• Moin aus dem Norden,
    ich habe eine Menge Gitter, die eigentlich für Regenrinnen als Laubschutz gedacht sind.

    Die Maschen sind maximal 6,9 x 4,5 mm.
    Mäuse knabbern sich durch das Material nicht durch.
    Kann ich die als Bodengitter nutzen?
    Danke für jede Antwort im Voraus
    Emanuel

  • Mir wäre das viel zu grob. Da könnte doch noch glatt ne Biene durch passen oder bei dem Versuch stecken bleiben.


    In Zeiten des Vormarsches des Beutenkäfers würde ich, wenn ich sowieso gerade dabei bin, Böden zu bauen, komplett auf das Gitter verzichten und geschlossene Böden bauen. Spart dann das Umrüsten in wenigen Jahren.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿

  • Das ist der Wintergitterboden. Totenfall ist sofort weg. Haben die Immen weniger aufzuräumen.


    Gruß
    Ulrich

  • Bon,
    nun bin ich etwas durcheinander.
    @ Kuden-Imker: Ich werde da wohl nach dem Käfer hier im Forum und im I-Net suchen, um Dich zu verstehen.
    @ Bienenfred: Ist das nun gut oder schlecht?
    @ Ulrich: Wenn Du das vermutest und als Vorteil siehst, dann irrst Du. Eine tote Biene fällt da nicht durch. Die rollt sich und die Flügel und Antennen stehen ab.
    Jede Antwort hat mich als Anfänger immerhin auf neue Fragen gebracht. Nun weiss ich um Pollengitter (Kam im Imkerkurs nicht vor).
    Schon mal Danke
    Emanuel

  • glatte, geschlossene Böden werden besser von den Bienen geputzt, unter den Gitterböden nisten sich gerne Wachsmotten und irgendwann auch der Beutenkäfer ein


    Gitterweite eher kontraproduktiv, weil dadurch alle möglichen Insekten reinkommen, und als Wandergitter oder Zwischendeckel nicht nutzbar , da nicht bienendicht.
    eher zusätzlich, um die Alu- oder Kunststoffgitter mäusebisssicher zu bekommen, bildet aber auch wieder Dreckecken, wo die Bienen nicht rankommen.


    Den Streit, ob Böden offen oder geschlossen, teilweise oder wann, ist so alt wie der Mensch Beuten baut.
    Wärmetechnisch- angepasster Brutraum- Wärmebrett von 80-90%-Wärmeschiede- trockenere Honige - spricht mehr für geschlossen
    Varroa- Gemülldiagnose- Belüftung bei Wanderung- Brutende im Herbst- mehr für Gitterboden

  • Liebe Schreiber,
    mangels Forenerfahrung habe ich offenbar manch ironisch gemeinte Antwort als Tatsache ausgelegt.
    Möge man es mir verzeihen.
    Ich werde die Gitter nicht nutzen. Zumindest nicht in den Beuten.

  • Angenommen Ulrich. Is schon in Ordnung. Wie bereits geschrieben muss ich noch einiges über Bienen aber auch über Forumsumgangsformen lernen. Ob ich alles dann übernehme lasse ich erst einmal dahingestellt.
    Gute Nacht und für alle morgen einen gesegneten Tag
    wünscht
    Emanuel

  • Lieber Emanuel,


    Sparen ist Imkersport und grundsätzlich nicht verwerflich. Die Edelstahlgewebe sind nach meinen Erfahrungen und Beobachtungen die beste Variante für die Beutenböden - wenn auch die teuerste: stabil, nahezu unverwüstlich, transparent (z.B. für das Licht von unten und den Blick von oben) und durchlässig genug für durchfallende Milben (Windeldiagnose) und Gemüllreste (auch Pollenpäckchen -> gut geeignet zur "Pollenanalyse" des künftigen Honigs, wenn man die Pollenbestimmung bei:
    http://www.die-honigmacher.de/kurs2/pollen.html
    nutzt und mit offenen Augen im Flugkreis überprüft:
    http://www.homecrossing.de/beespace/
    ), nicht anfällig gegenüber organischen Säuren (OX, AS), durchlässiger auch für OX-Bedampfung von unten (falls die in D nun auch noch zugelassen werden sollte wie das OX-Sprühen ab 2017) usw.


    Diese Investition wirst Du nicht bereuen, da bin ich mir sicher.


    Mit imkerlichen Grüßen - Gottfried

  • Moin Gottfried,
    danke für die sehr informativen Begründungen.
    Das ist ja eine tolle Sache mit dem "beespace".
    Das gibt mir gleich zu Denken, wie nah beieinander dann doch unsere potenziellen Standplätze liegen, obwohl gefühlt da doch KM dazwischen liegen.
    Dir einen gesegneten Feierabend
    Emanuel