Waben für Honigraum - woher nehmen als Anfänger?

  • Hi, bin neu hier und finde das Forum sehr informativ!


    Nun meine Frage: Als Neuimker, mit 2 Völkern auf je 2 Zargen DN, stelle ich mir die Frage, was ich tun kann, den Bienen die Annahme des Honigraumes im Frühjahr schmackhaft zu machen, wenn ich dort eigentlich nur Mittelwände einhängen kann in Ermangelung von unbebrüteten Waben.


    Wie haben andere das gemacht? Gibt es etwas, womit ich durch frühe Maßnahmen den Bienen die Sache erleichtern kann?


    Viele Grüße, Lothar


  • Hallo Lothar. Wie ist es wenn du deinen Wohnort auch im Profil angibst ?


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Kein Problem, setz den Honigraum mit Mittelwänden auf - wenn es Tracht gibt bauen die Mädels sich ihre Vorratskammern schon mal selbst aus. Musst Du halt ein wenig Honig opfern und bekommst dafür reine, fast weiße Honigwaben. Beim Schleudern musst Du mit diesen "jungfräulichen" Bauwerken etwas vorsichtiger sein - bebrütete Waben sind schon mal ein gutes Stück stabiler.

  • BaarImker : naja, soweit ich gelesen habe, werden Mittelwände nicht so gut vom Volk angenommen und Tracht dann eher um´s Brutnest eingetragen. Der geringere Ertrag ist mir wurscht aber ich fürchte Schwarmneigung. Bei 2 Völkern sind die Reserven gering ;-)


    "Bebrütete Waben verringern die Qualität des Honigs" - ich kann ja wenigstens versuchen, die Sache optimal hinzubekommen.


    lindenbaum : Dann entspanne ich mich wohl mal, im Frühjahr bin ich dann sowieso schlauer.


    Wäre es ein Ansatz, deutlich zu früh den ersten HR mit den Mittelwänden zu geben oder was würde dagegen sprechen? Wenn ja, wann am besten?


    Und Josef: meinen Wohnort habe ich nachgetragen - führe ich aber auch im Namen ;-)



    c.valentin : werde ich versuchen, wenn die Ladies nicht in die Gänge kommen.


    Lothar

  • Hallo.
    Habe bei mir 2 Rähmchen aus dem Brutraum in die Mitte nach oben gehangen. Haben dann relativ schnell ausgebaut.


    "Brut hochhängen" ist ein Tipp von vorgestern und ne schöne Milbenzuchtanstalt!


    Lass sie lieber auf einer Zarge, wenn du im Frühjahr die untere weggenommen hast und sie werden den Honigraum mit Sicherheit annehmen und mehr Honig bringen, als auf zwei Zargen. Und keine Angst: Der Platz reicht aus.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿

  • Hallo Lothar,


    es ist schon ein Unterschied mit welchen Beutenmaß man arbeitet!
    Wie beim Baarimker mit Dadant , Schied und enggehalten gehen die natürlich schneller in den Honigraum als wie bei DN oder Zander mit 2 Bruträumen!


    Bei zwei Bruträumen haben die Bienen erstmal viel Platz und dort wird dann der Honig im 2.Brutraum eingelagert. Zum besseren Annehmen kannst du wie oben geschrieben zwei ausgebaute, unbebrütete Waben hochhängen und erstmal das Absperrgitter für 2-3 Wochen weglassen! Aber Achtung nicht den Zeitpunkt verpassen bevor die Königin in den Honigraum hoch geht! Später gäbe es die Möglichkeit gefüllte unbebrütete Honigwaben aus dem Brutraum in den Honigraum zu geben und den Platz mit einer Mittelwand aufzufüllen.


    Wenn das Volk stark genug ist und gute Tracht herrscht gehen die schon hoch!



    Susanna

    Ein freundliches Wort ist wie Honig: angenehm im Geschmack und gesund für den Körper (Sprüche 16,24)


  • Lass sie lieber auf einer Zarge, wenn du im Frühjahr die untere weggenommen hast und sie werden den Honigraum mit Sicherheit annehmen und mehr Honig bringen, als auf zwei Zargen. Und keine Angst: Der Platz reicht aus.


    Das entspricht genauer meiner Erfahrung. Zwei Bruträume sind zu viel und einer fast nie zu wenig. Zumindest für's erste kannst Du den zweiten Brutraum weglassen. Das hat noch mehr Vorteile als die bessere Annahme des Honigraums.
    Ich weiß nicht wirklich, warum bei Zander und DNM zwei Bruträume als Standard gelten, eine 12er DNM-Zarge reicht als Brutraum jedenfalls aus.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Das entspricht genauer meiner Erfahrung...ein Brutraum ist ... nie zuwenig


    Das bestätigt auch meine Erfahrung mit Zander (10 Rä./BrutZarge).
    Im 1. Jahr sollte man sich für ein Konzept entscheiden und das dann unverändert durchziehen. Nicht an zu vielen Stellschrauben drehen, sonst weiß man bald nicht mehr Ursache und Wirkung auseinanderzuhalten.
    Wenn Du Dich für 2 Bruträume entschieden hast (bzw. Dein Imkerpate das empfiehlt), wechsele nicht die Betriebsweise während Deiner ersten Saison. Wenn der Bien dort Honig einlagert (meist in den Randwaben), dann kannst Du 1 oder 2 davon (ggf. bienenbesetzt, aber ohne Königin!) über das ASG in den HoR hängen (über das Brutnest) und den Rest des HOR mit MW auffüllen. Die Lücken im BR füllst Du ebenfalls mit MW auf. Das sollte funktionieren. Siehst Du bei der nächsten Durchsicht wieder unbebrütete Honigwaben im BR, kannst Du diese erneut hochhängen und den BR mit MW (aus dem HoR) auffüllen. Die MW habe ich an den Rand des Brutnestes gehängt, bei sehr starker Volksentwicklung und Bienenmasse sogar zwischen Brutnest und Drohnenrahmen. Das "Pollenbrett" (sofern vorhanden) auf jeden Fall erst hinter die MW. So kannst Du dem Verhonigen des Brutnestes entgegenwirken und den Honig dort hinhängen, wo Du ihn haben wllst: im HoR. Hat in meinem ersten Jahr (Zander Kaltbau) auch so funktioniert. Du wirst es sehen: Die vielen Jungbienen wollen (und müssen -> Schwarmvorbeugung)) bauen.


    Ab dem 2. Jahr arbeitete ich nur noch mit einem BR, um mir die Umhängerei zu ersparen und das Brutnest kompakter zu haben. Außerdem hatte ich ab da genügen Leerwaben, so daß ich ca. 2..3 davon im HoR über dem Brutnest platzieren konnte, Rest mit MW aufgefüllt.
    ASG aus Drahtgitterstäben haben bei mir nie die HoR-Annahme erschwert, die ganz einfachen Stanzgitter aus Plastik dagegen schon. Mein Imkerpate empfahl, die Drahtgitter(richtung) so zu wählen, daß die Wabengassen möglichst wenig gestört/abgedeckt werden, also längs zu den Wabengassen. Ich habe jedoch den Eindruck, daß die Ausrichtung des Drahtgitters kaum eine Rolle spielt, wenn das ASG in einem Holzrahmen - also mit beespace zu der OT der BrutRä. und zu den UT der HoRä eingelegt wird.


    p.s.: Du kannst ja einmal ausrechnen, wieviele Eier eine Kö. täglich zu legen vermag und wieviel Brutzellen sie für 21 Tage Entwicklungzeit/Biene braucht und wieviel Zellen Du in einem Brutraum hast.
    https://www.lwg.bayern.de/mam/…_mathematikunterricht.pdf

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