Dadantbeute aus Polyurethan; Anfänger bittet um Information

  • Einen wunderschönen guten Tag,



    wie der Titel verrät möchte ich mich langsam an die Imkerei herantasten und als Anfänger wird man von den vielen Gerätschaften, Methoden und unzähligen an Alternativen schier erschlagen. Vielleicht sei noch kurz etwas zu meiner Person gesagt, bin Anfang 30 und komme aus dem wunderschönen Berlin. :roll: Ich möchte die Imkerei lediglich als Hobby und Ausgleich zum stressigen Berufsalltag betreiben und werde mit den Beuten auch nicht durch die Lande ziehen - vorgestellt hätte ich mir 2 - 3 Dadant Beuten, welche im Garten stehen bleiben sollen. Einen offiziellen Kurs möchte ich nicht zwingend besuchen, den gewonnenen Honig, Wachs und die sonstigen Ressourcen möchte ich selbst verbrauchen und/oder an Freunde und Bekannte verschenken.


    So, genug erzählt. Jedenfalls bin ich beim Thema Beute schon auf die erste Hürde gestoßen. Das Dadant Prinzip gefällt mir in meiner Naivität ganz gut, vor allem habe ich einen Hersteller gefunden welcher die Bauteile aus einem PUR-Hartintegralschaum herstellt. Neben den Vorteil der "ewigen" Haltbarkeit soll es auch noch sehr stabil sein, sich gut reinigen lassen, sehr gut isolieren und optisch finde ich es auch recht ansprechend. Leider finde ich im Netz kaum Informationen über den Hersteller und selbst auf dieser großen Videoplattform namens Youtube lässt sich kein Eintrag dazu finden. Ich hoffe es sei gestatten den Hersteller zu nennen, er nennt sich Ligoma.


    Wie gesagt würde ich drum bitten mir bei der ersten Planung grob unter die Arme zu greifen bzw. mich auf Fehler oder Komplikationen aufmerksam zu machen. Ich habe mir das Dadant US Format ausgesucht, an Bausteinen der Beute bräuchte ich doch pro Beute einen Aussendeckel, Innendeckel, 2x12 Honigraumzargen (Leiste), Brutraumzarge 12 (Leiste), Bodenelement mit Varroaschieber und Steckgitter, Flugbrett, Futteraufsatz, Absperrgitter mit Rahmen und eine Bienenflucht. Das ganze dann bei zwei Beuten mal zwei plus ein Ablegerkästchen und die passenden Rähmchen für die Beuten - diese werden leider nicht aus Polyurethan angeboten, es muss also auf Holz ausgewichen werden so wie ich das verstehe. Wenn niemand zu explizit diesen Hersteller Informationen hat kann er eventuell auf einen ähnlichen verweisen? Ist bei der Planung an alles gedacht worden?


    Bedanke mich recht herzlich für's lesen,


    mfG Moto :wink:

  • Hallo Remstalimker,


    Ich hoffe es sei gestatten den Hersteller zu nennen, er nennt sich Ligoma.


    Ohje, entschuldigt bitte die Rechtschreibung. Es sollte natürlich heißen ...sei gestattet den Hersteller...



    Mit freundlichen Grüßen,


    Moto

  • Warum soll es da keinen Ablegerkasten geben? http://www.ligoma.de/ Die Jungs und Mädels treten bei uns regelmäßig auf Imkermessen auf. In Celle und Münster treten sie nächstens auf.


    PU ist bei uns seit über 3 Jahrzehnten aus der Mode gekommen, doch in Betrieb kann man sie immer noch ab und zu sehen. Holz ist angesagt. Weiter nördlich ist Plaste gerne gesehen. Diese Firma sitzt in der Diaspora.:lol:Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Entschuldige bitte Remstalimker aber offensichtlich habe ich mich sehr undeutlich ausgedrückt.


    Ich konnte auf deren Seite keine Rähmchen aus Polyurethan finden. Bestehen die Rahmen aus Poly und/oder werden diese mitgeliefert oder muss man wie ich vermute auf Holz ausweichen? Kannst Du die Vorteile die unter dem Werkstoff aufgezählt werden bestätigen? Wie ist deren Fertigungsqualität? Kennst Du noch ähnliche Hersteller welche auf einem gleichen Niveau arbeiten und eine ähnlich große Auswahl an Fertigteilen produzieren? Leider zeigte mir die Suche auf der Seite hier keine oder kaum Ergebnisse bezüglich Polyurethan. Das ganze Netz ist voll mit Bauten aus Holz - Kunststoff scheint da eher die Ausnahme zu sein. Welche Vorteile bietet denn Holz gegenüber Kunststoff?


    Und da Du die Beuten von Ligoma anscheinend schon live erleben durftest, wie ist Dein Eindruck und wo ist der Hersteller anzusiedeln, Mittelklasse, Premium oder im Low Budget Bereich was die Qualität, Auswahl und Ausführung betrifft?



    Mit freundlichen Grüßen,


    Moto

  • Zitat

    Ich konnte auf deren Seite keine Rähmchen aus Polyurethan finden.

    Das wird bei einem Schaumstoff nicht gehen. Kunststoffrähmchen gibt es von anderen Herstellern. Ist aber bei uns verpönt. Wir denken im Süden anders und sperren keine Tiere in Plaste. Ich bin da der falsche Ansprechpartner, wenn du dich für solche Beuten interessierst.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Ist aber bei uns verpönt. Wir denken im Süden anders und sperren keine Tiere in Plaste.


    Nun ja, mir ist der gravierende Unterschied zwischen "Tiere in Plaste oder Holz einsperren" nicht Aufgefallen. Also zusammengefasst kennst Du den Hersteller und hast seine Beuten schön öfters auf Messen gesehen, er bietet wie ich vermutet habe keine Rähmchen in Polyurethan an und zu meinen Fragen magst Du dich nun doch nicht äußern da Du der falsche Ansprechpartner bist.


    Dank Dir für das kompetente Gespräch lieber Remstalimker.


    Mit freundlichen Grüßen,


    Moto

  • Statt PU kannst du auch Styropor nehmen, das ist gebräuchlicher. Schau mal nach der Frankenbeute, die dir noch reichlich Kombinationsmöglichkeiten bietet.
    Die Rähmchen sind normalerweise aus Holz. Es gibt Plastikwaben für Normalmaß, Zander und Langstroth. Für Dadant habe ich so etwas noch nicht gesehen, auch nicht für alle anderen Großwabenmaße. Nimm Holzrähmchen, das ist ok.


    Gruß Ralph

  • Statt PU kannst du auch Styropor nehmen, das ist gebräuchlicher. Schau mal nach der Frankenbeute, die dir noch reichlich Kombinationsmöglichkeiten bietet.
    Gruß Ralph


    Hallo Moto. Frankenbeuten gibt es bei >>> http://www.Holtermann.de<<< als11er Dadant US und dazu gibt es Holzrähmchen.

    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo Ralph,


    den Hersteller hatte ich auch schon auf dem Schirm. Zumindest bietet er Rähmchen aus Kunststoff an, leider nicht für Dadant, das stimmt. Nur scheint mir Polyurethan im Vergleich zu Styropor wesentlich stabiler und wertiger. Auch der Zusatz auf der Seite von der Frankenbaute "...schrumpfen innerhalb des ersten Jahres nach der Produktion bis zu einem Prozent. Das entspricht bei einem Außenmaß von 50 cm immerhin einem halben Zentimeter. Das Gros dieses Prozesses findet..." und "...Schrumpfprozesse und abhängig vom Gebrauch können sich Lüftungsgitter von Zeit zu Zeit lösen, dieses bitte beachten. Um sie wieder zu befestigen empfehlen wir..." spricht mich nicht unbedingt an. Des weiteren müssen die Bauten auch noch angestrichen werden.


    Mir fehlt zwar jegliche Erfahrung diesbezüglich aber einen wertigeren Eindruck macht auf mich doch die Beute von Ligoma.


    Mit freundlichen Grüßen,


    Moto

  • Ich möchte Dich nicht umstimmen, aber interessieren würde es mich doch, warum Du Haolz so kategorisch ausschließt? Bei den Beuten kann ich die Argumente Nichtstreichenmüssen, Wärmehaltigkeit, Maßhaltigkeit zumindest teilweise noch nachvollziehen (mal ganz abgeshen davon, dass es mir grundsätzlich widerstrebt einen Kunststoff zu benutzen, wenn es Alternativen aus natürlichen Materialien gibt ..), aber bei den Rähmchen?


    winterlichen Gruß
    Marion

    Gruß Marion


    Gärtnerin mit Hang(garten) zur Selbstversorgung, Informatikerin, neugieriges Gscheidhaferl - 123viele.de

  • Zitat


    So, genug erzählt. Jedenfalls bin ich beim Thema Beute schon auf die erste Hürde gestoßen. Das Dadant Prinzip gefällt mir in meiner Naivität ganz gut, vor allem habe ich einen Hersteller gefunden welcher die Bauteile aus einem PUR-Hartintegralschaum herstellt.


    Hallo,
    ... je exotischer um so besser ! .... Oder wie ???
    Wenn du mit diesen Beuten beginnst sind deine Probleme mit großer Wahrscheinlichkeit vorprogrammiert. Denn die Händler die diese Beuten plus Zubehör führen dürften sehr dünn gesäht sein. ( Schon die Tatsache das du , wie du schon festgestellt hast , nichts über diesen Hersteller finden kannst spricht für sich. Du wärst gezwungen alles, und immer dort zu kaufen. Was ist wenn der Händler oder Hersteller nicht mehr am Markt ist ??? Das www. wimmelt von Beutenherstellern, ( Frei nach dem Motto : viele fühlen sich berufen, aber nur wenige sind es.)


    Aber das nur nebenbei.
    Dadant-US ist gut , aber da gibt es alteingesessene Händler mit altbewährten Beutensystemen. ( zB. Holtermann / Bienenweber )
    (Bei Plaste nimm die Frankenbeute aus Hartschaumstoff, bei Holz ist die Auswahl größer.) .... Egal wo du kaufst , alle Beutenmodelle giebt es bei diesen Anbietern komplett mit allem Zubehör. Und die Beratung gratis !
    Was die Rähmchen betrifft : Plaste ist völlig unbrauchbar und Geldschneiderei. Nimm Holz !
    Ablegerkästen sind bei Dadant Blödsinn. Dazu nimmt man gleich eine Zarge und engt mit dem Schied ein. ( Das spart Arbeit, Zeit, und Geld ! )
    Auf einen Grundkurs solltest du ebenfalls NICHT verzichten ! ( Das spart AUCH Arbeit , Zeit und Geld !:daumen:)


    Gruß Finvara

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

  • Hallo Marion,


    ich möchte Holz nicht grundsätzlich ausschließen sehe aber keine Vorteile im Vergleich mit einem guten Kunststoff. Vielleicht sollte ich noch hinzufügen dass ich als Typ eher derjenige bin, der sich seine Anschaffung im Vorfeld gut überlegt und lieber etwas länger spart um sich dann (natürlich immer im Vergleich des machbaren und möglichen) für das qualitativ bessere Modell entscheidet.


    Als Laie vermute ich dass sich Polyurethan grundsätzlich besser reinigen lässt (beispielsweise Komplettreinigung und Desinfektion) beziehungsweise angefangene Wabenbauten und Propolis sauberer und besser entfernen lässt, es eine bessere Isolation gewährleistet und eine wesentlich längere Haltbarkeit aufweist. Ganz abgesehen davon dass es mit Sicherheit nach einigen Jahren der Nutzung ansehnlicher ausschaut als eine angegammelte Holzbaute. Streichen braucht man die Bauten aus Plastik ebenfalls nicht. Soviel zu meinen Vorstellungen.


    Bei den Rähmchen trifft doch teilweise das gleiche zu. Im Winter kann es zu Schimmelbildung durch die Kondensfeuchte bei Holzrähmchen kommen, Rähmchen aus Plastik müssten immer auf's neue Wiederverwertbar sein und beim Entnehmen von Propolis trage ich kein Holz mit ab. Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren - wie gesagt ich bitte hier ausdrücklich um Hilfe und Unterstützung.


    Vielen Dank für das gezeigte Interesse und ich verbleibe weiterhin mit freundlichen Grüßen,



    Moto

  • Grüß Dich Finvara,


    ... je exotischer um so besser ! .... Oder wie ???


    Nein, ganz und gar nicht. Um ehrlich zu sein bereitet mir die Suche und Recherche dazu ziemliche Kopfschmerzen aber aus meinen oben genannten Gründen und Annahmen vermute ich dass es die Mühe wert ist.


    Was die Rähmchen betrifft : Plaste ist völlig unbrauchbar und Geldschneiderei. Nimm Holz !


    Warum? Ich bin nicht stur, lernresistent oder ähnliches aber mir erschließt sich das Argument dafür nicht. Abgesehen davon muss ich wohl aus Mangel an Möglichkeiten bei den Rähmchen auf Holz zurückgreifen, es sei denn ich ändere das Prinzip auf Zander, Langstroh oder ähnliches um.


    Auf einen Grundkurs solltest du ebenfalls NICHT verzichten ! ( Das spart AUCH Arbeit , Zeit und Geld !:daumen:)Gruß Finvara


    Das ist wohl was dran. Zwei Bücher wurden bereits bestellt und ich möchte auch nicht ausschließen eventuell einen Grundkurs zu besuchen.



    Dein Argument der Verfügbarkeit ist ein gutes, allerdings sollte ich doch wenn ich alle Teile beisammen habe Ruhe mit neuen Anschaffungen für die Beute haben, oder? Daher auch meine Frage und Auflistung im ersten Post ob diese vollständig ist oder noch wichtige Bestandteile für eine erfolgreiche Bienenhaltung und Honigernte (abgesehen von den Arbeits-und Verarbeitungsmaterialien) benötigt werden.



    Mit freundlichen Grüßen,


    Moto