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Andreas () aus folgendem Grund: RS

  • So sehe ich das auch Andreas. Ich hab zwei Vereine in meine Nähe. Bei den Karlsruhern sind die Kurse leider bereits voll, aber ich möchte dann auch demnächst hier ein paar Kontakte knüpfen und außerdem würde ich gerne erst das Grundstück vorbereiten wo die Völker stehen sollen.

  • Das Brutnest der Bienen ist kugelförmig. Um bei Zander so ein Brutnest unter zu bekommen, werden meist zwei Zargen verwendet. Das Brutnest wird durch die Rähmchen gestört. Bei Dadant wollte man diese Störung beseitigen und schuf eine längere Wabe. Dadant nutzt nur einen Brutraum.
    Und da man schon dabei war, hat man die Honigzargen auf habe Höhe gekürzt, damit der alternde Imker auch noch jenseits der 80 den Honigraum heben konnte.


    Gruß
    Hans

  • oder der honigschleudernde Imker nicht nur mit angetragenden Waben handeln muss. Denn in diesen ist der Honig nich so reif wie bei Flachzargen, wenn der Imker die Waben der Honigzarge schleudert.


    LG Andreas

  • Ich bin selbst so ein in die Jahre gekommener Imker und habe feststellen müssen, dass eine volle Zanderzarge ganz schön schwer ist.

  • oder der honigschleudernde Imker nicht nur mit angetragenden Waben handeln muss. Denn in diesen ist der Honig nich so reif wie bei Flachzargen, wenn der Imker die Waben der Honigzarge schleudert.


    Halb(hohe) Rähmchen gibt es sowohl für Dadant, als auch für Zander. Das gilt ebenso für die Zargen.
    Das Imkern in Dadant erfordert eine ganz andere Betriebsweise als in Zander.
    Oliver : Du kannst ja einmal ausrechnen, wieviele Eier eine Kö. täglich zu legen vermag und wieviel Brutzellen sie dann für 21 Tage Entwicklungzeit/Biene braucht und wieviel Zellen Du im Dadant- bzw. Zander- Brutraum hast.
    https://www.lwg.bayern.de/mam/cms06/...unterricht.pdfai
    https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%A4hmchen

  • ribes


    ich hab mal die Rechnung gemacht. Bei Dadant komme ich, bei ca. 10831 Zellen pro Rähmchen auf ca. 4 Rähmchen im Brutraum um den Kreislauf von 21 Tagen gerecht zu werden. Bei Zander, mit ca. 7669 Zellen/Rähmchen bräuchte man 6 (5,5) Rähmchen.


    Also wird es beim Zander schnell eng im Kästle :)

  • ribes


    ich hab mal die Rechnung gemacht. Bei Dadant komme ich, bei ca. 10831 Zellen pro Rähmchen auf ca. 4 Rähmchen im Brutraum um den Kreislauf von 21 Tagen gerecht zu werden. Bei Zander, mit ca. 7669 Zellen/Rähmchen bräuchte man 6 (5,5) Rähmchen.


    Also wird es beim Zander schnell eng im Kästle :)


    aber Du hast doch 10 oder gar 20 :roll: