Honigkaramellbonbons

  • Eine hochkalorische Angelegenheit mit Suchtpotential:


    500 g Honig in einem Topf erst verflüssigen, dann bei niedriger Hitze köcheln lassen, bis er karamelisiert.
    Je nach Geschmack (je dunkler desto herber), weiterköcheln lassen, bis die Masse den gewünschten Bräunungsgrad erreicht hat.
    Dann 400 ml Sahne und 150 g Butter unterrühren und ca. eine Viertelstunde weiterköcheln lassen.
    Am besten zwischendurch mit einem eisgekühlten Löffel eine Probe nehmen. Man kann den Kochvorgang auch unterbrechen. Die Masse lässt sich danach problemlos wieder verflüssigen.


    Die Masse im Topf abkühlen lassen, bis sie zähflüssig wird und auf Backpapier gießen.
    Nach dem völligen Abkühlen in Stücke schneiden.


    Ein Tipp: Die Bretonen verfeinern ihren Karamell mit Meersalz. Zu unserem guten Honig sollte es dann aber schon Fleur de Sel sein.


    Für das Rezept lässt sich auch Honig mit kritischer Haltbarkeit verwenden, auch eingetretene Phasentrennung ist kein Problem.



    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Falls Ihr Euch ans Experimentieren macht, bin ich auf Eure Rezeptvarianten gespannt. Die Menge an Butter (es geht auch Margarine) und Sahne kann man natürlich variieren und auch die Verwendung von Gewürzen könnte spannend sein.
    Auch bei der Konsistenz gibt es natürlich Unterschiede. Je höher der Honiganteil umso härter der Karamell.
    Ich habe da noch nicht genug Erfahrungen gesammelt, um Mengenangaben nennen zu können. Aber wie gesagt, man kann Proben ziehen und dann weiterköcheln.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Danke, ich finde deine Rezeptidee auch sehr reizvoll!


    Hast du eine Ahnung, wie lange solche Bonbons halten?
    Könnte man sie also längerfristig in einer größeren Menge in der ruhigeren Jahreszeit vorproduzieren, um sie dann im Rest des Jahres zu verteilen?


    Ich fürchte aber, dass bei den Zutaten eine größere Vorproduktion nicht möglich ist, oder?


    Gruß
    hornet

  • Über die Haltbarkeit kann ich leider noch nichts sagen. Da die Masse gut erhitzt wird (über 100 Grad) wird der Verderb am ehesten dadurch entstehen, dass sie Fett ausschwitzen. Mit weniger Butter und Sahne sind sie sicher länger haltbar.
    Wichtig ist eine luftdichte Aufbewahrung, weil Honig auch in karamelisierter Form noch stark Wasser zieht.
    Perfekt wäre es wahrscheinlich, die Stücke einzeln in Bonbonpapier einzuwickeln.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Hallo Ihr Süßen,


    ich habe mit den Honigkaramellbonbons nun hoffentlich (im vierten Anlauf) eine ausreichend feste Konsistenz erzielt. Lecker waren sie von Anfang an, aber irgendwie nie so fest, dass es zum Schneiden von Stücken gereicht hätte, die auch nach mehreren Tagen von selbst die Form behalten. Und Karamellbonbons, die ich vom Bonbonpapier lutschen muss, mag ich nicht.
    Für Nachkocher würde ich folgende Punkte empfehlen:


    - eine weite Pfanne statt eines kleinen Topfes verwenden
    - (erst mal) nur die halbe Menge Butter und Sahne einsetzen
    - Sahne und Butter vorher getrennt vom Honig dick einkochen
    - Honig relativ dunkel karamellisieren lassen
    - ausreichend Zeit einplanen


    Die Idee mit dem Salz ist übrigens definitiv zu empfehlen!!!


    Die Bonbons, die eigentlich Weihnachtsgeschenke versüssen sollten, werden nun als Neujahrsgrüße überreicht.


    Viele Grüße
    Kikibee

    With lots of room for improvement.